30 Jahre Mauerfall: Deutschland feiert und erinnert sich

Berlin (dpa) - Deutschland feiert den Fall der Mauer vor 30 Jahren und erinnert an die friedliche Revolution. In der Hauptstadt werden zu einer zentralen Veranstaltung in der Mauer-Gedenkstätte am Samstag (10.30 Uhr) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Am Abend wird Steinmeier am Brandenburger Tor bei einer großen Bühnenshow zu den Menschen sprechen.

Zunächst empfängt der Bundespräsident die Staatspräsidenten der Slowakei, Polens, Tschechiens und Ungarns im Schloss Bellevue, bevor sie zusammen zu der Veranstaltung an der Bernauer Straße fahren. Dort werden sie auch das Denkmal «Die Kauernde, sich aufrichtend» besuchen, das den Beitrag der Staaten zum Fall der Mauer vom 9. November 1989 würdigt.

Bei dem Gedenken auf dem früheren Todesstreifen werden laut Mauer-Stiftung auch Schüler sprechen. Zudem sollen Rosen für die Opfer in die Hinterlandmauer gesteckt werden. An einer Andacht in der Kapelle der Versöhnung nimmt auch die Kanzlerin teil, die dort auch sprechen wird. Danach sollen Kerzen zur Erinnerung an die mutigen DDR-Bürgerrechtler entzündet werden.

Die Bernauer Straße gilt als Symbol der deutschen Teilung. Als die Mauer 1961 hochgezogen wurde, lag die Häuserfront der Straße im Osten, der Bürgersteig im Westen.

Mit dem Mauerfall ging die deutsche Teilung nach mehr als 28 Jahren zu Ende. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen starben an der Mauer in Berlin mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. An einer Studie, wonach an der deutsch-deutschen Grenze mindestens 327 Menschen ums Leben kamen, waren zuletzt Zweifel aufgekommen.

3Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 10
    2
    Echo1
    09.11.2019

    Die Feiern zu diesen 30 Jahren gehen weiter. Dann 30 Jahre deutsche Einheit nächstes Jahr im Oktober.
    Für mich ist das zu viel der Feierei.
    Gedenken ja, weiter analysieren, Schlussfolgerungen ziehen, zur Gegenwart
    zurückkehren und an die Zukunft denken.
    Mir ist das zu wenig echte Aufarbeitung und Schönrederei.
    Den selben Fehler hat die DDR gemacht, über den Sozialismus bis zum Abwinken
    gesprochen bis man das Wort nicht mehr hören konnte.
    Aber es wurden nicht über die wirklichen Probleme gesprochen. Sozialismus blieb
    für viele nur eine Worthülse.
    Und jetzt und am heutigen Tag wird Schindluder mit dem Wort Freiheit getrieben. Ein leeres Wort, wenn wir dieses
    Wort nicht mit echter Diskussion darüber begleiten.

  • 0
    4
    Nixnuzz
    09.11.2019

    @Urlaub2020: Pauschal oder speziell wg. politischer Spitzenkraft?

  • 9
    5
    Urlaub2020
    09.11.2019

    Es ist einfach merkwürdig das die Wessis den Mauerfall feiern als wäre es Ihr Verdienst.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...