Abschiebeflug aus Deutschland in Kabul eingetroffen

Kabul (dpa/lsw) - In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Mittwochmorgen ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord der Maschine aus München waren 17 abgelehnte Asylbewerber, wie Beamte am Flughafen mitteilten. Laut Bundesinnenministerium (BMI) beteiligten sich die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Sachsen. Da die Beschränkung auf Straftäter, terroristische Gefährder und «Identitätstäuscher» aufgehoben wurde, hatte das Ministerium aktuell keine vollständigen Meldungen über die 17 Männer. Sechs seien aber rechtskräftig verurteilte Straftäter, hieß es.

Es war die 17. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016. Die nun abgeschobenen Männer wurden von 63 Beamten der Bundespolizei sowie vier Vertretern der bayerischen Landespolizei begleitet. Damit haben Bund und Länder bisher 383 Männer nach Afghanistan zurückgebracht. Die Abschiebungen sind umstritten, weil in Afghanistan radikalislamische Talibankämpfer und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) immer stärker werden, Regierungstruppen angreifen und Anschläge auf Zivilisten verüben.

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