Bund schlägt Obergrenze für Privatpartys von 25 Personen vor

Immer mehr Menschen stecken sich mit dem Coronavirus an. Die Bundesregierung will mit den Ländern ein gemeinsames Vorgehen in der kritischen Herbst- und Winterzeit erreichen. Ob das gelingt?

Berlin (dpa) - Der Bund schlägt angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen eine Obergrenze von 25 Teilnehmern für Feiern in privaten Räumen vor.

In öffentlichen Räumen solle sie bei maximal 50 Personen liegen, heißt es in einem der dpa in Berlin vorliegenden Entwurf einer Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über die Zahlen berichtet. Insgesamt schlägt der Bund ein regional abgestuftes Vorgehen vor - keine pauschalen Maßnahmen.

Angesichts der Infektionszahlen sollten derzeit keine weiteren Öffnungsschritte zugelassen werden, heißt es in dem Papier weiter. Um eine korrekte Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, sollen Ordnungsbehörden Verstöße etwa bei falschen persönlichen Angaben in Restaurants mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro belegen können. Gefragt sei hier das Verantwortungsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Sie sollten bei Bar-, Restaurant- und Veranstaltungsbesuchen «durch Angabe richtiger und vollständiger Personendaten und Kontaktinformationen ein schnelles Erkennen und Eindämmen von Corona-Ausbrüchen» unterstützen.

In besonders betroffenen Regionen soll nach den Vorstellungen des Bundes zudem unter bestimmten Bedingungen auch der Alkoholausschank begrenzt werden. Um Infektionen in der Gastronomie zu minimieren, müssten bei ansteigendem Infektionsgeschehen «zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol erlassen werden», heißt es im Entwurf.

Offen ist, ob die genannten Maximalzahlen für private Feiern nur gelten sollen, wenn bestimmte Grenzwerte bei den Neuinfektionen gerissen werden. In dem Entwurf heißt es in sogenannten eckigen Klammern, die Länder sollten die Teilnehmerzahlen bei Festen begrenzen, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen die Zahl von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten ist. Das bedeutet, dass über die kritische Zahl von Neuinfektionen für diese Regelung in der Konferenz noch verhandelt werden muss.

Eine Festlegung niedrigerer Werte durch ein Land oder eine Kommune bleibt nach dem Entwurf jeweils möglich. Ausnahmen könnten für angemeldete Feierlichkeiten mit vom Gesundheitsamt abgenommenen Hygieneplänen zugelassen werden.

Sollten in einem Landkreis innerhalb von 7 Tagen mehr als 50 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert werden, seien weitere Maßnahmen zu erlassen, heißt es in dem Papier weiter. Insbesondere solle dann die Teilnehmerzahl weiter begrenzt werden - nach den Vorstellungen des Bundes auf höchstens 10 Teilnehmer in privaten Räumen und höchstens 25 Teilnehmer in öffentlichen Räumen.

Eine von NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) und auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vorgeschlagene Corona-Warnampel wird in dem Entwurf des Bundes zwar nicht ausdrücklich erwähnt. Es heißt aber, die Länder würden bereits vor Erreichen einer Zahl von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern «ein geeignetes Frühwarnsystem einrichten, um möglichst ein Überschreiten dieser Inzidenz zu vermeiden».

Söder hatte erklärt, notwendig sei ein einheitliches, verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk, das dann in ganz Deutschland gelte. Bei Überschreiten bestimmter Infektionszahlen würde diese auf Gelb oder Rot springen. Dann würden Maßnahmen in Kraft treten, wie Tests für Risikogruppen, weniger Zuschauer bei Sportveranstaltungen, weniger Teilnehmer bei privaten Veranstaltungen oder eine verschärfte Maskenpflicht etwa auf öffentlichen Plätzen.

Merkel hatte bei einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums am Montag nach Angaben aus Teilnehmerkreisen vor einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickelten, werde es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben. Die Kanzlerin habe das hochrechnen lassen, hieß es. Priorität hätten Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft, sagte Merkel. Man müsse lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich - wo die Lage wieder extrem angespannt ist.

Zuletzt hatten Merkel und die Länderregierungschefs Ende August in einer Videoschalte nötige Maßnahmen in der Pandemie erörtert. Aus Sorge um steigende Covid-19-Infektionszahlen lehnten Bund und Länder damals Lockerungen der Auflagen ab, sie verschärften diese zum Teil noch. Sorgen bereiteten schon damals vor allem Feiern im privaten und Familienkreis, die als eine der Hauptursachen für die steigenden Infektionszahlen gelten. Hier konnten sich Bund und Länder nicht auf bundesweit geltende Obergrenzen für Teilnehmerzahlen einigen.

3838 Kommentare
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    2
    mops0106
    02.10.2020

    https://corona-ausschuss.de/download/Kurzbericht_Corona-Ausschuss_14-09-2020-1-4.pdf

    Kurzbericht der Stiftung Corona-Ausschuss zu "SARS-CoV2 und die Lockdown-Folgen" vom 14.09.20.

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    3
    mops0106
    02.10.2020

    @ralf:
    Was der Autor zum Thema Krankheiten und Sterben und Staat schreibt, trifft immer zu.

    Und zum Zeitpunkt des "Lockdown" war der Höhepunkt von Corona schon längst überschritten.

    Das wurde im April schon bekanntgemacht von anerkannten Spezialisten wie Prof. Bhakdi. Der sagte schon damals, dass das Virus für ca. 85% der Menschen nicht gefährlich, für ca.10% wenig gefährlich und ca. 5% gefährlich ist. Dies trifft auf alle Coronaviren zu; Ausnahmen SARS/ MERS.

    Es gibt keine hohen Krankheitszahlen, keine hohe Intensivbettenbelegung, keine hohe Übersterblichkeit. Bei den angegebenen Corona-Toten und dem "Nachweis" durch den PCR-Test: Diese tragen die RNA des Virus in sich, aber keinen aktiven Virus. Der kann durch diesen Test überhaupt nicht nachgewiesen werden. Es wurde/ wird zum großen Teil nicht obduziert bei uns. Nur dadurch wäre die genaue Todesursache feststellbar.

    Was die Politiker bei uns angeordnet haben, war zu keinem Zeitpunkt verhältnismäßig. Verhindert hat das auch nichts. Masken müssen wir erst seit Ende April tragen. Zur Wirksamkeit sage ich jetzt nichts weiter. Wenn das Virus für die Masse lebensgefährlich wäre, wieso sind dann in den ersten Monaten des Jahres die Menschen nicht reihenweise verstorben? Dass Viren bei Menschen, die erkrankt sind, die Abwehrkräfte weiter schwächen, kommt schon immer vor. Oft kommt dann noch was Bakteriologisches dazu.

    Und andere Länder könnte man nur mit Deutschland vergleichen, wenn Gesundheitssysteme, Altersstruktur, Umweltbedingungen, Genetik, Pflegesysteme, Versicherungsleistungen, Medikamenteneinsatz etc. gleich wären.

    Mehr sage ich nicht dazu, da wir das alles schon mehrfach hatten.

  • 2
    1
    ralf66
    02.10.2020

    @mops0106, hab's überflogen wohl einiges wahres dabei aber aus der Sicht von jetzt, dass heißt, dadurch das im Verhältnis wenige an Corona gestorben sind ist alles was gemacht wurde überflüssig gewesen, so wird doch argumentiert.
    Der Streitpunkt ist aber der, wo es hätte hinführen können, dass beleuchtet dieser Autor nicht, warum, weil er es nicht weiß und wir wissen es auch nicht, die Wissenschaft anscheinend auch nicht richtig, wir machen uns aber alle gegenseitig Vorwürfe und streiten uns wer nun im Recht ist!

    Auf den Artikel habe ich aber eine Gegenantwort und die ist ziemlich objektiv, wer Kirchenbücher kennt und sich einmal mit den Kindersterblichkeit und den unterschiedlichsten Krankheiten dazu beschäftigt hat, die heute durch Medikamente und Impfungen ziemlich der Vergangenheit angehören auch Briefe und Geschichten der Eltern kennt die auf diese Weise Kinder verloren haben, der schreibt nicht vom Tod ein Lauf der Natur und sterben lassen! Nach dem was diese Eltern schrieben ständen sie heute noch an um ihre Kinder impfen zu lassen, sich ein Medikament zu holen um das ihre Kinder hätten überleben können.

    Verhältnismäßigkeit, ob man dafür überhaupt ein Maß entwickeln kann oder ob das nur Sache des Betrachters ist???

  • 3
    2
    ralf66
    02.10.2020

    @Censor, viele interessante Fragen von Ihnen kann man sich durchaus überlegen.
    Zu Anfang aber so viel, mit dem tragen einer Maske beim Einkauf hat mir niemand die Freiheit genommen, wenn Sie das als Eingriff in die Freiheitsrechte sehen dann ist das halt so, für mich nicht.

    Wie sollte man im Frühjahr auf Corona reagieren? Man reagierte mit Maßnahmen die man so in etwa bei den Chinesen sah, dass wurde weltweit übernommen auch von Putin und Tramp nicht nur in Deutschland auch in Ländern die eine regelrecht konservative Politik machen wie Ungarn, Tschechien oder Polen u.s.w..
    In Deutschland ging das gegacker gegen die staatl. Corona-Maßnahmen verhältnismäßig spät los nämlich Mitte Mai mit den Spaziergängen. z. B. Annaberg 13.05.2020. Noch im März oder Ende Februar bis Mitte März trommelten viele, oi Corona und die da oben machen nichts, die Tschechen schlossen die Grenze zu Deutschland weil sie meinten, die Deutschen unternehmen nicht gegen Corona, dass war am 13./14.03.2020.
    Als dann in Deutschland so ab dem 16.03.2020 auch die ersten schärferen Maßnahmen zu Eindämmung von Corona angelaufen sind hat es keine Proteste wegen der Unverhältnismäßigkeit gegeben, dass kam erst dann, als sich die medizinischen Würdenträger auf der Welt in zwei Lager geteilt haben, wo die einen meinten Corona ist schlimm und braucht verschärfte Maßnahmen und die anderen waren nicht dieser Meinung und meinten es wäre alles bloß halb so schlimm und jetzt hat jeder die Möglichkeit das zu glauben was man will aber leider ohne Garantie auf Richtigkeit, denn schön klingen beide Seiten, Nachprüfbarkeit für Laien und Ottonormalverbraucher äußerst gering.

    Eigenverantwortung der Bürger klingt gut ist aber in bestimmten Dingen von nicht weit her, bei vielen ist der Begriff Freiheit endlos dehnbar aber auch hier gibt es Grenzen.

    Sie meinen, Aufgabe des Staates ist es Rahmenbedingungen zu schaffen, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert, dass hat man auch in Deutschland getan und immer wieder zur Erinnerung genau so wie in anderen Ländern oft sogar viel weniger und humaner als da.

    Das wir uns in einer Weltwirtschaftskriese seit Herbst 2019 befinden erwähnen Sie mit keinem Wort, Sie schieben allen wirtschaftlichen Niedergang auf die Corona-Maßnahmen auch findet der tatsächliche Zustand von Unternehmen vor Corona wie diese bis dahin gelaufen sind bei Ihnen keine Erwähnung!

    Haben Sie sich schon mal aufgeregt, wenn sich durch bestimmtes taktieren der Wirtschaft und Finanzwirtschaft in regelmäßigen Abständen diese sich selber die Beine weghackt, es dadurch in der Bevölkerung zu sozialen Missständen kommt die sie alle in Ihrem 3. Absatz aufgeführt haben?

  • 0
    6
    mops0106
    02.10.2020

    Censor, genauso ist es. Wie immer sehr gut ausgedrückt.

    Nachdem ich 6 Monate viele, auch sehr ausführliche, Kommentare zu diesem Thema geschrieben habe, habe ich zur Zeit keine Kraft (und Lust), das immer wieder neu zu begründen. Zumal die Fakten ja für alle schon seit vielen Monaten leicht recherchierbar sind. Und selbst wer das nicht möchte, sieht es doch im Freundes-, Bekannten-, Verwandtenkreis, dass eben fast nichts stattfindet (Schwere Einzelfälle werden ja von niemandem bestritten.)

    @Ralf: Der verlinkte Artikel deckt sich mit meiner Meinung zur Krankheitssituation zurzeit und zum Thema Krankheit, Sterben, Staat allgemein. Politisch sehe ich das viel kritischer als der Autor (war aber ja nicht das Thema).
    Eine kurze Anmerkung noch: "Halli-Galli war mir noch nie wichtig, auch als gesunder Mensch nicht. Und Geld ist natürlich in einem gewissen Rahmen wichtig.

  • 2
    4
    censor
    01.10.2020

    ralf66 - Die Gesundheit ist ein hohes Gut - stimmt , aber die Freiheit des Individuums auch - und wir haben es mit "konkurrierenden" Rechtsgütern zu tun, die man nicht gegeneinander aufrechnen darf, sondern wo die Verhältnismäßigkeit der Gradmesser sein muss.

    Nun frage ich sie: Ist es verhältnismäßig, einer ganzen Gesellschaft die Freiheit zu nehmen, sie unter restriktive Maßnahmen zu stecken, wenn von 83 Mio. Menschen lediglich 0,03% jemals mit dem Erregervirus zu tun hatten, 99,97% dagegen nicht?

    Ist es vertretbar, dafür verheerende Folgeschäden wirtschaftlicher und gesundheitlicher Art in Kauf zu nehmen, wie zB wirtschaftlicher Kollaps, Existenzverlust, Verarmung der Bevölkerung und soziale Abhängigkeit vom Staat, Suizide, Folgekrankheiten (Depressionen, nicht erfolgte Behandlungen, Schäden durch Masken usw).

    Der Gesundheitsschutz durch den Staat kann doch die Eigenverantwortung der Menschen nicht ersetzen.

    Aufgabe des Staates ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Gesundheitssysteme nicht kollabieren, zB, indem er genügend Ressourcen schafft, anstatt diese wegzusparen.

    Freiheitseinschnitte müssen die absolute Ausnahme sein und dürfen nur angewendet werden,wenn wirklich eine Notlage von nationaler Tragweite besteht. Das wäre gegeben, wenn bspw. jeder 3. Bürger erkrankt und ein Klinikbett braucht, aber nicht bei 0,03% (die falsch positiven sind da sogar noch mitgerechnet).

  • 0
    2
    mops0106
    01.10.2020

    https://www.achgut.com/artikel/wie_koennen_wir_jemals_wieder_menschen_sterben_lassen

    Ralf: Als Lese- und Nachdenkempfehlung.

  • 4
    2
    ralf66
    01.10.2020

    @mops0106, nach dem ich im Frühjahr mit vielen Dingen zur Bekämpfung von Corona zuerst einverstanden war sehe ich jetzt und mit fortschreitender Zeit dieser Situation vieles auch skeptisch schon alleine, weil viele Maßnahmen einen totalen Widersprüchlichen Inhalt haben.
    Ich meine mit Einschränken und lockern der Maßnahmen in fortlaufender Folge wird man wie jetzt sich zeigt nicht viel erreichen, die Entwicklung wirksamer Medikamente kann hier eher Abhilfe sein.
    Was ich aber bei ihnen immer wieder nicht verstehe ist, dass sie dem Staat absprechen für seine Bevölkerung Sorge zu tragen in dem er die Bevölkerung bei den unterschiedlichsten Nöten schütz und dort Abhilfe schafft in unterschiedlichster Form und Art und Weise, dass machten übrigens Staaten vor der Bundesrepublik auch so!
    Das Leben und die Gesundheit ist das höchste Gut was wir besitzen und das ist in jedem Fall schützenswert, Ihre Einlassung, dass Leben stünde nicht über allem ist so nicht richtig und bei all ihren Dingen die Sie in den Coronamaßnahmen als nicht richtig sehen sollten Sie schon überdenken, was Sie über das Leben schreiben.
    Was ist den bei Ihnen wichtig wenn nicht das Leben, Geld und Halli-Galli?

  • 6
    4
    censor
    01.10.2020

    saxon1965 - Nun sind wir schon zwei, denen hier "Herrschaftswissen" bzw. die Anmaßung, Fachmann oder Experte zu sein, vorgeworfen wird, und das offenbar nur deshalb, weil wir Sachverhalte hinterfragen und unsere Meinung dazu schreiben, die eben ein bisschen anders lautet als politisch korrekt wäre.

    Also, willkommen im Club.
    Wir wurden zu Besserwissern gekrönt. Tragen wir diese Corona (äh - Krone) mit der gebotenen "Nonchalance".

  • 8
    3
    saxon1965
    30.09.2020

    @Moleman: Um es kurz zu machen, nein ich maße mir nicht an in allem ein Fachmann oder Experte zu sein. Aber ich erlaube mir eine eigene Meinung zu haben, mich nicht nur bei den ÖR zu informieren und versuche dies dann mit meinem gesunden Menschenverstand zu beurteilen. Mir ist durchaus bewusst, dass ich damit nicht immer Recht habe und irren kann.
    Wenn sie meinen, dass unsere Politiker allwissend sind, dann frage ich mich, warum so viele Fehler passieren oder sie vor jeder Entscheidung Millionen für Berater ausgeben. Selbst Wissenschaftler sagen, dass auch sie irren können, wenn sie denn ehrlich und objektiv sind.
    Wo wären wir, hätte die Menschheit nie gezweifelt und hätte stehts alles geglaubt?

  • 7
    4
    mops0106
    29.09.2020

    @Moleman: Wenn Sie Risikopatient sind, dann schützen Sie sich bitte, wenn gewünscht mit einer richtigen Maske. Aber verlangen Sie nicht, dass alle anderen Sie schützen. Ich bin auch Risikopatientin, verlange aber nicht egoistisch, dass andere für mich Stoff im Gesicht tragen und andere Sachen. Und nein, das Leben steht nicht über allem. Der Staat kann nicht verhindern, dass Menschen erkranken und sterben. Das ist nicht seine Aufgabe.

  • 1
    10
    Moleman
    29.09.2020

    @Saxon
    Wäre eine klasse Replik auf den Satz:
    "Sie is DAS Maß zur Beurteilung der Dynamik..."
    oder ersatzweise
    "Sie ist das einzige Maß..."

    Nur habe ich keinen der beiden Sätze so formuliert.
    Darüberhinaus wäre für mich interessant zu erfahren woher Sie ihr Herrschaftswissen beziehen, wie genau die relativ komplexe Abwägung der Interessen, Gewichtung der Informationen sowie das in Zusammenhang bringen derselben erfolgt. Evtl. kurzfristig vom Bundestrainer zur Koryphäe in Pandemiefragen umgeschult?
    Ich vermute, aufgrund haarsträubender Verwechslung von Fachbegriffen im zweiten Teil, wohl eher mal von weitem jemand mit Grippe 2minuten beobachtet.
    Infektiosität=/=pathogenität. Kontagiosität und ähnliches erspare ich Ihnen an der Stelle.
    Und zum Schluss. 30jahre gg sollten reichen um zu verstehen das wir Leben nicht aufwiegen. NICHT! NIEMALS! Mir als Risikopatient ist es herzlich egal ob das Gesundheitssystem über die Grenze ist, ob die Person, welche mich ansteckt, Symptome hat und wie LÄSTIG diese ne Maske findet

  • 1
    2
    Hinterfragt
    29.09.2020

    "Bund schlägt Obergrenze für Privatpartys von 25 Personen vor"

    Frage an Bund:
    Auf welchen Zeitraum bezieht sich diese Zahl?

  • 10
    2
    klapa
    29.09.2020

    'Brauchen keine zusätzliche Verunsicherung' – Kretschmer gegen schärfere Regeln in der Welt.

    Dem kann man nur zustimmen. Er soll sich nicht unterbuttern lassen.

  • 7
    3
    saxon1965
    29.09.2020

    @Moleman: "Sie ist einzig ein Maß zur Beurteilung der Dynamik des Geschehens."

    Genau das ist es eben nicht und wird auch nicht so kommuniziert.
    Damit es so wäre, müsste man zuerst diesen PSA-Test verifizieren, die positiv Getesteten ins Verhältnis mit den Testungen stellen und auch die Testgruppen bzw. die Testmodelle wissenschaftlich aufstellen und bewerten.

    Oder anders gefragt:
    Wie viele der positiv Getesteten werden krank, haben also einen infektiösen Virus COVID-19?
    Wie sind die Testgruppen zu bewerten (repräsentativ oder Risikogruppen)?
    Wie sind die Krankheitsverläufe und welches Risiko ergibt sich daraus abgeleitet für die nationale Lage bzw. unser Gesundheitswesen?
    u. ä. m.

  • 7
    1
    Freigeist14
    29.09.2020

    Warum keine Untergrenze ? Als Empfehlung , daß die Luzie abgeht ?

  • 9
    4
    klapa
    29.09.2020

    Noch einmal. Woher nimmt die BK den möglichen exponentiellen Anstieg, den wir, wie Herr Streek behauptet, bisher noch nie hatten?

  • 14
    13
    censor
    28.09.2020

    Moleman
    " Ich bin verwirrt."
    Das sieht man an Ihren beiden Texten.

  • 12
    17
    OlafF
    28.09.2020

    @mops: Nur durch diesen Riss kann sich dieses künstliche Konstrukt aufrechterhalten. Solange die Mehrheit mitspielt. Es hat sich ein Automatismus entwickelt der kaum noch rückgängig gemacht werden kann. Es wird allen möglichen Trollen eine Bühne geben, um zu vertuschen, was die Spatzen von den Dächern pfeiffen. Die Menschen werden aufwachen aus diesem Trauma und der Wille nach Freiheit und Selbstbestimmung wird sich wieder durchsetzen.

  • 15
    14
    Moleman
    28.09.2020

    Die Anzahl der Infizierten soll auch keine Auskunft über die Schwere der Erkrankung oder die Belastung des Gesundheitssystems oder whatever geben. Sie ist einzig ein Maß zur Berurteilung der Dynamik des Geschehens. Wird übrigens auch genauso kommuniziert. Vorausgesetzt man nimmt mehr war als den 3 Zeiler aus der fb/telegram Echokammer.
    Vielleicht scheidet der oft beschworen Riß ja nur adaptive von maladaptiver Bewältigungsstrategie.
    Wer gebietet den Menschen die sich seit 5jahren anmaßen für die Mehrheit zu sprechen(einmal für, einmal gegen Grenzen. Ich bin verwirrt) und die Politik, in bestimmten Feldern, zu bestimmen und dabei alles zerstören, Einhalt?????

  • 4
    4
    Ich1966
    28.09.2020

    flexibles Timing ist das Wort der Stunde soll heisen Förderlismus
    eher nein per Dekret Erlas Maske
    0(ab)-100(auf) wo es nunmal bre
    nnt.

    die Feuerwehr gießt ja auch nicht
    den Rasen wenn das Haus brennt
    wenn ein paar Tropfen allerdings
    aufs Gras fallen sollte sich jedoch
    der Nachbar nicht darüber aufreg
    en.

    Wieviel es am Infizierte es Heiliga
    bend dann sind ist unerheblich hau
    ptsache das ableben von Mensch
    en hält sich in Grenzen und die Wi
    rtschaft hat dann nicht einen Tot
    alschaden.

  • 14
    23
    Moleman
    28.09.2020

    Man muss dem ganzen auch was gutes abgewinnen können. Immerhin wird eine Schnittmenge zwischen jenen 10-20%, die seit 5 Jahren dem Rest der Republik mit ihrer Panik betreffs Migration auf den Keks gehn und auf absolute Regeltreue bestehen und jenen 10-20% erkennbar, welche aktuell die Mehrheit als panisch empfindet weil diese eben keinen Sündenfall im aufziehen von ner f.... Maske sieht und einfach die regeln befolgt. Mich nervt zB total das ich ne Hose tragen muss im Bus, statt frei schwingen lassen zu können. So what?
    Regeln für andre, ja bitte und zwar Buchstabengetreu, egal ob die sich mit art.1 vertragen. Regeln für mich, unbequem, nee mag ich nicht, weil wegen Grundgesetz blublub.
    Die blaune Partei bei der nicht wenige "Maskenmuffel" ihr Kreuzchen machen dürften, is die einzige nennenswerte politische Kraft, die aktiv Panik verbreitet und aus der Bewirtschaftung derselben ihre Existenzberechtigung bezieht.
    P.s. Die pöse Frau Merkel macht weder die aktuellen Regeln, noch killt sie eure Jobs im automotive Bereich noch hat sie 2015 irgendwas entschieden. Weiß doch jeder das is bill gates' Zuständigkeitsbereich

  • 21
    15
    mops0106
    28.09.2020

    Diese PCR-Infizierten haben keinerlei Aussagekraft hinsichtlich eines eventuellen Krankheitsverlaufs.
    Es gibt nur wenige Erkrankte, noch weniger schwer Erkrankte...Schon wieder wird Panik erzeugt.
    Wer gebietet diesen Menschen, die sich seit Monaten anmaßen, über unser Leben zu bestimmen und dabei alles zerstören, Einhalt? Wo sind die Gerichte, das Verfassungsgericht, das endlich stopp sagt. Wo ist die sogenannte 4. Gewalt?
    Unsere Gesellschaft geht vor die Hunde. Der Riss geht schon durch Familien, Freundeskreise...

  • 12
    6
    KTreppil
    28.09.2020

    Wenn es diese viel diskutierte Corona Ampel in Berlin schon gibt, dann scheint sie ja nicht viel zu bringen...
    Ansonsten machen wir uns mal gefasst, auf zunehmende Hysterie und hoffentlich nicht ganz so zunehmende Zahlen. 19200, schon 19000 wären viel, wären schlimm, vor allem, wenn soviel wirklich mit Symptomen erkrankt wären, wären...
    Wer mit solchen Zahlen wedelt, erzeugt auf alle Fälle (wieder mehr?) Angst und Alarm unter der Bevölkerung, weniger queres Denken, mehr vorauseilenden Gehorsam und dass vielleicht auch der letzte Skeptiker sehnlichst auf den Impfstoff wartet, vielleicht Sinn und Zweck?
    All denen, die hier immer wieder gegen die Maskenpflicht wettern, macht euch keine Illusionen, das wird wohl das kleinere Übel bleiben.

  • 24
    12
    censor
    28.09.2020

    saxon1965 - genau, und überdies fragen Sie mal Menschen in diesem hohen Alter, was ihnen lieber ist:
    Mit Maskenpflicht und Besuchsverboten und Abstand noch ein, zwei Jahre zu leben oder ihre Familie, Kinder, Enkel und Urenkel um sich haben zu dürfen, wann immer sie wollen und dafür das Risiko einer Ansteckung und des baldigen Todes einzugehen.

    Viele alte Menschen sind verzweifelt aufgrund der Isolationsmaßnahmen, die man gegen ihren Willen über sie verhängt und würden letztere Variante wählen, wenn man sie nicht hinterrücks entmündigt hätte.

  • 16
    6
    saxon1965
    28.09.2020

    @TWe: https://www.alterung.eu/alterungsprozess/
    Natürlich führt das Altern zum Tod, weil es dann zu Organversagen kommt.

    Mich würde mal interessieren, wie viel höher die Wahrscheinlichkeit ist, mit 80...90 Jahren, am COVID19-Virus gegenüber den alljährlichen Virusgrippen zu sterben?

  • 8
    12
    censor
    28.09.2020

    TWe
    Diese Gerontologen erzählen aber auch nur Quatsch. Wie konnte ich darauf reinfallen?

  • 9
    8
    Lesemuffel
    28.09.2020

    Es könnten aber sogar 19310 Fälle werden?

  • 20
    17
    saxon1965
    28.09.2020

    Letztlich legt jetzt auch schon ein RKI fest, was in anderen Ländern Risikogebiete sind. Unsere Nachbarn lieben uns dafür!

    Die Einführung einer s. g. Ampel wird dazu führen, dass die Politik noch weniger differenzieren muss und der "brave" Bürger bei Rot einfach stehen bleiben wird.
    "Bitte geben sie ihr Gehirn an der Garderobe ab!"

  • 17
    17
    TWe
    28.09.2020

    @censor: Falls die Botschaft nicht angekommen ist, hier noch mal mit deutlichen Worten: Im Alter steigt allenfalls die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Todesursachen, das Alter an sich ist aber niemals eine solche. Todesursachen sind immer diagnostizierbar. Was glauben Sie denn, was üblicherweise in einem Totenschein bei der Todesursache eingetragen wird? Etwa: "...war schon über 90..."

    Fehlende Regeneration als Todesursache? Wo haben Sie denn den Quatsch aufgeschnappt?

    Ich hänge im Übrigen keiner Theorie des ewigen Lebens an. Bin aber sehr dafür sachgerecht und und vor allen Dingen präzise zu argumentieren.

  • 14
    9
    Hinterfragt
    28.09.2020

    Wenn mir jetzt noch erklärt wird, wie Merkel auf die 200 kommt ...

  • 18
    11
    klapa
    28.09.2020

    Wenn es einen exponentiellen Verlauf geben würde.

    Woher weiß sie, dass der kommt? Also Spekulation.

  • 16
    23
    censor
    28.09.2020

    TWE - Das ist Haarspalterei, da, wie wir wissen, sich mit zunehmendem Lebensalter die Anzahl der Mitochondrien und damit die Zellteilung verlangsamt, dadurch weniger neue Zellen entstehen als alte absterben - was wir als Alterungsprozess bezeichnen, der irgendwann zum "natürlichen" Tod führt, weil der Organismus sich nicht mehr regenerieren kann.

    Nach Ihrer Theorie hingegen müssten Menschen ohne organische Erkrankungen das ewige Leben haben. Bitte bedenken Sie, dass es unter anderem der oben beschriebene Abbauprozess ist, der zu typischen Alterserkrankungen und damit auch zum Tod führt.

    Übrigens: Eine Todesursache trifft in jedem Fall zu: Herzstillstand.

  • 21
    33
    Malleo
    28.09.2020

    Frau Merkel
    ich bin über ganz andere Zahlen alarmiert!
    Diese werden aber hübsch tabuisiert.
    Die könnten uns ja beunruhigen, sagt einmal der Innenminister.
    Sie erinnern sich?
    Einfach zum Davonlaufen!

  • 25
    16
    TWe
    28.09.2020

    @censor: Todesursachen sind bspw. Organversagen, Hirn- oder Herzinfarkt usw.

    Hohes Alter ist keine Todesursache.

  • 10
    14
    TWe
    28.09.2020

    @Tauchsieder: Ich muss Ihnen leider entgegen halten, dass die Damen und Herren von unserer Landesregierung mit einem Blick nach München doch das eine oder andere lernen können.

    Angenommen Sie verbringen aktuell Ihren Urlaub in Südtirol und treten Ende der Woche die Heimreise an. Ihr Rückweg führt Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit über die im österreichischen Bundesland Tirol gelegene Brennerautobahn. Am vergangenen Freitag wurde Tirol durch das RKI zum Corona-Risikogebiet erklärt. Sie wissen das und durchqueren Österreich deshalb nonstop. Was hat das nun für Folgen?

    Wenn Sie in Bayern wohnen, gar keine, da ein Aufenthalt in einem Corona-Risikogebiet von weniger als 48 Std. (z. B. im Rahmen der Durchreise) lt. der bay. Quarantäne-Schutzverordnung keine Quarantänepflicht nach sich zieht. Als Einwohner unseres schönen Sachsens sieht das leider anders aus. Eine solche (absolut sinnvolle) "Durchreiseklausel" fehlt nämlich als Ausnahme von der Quarantänepflicht innerhalb der sächsischen Quarantäne-Schutzverordnung. Sie müssen sich in Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden, obwohl sie in Tirol nur an der Brennermautstelle kurz gestoppt haben. Wenn Sie das nicht tun, droht Bußgeld.

    Dass diese Regel vollkommen sinnfrei ist, versteht sich von selbst...

    Aus meiner Sicht wäre es durchaus angemessen, wenn sich unser MP Kretzschmar vom MP Söder erklären lässt, wie Rechtsverordnungen verfasst werden, die dann in sich auch schlüssig sind.

  • 32
    37
    censor
    28.09.2020

    So werden wir geplagten Bürger schon wieder darauf vorbereitet, dass die nächste Eskalationsstufe gezündet wird.

    Es ist Herbst und damit Erkältungszeit.
    Fallzahlen sind keine Infektionszahlen, und schon wieder werden uns Todesfälle als Coronaopfer präsentiert, die aufgrund ihres Alters- und Gesundheitshintergrundes an jeder anderen Infektion ebenso sterben könnten wie an "dem Virus".

    Mir wird immer klarer, was man bezweckt: den Herbst und Winter und damit die natürliche Grippe- und Erkältungszeit dazu nutzen, um der Gesellschaft und Wirtschaft noch mehr zu schaden.
    Langsam muss man von Vorsatz ausgehen, denn so unreflektiert kann eine Politikerin, die Doktorin der Physik ist, nicht sein, dass sie positive Fälle nicht von Erkrankten unterscheiden und Zahlen nicht in die richtigen Relationen setzen kann.

    In Deutschland sterben jeden Tag durchschnittlich 2.500 Menschen an allen möglichen Ursachen, wobei hohes Alter die häufigste Todesursache sein dürfte.

    Wenn die Landesfürsten dem Treiben der Kanzlerin kein Halt entgegensetzen, dann befürchte ich das Schlimmste.

    Wenn man die Zügel zu straff zieht, können die Pferde nach hinten ausfeuern, den Wagen kentern lassen und mit samt dem Geschirr durchgehen. Habe ich als Kind beim Bauern selbst miterlebt.

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    24
    Tauchsieder
    28.09.2020

    Wann sagt Kretschmer endlich: Wollen wir nicht!
    Man muss nicht alle F...ideen des 2. Gesundheitsministers gut heißen, vor allem, wenn man bis jetzt mit seinen Regeln ziemlich gut gefahren ist. Er sollte sich mal Gedanken machen, was eigentlich in Bayern und NRW schief gelaufen ist und nicht den Rest der Republik für verfehltes Management in Geiselhaft zu nehmen.