Bund und Länder vereinbaren schärfere Corona-Hotspot-Regeln

Die Corona-Infektionszahlen steigen auch in Deutschland stark. Bund und Länder beschließen schärfere Maßnahmen und Einschnitte in Regionen mit vielen Neuinfektionen. Doch die Bundeskanzlerin ist nicht ganz zufrieden.

Berlin (dpa) - Aus Sorge vor einer unkontrollierbaren Ausbreitung der Corona-Pandemie mit unabsehbaren Folgen für Bürger und Wirtschaft verschärfen Bund und Länder die Gegenmaßnahmen in Hotspots.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten verständigten sich auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie. Bund und Länder schließen noch härtere Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Infektionslage in den kommenden zehn bis zwölf Tagen nicht bessert.

Merkel zeigte sich in den Beratungen im Kanzleramt nach dpa-Informationen mit den Beschlüssen jedoch unzufrieden. «Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden», sagte die CDU-Politikerin nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern. «Es reicht einfach nicht, was wir hier machen.» Nach der Sitzung betonte Merkel, ob die Beschlüsse reichen oder nicht, werde man sehen. «Deshalb ist meine Unruhe mit dem heutigen Tag noch nicht weg.» Beunruhigt sei sie vom exponentiellen Anstieg der Infektionen. «Den müssen wir stoppen. Sonst wird es in kein gutes Ende führen.» Merkel machte deutlich, dass sich ihre Unzufriedenheit vor allem auf die umstrittenen Beherbergungsverbote bezieht.

Konkret vereinbarten die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten dies:

MASKENPFLICHT: In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

PRIVATE FEIERN: In Regionen mit einem Wert über 35 Neuinfektionen soll es eine Begrenzung von 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum geben. Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sollen private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf höchstens zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum begrenzt werden.

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN: Übersteigen die Neuinfektionen den 50er Wert dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, wird dies auf bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände verringert.

SPERRSTUNDE: Ebenfalls bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen soll eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für die Gastronomie verhängt werden. Bars und Clubs sollen geschlossen werden.

VERANSTALTUNGEN: Wird der 50er Wert überschritten, wird die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes.

BEHERBERGUNGSVERBOTE: Die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten waren vor den Beratungen am umstrittensten. Bund und Länder fanden auch im Kanzleramt keine Einigung und vertagten das Thema erst einmal bis zum 8. November. Bis dahin soll diese Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Bund und Länder forderten aber eindringlich alle Bürger auf, nicht erforderliche innerdeutsche Reisen in Gebiete hinein und aus Gebieten heraus zu vermeiden, die die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage übersteigen.

Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Hamburg wollen wohl zunächst bei der Regelung bleiben. Die Schweriner Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) denkt aber über Lockerungen nach. Sie kündigte an zu prüfen, ob auf die mindestens fünftägige Quarantäne und die Pflicht zu einem Test danach künftig verzichtet wird.

Die meisten Bundesländer hatten am vergangenen Mittwoch beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten waren erstmals seit Juni wieder persönlich zusammengekommen und berieten nicht nur per Videokonferenz. Das Treffen stand unter dem Eindruck massiv steigender Infektionszahlen in Deutschland und zum Teil noch dramatischerer Entwicklungen bei vielen europäischen Nachbarn. Hierzulande wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch aktuell 5132 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie seit Mitte April nicht mehr.

Der Leiter der Abteilung System-Immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, Michael Meyer-Hermann, warnte bei dem Treffen eindringlich vor einem Kontrollverlust bei den Infektionen. «Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern zwölf, um das Schiff noch zu drehen», sagte er laut Teilnehmern im Kanzleramt. Deutschland stehe an der Schwelle zu einem exponentiellen Wachstum.

Merkel rief nach dem Treffen die Menschen in Deutschland zu einer gemeinsam Kraftanstrengung auf: «In dieser entscheidenden kritischen Phase des Herbstes ist es ganz, ganz wichtig, dass alle auch mitmachen weiter.» Die Kanzlerin betonte: «Auch ökonomisch können wir uns eine zweite Welle, wie wir sie im Frühjahr hatten mit solchen Folgen, nicht leisten.»

Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) betonte, Deutschland befinde sich jetzt in einer sehr entscheidenden Phase: «Es steht jetzt viel auf dem Spiel.» Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sah zwar Fortschritte durch die Beschlüsse. «Aber ob das reicht, ist meiner Meinung nach offen. Wir sind dem zweiten Lockdown eigentlich viel näher, als wir das wahrhaben wollen.» Die zweite Corona-Welle sei bereits da. Die Situation jetzt sei fast gefährlicher als im Frühjahr, weil nun der Winter bevorstehe, warnte Söder, der zugleich dazu aufrief, durch die Beschränkungen wieder «vor die Welle» zu kommen.

Unterdessen plant Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) weitere Hilfen für besonders hart von Corona-Maßnahmen getroffene Unternehmen. Die bisher bis zum Jahresende laufenden Überbrückungshilfen sollen um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland war im zweiten Quartal eingebrochen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gab in Berlin bekannt, dass die neue Corona-Testverordnung an diesem Donnerstag in Kraft treten werde. Corona-Tests sollen damit künftig stärker auf Risikogruppen und das Gesundheitswesen konzentriert werden - weniger auf Reiserückkehrer.

3131 Kommentare
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  • 3
    4
    Pixelghost
    16.10.2020

    @744953

    Es wird doch hier immer verlangt, dass die fahrlässige Tötung im Straßenverkehr härter bestraft wird, wenn jemand unter Alkohol am Straßenverkehr teilnimmt und andere tötet (siehe Dresdner Straße).

    Also wenn Sie das Risiko einer Corona-Erkrankung mit dem Straßenverkehr vergleichen, kann ich das auch.

  • 3
    5
    Pixelghost
    16.10.2020

    @ 744953, Straßenverkehr und Unfallverursachung. Gutes Beispiel. Das hinkt nur gewaltig.

    Wenn Sie einen Verkehrsunfall mit vergleichbaren drohenden Coronafolgen (Ableben des Betroffenen) verursachen landen Sie wo?

    Vor Gericht. Nennt man grobe Fahrlässigkeit oder sogar bedingten Vorsatz.

    Wenn es einem egal ist, ob sich andere anstecken und an ihrer Gesundheit geschädigt oder sogar getätigt werden nennt man wie?

    Wenn man sich so im Straßenverkehr verhält nennt man das wie? Und warum steht dann in § 1 ABS. 2 der StVO was?

  • 8
    7
    censor
    15.10.2020

    Ich weiß nicht, wie man darauf kommt, ein Gebiet mit 50 bzw 35 positiv getesteten Personen pro 100.000 Ew. als "Hotspot" zu bezeichnen und dort verschärfte Maßnahmen einzuführen. Unter einem Hotspot stellt man sich einen öffentlichen Raum vor, dessen Gesundheitswesen überfordert wird, weil viele Menschen gleichzeitig behandlungspflichtig erkranken, und nicht nur einen pos. PCR-Test bekommen oder vl. etwas Schnupfen u Husten haben.

    Geht man nach diesen Maßstäben, dann wäre unser Land jedes Jahr um diese Zeit mit Hotspots gespickt. Wir haben Herbst und damit "Erkältungszeit".

    Wenn die seit 27.4.2020 scharfen AHA-Regeln, bußgeldbewehrte Maskenpflicht (1.9.) usw eine Grippewelle nicht verhindern können, muss man sich eher fragen: Haben diese Vorschriften etwa gar nichts genützt?

    Leute, schaut euch die Tabellen u Grafiken der RKI-Berichte an. Das Interessante steht nicht auf dem Titelblatt. Die hl. Corona ist nicht umsonst die Schutzpatronin
    der Schatzsucher.

  • 8
    6
    Lesemuffel
    15.10.2020

    klapa, das ist ein Feldversuch. "Wie kann man das Parlament ignorieren". Das gelingt hierzulande gut mit den dazu gewählten passenden Abgeordneten, die völlig unkritisch gegenüber der Regierung sind. Keine Fragen, keine Zweifel, auch keine Vorschläge und wenn sich Mal einer meldet, wirds Unsinn, wie die Verlängerung der Weihnachts- und Winterferien zu Lasten der Sommerferien. Oder andersherum, sie kommen ihrer Kontrollfunktion nicht mehr nach.

  • 6
    12
    pcomment
    15.10.2020

    @Inke: Kritiker und "Kritiker" -letzte bewusst in Anführungszeichen - sind etwas unterschiedliches.
    Aber Sie müssen sich nicht der Illusion hingeben, dass die jetzigen "Kritiker" - ich meine hier wirklich nur diejenigen in Anführungszeichen - sich dann ruhig verhalten. Ich kann Ihnen sagen, was passieren wird, wenn sie selbst oder Angehörige betroffen sind. Sie werden laut protestieren. Warum? Weil die Regierung sie nicht genug beschützt hat.

  • 11
    9
    klapa
    15.10.2020

    Seit Ende März, d. h. seit etwa sieben Monaten, regiert die Exekutive beinahe uneingechränkt. Sie regiert, wie die Welt vom 09.09.2020 schreibt, in einer Welt ohne Widerspruch.

    Staatsrechtler monieren, dass der Bundestag seine primäre Verantwortung leichtfertig an Merkel, Spahn, die Ministerpräsidenten und Behörden abgetreten habe, ohne auf seinen Mitwirkungsrechten nachdrücklich zu bestehen.

    Hat das noch etwas mit parlamentarischer Demokratie zu tun, oder werden hier Anfänge einer anderen Regierungsform deutlich?

  • 8
    5
    JochenV
    15.10.2020

    Was man tatsächlich im Bund gemeinsam machen könnte, wäre endlich die Inzidenzahl der positiv/falschpositiv Getesteten von der Willkürbasis "pro 100.000 Ew" weg und auf den Teiler "pro 100.000 durchgeführte Tests" hin umzustellen. Nicht nur, dass so die zeitliche Vergleichbarkeit der Resultate gültig erfolgen könnte, nein, auch den Verschwörungstheorien, nämlich dass sich unsere Katastrophenpolitiker die Scheinbegründung für den nächsten Panik-Schub bereits auf der Basis der Fehlerbreite des pcr Tests durch willkürliche Erhöhung der Testdichte selbst herbeilögen, wäre der Wind aus den Segeln genommen.

  • 11
    10
    Lesemuffel
    15.10.2020

    Der Föderalismus. Je nachdem, wie er den (West-) deutschen Eliten gefällt. Wenn man 16 verschiedene Lehrpläne zum Beispiel in Deutsch hat, ist es gut "Bildung ist Ländersache." Bei den Corona-Massnahmen finden diese Leute, allen voran der Hilfs-Kanzler Söder, "man müsse einheitlich vorgehen" dh. das kleine mecklenburgische Dorf so behandeln, wie einen Hotspot in Duisburg- Marxloh, oder alle bezahlen ein Bußgeld wie in Bayern, 250 Euro, nicht 60 wie in Sachsen. Einige im Forum haben das Nach-Denken aufgegeben, halten alles für richtig,,
    was die hilflosen Politik-Medizier beschließen. Es zeigt sich wieder, wie treffend A.Einstein die Gesellschaft mit einer Herde Schafe beschrieben hatte.

  • 10
    11
    franzudo2013
    15.10.2020

    Die vielen Liebhaber der Verbote und Gebote sollten mal nachdenken. Herr Söder steht dem Bundesland vor, welches die mit Abstand meisten Infektionen und Todesfälle hat. Spricht das für seine Politik ? Nebenbei, seine Rethorik zu einer Krankheit ist unterirdisch und disqualifiziert ihn. Der wird niemals Kanzler.
    Frau Merkel geht es einfach nichts an, was die Gesundheitsämter und Landesregierungen machen. Zunächst einmal sollte sich jedes Bundesland vor allem um sich selbst kümmern, hat Ministerpräsident Michael Kretschmer gesagt. Und er hat damit völlig Recht. Subsidiarität scheint ein Fremdwort zu sein für Merkel und Söder, die größten Feldherrn aller Zeiten im Kampf gegen ein Virus.

  • 19
    7
    Inke
    15.10.2020

    Manche verwechseln hier Angst und Panik mit Rücksicht, Solidarität und Empathie. Wahrscheinlich sind die letzten drei Begriffe manchem gar nicht mehr geläufig.

  • 8
    18
    744953
    15.10.2020

    @neuhier: Haben Sie keine Argumente? Sie schreiben nur Unterstellungen und verlangen eine Anpassung. Leute wie ich sind mit Sicherheit nicht an 6000 Neuinfektionen am Tag Schuld weil wir das Gehirn einschalten. Und nur weil wir eine andere Meinung zu dem Thema haben ist das kein Grund für Schulzuweisungen. Sie haben das Prozedere der Schubladen aber schon gut verinnerlicht. Zu Leuten mit Ihrer Meinung sage ICH gute Nacht und armes Deutschland. Bleiben sie bitte trotzdem gesund, auch wenn Ihr Beitrag hier in meinen Augen alles andere als erbaulich ist ;-).

  • 23
    15
    neuhier
    15.10.2020

    @744953: Leuten wie Ihnen und deren unsolidarischen Ansichten haben wir jetzt die zweite Wellt mit 6000 Infektionen am Tag zu verdanken. Danke für nichts.

    Was stört Sie denn daran, eine Maske zu tragen und große Feiern zu meiden? Welche Zacke bricht einem ab, auf Hygiene und Abstand zu achten? Mehr verlangt doch niemand von Ihnen. Wenn das schon zuviel ist, dann Gute Nacht!

  • 13
    20
    744953
    15.10.2020

    Okay, auf den Post von @NeuErzgebirger hin eine neue Frage an die roten Daumen (wegen des Messens mit zweierlei Maß): Wer von Ihnen hat schon einmal einen Verkehrsunfall verursacht? Und wer von den Verursachern verzichtet aus Rücksichtnahme auf seine Mitmenschen jetzt auf das Führen eines KFZ? Wohl Niemand, oder gibt es da wieder Einspruch und rote Daumen? Es kann und soll sich jeder schützen wie er möchte, alles okay. Aber prinzipiell davon auszugehen, dass jedermann infiziert ist, was die ganzen Maßnahmen ja zu Grunde legen, und deshalb die Grundrechte zu beschränken und die Wirtschaft massiv gegen die Wand zu fahren, das ist alles andere als schlau, vorausschauend und Rücksicht nehmend. Es ist andersherum sehr Besorgnis erregend, dass gefühlt gut die Hälfte der Menschen aus purer Angst alles mit sich machen lässt.

  • 19
    13
    Pixelghost
    15.10.2020

    Der Hotel-Chef jammert über die Beschlüsse des Corona-Gipfels?

    Dann sollte er sich vielleicht mal fragen, warum dieser Gipfel überhaupt erst eingerichtet werden musste.

    Die Regierung versucht krampfhaft, das dämliche und durchweg ich-bezogene Verhalten mancher Zeitgenossen zu korrigieren.

  • 14
    20
    Echo1
    15.10.2020

    @872889 Wer sind für Sie wahre Experten?
    Merken Sie nicht, dass es neben Ihren "wahren" Experten noch andere Experten gibt, die etwas anderes zu Covid19 sagen?

    Aber die dürfen kaum mitreden. Dabei geht es auch um die Folgen der Angst und um unser Immunsystem, dass zu stärken ist, um Viren in Schach zu halten.

    Warum dürfen die kaum öffentlich auftreten? Warum ignoriert man deren Meinung?

    Finden Sie so etwas richtig?

  • 25
    7
    NeuErzgebirger
    15.10.2020

    @Inke: Kurz und bündig und dem ist nichts hinzu zu fügen. Es ist schon erstaunlich, wie vor allem die sozialen Medien es schaffen, bei einem leider größerer werdenden Teil der Bevölkerung Ignoranz und ICH-Mentalität in einem Maße zu steigern, dass einem Angst und Bange werden kann. Das gleitet ja schon ins Sektenhafte ab, Logik und Verstand abgeschaltet. Man muss nicht mit Allem einverstanden sein. Aber ein Mindestmaß an Rücksicht den Anderen gegenüber kann man doch wohl verlangen.

  • 25
    10
    872889
    15.10.2020

    744953: Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen. Weder Krebs noch Herzinfarkt sind ansteckend. Ja, jeder Mensch erleidet irgendwann früher oder später das Schicksal, zu sterben. Aber die Gesellschaft muss das ja nicht auch noch fördern. Ja, und ich kenne Menschen mit schwerem Krankheitsverlauf und ja, ich habe Ihnen einen roten Daumen gegeben. Auch wünsche ich Ihnen, dass Sie in Ihrem persönlichen Umfeld auch weiterhin virenfrei bleiben. Aber das Risiko, dass das so bleibt, sinkt von Tag zu Tag. Schade, dass auch politische Verantwortliche in einzelnen Bundesländern die Warnung der wahren Experten auf die leichte Schulter nehmen.

  • 25
    10
    Pixelghost
    15.10.2020

    @ 744953, und warum ist das so, dass nur wenige von uns schwer erkrankte Corona-Patienten wirklich kennen.
    Weil sich die weitaus meisten an die Regeln gehalten haben. Wollen Sie wirklich Zahlen wie in den USA, Frankreich, England oder jetzt auch wieder Italien?

    Ich bin Onkologie-Patient und wir haben - weil meine Familie mein Leben schützen und nicht herausfinden will wie das ist mit einem schweren Verlauf, alle Kontakte auf ein Minimum beschränkt.
    Das ist ganz einfach VORSICHT und hat mit Panik nichts zu tun.

    Da meine Frau noch berufstätig ist, reicht ein Dussel aus ERZ, um über dessen direkten Verwandten das Virsu in die Kita zu tragen. Deshalb trennen die da die Gruppen, haben die „Großveranstaltungen“ abgesagt und Schulungen werden nur im kleinen Kreis mit Kontaktaufzeichung durchgeführt - wenn sie unbedingt sein müssen.
    Denn ich bin nicht der einzige Vorerkrankte, der hinter dem, ja zum Teil auch dienstalten Betreuungspersonal steckt.

    Sind denn manche jeck hier?

  • 16
    22
    744953
    14.10.2020

    Frage an alle roten Daumen gegen die kritischen Meinungen zu den "Corona-Maßnahmen" hier: Wer kennt aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis an Corona-Erkrankte Menschen mit schwerem Krankheitsverlauf und wenn ja, wie viele sind das? Mein Verwandten- und Bekanntschaftskreis ist im Vergleich zu vielen Menschen recht groß, aber es gibt keinen einzigen Corona-Fall. Dafür ist mein Bruder und ein Freund an Krebs gestorben, 4 Kollegen im arbeitsfähigen Alter an Herzinfarkt, und noch weitere Sterbefälle weit unterhalb des zu erwartenden Sterbealters. Warum lassen wir uns so verrückt machen? Warum sollen Kinder im Winter mit Jacken und Decken im Unterricht sitzen? Wie krank kann die Welt in 7 Monaten werden....? Ich kann über den Maßnahmen-Irsinn nur noch den Kopf schütteln.

  • 19
    23
    744953
    14.10.2020

    Frage an alle roten Daumen gegen die kritischen Meinungen zu den "Corona-Maßnahmen" hier: Wer kennt aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis an Corona-Erkrankte Menschen mit schwerem Krankheitsverlauf und wenn ja, wie viele sind das? Mein Verwandten- und Bekanntschaftskreis ist im Vergleich zu vielen Menschen recht groß, aber es gibt keinen einzigen Corona-Fall. Dafür ist mein Bruder und ein Freund an Krebs gestorben, 4 Kollegen im arbeitsfähigen Alter an Herzinfarkt, und noch weitere Sterbefälle weit unterhalb des zu erwartenden Sterbealters. Warum lassen wir uns so verrückt machen? Warum sollen Kinder im Winter mit Jacken und Decken im Unterricht sitzen? Wie krank kann die Welt in 7 Monaten werden....? Ich kann über den Maßnahmen-Irsinn nur noch den Kopf schütteln.

  • 31
    12
    weilin
    14.10.2020

    Hallo Jürgen Fischer aus Aue, du machst das Super. Dann kannst du ja auch vor Schulen mit 100 km/h fahren. Rote Ampeln sind für die anderen, nicht für dich. Und Rettungswagen und Feuerwehr lässt du auch nicht vorbei fahren, sind ja nur die anderen die Hilfe brauchen. Weiter so ihr Egoisten.

  • 18
    23
    MisterS
    14.10.2020

    Normal ist das alles nicht mehr. Es hat das Flair von einer sektenhaften Massenpsychose. Lasst uns alle zur Realität zurück finden.

  • 26
    13
    Inke
    14.10.2020

    Die vielen Kritiker werden nach und nach verstummen. Spätestens wenn sich ein Angehöriger oder Verwandter auf der Intensivstation befindet. Ein Kollege von mir kann da leider bereits mitreden. Der Spaß ist spätestens dann endgültig vorbei. Vielleicht denkt der eine oder andere nochmal scharf darüber nach was uns alle noch erwarten könnte, wenn man sich wider besseren Wissens einfach nicht an die einfachen Regeln halten will. Noch was: Wenn ein Angehöriger verstirbt, ist es auch völlig egal, ob er mit oder wegen Corona gegangen ist.

  • 22
    3
    Gegs
    14.10.2020

    So kriegt man das erneute Ansteigen der Zahlen nicht in den Griff.

    Die Politik verlängert mit diesen Maßnahmen das Siechtum des Pantienten nur und über lang oder kurz kommt dann doch der Logdown. Söder hat ihn für Weihnachten doch schon vorher gesagt.

    Warum denn nicht jetzt relativ straffe Maßnahmen, z.B. das Verbot aller Feiern. Dann haben wir es wieder für einige Zeit hinter uns und müssen Weihnachten vielleicht doch nicht ausfallen lassen.

    (Ich oute mich mal. Ich habe eine Angststörung. Die ständige Panikmache, bei der jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird, macht mich richtig krank. Dann lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.)

  • 30
    35
    Hinterfragt
    14.10.2020

    Und wiederum stelle ich die Frage, für welchen Zeitraum gilt 10 Personen und 2 Hausstände? 1 Stunde, 2Stunden, 3Stunden, ...

    Zudem scheint Corona nachtaktiv zu sein, denn ab 23:00 Uhr Sperrstunde ...

  • 35
    14
    thelittlegreen
    14.10.2020

    @AufDorfLebender
    Der Blick auf das Heute ist einfach.
    Versuchen sie bitte mal die Zahlen abzuschätzen für in einer Woche, in zwei Wochen, in drei Wochen, in vier Wochen ...
    Die Zahlen von heute ganz für sich betrachtet sind keinerlei Gefahr - da bin ich bei Ihnen.

  • 41
    71
    538108
    14.10.2020

    Es reicht jetzt, ich werde mich an nichts mehr halten. Ich Reise wann und wohin ich will und meine Feiern werden immer mehr als 10 Gäste haben. 2 Hausstände? Vergesst es oder ordnet Hausarrest an. Jürgen Fischer, Aue

  • 38
    51
    AufDorfLebender
    14.10.2020

    Kurzprofil Erzgebirgskreis
    Städte 27
    Gemeinden 32
    Einwohner 333.595 (Stand 30.06.2020)
    Bevölkerungsdichte 182 (Einwohner pro km²)
    Kreisfläche insgesamt 1.828 km²
    Quelle: Statistisches Landesamt Sachen

    . Die Gesamtanzahl seit Pandemiebeginn liegt bei 1244, vor einer Woche lag dieser Wert noch um 266 Fälle niedriger. Neu in Quarantäne mussten 49 Einwohner des Kreises, in Summe sind es momentan 688. Qelle Freie Presse

    Wenn ich mir die Zahlen so anschaue müssen über 330000 Erzgebirgler in Zaum gehalten werden, damit sie sich nicht anstecken. Sie dürfen bzw. müssen zwar gesund bleiben, werden aber bei Fortführung der jetzigen Politik bitter arm.

  • 28
    63
    franzudo2013
    14.10.2020

    Die blamieren sich gerade bis auf die Knochen.
    Sie liebt ja die Menschen. Entschuldigung, wenn das falsch sein sollte, ist es nicht mehr ihr Land. Sie liebt doch Euch alle.

  • 30
    45
    wolleditt
    14.10.2020

    Nichts konkretes, wieder nur allgemein. Erinnert mich immer wieder an klein Staaterei, Politiker lernen nichts dazu nur wenn es um private Vorteile geht. Strafen verhängen siehe Bayern, dabei verdient die Familie des MP gut an der Pandemie!!

  • 18
    43
    Ich1966
    14.10.2020

    das unvorstellbare ist nicht so weit...

    wenn ein Schiff leck geschlagen hat
    und die Besatzung und die Fahrgäste darüber diskutieren und depatieren ob man proforma eine Regenjacke in
    das Leck stopft um bis zum nächst
    en Hafen zu kommen was gehen wü
    rde...

    oder sich an das Handbuch hält was vorschreibt das ein Leck nur in einer Zertifizierten Werft geflickt werden
    darf und da weit und breit keine in
    Sicht ist fängt man das tanzen an.

    das ist aber der letzte Tango währe
    für alle...