Bundeswehr-Skandal zieht weitere Kreise

Ursula von der Leyen steht unter Druck. Jetzt verspricht sie forcierte Aufklärung, übt Kritik - und verteidigt die Mehrheit der Soldaten. Ein Einzelfall war der rechtsextreme Franco A. wohl nicht.

13Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Tauchsieder
    05.05.2017

    Zu ihren Wissenslücken kann ich leider nichts sagen "Hankman", da fehlen mir einfach Informationen. Das es damals kein Internet gab dürfte allgemein bekannt sein aber, man musste bloß den richtigen TV-Kanal einschalten nicht den Schwarzen. Schon in den 50 `ern bis in die 80`er Jahre wurde die Geschichte Stalins und seinen Steigbügelhaltern aufgearbeitet. Wer es wissen wollte konnte dies. Leider informierten sich viele ziemlich einseitig.

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    Nixnuzz
    05.05.2017

    ..da wurden nicht nur Namen sondern gleich der Standort mit.... nachdem die Siegermächte plus Verbündete da rausgezogen waren...

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    Hankman
    05.05.2017

    @Tauchsieder: Ich gehe in Sachen Tscheka von meinem eigenen Wissen in der Zeit vor Gorbatschow aus, mit den Quellen, die mir in der DDR zur Verfügung standen. Vielleicht hatten Sie andere Möglichkeiten. Das Internet gab es jedenfalls noch nicht.

    Und, ja, aus rein sachlicher Sicht ist es schon ein Unterschied, ob es sich um eine bewaffnete Einheit der Stasi handelt, die sich in der Tradition der Tscheka sah, oder um die NVA. Wir können ja mal gemeinsam überlegen, ob uns außer dem Namen Dserschinskis noch weitere einfallen, die kritikwürdig sind. Bei der Bundeswehr gab es eine größere Zahl seltsamer Namen - viele wurden mit den Jahren getilgt.

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    Tauchsieder
    05.05.2017

    Was macht es besser wenn man dies angeblich erst in den 80 er Jahren erfahren hat, wer es wissen wollte konnte noch viel früher sich ein Bild von diesem Herrn machen. Das nenn ich mal bewusste Verdrängung, oder das Volk für dumm verkaufen. Auch hier zu distanzieren wohin dieses Wachregiment gehört hat, wessen "Häuptling" dessen war, macht die Sache auch nicht besser.
    Sagen wir es mal so, dass war gängige Praxis in einem Unrechtsstaat der sich genauso gebärdet hat wie dieser Herr Felix ... .

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    Freigeist14
    05.05.2017

    Hankman,danke.Zur NVA gehörte z.B. das Wachregiment "Friedrich Engels",welches den Wachaufzug am Mahnmal "Unter den Linden "vollzog.Das wird gern verwechselt.
    Wenn Kasernen z.B. nach Richard Sorge benannt wurden,dann zeigt das den vollständigen Gegensatz zur Traditionslinie der Bundeswehr,die sich nur halbherzig zu den Widerständlern um Stauffenberg und Beck bekannte.

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    Hankman
    05.05.2017

    @Tauchsieder: Was Dserschinski betrifft, haben Sie grundsätzlich Recht. Aber das Ausmaß seiner Taten ist erst so richtig ab Mitte der 80er-Jahre bekanntgeworden, mit der Ära Gorbatschow. Im Falle der Wehrmacht hätte man dagegen früh wissen können, dass das eine üble Traditionslinie ist. Zur Ehrenrettung von @freigeist14 sei gesagt: Streng genommen gehörte das Wachregiment "Feliks Dzierzynski" (so die damalige Schreibweise) nicht zur NVA, sondern zum MfS. Obwohl es natürlich viele Berührungspunkte gab.

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    Tauchsieder
    05.05.2017

    Die typisch deutsche Selbstzerfleischung vor laufender Kamera hat begonnen. Gehen wir mal davon aus, dass Fr. v. d. Leyen einen Volltreffer erhalten hat und jetzt wie die "Bismark" mit Schlagseite ihrem Untergang entgegen tümpelt.
    Übrigens "Freigeist14" Zitat: - .... Die NVA benannte ihre Kasernen nach Hans Beimler oder Richard Sorge. Nur als Vergleich...- Zitat Ende. Wohl wahr, aber auch nach einem der größten Schlächter der Geschichte - "Felix Edmundowitsch Dserschinski" -, Wachregiment Berlin. Sie sollten nicht Eier mit Papageien vergleichen.

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    Nixnuzz
    05.05.2017

    Eine entsprechende Diskussion wurde bereits 2007 durch die Grünen als Bundesdrucksache eingeleitet. Entsprechende Zitatstelle war aber nicht "Feischalte-fähig"... Keine Ahnung, welches Kriterium hier tangiert wurde??

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    Hinterfragt
    04.05.2017

    @Freigeist14: welchen Teil meines Zitates von Frau v.d.L. "Die Wehrmacht ist in keiner Form traditionsstiftend für die Bundeswehr." haben Sie nicht verstanden?

    Wenn es NICHT traditionsstiftend ist, dann ist es das nicht. Wenn Kasernen nach Soldaten aus der Wehrmacht benannt werden, zollt man aber Tradition!

    "... Sie wissen doch,was am 20./21.Juli 1944 passierte ?..."
    Und Rommel war da auch bei, ist mir neu ...

    Im Übrigen sollten dann ganz schnell einige Ministerien aus den NS.Bauten in Berlin ausziehen.

    Einen sehr lesenswerten Artikel gibt es hier zum Thema Wehmacht und Bundeswehr:
    http://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/bundeswehr/unselige_traditionen.html

    Rechtsradikale Tendenzen gibt es dort ja nicht erst seit 2-3 Jahren.
    Als ich noch bei diesem Verein war, gingen auch einige in Zivilkleidung mit Springerstiefeln und verschiedenfarbigen Schnürsenkeln (rot und weiß) in Ausgang und keinen der Vorgesetzten ist das aufgefallen ...

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    Freigeist14
    04.05.2017

    Hinterfragt,warum stören sie sich am Titel "Graf Stauffenberg-Kaserne"? Sie wissen doch,was am 20./21.Juli 1944 passierte ?
    Wenn man Kasernen nach Dietl,Lettow-Vorbeck oder Brauchitsch benennt,brauch man 2017 nicht so scheinheilig tun.
    Die NVA benannte ihre Kasernen nach Hans Beimler oder Richard Sorge. Nur als Vergleich......

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    Blackadder
    04.05.2017

    @Nixnuzz: Siher. Dennoch zeigt dieses Beispiel sehr schön, wie scheinheilig man in der Bundeswehr beim Thema Tradition und Vorläuferarmeen agiert.

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    Nixnuzz
    04.05.2017

    Schätze, der Name von Standorten dürfte im Moment wohl das kleinere Problem sein.

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    Hinterfragt
    04.05.2017

    "Die Wehrmacht ist in keiner Form traditionsstiftend für die Bundeswehr."

    Aha!
    Frau v.d.L. sollte dringend mal ins Register schauen.
    Warum tragen dann Kasernen z.B. den Namen von Offizieren der Wehrmacht? Nur als Beispiel:
    - Die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne i in Augustdorf
    - Graf-Stauffenberg-Kaserne - Offizierschule in Dresden ...

    Und das größte Führungsproblem hat sie selber, denn wenn ein General zu aller erst aus den Medien erfährt, das er von ihr gefeuert wurde ist sie allein dafür verantwortlich!

    Diese Dame ist als Ministerin einfach untragbar.



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