Deutschland sucht das Atommüll-Endlager

Noch gut zwei Jahre, dann ist Schluss mit Atomstrom in Deutschland. Mit hoch radioaktiven Abfällen aus den Kraftwerken hat das Land aber noch Jahrzehnte zu tun. Die Suche nach dem besten Ort für ein Endlager läuft längst, jetzt erreicht sie die erste wichtige Etappe.

Berlin (dpa) - Es war zuletzt eher ruhig rund ums Thema Atommüll und Endlager. Das wird sich schlagartig ändern: Am Montag wird ein hunderte Seiten langer Bericht veröffentlicht, der zeigt, welche Gebiete in Deutschland auf der Suche nach einem Endlager-Standort genauer unter die Lupe genommen werden.

Gesucht wird der beste Ort, um hoch radioaktiven Atommüll eine Million Jahre lang möglichst sicher zu lagern. Das Problem dabei: Wer will schon ein Endlager in der Nachbarschaft haben? Welchen Ärger das auslösen kann, hat sich rund um Gorleben eindrucksvoll gezeigt - über Jahrzehnte. Solche Massenproteste, Wut und gewalttätige Auseinandersetzungen soll der neue, strikt geregelte Suchprozess möglichst vermeiden. Wie genau? Fragen und Antworten rund um ein heikles Thema.

Warum wird überhaupt ein Endlager gesucht?

Spätestens Ende 2022 geht in Deutschland der letzte Atomreaktor vom Netz. Was übrig bleibt, sind unter anderem hochgefährliche Abfälle, die noch viele tausend Jahre strahlen - und zwar etwa 1900 Behälter oder 27 000 Kubikmeter. Wo dieser Müll hin soll, ist offen. Es braucht ein Endlager, und es soll in Deutschland unterirdisch entstehen, 500 Jahre lang soll der Atommüll wieder geborgen werden können, falls das notwendig oder sinnvoll ist.

Wie soll die Suche ablaufen?

Der Zeitplan klingt großzügig, ist aber eng. 2031 soll der Standort gefunden sein und 2050 soll das Endlager in Betrieb gehen. Ausgehend von einer «weißen Landkarte», auf der erst mal jeder Ort grundsätzlich in Frage kommt, wird nach und nach eingegrenzt. Es gibt Ausschlusskriterien, notwendige Bedingungen und Abwägungskriterien So will man sich langsam ran tasten - wissenschaftsbasiert und transparent. Am Ende soll der Bundestag die endgültige Entscheidung für einen Standort treffen. Teilgebiete festzulegen, ist der erste Schritt. Aus diesen werden Standortregionen ausgewählt. Sie werden übertägig erkundet, einige davon dann untertägig in Bergwerken.

Welche Regionen kommen in Frage, wie soll es da aussehen?

Wirtsgesteine können Salz, Ton und Kristallin wie etwa Granit sein. 300 Meter Gestein sollen es sein zwischen Erdoberfläche und Endlager. Gibt es da Bergwerke, Erdbeben-Risiken, vulkanische Aktivitäten, junges Grundwasser? Dann ist der Standort ungeeignet. Aber auch die Besiedlung und andere Kriterien an der Oberfläche spielen eine Rolle. In der ersten Phase werden nur Daten ausgewertet, die man schon hat. In der zweiten Phase wird an möglichen Standorten dann auch gebohrt und gemessen - dabei werden weitere Regionen ausgeschlossen. In einer dritten Phase werden dann Erkundungsbergwerke gebaut, um noch gründlicher zu prüfen, welches der beste Ort sein könnte.

Was steht in dem Zwischenbericht?

Der Zwischenbericht markiert eine wichtige Etappe im Suchprozess. Die darin benannten Teilgebiete sind solche, «die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten lassen», wie es im Gesetz heißt. Andere Kriterien wurden dagegen noch nicht berücksichtigt. Die Gebiete können daher noch ziemlich groß sein, es sollen mindestens 10 und höchstens 100 werden. Im Bericht steht für jedes Teilgebiet, warum es in der Auswahl ist. Orte außerhalb der Teilgebiete kommen schon mal nicht in Frage - aber Orte in einem Teilgebiet sind längst nicht als Standort ausgewählt.

Wer ist für die Suche verantwortlich?

Das operative Geschäft liegt in den Händen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die auch den Zwischenbericht veröffentlicht. Das neue Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat die Aufsicht und ist dafür verantwortlich, dass es gesetzeskonform zugeht. Das Amt bindet auch die Öffentlichkeit ein. Die Oberaufsicht liegt beim Bundesumweltministerium.

Warum hat man mit der Suche noch mal von vorn angefangen?

In den 70er Jahren hatte die Politik die Entscheidung getroffen, im Salzstock Gorleben in Niedersachsen ein Endlager einzurichten. Wie es zu dieser Entscheidung kam, wurde nie so ganz geklärt. Sicher ist, dass die Anwohner - und nicht nur sie - sich jahrzehntelang wehrten. Gorleben wurde zu einem Symbol der Anti-Atomkraft-Bewegung, man denke etwa an die «Republik Freies Wendland». Um diesen tiefen gesellschaftlichen Konflikt zu befrieden, wurde die Endlager-Suche neu gestartet, das Gesetz dazu gibt es seit 2013. Diesmal soll es streng wissenschaftlich und transparent zugehen. Die Bürger sollen genau wissen, warum welche Region am Ende ausgewählt wird.

Ist der Gorleben-Ärger damit vom Tisch?

Nein. Es gibt die Befürchtung - etwa in Bürgerinitiativen, aber auch in Umweltverbänden - dass Gorleben weiterhin eine Sonderrolle im Suchprozess spielt und am Ende aus politischen Gründen doch ausgewählt wird, weil dort schon viel Geld investiert wurde. Die Organisationen fordern daher, Gorleben als «politisch verbrannt» aus der Suche auszunehmen - und argumentieren zudem, der Salzstock sei geologisch ungeeignet. Andere halten dagegen, dass das Prinzip der «weißen Landkarte» damit hinfällig wäre und Gorleben nicht ausgewählt wird, wenn es als Standort ungeeignet ist.

Können die Bürger diesmal mitreden?

Ja. Es wurde ein Nationales Begleitgremium eingesetzt, das den Behörden auf die Finger schaut - es darf auch Daten einsehen, die zunächst nicht veröffentlicht werden. Die Fachkonferenz Teilgebiete startet am 17./18. Oktober in Kassel. Bis Juni 2021 gibt es dann noch drei Beratungstermine. Wissenschaftler, Vertreter von Kommunen und Organisationen sowie Bürger erörtern den Zwischenbericht und geben Stellungnahmen ab. Sind die Standortregionen mal ausgewählt, gibt es dort Regionalkonferenzen, die etwa eine Überprüfung der bisherigen Such-Ergebnisse fordern können. Vertreter dieser Konferenzen bilden wiederum den Rat der Regionen. Auch Klagen sind immer wieder möglich.

Ziehen alle Bundesländer mit?

Fast alle. In Bayern hat sich die Koalition aus CSU und Freien Wählern in den Koalitionsvertrag geschrieben, man sei «überzeugt, dass Bayern kein geeigneter Standort für ein Atomendlager ist.» Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) stellte zuletzt das gesamte Verfahren in Frage und befand, mit Gorleben gebe es einen gut erkundeten Standort für ein sicheres Endlager. Erwartbar folgte sofort heftiger Widerspruch, nicht nur aus Niedersachsen. Bayerns Regierung hält zerklüftetes Kristallingestein für ungeeignet, weil «die Sicherheit hauptsächlich durch Technik hergestellt werden muss», wie Glauber erklärt.

Was ist mit den Atommüll-Zwischenlagern?

An mehreren Orten in Deutschland lagern hoch radioaktive Abfälle in Zwischenlagern. Sie sind mit Sicherheitspersonal, Mauern und Stacheldraht gesichert - aber längst nicht so sicher wie das geplante Endlager in der Tiefe. Die Genehmigungen für diese Zwischenlager laufen ab der zweiten Hälfte der 2030er-Jahre aus. Das wird wegen des Neustarts der Endlager-Suche nicht ausreichen. Über Verlängerungen wird schon beraten. Zentrale Zwischenlager gibt es in Gorleben und Ahaus, dazu kommen zahlreiche dezentrale Zwischenlager an Atomkraftwerken sowie Lager in Jülich und Lubmin.

Wer soll das alles bezahlen?

Die Atomkonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall hatten dafür 2017 insgesamt rund 24 Milliarden Euro an einen Staatsfonds überwiesen. Damit sind sie raus - so war es vereinbart worden. Der Fonds soll nach und nach auf über 70 Milliarden Euro anwachsen. Damit sollen sowohl die Zwischenlager als auch die Suche und der Bau eines Endlagers finanziert werden. Für die kerntechnische Entsorgung wurden seit 2017 bis zum Juli bereits Zahlungen von 822 Millionen Euro geleistet, davon 362 Millionen im vergangenen Jahr.

Gibt es Vorbilder?

Weltweit suchen viele Länder nach Standorten und verfolgen Endlager-Projekte, fertig ist noch keines damit. Frankreich und Schweden zum Beispiel haben schon Orte ausgewählt. Am weitesten ist Finnland. In einem Endlager auf der Insel Olkiluoto soll der strahlende Abfall in 400 bis 450 Meter tiefe lagern. In den 2020ern soll die Einlagerung beginnen, etwa 100 Jahre später soll das Tunnelsystem versiegelt werden.

Und was ist mit Alternativen - wie den Müll zum Mond zu schießen?

Die EU-Staaten haben sich darauf verständigt, dass Staaten, die Atommüll produzieren, grundsätzlich auch für die Entsorgung zuständig sind. Den Abfall ins Ausland zu bringen ist also erst mal keine Option und politisch nicht gewollt. Aber warum nicht ab ins All damit? Bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung heißt es dazu: «Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Rakete beim Start explodiert ist größer als Null.» Und für die Atommüll-Menge, die Deutschland hat, wären Hunderte Raketenstarts nötig. Techniken, die etwa das Volumen des Mülls verkleinern oder ihn wenige gefährlich machten, funktionierten «bisher nur im Labormaßstab» - und seien extrem teuer.

1818 Kommentare
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  • 6
    3
    censor
    25.09.2020

    Maresch- dass es noch keinen DFR gibt, kann man ändern. Und einen passenden Standort wird man finden. Zurzeit ist nur der politische Wille nicht da, weil man ausschließlich die Investitionen in grüne Energie fördert.

    Auch Windräder und Solarpanels waren irgendwann einmal Theorie, wenngleich die Windkraft schon in Nazideutschland als Energiegewinnung der Zukunft galt. (sog. Reichskrafttürme). Das hören die Grünen nur nicht gern, ist aber eine Tatsache.

    Wie hätten Sie es denn gern ab den nächsten Jahren? Kohle schaffen wir ab, Atomkraft schaffen wir ab. Gas wird teuer, wenn wir die Russen vergnatzen und auf US-Frackinggas umsteigen. Wind und Sonne, die beiden kostenlos von der Natur zur Verfügung gestellten Energien, sind die teuersten, weil sich Lobbyisten daran dumm und dämlich verdienen.

    Die Alternativen wären der Fahrrad-Dynamo und der Batteriebetrieb (aber auch letztere muss man irgendwo aufladen).

    Was wir künftig brauchen, ist eine verlässliche, saubere, gesundheitsverträgliche, umweltfreundliche und vor allem auch BEZAHLBARE Energiequelle.

    Und da stünde der DFR konkurrenzlos da, denn seine Energie ist ca. 10mal preiswerter zu gewinnen als die aus Wind und Sonne. Das liegt vor allem an der hohen Besteuerung und Subvention dieser unökonomischen, weil nur unzuverlässig verfügbaren und nur scheinbar ökologischen Energieerzeugungsformen.

    Das Problem unserer Zeit ist nicht die Gewinnung von Energie, sondern die Tatsache, dass sie immer mehr zur unbezahlbaren Luxusgröße für die breiten Massen wird, weil sie der Umverteilung von unten nach oben dient.

    Dass ausgerechnet Linke und Grüne, die doch immer so sozial sein wollen, das forcieren, ist ein Unding.

  • 6
    2
    franzudo2013
    25.09.2020

    Niederlande plant den Bau von 10 AKWs (welt online).
    Die Realität spricht für sich. Die Wirklichkeit spricht gegen die deutsche Ueberheblichkeit.

  • 0
    5
    Nixnuzz
    25.09.2020

    @Maresch: Danke.... ;-)

  • 1
    6
    Maresch
    25.09.2020

    @Censor. Was Sie schreiben, steht ja in keinster Weise konträr zu meiner Aussage, dass dies reine Theorie ist. Es gibt keinen Dual Fluid Reaktor! Des Weiteren könnte damit auch nicht sämtlicher Atommüll beseitigt werden.

  • 0
    4
    Nixnuzz
    25.09.2020

    @censor: Wo wäre ein passender Standort, diesen DFR-Reaktor zumindest als Prototypen zu bauen? Jülich, Hanau oder München? Ich würde die Sonnen- und Windkraft-Anlagen nicht als das herausragende Gegenargument ansehen. Mich würde interessieren, wie die Stimmungslage der Bevölkerung zu einem derartigen Neubau in den betroffenen ausgesuchten Gebieten ist. Herunterfahren/Abreissen alter A-Werke mit allen Randerscheinungen inklusive der ehemaligen - vielleicht noch existierenden - Forschungsanlagen? Wo kämen heute auch begeisterte Studenten oder schon fertige Ingenieure her, um solche Anlagen gemäß Patent mit größt-möglicher Landes-/Politik-Unterstützung wie feuchten damals Kugelhaufen-Reaktor in Jülich und letztendlich in Hamm-Schmehausen aufzubauen? Schmehausen ging technisch-thermisch voll daneben - läuft heute mittels Kohle - und in Jülich war der Papierkrieg miserabel. Welche zukunftsinteressierte Unternehmen wäre nach dieser Alt-A-Werks-Katastrophe bereit, Bevölkerungen, Politiker und entsprechende Landesregierungen wegen Investitionskapital und Genehmigung um Zustimmung zu bitten? Vielleicht wäre eine Anti-Akku-Diskussion zum Umstieg auf Wasserstoff-Technologie mittels DFR-Reaktors möglich? Berücksichtigen dann aber auch die transporttechnische Anlieferung des erforderlichen (hoch-)radioaktiven Brennstoffes aus allen noch derzeit bundesweit existierenden Brennstoff-abkühl-Lagern. Wenn (jemand in) eine/r hiesigen Regierung zum Zwecke der H2-Produktion eine Ausschreibung mit entsprechenden Anforderungen und anschliessendem Auftrag veröffentlicht und den passenden Alt- oder Neustandort genehmigt, Geldflüsse zusichert, wäre vieleicht z.B.Siemens oder andere bereit, sowas neu zu bauen. Es muss halt ein Auftrag an die Industrie gestellt werden - per Gesetz durch versch. Gremien eingeleitet. Ich schätze mal den erforderlichen Ablauf bis zur H2-Produktion auf ca. 25 - 30 Jahre. Verklickern sie das mal der "3-F-Fraktion" , die nicht nur biologisch unsere Zukunft repräsentiert...
    PS: Haben Sie die Lösung oder sind Sie das Problem - alter Spruch aus einer nichtmehr bekannten Literatur..

  • 2
    2
    Nixnuzz
    24.09.2020

    @MuellerF: Ich würde da auf russische Standartware zurückgreifen....bzw. wäre eine Frage der techn. Auslegung. Auf bayr. Exemplare würde ich nicht setzen..

  • 5
    1
    censor
    24.09.2020

    @Maresch

    Auszug aus wikipedia: "Das Konzept wurde am privaten Institut für Festkörper-Kernphysik (IFK) in Berlin entwickelt. Die neutronenphysikalische Funktionsfähigkeit des Konzepts wurde von Mitarbeitern der Technischen Universität München und E.ON Kernkraft (heute PreussenElektra) überprüft und validiert.[5]
    Für das DFR-Konzept wurde 2012 ein Patentantrag eingereicht. Die Patenterteilung wurde in den USA, Kanada, vom Europäischen Patentamt und von der Weltorganisation für geistiges Eigentum angenommen.[6] Aufgrund dieser Anmeldung wurde das Europäische Patent EP 2 758 965 im Jahre 2017 erteilt und unter anderem in Deutschland nationalisiert. Das entsprechende Deutsche Patent hat die Nummer DE 50 2012 010 710.
    Es gibt derzeit (Stand Dezember 2019) noch keinen Prototypen."

    Und warum nicht? Weil man zurzeit auf Windkraft-"Droge" ist und der DFR nicht gefördert wird, weil man jegliche Energiegewinnung aus Atomkraft zum Teufelswerk erklärt hat.

    Ebenso geht es einem synthetischen Kraftstoff, der aus Altöl gewonnen wird, 100% ohne CO2-Abgas und daher klimaneutral ist. Aber das Umweltbundesamt verweigert die Zulassung - weil man eben auf E-Autos setzt.

    Das ist Engstirnigkeit und Lobbyismus in Kombination.

  • 5
    3
    MuellerF
    24.09.2020

    "Ich frag mich warum man das zeug nicht einfach ins Weltall? (könnte man mit unserem Giftmüll auch machen)"

    Kopf-Tisch!
    Wenn beim Start der "Müllrakete" was schiefgeht, verteilt sich der Fallout in der Atmosphäre bzw. der Umwelt...

  • 3
    8
    Maresch
    24.09.2020

    Vielleicht sollte einer/eine der Atomenergieexperten hier im Forum auch mal erwähnen, dass der Dual Fluid Reaktor reine Theorie ist.

  • 5
    2
    Lesemuffel
    24.09.2020

    Die suchen ja schon lange. Mittlerweile nehmen die USA den "Müll", ab, bereiten in auf, gewinnen wieder spaltbares Material daraus. Ja, die Forschung zur friedlichen Nutzung der Kernenergie macht weltweit Fortschritte. Die Menschheit kann auf diese Energie nicht verzichten, mit Ausnahme der bundesdeutschen Menschheit.

  • 0
    2
    Nixnuzz
    24.09.2020

    @420: Sowas hatte ich vor längerer Zeit auch mal vorgeschlagen. Da gabs noch keine Mehrfach-Start-Raketen. Aber ab in die Sonne.
    @censor: Wollte eigentlich auf das menschliche und bautechnische Umfeld für eine derartige Anlage aufmerksam machen. Bei so einem ruinierten Ruf wird es wohl etwas dauern, bis das Vergessen weit genug ist, sich etwas emotionsloser erneut damit zu beschäftigen. Dazu müssten vielleicht J.Trittin und Altmaier als Reste der damaligen Atomkommission nochmal zusammengeschraubt werden und grünes Licht geben.

  • 5
    3
    censor
    24.09.2020

    @Nixnuzz - ja, das wäre eine Meldung!
    Diese DFR sind in Deutschland entwickelt und patentiert worden. Sie dürfen überall gebaut werden, nur nicht im Land ihrer Väter.

    Sie arbeiten mit gebrauchten Brennstäben, die sie ohne Gefahr eines Super-Gaus nahezu vollständig abbrennen. Aus dem, was dann noch übrig bleibt, werden seltene Metalle und Erden gewonnen.

    Es wäre die absolut umweltfreundlichste und vor allem preiswerteste Variante der Energiegewinnung und abstandslos konkurrenzlos gegenüber anderen Quellen.

    Das Endlagerproblem wäre ein für allemal gelöst.

    Das einzige richtige Problem wäre: Was machen wir dann mit all den Windrädern und Solarparks, in die mutige Investoren ihre MIlliarden gesteckt haben, die sie mittels unserer Steuergelder in Maximalprofit umzuwandeln gedenken.

    Und so muss der Traum von sauberer, billiger Energie leider ein Traum bleiben.
    Notleidende Klimagewinnler - das geht gar nicht.

  • 4
    3
    Malleo
    24.09.2020

    Ich wette.
    Dort, wo Pechblende lag, kommen auch die kontaminierten Abfälle wieder hin.
    In die Grubengebäude des Erzgebirges bei Aue.

  • 1
    5
    420
    24.09.2020

    Ich frag mich warum man das zeug nicht einfach ins Weltall? (könnte man mit unserem Giftmüll auch machen)

  • 5
    4
    Nixnuzz
    24.09.2020

    Für alle schlauen Köpfe mal eine fiktive Meldung/FAKE NEWS: "Bundespressekonferenz gibt bekannt: In internationaler als auch durchgehender deutscher Gremienabstimmung wurde zwecks Atommüllentsorgung ein Dual-Fluid-Reaktoren DFR an der Elbe bei Torgau geplant zu errichten. Parallel zu den baulichen Maßnahmen für den Industriekomplex und des Reaktors werden 1 Elbe-Hafen, 1 Autobahnzubringer sowie 1 erweiterter Bundesbahnanschluss neu bzw. erweitert gebaut werden. Für die zuerwartende nutzbare jährlichen Brennstoff-Menge von ca. 1 to hochangereichertem Urans wird ein Zwischenlager zur Aufnahme der mittlerweile bundesweit verteilten Castor-Behälter erbaut. Die ersten Planungsunterlagen werden nach der Bundestagswahl 2021 offengelegt. Erweiterungenspläne zu erhöhter Brennstoff-Verbrennung mit anschliessender Reststoffeinlagerung im bundeseigenen Bereich Schneeberg werden ebenfalls nach Baugenehmigung vorgelegt. Bürgerbeteiligung ist ausdrücklich erwünscht. Zur betrieblichen Stromversorgung wird zusätzlich die Baugenehmigung 2er 160m-WKA's erteilt."//
    Zwischen wohl technischen Erkenntnissen und machbarer Anwendung liegen menschliche Emotionen. Wieviele Jahre der Seelenmassage zum Angstabbau müssten zunächstmal investiert werden, um überhaupt demokratisch dafür legitimiert zusein. Von wieviel Zwischenlagern müssten später radioaktive Substanzen unter Polizeischutz nicht nur Kostenaufwendig verlegt werden? Gelbe Kreuze aus dem Wendtland währen wohl kostenlos erhaltbar. Ach ja: Wieviel Planungszeit, wieviel Genehmigungszeit und wieviel Bauzeit kämen überhaupt bei positiver Zustimmung zusammen? Schätze die eigentliche Meilerbauzeit wäre die kürzeste. Die Frage des Geldes wäre ebenfalls das kleinere Übel..und Bayern mehr als happy! Endlich Strom aus dem Osten der Republik!

  • 6
    6
    MuellerF
    24.09.2020

    @franzudo: Da die meisten aktiven Reaktoren noch keine Dual-Fluid-Reaktoren sind, werden schon noch Endlager gebraucht. Auch werden bei den DFR die Abfälle nicht zu Rohstoffen (zumindest nicht sofort), sondern brauchen trotzdem noch 300 Jahre Zwischenlagerung!

  • 9
    8
    klapa
    24.09.2020

    Franz..., das Problem ist, dass wir darüber informiert sind, aber die Verantwortlichen das nicht einmal zur Kenntnis nehmen wollen.

  • 11
    9
    franzudo2013
    24.09.2020

    Es wird kein Endlager mehr gebraucht. Für die nächste Generation Kernkraftwerke wird der Abfall zum Rohstoff. Dual- Fluid- Reaktor. Die Leute können wieder an ihre Arbeit gehen und die Akten zuklappen. Es gibt kein Problem !