Ein Krieg, der nicht vergehen will

Vor 75 Jahren überfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion. Was ein erneuter "Blitzkrieg" der deutschen Wehrmacht werden sollte, wurde der Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Seitdem ranken sich viele Mythen um diesen verbrecherischen Feldzug. Die Erinnerung daran entwickelte sich in Ost und West unterschiedlich. Das ist bis heute zu spüren.

Chemnitz. Die Blockade von Leningrad und die Schlacht um Stalingrad stehen bis heute für den beispiellosen deutschen Vernichtungsfeldzug im Osten, der 27 Millionen sowjetischen Soldaten und Zivilisten das Leben kostete. Ein furchtbarer Blutzoll. Auch 2,7 Millionen deutsche Soldaten kehrten nicht mehr nach Hause zurück. Heute vor 75 Jahren begann der Überfall auf die Sowjetunion. Adolf Hitler und seine willigen Wehrmachtsgeneräle gaben dem Krieg den Decknamen "Unternehmen Barbarossa".

Die Erinnerung an den Vernichtungskrieg gestaltete sich nach 1945 in Ost und West unterschiedlich. Die Bundesrepublik tat sich lange schwer mit der historischen Aufarbeitung. In den 1990er-Jahren löste die "Wehrmachtsausstellung" des Hamburger Instituts für Sozialforschung eine große Kontroverse aus - nicht nur wegen der darin enthaltenen, nachgewiesenen Fehler. Erstmals erfuhr ein breites Publikum von den Verbrechen der deutschen Wehrmacht, die bis dahin als "sauber" galt. Das Bild vom tapferen Soldaten, der für eine falsche Sache gekämpft hatte, gehörte zum Gründungsmythos der Bundesrepublik.

Kein verblichenes Abbild des Krieges ist Claus Fritzsche. Er ist einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen. Der mittlerweile 93-Jährige war als junger Mann als Bordfunker an der Ostfront. "Am 22. Juni standen wir Rekruten frühmorgens auf dem Appellplatz und warteten auf den Befehl zum Antreten zur Ausgangskontrolle. Wir freuten uns auf einen freien Tag mit Ausgang nach der nahen Stadt Weimar. Da wurde ein Lautsprecher aus einem Fenster des Kasernenblockes herausgehängt und wir hörten die von Fanfaren begleitete Nachricht über den Angriff auf Sowjetrussland. Staunen. Wir hatten doch einen Freundschaftsvertrag mit denen," erinnert er sich. Für den kriegsbegeisterten Fritzsche erfüllte sich mit dem Marschbefehl an die Ostfront ein Traum. Der Sohn eines nationalkonservativen Lehrers und preußischen Landtagsabgeordneten war gen Russland gezogen, ohne die Opfer zu sehen. "Darüber habe ich mir keine Rechenschaft abgelegt", schreibt er in seinen 2013 aufgeschriebenen Erinnerungen. "Nach den Worten des Vaters war Krieg eine Art Sport." Für den jungen Fritzsche endete der "Sport" in mehreren sowjetischen Kriegsgefangenenlagern. Im Sommer 1943 hatte der Bomber, auf dem er als Bordfunker diente, im Kaspischen Meer notlanden müssen. Fast sechs Jahre später kehrte Fritzsche nach Hause zurück. "Ich selbst habe trotz der deutschen Verbrechen in meinen Jahren in der Sowjetunion nie Hass erlebt", sagt er heute.

Seine Gedanken über den Krieg sind allerdings die gleichen wie die, die seit 1945 hartnäckig von einer Minderheit vertreten wurden und die durch den gegenwärtigen Auftrieb rechtspopulistischer Kräfte wieder eine begrenzte Renaissance erleben. Es ist die stark ideologisierte These vom deutschen Präventivkrieg. Fritzsche bleibt bis heute dabei: "Der Angriff der deutschen Truppen war kein Überfall. Es handelte sich um ein Aufmarsch-Wettrennen zweier feindlicher Armeen, welches eine der Seiten - die deutsche - mit erheblichen Zeitvorsprung gewonnen hat."
Es ist ein von den Historikern durch Fakten und Quellen längst widerlegtes Denken, das immer noch stark von der nationalsozialistischen Propaganda beeinflusst ist. Die reichsdeutsche Heimatfront erfuhr schon wenige Stunden nach Beginn des Feldzugs gen Osten von Joseph Goebbels persönlich die "wahren" Gründe. Hitlers Minister für Propaganda verlas am Morgen des 22. Juni um 5.30 Uhr eine Proklamation des Führers im Rundfunk: "Nunmehr ist die Stunde gekommen, in der es notwendig wird, diesem Komplott der jüdisch-bolschewistischen Kriegsanstifter und der ebenso jüdischen Machthaber der bolschewistischen Moskauer Zentrale entgegenzutreten."

Dazu die Jenaer Historikerin Christina Morina, die sich intensiv mit der unterschiedlichen Wahrnehmung des Krieges in Ost und West nach 1945 beschäftigt hat: "Während die These vom Präventivkrieg im Westen lange Zeit in manchen Kreisen zumindest salonfähig war, wurde in der DDR von Anfang an systematisch daran gearbeitet, sie zu widerlegen. Dabei wurde aber übergangen, dass auch Stalin aggressive Kriegsziele hatte."

Zurück zum Jahr 1941: Damals schienen die Deutschen schier unbesiegbar. Die Wehrmacht hatte 1939 Polen überrannt, 1940 Dänemark und Norwegen erobert und binnen weniger Wochen Frankreich. 1941 waren Jugoslawien und Griechenland an der Reihe. Erst in der Roten Armee traf die Wehrmacht auf einen am Ende überlegenen Gegner. In der Unendlichkeit des sowjetischen Kriegsschauplatzes kam es zur militärischen Wende.

Über die Motive des Krieges kann es keine Zweifel geben, Hitler hatte sie selbst formuliert. Am 18. Dezember 1940 befahl er, das "Unternehmen Barbarossa" militärisch vorzubereiten. Am 30. März 1941 verkündete er allen beteiligten Generälen der Wehrmacht seine Kriegsziele: Ein rassenideologischer Vernichtungskrieg gegen den Bolschewismus sei unausweichlich, weil sich die USA bald mit Großbritannien gegen Deutschland verbünden würden und es darauf ankomme, durch Eroberungen im Osten rechtzeitig von Importen aus Feindstaaten unabhängig zu werden. Der zu erwartende Sieg über die Sowjetunion werde die deutsche Ernährungs- und Rohstoffversorgung sichern, die deutsche Machtstellung auf dem Kontinent unanfechtbar machen und Großbritannien so zur Aufgabe des Kampfes veranlassen.

Der Historiker und Journalist Joachim Käppner hat ein lesenswertes Buch über das Geschehen von damals geschrieben, das sich an ein breites Publikum wendet ("1941. Der Angriff auf die ganze Welt."). "Der Ostfeldzug war von Anfang das eigentliche Ziel der deutschen Kriegspolitik. Die Eroberung halb Europas war nur der erste Schritt zum großen Krieg im Osten", so Käppner. Dabei hatte Hitler sein Versprechen gebrochen, keinen Zweifrontenkrieg zu führen. Hitler stand vor einem Dilemma. "Wenn erst einmal die USA in den Krieg in Europa eingriffen, dann war es praktisch unmöglich für ihn, die Sowjetunion niederzuwerfen. Das war der Grund für den Angriff im Sommer 1941", fasst Käppner die Überlegungen Hitlers zusammen.

Auf sowjetscher Seite gab es etliche Hinweise auf eine unmittelbare deutsche Bedrohung. Stalin ignorierte sie alle. Schließlich war 1939 der Hitler-Stalin-Pakt geschlossen worden. Es war ein Übereinkommen zweier Diktatoren. Käppner: "Stalin war brutal und rational. Er nahm für die Sowjetunion alles, was er kriegen konnte. Hitler war ebenso ruchlos, aber vor allem eins: irrational. Das war der Unterschied. Und das haben die Russen vollkommen unterschätzt."
Um den Russlandfeldzug rankt sich nicht nur der Mythos vom angeblichen Präventivkrieg. Auch der vom russischen Winter, der im Dezember 1941 die Einnahme Moskaus durch die bis dahin erfolgreiche Wehrmacht verhindert hätte, hält sich hartnäckig. Dazu Käppner: "Viele ehemalige Offiziere haben das nach 1945 gepredigt. Aber sie haben sich keine Gedanken darüber gemacht, was passiert wäre, wenn sie tatsächlich Moskau besetzt hätten. Der Krieg wäre damit ja nicht vorbeigewesen." Die soldatischen Mythen um den Russlandfeldzug sind laut Käppner dem Versuch mancher Beteiligter geschuldet, dem ungeheuren Geschehen im Nachhinein einen Sinn zu geben.

Im Jahre 1995 wurden die Deutschen gefragt, wer denn im Kampf gegen Hitler den Hauptanteil geleistet hat. Die Umfrage ergab: 69 Prozent im Westen sagten, es waren die Amerikaner, für fast 87 Prozent im Osten war es Russland. Dazu Christina Morina: "Es gab nach 1945 eine geteilte Wahrnehmung darüber, wie der Weltkrieg entschieden wurde. Die unterschiedliche Rezeptionsgeschichte in der Bundesrepublik und in der DDR hat bis heute Spuren hinterlassen. Das Erinnern an den sowjetischen Beitrag zum Sieg hat wohl auch dazu beigetragen, dass heute viele Ostdeutsche eher geneigt sind, Verständnis für von Russland angeführte Sicherheitsinteressen aufzubringen und dabei deren aggressive Aspekte zu ignorieren."

Der frühere Feind Nazi-Deutschlands war nach 1945 plötzlich der Hauptverbündete der DDR, während er in der Wahrnehmung des Westens der Aggressor blieb. "Nach der Logik der Westbindung im Kalten Krieg war der Kampf gegen Moskau am 8. Mai 1945 nur kurz unterbrochen. Das hat zu grundverschiedenen Annäherungen an den 22. Juni 1941 geführt", so Morina weiter. Beide Seiten hatten den 8. Mai als Tag des Kriegsendes - wenn auch lange mit unterschiedlicher Interpretation - gefeiert. Im Osten war aber auch der Überfall am 22. Juni ein wichtiges Datum. "Die DDR-Bürger wussten, was damals geschehen war. Im Westen ist das historische Wissen über diesen Tag nie so ausgeprägt gewesen. Interessanterweise musste der 22. Juni auch beim DDR-Mauerbau 1961 als Argument und Bedrohungsszenario herhalten. Es passte der SED ins Konzept, da sich der Überfall auf die Sowjetunion gerade zum 20. Mal jährte." Im Übrigen galt der Mythos vom guten Soldaten, der für eine falsche Sache gekämpft hatte, laut Morina auch in der DDR. "Die Schuld galt als getilgt, wenn sich der Veteran am Aufbau des neuen sozialistischen Staates beteiligte oder sich zumindest passiv verhielt."
Der Münchner Zeithistoriker Jürgen Zarusky bestätigt: "Der Kalte Krieg hat die Erinnerungen an den grausamen Ostfeldzug Hitlers geprägt, keine Frage. Die Idee des Abwehrkampfes gegen den Bolschewismus war im Westen etwa unter ehemaligen deutschen Soldaten zumindest mentalitätsmäßig anschlussfähig an die Frontstellungen des Kalten Krieges. Die deutschen Verbrechen an der sowjetischen Zivilbevölkerung, das Massensterben der russischen Kriegsgefangenen schon zu Beginn des Krieges, waren zum Teil bekannt. Aber die Stimmungslage im Kalten Krieg war nicht so, dass Forschungen darüber besonderen Schwung bekommen hätten. Es war verpönt: Wenn man darüber etwas schrieb, half man nur den Kommunisten. Das war das vorherrschende Gefühl im Westen.

Was sind die Lektionen für die aktuelle Politik? Mit offiziellen Gedenkstunden an den Überfall vor 75 Jahren tun sich Bundesregierung und Bundestag nach wir vor schwer. "Deutschland sollte im Streit mit Russland eher die Rolle eines Vermittlers spielen, die Konflikte entschärfen. Die Russen haben nach 1945 ein positives Deutschlandbild gewonnen. Das sollte man sich nicht verscherzen", sagt Buchautor Käppner. "Wir müssen versuchen, Russland besser zu verstehen. Wenn man das täte, hätte man eine Lektion aus dem 22. Juni 1941 gelernt."

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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    1
    aussaugerges
    23.06.2016

    Mythos:
    Ich habe in der NVA gedient.
    Es war eine harte und auch eine schikanöse Ausbildung.
    Aber die NVA hatte einen friedliche Auftrag.

    Wir sehen ja heute wie die Demokratie sich wie aine Krake ausbreitet.
    Wie die Asgeier umkreisen sie die Russen,pfuiiiii..

  • 1
    0
    Freigeist14
    22.06.2016

    Herr Lorenz,Vielen Dank für ihren angemessenen Beitrag zu diesem denkwürdigen Tag.Ihre ausgewogenen Kommentare und Beiträge gestalten das Niveau der Zeitung und machen sie täglich lesenswert.

  • 5
    2
    saxon1965
    22.06.2016

    Kriege werden sicher wegen Machtinteressen, Kriegsgewinnlern und Ressourcen geführt. Ganz früher vielleicht auch wegen Frauen bzw. um Frauen.
    Hinter den Kriegstreibern des zweiten Weltkrieges stand jedoch auch eine Menschen und Völker verachtende Ideologie die als Mittel zum Zweck diente.
    Ich finde jedenfalls, dass man keinen Krieg schön reden kann. Weder die von früher, noch weniger die von heute! Deshalb ist jede, aber auch jede Art der Aggression und Kriegstreiberei abzulehnen. PUNKT

  • 4
    6
    paral
    22.06.2016

    Ein historischer Tag, gewiß. Die alternative Bewertung dieser Vorgänge wird, wie so oft in der Geschichte, künftigen Generationen vorbehalten bleiben. Denn alles, was wir hier zum Thema offiziell zu lesen bekommen, scheint felsenfest festzustehen. Der Blick zurück wird allzuoft mit dem Wissen und den Wünschen von heute verstellt.Hatte nicht dieser Krieg viele Ursachen und Verursacher, die nicht nur allein Deutschland zuzuschreiben waren? Wollten nicht die Polen und dann die Russen durchs Brandenburger Tor marschieren? Letzendlich haben sie es geschafft, nach vielen Jahren Leiden und Krieg. Doch nicht um die Deutschen vom Nationalsozialismus zu befreien, wie es so oft dargestellt wird. Staaten haben Interessen politischer und wirtschaftlicher Art, auch die US-Army kam nicht als Befreier, sondern um die Interessensphäre der neuen Weltmacht abzustecken. Eine differenziertere Betrachtung des gesamten Themas wäre wohl angebracht, doch bringt man sich damit schnell ins Abseits, weil der Zeitgeist eine andere Meinung hat und sich nicht gerne am Diskurs beteiligt, das heißt keine andere Meinung zulassen will. Man beschwört das ausschliesslich verbrecherische der damaligen Vorgänge und mahnt, es dürfe nie wieder passieren, ist sich aber nicht zu schaden, Rußland aufs Neue zu bedrohen und zu provozieren. Ist das nicht ein Widerspruch?

  • 7
    6
    saxon1965
    22.06.2016

    Definitiv haben wir "Ostler" dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte mehr aufgearbeitet. Nicht immer ganz objektiv, aber weit aus intensiver und besser als unsere Bundesbürger im Westen. Daher rühren ganz sicher auch die unterschiedlichen Meinungen zum Umgang mit Russland.
    Auch wenn das, was ich von meinem beiden Eltern (88) erfahren habe, nicht im Staatsbürgerkundeunterricht gelehrt wurde, war es nie einseitig und beschönend gewesen. "Wir hatten ja begonnen und es vorgemacht!"
    Mein Vater kam 1945 mit 17 Jahren noch an die Front und zog, ohne Fronteinsatz, für vier Jahre nach Sibirien!
    Ich finde es sehr schändlich, dass dieser für Millionen von Menschen schicksalhafte Tag, von der Deutschen Regierung so wenig gewürdigt wird!!! Wäre es nicht an der Zeit, auch gegenüber diesem Volk auf die Knie zu fallen?! Ohne die Russen und ihre Opfer wäre Nazideutschland nie bezwungen worden.

  • 5
    7
    gelöschter Nutzer
    22.06.2016

    Zunächst einmal vielen Dank und Respekt vor dem Bundespräsidenten, dass er sich dieses Tages annahm und an den Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion erwähnte und der sowjetischen Kriegstoten gedachte. Ganz ehrlich; ich habe es nicht erwartet.
    Denn leider zeigen der Bundestag und die Bundesregierung sehr deutlich, was sie von diesem Tag und dem Rechtsnachfolger der Sowjetunion, Russland, halten: nämlich nichts!
    Zitat Matthias Platzeck: "In Deutschland hingegen kehrt eine eigenartige Stille ein. Der 75. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion ist kein Datum für offizielles Gedenken, weder im Bundestag noch in Form von Veranstaltungen der Bundesregierung. In Berlin feiert am 22. Juni die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihr Sommerfest"
    Nichts anderes habe ich von Merkel und Co. erwartet. Traurig, traurig. Ich schäme mich für diese "Politdarsteller".
    Quelle und der ganze Text unter: http://www.tagesspiegel.de/politik/unternehmen-barbarossa-im-zweiten-weltkrieg-deutsche-erinnerungskultur-hat-gravierende-luecken/13760010.html

    Vielen Dank - und das meine ich ganz ehrlich auch so - für den Artikel und Kommentar von Stephan Lorenz zum selben Thema. Eine ganze Seite der heutigen FP dafür aufzubringen finde ich bemerkenswert. Danke. Ich muss nicht jede Aussage des Redakteurs uneingeschränkt teilen; unterm Strich ist der Artikel sehr lesenswert und sehr gut.
    Ich hatte übrigens einen Onkel und einen Großvater an der Ostfront: der Onkel gehörte mit knapp 17 Jahren zu den Jüngsten und der Großvater mit ca. 40 Jahren zu den ältesten. Sie gehörten beide definitiv nicht zu den Hurra-Brüllern oder waren Nazis; und verarbeitet haben sie es beide auf ihre jeweils eigene Art.

    Vor zwei Tagen erstellte ich zu diesem Thema bereits im Vorfeld einen Blogbeitrag, Zitat daraus: "Am 22. Juni 1941 (übermorgen) eröffnete das Deutsche Reich auf einer breiten Front zwischen der Ostsee und den Karpaten den Krieg gegen die Sowjetunion. Der Wehrmacht standen für den sogenannten Kreuzzug Europas gegen den Bolschewismus 153 Divisionen mit knapp über drei Millionen Soldaten, 3.600 Panzern und 600.000 Motorfahrzeugen zur Verfügung. Hinzu kamen 600.000 Mann aus den verbündeten Staaten Ungarn, Rumänien, Finnland, Slowakei und Italien. Die Rote Armee umfasste 4,7 Millionen Soldaten. Nur knapp die Hälfte von ihnen war allerdings bei Beginn des Angriffs im Westen der Sowjetunion und in den damals eroberten ostpolnischen Gebieten stationiert. (Info´: Deutsches Historisches Museum, Berlin)

    Wenn ich dieses Thema heute anschneide, dann aus mehreren Gründen.
    Zum einen, weil es mich interessiert, ob man in den deutschen Massenmedien oder seitens der deutschen Politik zu diesem Tag etwas zu sagen in der Lage sein wird, oder ob man es geflissentlich verschweigen wird. Da ich diesen Blogbeitrag zwei Tage zuvor erstellt habe, werde ich mich überraschen lassen müssen.
    Zum zweiten schneide ich das Thema deshalb an, weil wir genau 75 Jahre später wieder soweit sind, dass westliche Verbündete unter Leitung der USA sowie deren osteuropäische Kettenhunde in blinder Vasallentreue mit den Säbeln rasselnd an Russlands Grenzen rütteln (?) Vielleicht findet sich der oder die eine oder andere und denkt am 22. Juni 2016 an den vor 75 Jahren stattgefundenen Überfall auf die damalige Sowjetunion und daran, dass es heute wieder wir Deutschen sind, die sich in vorderster Front gegen Russland wiederfinden.

    >>>> siehe http://www.alwins-blog.de/?p=17607

    Deshalb noch einmal vielen Dank an die Heimatzeitung für diesen notwendigen und fälligen Artikel.
    Danke



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