Fremdenfeindliche und antisemitische Straftaten nehmen zu

Die Zahl der fremdenfeindlichen Straftaten ist 2018 um fast 20 Prozent gestiegen. Die Zahl der Delikte radikaler Islamisten dagegen ging dagegen zurück.

Berlin (dpa) - Die Zahl der fremdenfeindlichen Straftaten ist im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent auf rund 7700 gestiegen. Einen ähnlich hohen Anstieg verzeichneten die Sicherheitsbehörden bei den antisemitisch motivierten Straftaten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte bei der Vorstellung der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität im Jahr 2018, knapp 90 Prozent der 1799 antisemitischen Straftaten des vergangenen Jahres seien dem «Phänomenbereich rechts» zuzuordnen.

Einen noch größeren Anstieg registrierte die Polizei bei Straftaten, die in Zusammenhang mit politischen Konflikten im Ausland stehen. So kam es beispielsweise nach Beginn der türkischen Militäroffensive im syrischen Afrin zu Angriffen auf mehrere Einrichtungen, die von Türkeistämmigen besucht werden.

Die Zahl der Delikte radikaler Islamisten ging dagegen zurück. Das könnte nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden damit zusammenhängen, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak zurückgedrängt wurde.

Laut Bundeskriminalamt wurden 2018 bundesweit 910 Straftaten mit islamfeindlichem Hintergrund (Vorjahr: 1075) erfasst sowie 121 christenfeindliche Delikte (Vorjahr: 129).

Bewertung des Artikels: Ø 3 Sterne bei 1 Bewertung
23Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
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    SimpleMan
    20.05.2019

    @Interessierte "Wer sind denn die Verursacher , Ausländer oder Inländer ?" Ist doch ganz einfach, sowohl als auch.

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    Interessierte
    20.05.2019

    Wer sind denn die Verursacher , Ausländer oder Inländer ?

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    Malleo
    18.05.2019

    distel..
    Ich habe von Berlin gesprochen.
    FP- keine Nachricht ist auch ein Nachricht!

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    Distelblüte
    18.05.2019

    @malleo: Ich habe den Artikel der Welt gelesen. Er bezieht sich konkret auf Berlin.
    Nicht auf die gesamte Bundesrepublik.
    Und es stimmt, auch die Berliner Polizei sollte es sich mit der Einordnung antisemitischer Straftaten nicht zu leicht machen.
    Sie können der Freie Presse nicht vorwerfen, tendenziös zu berichten.

  • 2
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    Malleo
    17.05.2019

    disel.
    Von Ihnen bitte kein Kompliment.
    Ausrede?
    Welt 193060111
    Kein Thema in FP.
    Warum auch.

  • 4
    4
    Distelblüte
    17.05.2019

    @Malleo: Sie sind echt nie um eine Ausrede verlegen.

  • 4
    6
    Malleo
    17.05.2019

    distel..
    Sie sollten aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die Berliner Polizei in Ermangelung von Beweisen zu Tätern antisemitischer Vorfälle , diese ganz einfach den "Rechten" zuordnete.
    Und das nenne ich schamlosen Betrug mit einer klaren politischen Botschaft.
    Auch das passiert "hier in Deutschland".

  • 2
    1
    Freigeist14
    17.05.2019

    Blacksheep@ wo hamse denn das her : "Die Entstehung Israels führte nicht zur Vertreibung der Palästinenser sondern deren Weigerung die geplante Lösung anzunehmen ." Das ist grober Unfug und Geschichtsfälschung . Die Araber wiesen den Teilungsplan von 1948 zurück ,der Tausende zur Aufgabe der Heimatdörfer zwingen sollte .Lesen Sie die Schilderungen von Uri Avnery , dem Zeitzeugen und jüdischen Friedenskämpfer ,der die "Nakba " ,den Exodus der Palästinenser als Soldat hautnah miterlebte : "Texte von Uri Avnery .- Die wirkliche Nakba "

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    1
    Täglichleser
    17.05.2019

    @Black... mein Satz sagt aus, dass die Juden schon jahrhunderlang vertrieben wurden. Und durch Ihre millionfacher Ermordung durch die Nazis es verständlich
    ist, dass sie einen eigenen Staat wollten.
    Judenhass ist keine deutsche Erfindung.
    Habe ich auch nicht gesagt. Aber die deutschen Nazis haben den Hass gegen
    die Juden zur widerlichen Perfektion getrieben.
    Diese geschichtlichen Tatsachen dazu sind
    allgemein bekannt. Eine Diskussion ist hier
    eigentlich überflüssig.
    Und es stimmt, die Juden haben den Vorschlag der Engländer zum eigenen
    Staat angenommen und die Palästinenser
    nicht. Dann kam es zu deren Vertreibung.
    Wer lässt sich schon vom eigenen Grund
    und Boden gern wegjagen. Das beinhaltete
    dieser Vorschlag. Das war damals keine
    perfekte Lösung des Problems.
    Alles nachzulesen.

  • 3
    3
    Distelblüte
    17.05.2019

    Und wieder ist die Diskussion auf einen Nebenschauplatz verschoben worden.
    Es ging um den Anstieg antisemitischer Straftaten HIER IN DEUTSCHLAND !
    Was in anderen Ländern falsch läuft, ist in deren Verantwortung.
    Das hier ist unser Problem!
    Zitat aus dem Artikel: "knapp 90 Prozent der 1799 antisemitischen Straftaten des vergangenen Jahres seien dem «Phänomenbereich rechts» zuzuordnen."

  • 2
    4
    BlackSheep
    17.05.2019

    @Täglichleser, "Die Sehnsucht der Juden einen eigenen Staat zu besitzen war nach Ihrer jahrhunderlangen Vertreibung und Ermordung unter den Nazis verständlich." Wollen Sie mit dem Satz andeuten Judenhass ist eine deutsche Erfindung?
    https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Teilungsplan_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina
    Die Entstehung Israels führte nicht zur Vertreibung der Palästinänser sondern deren Weigerung die damals geplante Lösung anzunehmen.

  • 2
    2
    Täglichleser
    16.05.2019

    @Black.. ich habe gelesen Ihren Link. War leider nur eine zusammenhanglose und lückenhafte Zusammenstellung von Fakten des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Aber man findet auch viele
    Zusammenhänge des Konflikts im Internet.
    In kurzen Worten geht schwer. Die Sehnsucht der Juden einen eigenen Staat zu besitzen war nach Ihrer jahrhunderlangen Vertreibung und Ermordung unter den Nazis verständlich.
    Sie bekamen ihn. Dies führte aber auch zur
    Vertreibung der Palästinenser. Viele sind seit Generationen als Staatenlose in Fluchtlingslagern untergebracht. Wut und Zorn auf beiden Seiten. Geschichtlich haben die Grossmächte wie Frankreich nach dem Prinzip Teile und Herrsche gehandelt und Schuld auf sich geladen.
    Folge Nationalismus auf beiden Seiten, der
    zu keiner Lösung führt.

  • 0
    4
    BlackSheep
    15.05.2019

    @Täglichleser, wie oft wurden von arabischer Seite Angriffe auf Israel versucht?
    http://www.erinnern.at/bundeslaender/vorarlberg/unterrichtsmaterialien/naftali-furst-ein-uberlebender-von-buchenwald/israel_zeittafel_ausfuerlich.pdf
    Israel hat wie Sie sehen immer um seine Existens kämpfen müssen, deshalb denke ich das die leichtfertigen Urteile die zu dem Thema in Deutschland gefällt werden fehl am Platze sind, wie haben alle nicht die geringste Ahnung wie es ist um seine Existens im Krieg kämpfen zu müssen. Da auch heute noch arabische Politiker tönnen das Israel keine Existensrecht hat, wird sich auf längere Sicht daran nichts ändern, nur müsste man sich mal nicht nur mit israelischer Veranwortung beschäftigen sondern auch mit der solcher Leute.

  • 3
    0
    Nixnuzz
    15.05.2019

    Zusatz-Info: "Ursprünglich war der Hochhauskomplex unter dem Namen „Wohnpark auf dem Kölnberg“ als hochwertiges Immobilienprojekt im Rahmen eines Bauherrenmodells 1974 konzipiert. Jedes Haus besaß einen eigenen Hausmeister, Waschmaschinen und Wäschetrockner mit Münzbetrieb, zwei Aufzüge sowie Müllschlucker auf allen Etagen. In der Anlage gab es ein Schwimmbad mit Saunabereich, einen Tennisplatz und einen kleinen Fußballplatz, Parkhäuser und eine Tiefgarage, einen Kindergarten sowie verschiedene Geschäfte. Hierzu zählten ein Supermarkt, eine Apotheke, eine Bankfiliale, eine Wäscherei, eine Backstube, ein Blumenladen und ein Kiosk.Die Häuser haben bis zu 26 Etagen und zählen 1.318 Wohneinheiten zwischen 29 und 120 Quadratmetern Wohnfläche. In dem Hochhauskomplex leben gegenwärtig etwa 4.100 Menschen aus über 60 Nationen. ..mehr oder weniger freiwillig...

    Die Vermietung der überwiegend als Kapitalanlage vorgesehenen Wohnungen ging nach der Fertigstellung des Hochhauskomplexes im Jahr 1974 allerdings nur schleppend voran. Ein Grund war auch die im Stadtteil Meschenich schwach ausgebaute Infrastruktur und die damit zum Kölner Stadtzentrum oder der benachbarten Stadt Brühl als zu abgelegen empfundene Lage. Relativ schnell wurden leerstehende Wohnungen aus diesem Grund auch an ökonomisch schwache Mieter vergeben. Die sozioökonomischen Unterschiede unter den Bewohnern und ein zunehmender Zuzug finanzschwacher Migranten führte schließlich zu vermehrten Auszügen der ursprünglich als Zielgruppe vorgesehenen Mieter sowie teils illegaler Untervermietung. Negative Auswirkungen hatten auf den Hochhauskomplex auch die Entwicklungen rund um das Prostitutionsmilieu im benachbarten Kölner Stadtteil Höningen. Mittlerweile gilt der Hochhauskomplex als sozialer Brennpunkt.[1] Einen Tiefpunkt erreichten die Zustände im Juni 2014, als eine teilverweste Leiche aus einem der Hochhäuser geworfen wurde.[2] ..Der Hochhauskomplex, dessen Wohnungen seit 2010 kontinuierlich von zwei Großinvestoren aufgekauft werden, ist regelmäßig Schauplatz für Dreharbeiten verschiedener Film- und Fernsehproduktionen, sowie Handlungs- und Wohnort der Protagonistin der Fernsehserie Danni Lowinski.......
    Der im Jahr 2014 abgedrehte Film Am Kölnberg von Robin Humboldt und Laurentia Genske begleitet vier Bewohner der Hochhaussiedlung über einen Zeitraum von zwei Jahren.[5]

    Quintessenz: Weil die erforderliche Infrastruktur ausser acht gelassen wurde, sackte der Wohnwert ab - mit den heutigen Folgen. Nein - ich möchte bei den Rahmenbedingungen dort nicht leben oder arbeiten.Wenn die Stadt diese Hochhäuser nicht abreist, wird sich da nix ändern.

  • 6
    2
    Täglichleser
    15.05.2019

    @Blacksheep: "Frieden wird nur wenn beide, ich betone, beide Seiten das wollen, und da habe ich das Gefühl das beide Seiten das nicht wollen."
    Vollkommen richtig dieser Satz. Zeigt
    aktuell, dass beide Seiten nicht friedfertig
    sind. Aber man sollte hier schon fragen, wer hat hier wem vom eigenen Grund und
    Boden vertrieben? Das waren die Israelis.

    @Ralf Polizisten wollen nicht in Problemvierteln auf Streife ziehen, weil es dort mehr Kriminalität gibt. Dafür ist die Polizei zuständig. Und das ist jetzt der Aufhänger etwas gegen die Ausländer zu tun. Ein undifferenziertes Hetzen gegen sie,
    macht die Situation nur schlimmer.

  • 4
    4
    ralf66
    14.05.2019

    Ich habe letztens auf ZDF-Info einen Bericht über das Kölner Stadtviertel ''Am Kölnberg'' gesehen, dort lassen sich Polizeibeamte, die in diesem Stadtviertel Dienst tun versetzen, weil sie mit den katastrophalen Zuständen, wie sich vor allem Ausländer gesetzlich falsch und auch entgegen jeder normalen Lebensvorstellungen verhalten und leben, nicht mehr psychisch klar kommen! Man schafft in Deutschland extreme Brennpunkte, die sich in irgendeiner Weise zwangsläufig entlanden müssen und fragt sich dann, woher das kommt und ordnet das dann letztendlich noch politisch falsch ein.

  • 5
    2
    BlackSheep
    14.05.2019

    @Täglichleser, davon zu reden das Israel ein kein friedliebender Staat ist und kein Wort über regelmässigen Raketenbeschuss ist schon ziemlich scheinheillig. Bei der Politik von Israel weis jeder was passiert wenn eine Rakete auf Israel fliegt , es kommt eine Antwort der Armee und kein dudu vom Regierungschef. Frieden wird nur wenn beide, ich betone, beide Seiten das wollen, und da habe ich das Gefühl das beide Seiten das nicht wollen.

  • 5
    7
    Blackadder
    14.05.2019

    @Franziskamarkus: Würde die AfD das ernst nehmen, wäre Gedeon schon längst nicht mehr in der Partei.

  • 3
    4
    franzudo2013
    14.05.2019

    Taeglichleser, mein grüner Daumen für Sie. Sie haben es perfekt abgeleitet. Wer nicht für Israel ist, wenn es unter dem Raketenbeschuss der Hamas steht, ist ein Antisemit.
    Zweistaatenloesungen haben auf deutschem Boden schon so gut funktioniert. Es gibt eben immer Fans von solch bewährten Dingen.

  • 6
    1
    Täglichleser
    14.05.2019

    Franzis Danke für die Reaktion. Dafür von mir den grünen Daumen.
    Für den Inhalt natürlich nicht.
    Wenn man so für die israelische Regierung ist, dann ist man auch nicht für Verhandlungen
    mit den Palästinensern, dann ist man nicht
    für die Zwei-Staaten-Lösung, für friedliches Nebeneinanderleben der beiden Bevölkerungsgruppen. Wer für so etwas ist,
    muss kein Antisemit sein. Sonst wäre das Merkel und die Bundesregierung die für
    die Zwei-Staaten-Lösung ist.

  • 6
    5
    Franziskamarcus
    14.05.2019

    Aus welcher Richtung kommt denn der neue Antisemitismus? Ich hab da eine Idee...Täglicher, also die AfD stellt sich permanent als einzige Partei hinter Israel. Die anderen Parteien stehen da anscheinend auf der Seite der Palästinenser, wohl auch damit des Irans usw.. Also auf der Seite der "Religion des Friedens"

  • 6
    6
    Distelblüte
    14.05.2019

    @Täglichleser: Bei Pegida wird wöchentlich auch für die Freilassung der Holocaustleugnerin U. Haverbeck geworben ( sie wird auch von AfD-Politiker B. Höcke unterstützt).
    Die zur Schau gestellte Israelfahne soll womöglich Solidarität mit Israel im Kampf gegen die muslimischen Feinde ausdrücken.
    Aber vielleicht wissen das Pegidisten genauer? Wer möchte uns erhellen?

  • 8
    5
    Täglichleser
    14.05.2019

    Für mich ist unverständlich, dass Antisemitismus zunimmt. Jüdische Religion, christliche Religion, ...Das kann
    einem doch egal sein, was der oder der glaubt.
    Man kann aber durchaus israelkritisch sein.
    Denn ein friedfertiger Staat mit seiner Siedlungspolitik und dem Umgang mit den
    Palästinensern ist er nicht. Mit Antisemitismus hat das nichts zu tun.
    Welche Einstellung die AfD hierzu hat, würde mich interessieren.
    Unter strammen Rechten gibt es noch Holocaustleugner. Auf der anderen Seite war im Fernsehen bei Pegida Dresden eine
    Frau mit Isrealfahne zu sehen. Gegen die Moslems. Ist klar. Mal für Juden, mal gegen Juden. Irr! Halt wie es gebraucht wird.



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