Klimaaktivisten wollen gegen Kohle-Kompromiss auf die Straße

Berlin/Kerpen (dpa) - Klimaaktivisten wollen aus Protest gegen den Kohle-Kompromiss auf die Straße gehen. «Noch 20 Jahre Kohlekraft sind 20 Jahre Kohlekraft zu viel. Dem stellen wir uns entgegen», sagte die Sprecherin des bundesweiten Aktionsbündnisses Ende Gelände, Nike Mahlhaus, am Samstag. Mit dem von der Kohlekommission verabschiedeten Konzept werde es unmöglich, das Paris-Ziel zu erreichen und die Erderwärmung bei weniger als 1,5 Grad zu halten.

«Die Konzerne bekommen hier Geld für nichts», kritisierte Mahlhaus. Was mit dem Hambacher Wald und den bedrohten Dörfern an den Tagebauen passiere, stehe nicht fest. Das Aktionsbündnis werde am Freitag in einer Protestaktion die Straßen am Berliner Invalidenpark «fluten». Die Proteste im Hambacher Forst seien erst der Anfang gewesen.

Der Wald am Rand des nordrhein-westfälischen Braunkohle-Tagebaus Hambach sollte nach dem Willen des Energiekonzerns RWE gerodet werden, um die darunterliegende Braunkohle zu fördern. Dagegen gab es vor Ort heftigen Widerstand und bundesweite Proteste. Ein Gericht hatte die Rodung, die von den Behörden genehmigt war, vorerst gestoppt.

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24Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    3
    cn3boj00
    11.02.2019

    Mit dem Horizont ist das so eine Sache. ich suche mir lieber selber aus wer dafür in Frage kommt, soviel Urtilsvermögen habe ich noch. Übrigens haben in dem kleinen Büchlein zwei Studenten einfach nur Informationen zusammengetragen, ohne eine eigene Theorie vorzulegen. Vahrenholt dagegen ist für mich so was wir der Däniken des Klimas, und das ist fast noch geschmeichelt. Wenn jemand, der nie Klimaforschung betrieben hat, statt dessen in Aufsichtsräten von Energieunternehmen sitzt und RWE-Manager ist, uns "wiisenschaftlich" das Klima erklären will denke ich mir meinen Teil. Übrigens glaube ich auch, dass das Klima von natürlichen Ursachen abhängig ist. Die Frage ist ja nur, wie der Mensch auf diese Ursachen Einfluss nimmt.
    Aber ich hatte ja schon zu Beginn der Kommentare festgestellt, dass das hier wohl zwecklos ist. Wer eben fest daran glubt dass wir unseren Ursprung in Außerirdischen haben, die uns immer noch mit Ufos besuchen, ist eher nicht davon abzubringen.

  • 7
    4
    Tauchsieder
    11.02.2019

    Übrigens "cn3...." gibt es auch ein wenig größeres Büchlein, dass auch ein wenig teurer ist "Die kalte Sonne". Dieses erhellt und erweitert auch ihren Horizont.

  • 4
    4
    cn3boj00
    10.02.2019

    Gibts so ein kleines Büchlein, "Kleine Gase, große Wirkung". Sollte jeder mal die 5 Euro investieren. Wenn die Ideen zum Thema sich auf solche Banalitäten reduzieren wie die von @Einspruch, dann scheint hier doch erst mal ein wenig Wissensvermittlung über Wikipedia hinaus nötig zu sein.
    Ich nenne mich keineswegs Klimaaktivist und ich gehe auch nicht gegen den Kohlekompromiss auf die Straße, denn ich bin froh, dass es überhaupt einen Anfang gibt. Und ich habe Respekt für Greta und alle Jugendlichen, die sich mit diesem Thema befassen statt Pommesteller auf Instagram zu posten.
    Und lieber Einspruch, wie lautet Ihre Antwort auf die Stillung des "Energiehungers"? Braunkohle, bis ganz Sachen und Brandenburg umgeschürft wurden? Alle Dörfer durch Baggerseen ersetzt, und doch wird die Kohle alle? Es gibt so viele Möglichkeiten Energie zu erzeugen, vor allem wenn man mal etwas globaler denken würde. Wäre natürlich auch für die EU mal eine Herausforderung.

  • 7
    2
    gelöschter Nutzer
    10.02.2019

    Die Klimaaktivisten können mit ihren Aktionen allenfalls zum Nachdenken anregen. Wenn Greta zur Rettung der Welt aufruft, dürfte klar sein, dass sie und eine Handvoll Leute mit ihren Aktionen kaum wirklich etwas unmittelbar ändern können.
    Ja richtig, den Rückgang der Klimaerwärmung können sie nicht bewirken. Um zu wissen, dass es Eiszeiten und Warmzeiten schon immer gab und der CO2-Anstieg nur zum Teil dazu beiträgt, muss man kein Wissenschaftler sein.
    Aber eines dürfte klar sein: auch Kinder können schon begreifen, was wir zukünftigen Generationen antun, wenn wir so weiter machen. Der Mensch muss mit den Bodenschätzen sparsamer umgehen, darf seine Umwelt nicht zu stark verändern, muss seine Abfälle wiederverwerten anstatt damit die Umwelt zu belasten. Nur eben muss er damit jetzt anfangen und nicht nur in Schweden oder Deutschland. Dabei reicht es nicht, wenn einige mit wasserstoffbetriebenen SUVs oder E-Cars spazieren fahren oder sich mit „Klimaneutralitätsgutscheinen“ freikaufen. Auch für die „Otto-Normalverbraucher“ muss es möglich sein, am gesellschaftlichen Gesamtprozess teilzuhaben, solange Energie noch nicht aus anderen Technologien genügend zur Verfügung steht. Auch dafür muss es Lösungen geben. Ein kostenloses Nahverkehrskonzept darf kein Tabu sein.
    Wenn als Ausgleich für wegfallende Arbeitsplätze „in der Kohle“ tausende Verwaltungsstellen entstehen sollen, ist mir dies zu kurzfristig gedacht. In ein paar Jahren werden in Verwaltungen, Versicherungen und vielen anderen Bereichen Arbeitsplätze wegfallen, dann fängt man wieder von vorn an (?).
    Aber es wird große gesellschaftliche Veränderungen geben, und damit gebe ich Greta recht: „Wir leben auf Kosten unserer Enkel und Urenkel“, und haben gelernt immer nur von einer Legislaturperiode zur anderen zu warten, was passiert… Das muss sich ändern!
    Wenn Maschinen alles und überall auf der Welt selbst produzieren können, warum dann noch Produktionen aus Kostengründen auslagern. Roboter verursachen keine Lohnkosten und zahlen jedoch keine Sozialbeiträge. Nur ein Beispiel von vielen…

  • 12
    3
    Einspruch
    10.02.2019

    Bis jetzt habe ich von Klimaaktivisten weder eine Erklärung für schon wärmere Erdzeitalter ohne Industrie gehört, noch praktikable Lösungen für die Stillung des Enrgiehungers gehört.
    Der erste Schritt wäre vielleicht mal die Einschränkung des unsinnigen hohen Lieferverkehrs durch die online Dienste, wenn man seinen Hintern vom Sofa mal in den Laden bewegen würde.

  • 9
    7
    Tauchsieder
    09.02.2019

    Richtig "Ola..", dass ist die Krux an diesem Problem, wo ist der Drehschalter zum Regulieren des Klimas ?
    Eines der wenigen Punkte an dem die Menschheit nichts regulieren kann, dass Wetter und das Klima!
    Mit untauglichen Mitteln wird versucht hier regulierend einzugreifen, man will Gott spielen. Wer maßt sich an 80 Jahre in die Zukunft zu sehen, die Temperatur im Jahr 2100 auf 1.5 C° einzustellen. Vielleicht stellt sich demnächst heraus, dass 1.2 C° besser wären, andere mit 1.9 C° noch gut leben könnten. Da die Einen lieber im Sommer in den Urlaub fahren, die Anderen lieber Winterurlaub machen. Vielleicht könnte man es auf der Nordhalbkugel so einstellen, auf der Südhalbkugel genau anders herum und nach fünf Jahren wird gewechselt.
    Es ist nur viel heißer Dampf den die Politik hier verbreitet, sowie jener der aus den Kühltürmen steigt. Man will lediglich die Menschheit darauf vorbereiten, dass die Umstellung auf neue Energieträger Unmengen an Geld verschlingen wird und dies ja jemand bezahlen muss.
    Seriöse Berechnungen gehen von etwa 70 Billionen Dollar aus was die weltweite Umstellung von fossilen Energieträger auf nicht grundlastfähige Energieträger kosten wird (jetziger Stand, wird wahrscheinlich viel teurer).
    Die großen Energieanbieter haben lange gebraucht bis sie dies begriffen haben. Jetzt hat es bei denen aber klick gemacht, man sieht das man sich eine goldene Nase verdienen kann.

  • 13
    3
    gelöschter Nutzer
    08.02.2019

    Ob diese Art Ausstieg so sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Das dann, unser Planet gerettet wird, weil 3 statt 4 Moleküle CO2 ,pro 10 000 Moleküle in Deutschland messbar sind, ist erinnert mich an Don Quichotes vergeblichen Kampf. Das der Energiehunger derzeit sinken wird, glaube ich nicht. Unsere Gesellschaft strebt nach Wachstum und nicht nach Nachhaltigkeit . Oder glauben Sie, wir schließen noch ein paar Fabriken und stellen unsere Lebensweise um. Der "saubere Atomstrom aus Tschechien, Frankreich oder der Kohlestrom aus Polen", wird unser ökologisches Gewissen, sicherlich nicht beruhigen. Um nichts falsch zu verstehen: Es ist nicht gut, wenn Städte und Dörfer weiterhin der Kohle weichen müssen und wenn Technik ,nach dem jahrhundertealten Prinzip von Verbrennungsmotoren, die Luft verpestet. Auch wenn immer mehr Megaschiffe und Flugzeuge die Luft verpesten kann das nicht gut sein.Aber wie immer: Der Mensch will Klimaschwankungen , das Wetter und wenn es möglich wäre, den Wechsel der Jahreszeiten bekämpfen, um dann ruhigen Gewissens, nach der Demo mit dem SUV nach Hause abgeholt zu werden und schnell noch bei Amazon die neuesten Produkte vom anderen Ende der Welt zu bestellen…Schließlich muss ja alles funktionieren und wenn interessiert das schon…Hauptsache, es geht weiter.

  • 9
    8
    CPärchen
    02.02.2019

    @Tauchsieder: Das klingt mir zu sehr nach Klischee. Anfangs war ausschließlich der Umweltaspekt im Vordergrund und dank Politikern auf Landesebene sowie der dort ansässigen Bevölkerung wurde der soziale Aspekt endlich auch mal stärker fokussiert.

    Auch @DTFRC: Sie wünschen uns einen Aufenthalt in Peking, damit wir ihre Meinung teilen. Sie können ja auch mal in Regionen gehen, wo die Menschen gut bezahlte Arbeit verlieren mit allen Konsequenzen. Klimaschützer, die keinen Verlust am Kohleausstieg befürchten, sollen Beifall bekommen? Nein danke! Was mich an deutscher Umweltpolitik stört ist, dass diese oft auf den Rücken Finanzschwacher ausgetragen wird.

  • 16
    10
    frankjac
    01.02.2019

    Klimaaktivisten wenn ich das schon höre! Die Realität besteht eben nicht aus Wunschträumen. Wenn es nach diesen "Aktivisten" geht, wären wir bereits zurück in der Steinzeit. Und wer bezahlt diesen Irrsinn? Wir!

  • 7
    17
    cn3boj00
    30.01.2019

    SimpleMan und Distelblüte, es ist einfach zwecklos, das muss man hier klar sehen. Die Menschen in Deutschalnd, vor allem im Osten, wollen vermutlich die Telegrafenstangenwälder der DDR wieder haben. Anders kann ich mir diese Polemik, vor allem von den führenden Mathematikern und Physikern hier unter den Schreibern, nicht erklären.

  • 14
    6
    SimpleMan
    29.01.2019

    @ralf66 Die Chinesen haben zumindestens erkannt, dass der Energieträger Braunkohle eine Sackgasse ist. China ist das Land auf der Welt, dass das meiste Geld in erneuerbare Energie steckt. Dabei wird vor allen Dingen auf Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie und Biomasse gesetzt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare_Energien_in_China
    Auch in Deutschland ist der Anteil der erneuerbaren Energie in den letzten 5 Jahren von 25 % (2013) auf 36 % (2017) gestiegen.
    https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen

  • 20
    11
    ralf66
    29.01.2019

    @DTRFC2005, doch wir haben Kinder, aber wenn Sie diesen übertriebenen Umweltgelaber der grünen Lobby in Deutschland bedingungslos glauben, dann ist das Ihre Sache, in Bezug auf Umweltverschmutzung in Peking, dass müssen Sie mit den Chinesen klären. Fakt ist doch eins, in Deutschland wird auf Teufel komm raus Klima- und Umweltschutz betrieben, mit riesigen Finanzaufwendungen, Stillegungen von Industriezweigen, mit dem Ergebnis, dass sich die Umweltbedingungen auf der Welt etwa ca. um 1% verbessern und viele Länder der Erde machen gar nichts für den Klima- und Umweltschutz. Der übertriebene Aufwand zum Nutzen, dass ist doch das Problem und wer das nicht sieht oder sehen will, na da, ich weiß nicht?

  • 11
    27
    DTRFC2005
    28.01.2019

    Mir scheint, als wenn die Klimakritiker hier weder Kinder noch Enkel haben, sonst würde man den Klimaaktivisten Beifall klatschen statt sie zu verteufeln. Eine Woche im Sommer in Peking wünsche ich mir für alle, die derart ignorant der Umwelt gegenüber agieren.

  • 18
    7
    Tauchsieder
    28.01.2019

    Die Politik denkt nicht weiter "CPärc...", die denkt nur bis zur nächsten Wahl!

  • 15
    1
    Hinterfragt
    27.01.2019

    Opssssss, Sollte natürlich 2021 lauten.

  • 26
    12
    franzudo2013
    27.01.2019

    Man sollte den "Aktivisten" nicht nur die Windraeder vors Haus stellen, sondern bei Dunkelheit und Windstille den Strom abstellen.
    Vielleicht erzeugt das einen kleinen Lerneffekt in Sachen Mathematik und Physik?

  • 4
    8
    Distelblüte
    27.01.2019

    2012? Haben Sie sich im Jahr vertan?

  • 21
    2
    CPärchen
    27.01.2019

    Lasst sie doch protestieren. So lange es friedlich bleibt.
    Ich denke mir auch, dass es als Berliner leicht ist, die Sorgen der Leute in der Lausitz oder am Rhein zu ignorieren. Zum Glück denkt da die Politik weiter und gibt den Regionen langfristig hohe finanzielle Mittel für den Wandel.

  • 23
    9
    Hinterfragt
    27.01.2019

    @Distelblüte; Was wie bitte!

    Wenn ab 2012 die ersten der jetzt noch stehenden Windräder abgerissen werden, müssen neue gebaut werden...
    Dumm nur, dass die niemand vor der eigenen Haustür haben will. Also dann sollen diese "Klimaaktivisten" mit gutem Beispiel vorran gehen und sich eines aufgstellen lassen.
    Auch muss der Strom der räder dann im Land verteilt werden, dazu braucht man Leitungen, nur auch diese will niemand vor der Haustür haben.
    Als mit gutem Beispiel voran!

  • 7
    16
    Distelblüte
    27.01.2019

    @Hinterfragt: Wie bitte?

  • 25
    10
    Hinterfragt
    27.01.2019

    Man sollte diese "Klimaaktivisten" unmittelbar adressmäßig erfassen, um ihnen dann unmittelbar das entsprechende Windrad oder den Stromtrassenmast ins Grundstück/ vor die Haustür zu bauen ...

  • 18
    9
    Einspruch
    26.01.2019

    Der Auspuff der E Autos sind dann die Kraftwerke, da ja die Förderung der Windräder ausläuft und nicht immer Wind vorhanden ist.

  • 22
    10
    vomdorf
    26.01.2019

    Die kommen dann in ihren Elektroautos, oder?

  • 31
    11
    ralf66
    26.01.2019

    Diese sogenannten Klimaaktivisten sind einfach nur unmöglich!



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