KMK-Präsident für Angleichung der Lehrerbezahlung

Stuttgart/Erfurt (dpa) - Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Helmut Holter (Linke), hat sich für eine Harmonisierung der Lehrergehälter in Deutschland ausgesprochen.

Es müsse hinterfragt werden, «ob eine unterschiedliche Bezahlung weiter zeitgemäß ist», sagte der Thüringer Bildungsminister der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten». «Diese Situation hat zu einem Wettbewerb geführt, der für die finanzschwachen Länder schwer zu stemmen ist. Es ist aber unser Auftrag, den Kindern überall in Deutschland gleiche Bildungschancen zu garantieren.»

Zwar seien die Ansprüche der Unterrichtsinhalte an den einzelnen Schularten sehr unterschiedlich, aber es gehe um mehr als reine Stoffvermittlung. «Lehrerinnen und Lehrer geben ihren Schülern Werte und Ideen mit, die sie durch ihr ganzes Leben tragen», so Holter. Diese hohe Verantwortung ziehe sich von der ersten bis zur zwölften oder dreizehnten Klasse.

Er sprach sich für eine größere Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schularten aus. Weil es im Bereich der Gymnasien teils sogar einen Bewerberüberhang gebe, sollten Gymnasiallehrer auch an Realschulen unterrichten können. Er denke an eine schulstufenbezogene Lehrerausbildung.

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