Kühnert-Thesen: DIW-Chef sieht «Exzesse» in Marktwirtschaft

Juso-Chef Kevin Kühnert trifft einen Nerv, meint der Ökonom Marcel Fratzscher. Sozialismus will er zwar nicht - wohl aber Missstände in der Sozialen Marktwirtschaft bekämpft wissen.

11Kommentare

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    Zeitungss
    08.05.2019

    Wir kriegen ihn nicht mehr groß, sollte die Antwort sein. AG dick, AN dünn ist das Allheilmittel für die Wirtschaft und diverse Geldsammler. Was heute im Osten an "Arbeitsverträgen" existiert, ist eigentlich eine Schande und läuft dennoch unter dem Begriff SOZIALE Marktwirtschaft. @franzudo, schon mal an die Einführung der Leibeigenschaft gedacht, allerdings fallen dort Unterhaltskosten, welch Sie in Ihrer Strategie möglichweise noch nicht dedacht haben. Trotzdem viel Glück, ........beim Geldsammeln.

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    Nixnuzz
    08.05.2019

    Vielleicht muss sich jeder selbst die Antwort geben: Ab wann bin ich reich? Reichen meine Einnahmen aus diversen Quellen (Arbeit oder sozialem) für das Feierabend-Bier und den 2.-Fernseher im Arbeitszimmer? 1 großer und x WE-Urlaube? Pkw-Fahrten zur Arbeit und Verwandschaft? Ab wann war man "Mittelstand"? Gilt der damalige Mittelstand 70er/80er Jahre heute als arm? Reicht ein SUV vorm Mietshaus als Reichtums-Nachweis oder nur als "Glück gehabt - Konkursmassen-Versteigerung"? Klar: Arm ist, wessen Monatsende bereits nach 3 Wochen eintritt. Umgekehrt "Reich" definiert: Wenn das Monatseinkommen noch 1/4 Jahr ..oder länger reicht. Ok - meine Rente würde vielleicht für 1,5 Monate reichen... als Single-Haushalt. Ok - alles subjektiv. Überlasse weitere Definitionen/Einstufung/Kommentare den Daumenverteilern!

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    Freigeist14
    06.05.2019

    franzudo@ um ihrer Frage nachzugehen : SIE verweigern die Realität . Ihre Behauptungen zum Reichtum Deutschlands entbehren jeder Grundlage .

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    Zeitungss
    06.05.2019

    @franzudo2013: Doch, Deutschland ist ein reiches Land, man spricht nur nicht darüber, wo der erarbeitete Reichtum landet. Daruf jetzt näher einzugehen würde hier den Rahmen sprengen. Kleines Beispiel noch, allein was in diesem Land an Fördermitteln an die Wand gefahren wird, OHNE jede Verantwortlichkeit, ist doch beachtlich und wird gehegt und gepflegt. Sollten dennoch Gewinne anstehen, werden diese privatisiert, bei entstandenen Schieflagen ist der Steuerzahler wieder dran, das System sollte bekannt sein.
    Wenn heute eine Gemeinde Fördermittel beantragt, obwohl fast jeder seine Steuern abführt, um ein Schlagloch zu flicken, wirft sich die Frage auf, wo ist das Geld ? Es ist nicht weg, es hat nur jemand anders.

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    franzudo2013
    05.05.2019

    Wenn die Öffentliche Verschuldung in Hochkonjunkturzeiten nicht sinkt und die private Verschuldung wächst, dann sind das für mich keine Anzeichen von Reichtum.
    Wenn Facharbeiter Spitzensteuersatz zahlen und kleine und große Unternehmer ausgepresst werden, dann wäre das zu verantworten, wenn mit dem Steueraufkommen in die Zukunft investiert werden würde. Das findet aber nicht statt.
    Es wird in Groessenordnungen Steuergeld verbrannt. Ordnungspolitik und Subsidiaritaet sind Fremdworte. Schauen Sie sich einfach um. Die Straßen sind kaputt, Häuser werden nicht saniert, die Autokonzerne planen Stellenabbau. Familien werden nicht gefördert. Die Universitäten werden personell runtergefahren. Ein tolles reiches Deutschland, wer verweigert hier die Realität?

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    Täglichleser
    05.05.2019

    Franzuto das meinen Sie doch nicht ernst,
    dass Deutschland arm ist. Da kann man sagen: Der verweigert die Realität. Oder der
    hat etwas geraucht.
    Bei Ihnen muss man nachfragen.
    Wer sind die Leistungsträger? Wer die Reichen? Sie trennen diese beiden?
    Die Leistungsträger sind nicht reich.
    Diese sind viele. Die Reichen wenige und
    die haben auch nicht so viel.
    Was ist Balance? Den paar Reichen nicht auf den Wecker gehen, sonst funktioniert
    nichts mehr?
    So ein Wirrwarr. Kommen Sie mal auf den
    Punkt.

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    franzudo2013
    05.05.2019

    Die Lebensluege lautet "Deutschland ist ein reiches Land".
    Davon ist die BRD weit entfernt.
    Es gibt viele fleißige Leistungstraeger, aber wenig Reiche.
    Deshalb ist für uns Balance viel wichtiger als für andere.
    Kommt diese Balance abhanden, dann gibt es nichts mehr umzuverteilen. Dann setzt sich eine Spirale in Gang, die in einer Weltwirtschaftskrise endet. Das verstehen solche Leute wie Kuehnert nicht.
    Woher auch.
    Eine SPD, die Sarrazin abserviert, ist intellektuell ungefähr da, wo die Partei mit dem Dachdecker war.

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    Täglichleser
    04.05.2019

    "Franzuto": Die Konservativen wollen die Leute in Abhängigkeit sehen. Die Roten?
    Welche? Zu DDR gab es eine Arbeitspflicht.
    Jeder nach seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Eine echte soziale Hängematte wird nur den Reichen gewährt.
    Das ist Freiheit, statt Sozialismus.
    Die hocken dann aber kaum zu Hause, die sind dann auf ihrer Jacht unterwegs.
    Die Hocker sind oft krank und bedauernswert. Aber auch das wird geduldet und dient als Abschreckung.

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    Freigeist14
    04.05.2019

    Franzudo@ drehen Sie dem DIW-Chef nicht das Wort im Mund um . Soll Großvater und Klein-Kevin auch mit in den Wald ? Sie sind doch einer von den "Fleißigen " .

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    Nixnuzz
    04.05.2019

    Nach all dem Theaterdonner: Welche Rolle in dieser "sozialen Marktwirtschaft" neben der SPD spielen eigentlich die Konzern-Betriebsräte? Zusehr angepasst an den Börsenverlauf der eigenen Aktien? Und die Konzern-Mitarbeiter? Wieviele sind wenigstens passive Gewerkschafts-Mitglieder - oder nur "Zuschauer" - auf dem Balkon wie in einer Muppet-Show? Wieviel soziale Armut können sich die ortsbezogenen Kommunalpolitker bei den Konzernstandorten eigentlich leisten?..

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    franzudo2013
    04.05.2019

    Die Exzesse existieren, es gibt zu wenig Marktwirtschaft. Die gesamte Alimentierung ist ein Irrweg. Geld für Nichtstun geht auf Dauer nicht gut.
    Zu tun gäbe es genug, in Parks, in Waeldern, im ökologischen und sozialen Bereich. Keiner dürfte allein zu Hause hocken. Positives Gemeinschaftsgefuehl und Stolz auf eigene Leistung wollen die Roten nicht. Die wollen lieber die Leute in Abhängigkeit halten.



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