Laschet: Kanzlerkandidat wird, wer beste Wahlchancen hat

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Laschet oder Söder? Noch ist diese Frage offen. Für den CDU-Chef ist auch entscheidend, wer zum Programm der Union passt - Laschet selbst hatte jüngst Ideen für die Zeit nach Corona präsentiert.

Berlin (dpa) - Im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Union hat CDU-Chef Armin Laschet die Verabredung bekräftigt, dass er bis Pfingsten den Präsidien von CDU und CSU gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder einen Vorschlag präsentiert.

«Wir werden nach dem Kriterium entscheiden, wer die größten Aussichten hat, in ganz Deutschland die Wahl zu gewinnen», sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef im ZDF-«Morgenmagazin». Auch werde danach entschieden, welche Idee mit dem Wahlprogramm verbunden sei. Er habe ja schon erste Vorschläge vorgelegt für die schwierige Zeit nach der Pandemie, mit womöglich hoher Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung. «Wer da zum Programm passt, mit dem CDU und CSU in diese Wahl hineingehen, der wird dann auch der Kandidat werden», sagte er.

Weder Laschet noch Söder haben ihre Kanzlerkandidatur bisher offiziell angemeldet. Laschet wird als Chef der großen Unionspartei allgemein das erste Zugriffsrecht zugesprochen. Söder betont regelmäßig, sein Platz sei in Bayern - aber auch ihm werden Kanzler-Ambitionen nachgesagt. Die Bundestagswahl ist Ende September.

Zuletzt hatte der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Dobrindt, in der «Bild»-Zeitung eine Mitsprache der Parlamentarier bei der Kür des Kanzlerkandidaten gefordert. «Der Kanzlerkandidat kann nicht im Hinterzimmer oder am Frühstückstisch ausgemacht werden. Da haben die Bundestagsabgeordneten in unserer gemeinsamen Fraktion ein erhebliches Mitspracherecht», sagte er.

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22 Kommentare
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  • 4
    2
    censor
    06.04.2021

    Mal ehrlich, weder Laschet noch Söder haben derzeit echte Chancen, für die angeschlagene CDU die Wahlen zu gewinnen.

    Zum einen wäre es sinnvoll gewesen, wenn Merkel vor dem heißen Wahlkampf ihren Stuhl geräumt und einem potentiellen Nachfolger die Möglichkeit geboten hätte, aus der Position des Amtsinhabers heraus um den Wahlsieg zu kämpfen.

    So aber steht noch nicht einmal fest, wer ins Rennen geht. Das hat zur Folge, dass der Kampf um die Pole-Position in die (derzeit sehr erschwerten) Bund-Länder-Regierungsgeschäfte hinein getragen wird.

    Zum anderen belasten die Kungelei-Geschäfte von Unionspolitikern den Wahlkampf erheblich.

    Keiner tut wirklich etwas für einen Image-Aufbau.
    Merkel macht sogar regelrechte "Antiwerbung" für die Partei, deren Vorsitzende sie fast 2 Jahrzehnte war. Bei A. Will sagte sie, die CDU habe "keinen Rechtsanspruch auf das Kanzleramt".
    Das stimmt zwar, ist aber im Superwahljahr eine Aussage, über die man nur den Kopf schütteln kann.

  • 5
    2
    HEIMAT2021
    06.04.2021

    Diesen "Ausspruch" finde ich als Face. Das Ergebnis ist doch schon fest. "Klappern gehoert zum Handwerk" und wer "klappert" am meisten? Herr Soeder waere doch dumm "sein Bayern" zu verlassen und das Risiko einzugehen auch wenn er in der Symphatie punktet.Ich glaube die CDU wird ihren Kurs nicht aendern. Schade fuer diese Partei, es gab auch andere gute Bewerber aber leider konnte das das Volk nicht entscheiden. Und Herr Ziemiak verkörpert den Inhalt klar und deutlich, was man auch davon halten möge.Die Stimmprozente werden weiter fallen...