Marco Wanderwitz soll neuer Ost-Beauftragter werden

Der bisherige Ost-Beauftragte der Bundesregierung wurde nach einem umstrittenen Tweet zur Ministerpräsidentenwahl in Thüringen entlassen. Sein Nachfolger kommt aus Sachsen.

Berlin (dpa) - Der Parlamentarische Staatssekretär Marco Wanderwitz (CDU) soll neuer Ost-Beauftragter werden und damit die Nachfolge von Christian Hirte antreten. Hirte hatte sein Amt nach einem freudigen Kommentar zur Ministerpräsidentenwahl in Thüringen aufgeben müssen.

Wanderwitz bestätigte die Personalie am Rande einer Veranstaltung in Berlin. Der Wechsel des 44-Jährigen vom Innen- ins Wirtschaftsministerium, wo die Position des Ost-Beauftragten angesiedelt ist, wurde auch bereits vollzogen. Er erhielt am Abend von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)) die Ernennungsurkunde zum Parlamentarischen Staatssekretär im Wirtschaftsressort.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, er freue sich zwar über die Berufung von Wanderwitz zum Ost-Beauftragten. Er bedauere aber zugleich, dass er das Innenministerium verlasse. Er erklärte: «Herr Wanderwitz war eine starke Säule in meinem Ministerium und hat sich insbesondere in der Bau- und Wohnungspolitik große Verdienste erworben.»

Ihm gehe es um das Thema gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West, beschrieb Wanderwitz seine Agenda. Diese Frage sei in weiten Teilen der neuen Bundesländer virulent. Nach 30 Jahren müsse auch noch einmal die Frage vertieft werden, wie weit es mit der Einheit in den Köpfen sei.

Der 44-jährige Wanderwitz wird als Parlamentarischer Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium wechseln. Dort ist die Position des Ost-Beauftragten angesiedelt. Für «gleichwertige Lebensverhältnisse» fühlt sich auch die «Heimat»-Abteilung des Bundesinnenministeriums zuständig. Diese Abteilung gehört neben dem Bau-Bereich bisher zu den Zuständigkeiten von Wanderwitz im Innenministerium.

Wanderwitz kommt aus Chemnitz. Er ist Mitglied im CDU-Bundesvorstand und Vorsitzender der sächsischen CDU-Landesgruppe im Bundestag. Der Staatssekretär ist mit seiner ebenfalls aus Sachsen stammenden Fraktionskollegin Yvonne Magwas liiert, mit der er ein Kind hat. Aus seiner Ehe hat Wanderwitz drei Kinder.

Hirte war nach einem heftig kritisierten Lob für die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen zurückgetreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihm im Gespräch mitgeteilt, dass er nicht länger Beauftragter für die neuen Länder sein könne, hatte der Christdemokrat am Samstag in einer Twitter-Nachricht mitgeteilt. «Ihrer Anregung folgend, habe ich daher um meine Entlassung gebeten.»

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, die Kanzlerin habe dem Bundespräsidenten Hirtes Entlassung als Wirtschaftsstaatssekretär vorgeschlagen.

Auslöser war eine Nachricht des 43-Jährigen auf Twitter. Hirte, der stellvertretender CDU-Chef in Thüringen ist, hatte ausdrücklich zur Wahl des dortigen FDP-Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich gratuliert. Kemmerich war mit AfD-Stimmen ins Amt gekommen. Hirte schrieb: «Deine Wahl als Kandidat der Mitte zeigt noch einmal, dass die Thüringer Rot-Rot-Grün abgewählt haben. Viel Erfolg für diese schwierige Aufgabe zum Wohle des Freistaats.»

Die SPD und die Opposition hatten nach dem Tweet auf Hirtes Rücktritt gedrungen. Jemand, der die «Wahlgemeinschaft aus CDU, FDP und AfD» als Mitte bezeichne, könne nicht im Auftrag der SPD und damit der Bundesregierung sprechen, hatte SPD-Chefin Saskia Esken erklärt.

Wer Wanderwitz im Innenministerium nachfolgen soll, ist noch offen. Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete, Marian Wendt, sagte: «Wir hoffen, dass der Nachfolger von Herrn Wanderwitz aus Sachsen, mindestens aber aus Ost-Deutschland kommt.»


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34Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    3
    harzruessler1911
    12.02.2020

    ChWtr

    Ich habe gerade erst Deinen, Beitrag gesehen, denn zu dem Thema Beauftragte würde der auch herein passen. In Bayern würde auch ein neuer Beauftragter, Hartleb gegen Hasskommentare, benannt.
    Ich kopiere mal meinen Text, zu dem Artikel hier rein:

    "" "" Bei diesem Beauftragten weiß man wenigstens genau, um was geht und wie er das umsetzen soll oder will.

    Ich kopiere hier einen Link rein aus meinem Lokalteil in Bayern, dort ist es noch genauer Beschrieben und explizite Beispiele genannt. Das diese Art von Kommentaren gart nicht gehen, denke darüber braucht man nicht streiten.

    https://www.pnp.de/3602697 ""

    Ich hacke, sicher nicht auf dem orthografische Können anderer herum, da meins auch zu wünschen übrig lässt. Aber als ich in der PNP die zitierten Kommentare las, war ich entsetzt. Entweder zeigt sich da das sehr oft von mir Kritisierte Hauptschulsytem in Bayern (jetzt ja verbessert) und die lange Zeit durchgeführte Lehrstrategie erst mal alles falsch schreiben zu dürfen oder es gibt andere Gründe.
    Vielleicht kopiere ich den Artikel aus der PNP direkt hier rein.

    Auch ich habe Politiker, welche ich sehr schätze, hatte ich auch schon mal in meinen anderen Beiträgen geäußert.
    Aber bei dem Posten Ostbeauftragter, habe ich irgendwie den Eindruck, dass dieser in der Hauptsache eine Antiwahlkampagne gegen die AFD führen soll. Angleichung hauptsächlich im politischen Sinne für die anstehenden Wahlen.

  • 2
    3
    ChWtr
    12.02.2020

    Es ist alles gesagt - ich bleibe dabei. Man sollte jedoch den Kontext (!) beachten und nichts hinzudichten. Wird ja gerne gemacht - insbesondere in der politischen Auseinandersetzung und beim Klima.

    Hier war jedoch der Ausgangspunkt: gleiche (…) etc.

    Und das kann man gerne diskutieren, selbstverständlich kontrovers und leidenschaftlich.

    Wo zieht man die Grenze bei Zufriedenheit vs. Jammern?

    Ich finde, um nicht schon wieder das letztere Verb zu strapazieren, ein bisschen mehr Anerkennung, aber auch Demut in die Arbeit des eigenen, privaten, berufl. und gesell. Umfelds würde uns allen guttun. Schlechtreden kann jeder und ist offenbar der neue Volkssport in Deutschland. Das gilt in jede Richtung. Wer glaubt, immer nur anderen (Institutionen, Vorgesetzten, Kollegen, Verwandten, Bekannten etc.) die Schuld an den eigenen, (möglicherweise) unzulässigen Lebensumständen zu geben, ist falsch gewickelt und macht es sich zu einfach. Bitte mal (wertneutral) darüber nachdenken.

  • 2
    0
    harzruessler1911
    12.02.2020

    @d0m1ng024

    Gut geschrieben, auch wenn ich mich nicht zu 100 % anschließen kann,
    nicht vom Grundsätzlichen her, sondern bezüglich Deiner Wertung.

    Für wen gilt der TÖVD
    Es handelt sich also um ein Arbeitsverhältnis mit dem Staat, dessen Loyalität sich dieser auch sichern muss. Richtig ist nat. hier steckt kein freier Unternehmer dahinter, dass wenn man sich an eigene Richtlinien, Gesetze usw. halten will, dies durchziehen musste.
    Trotz allem sei es natürlich auch jedem im Staatsdienst tätigen Mitarbeiter vergönnt fair bezahlt zu werden.

    Sehen wir uns doch mal die Besetzungen von z.B. leitenden Positionen in Gerichten, Forschungsinstituten und Universitäten an.
    Dazu möchte ich möchte ich auf eine Studie verweisen, welche aus dem Jahr 2016 stammt, eine aktuellere konnte ich nicht finden, Es wurden staatliche und freie unternehmerische Positionen betrachtet.

    Quellenverweis : „“Wer beherrscht den Osten““ in Zusammenarbeit der Uni Leipzig Michael Blum und Olaf Jacobs mit dem MDR

    Wenn die Besetzung von leitenden Positionen im Staatsdienst hauptsächlich mit Personal aus den alten Bundesländern besetzt ist, kann man sich ja denken, dass hier ein gewisser Druck (TÖVD) aus der Richtung kam.
    Natürlich war es notwendig, aufgrund der vorangegangenen unterschiedlichen Rechtssysteme bestimmte Ämter z.B. in der Justiz erst einmal mit westdeutschem Personal zu besetzen. Aber mittlerweile sind die Juristen auf dem gleichen Rechtsbildungsstand, wie deren Kollegen der alten Bundesländer.
    Interessant für mich zu wissen wäre, ob diese damals in der sogenannten Übergangszeit nach Ost oder Westtarifen bezahlt wurden. Ich gehe aber von einem Bestandschutz aus.
    Für viele wurde es auch als Karrieresprungbrett genutzt. Rein menschlich, in Bezug auf persönliche Interessen nachvollziehbar.

    Erschreckend, sind die Aussichten bei der Max Planck in Ostdeutschland, dort scheint man als ostdeutscher für die Leitungsebene so gut wie gar keine Chance zu haben. Dass die dort benannten Zahlen so manchem sauer aufstoßen und sich im eigenen Land benachteiligt vorkommen, kann ich zumindest nachvollziehen.
    Zum Glück ist das am Fraunhofer fairer.
    Das sich hier allgemein etwas ändert sehen die Studienerheber erst Generationen später. Also was will der neue Ostbeauftragte tun um z.B. hier eine Chancengleichheit herzustellen?
    Mit Sicherheit wird man nicht das AGG ändern oder Ost und Westdeutsche als „Rassen“ deklariert, damit diese da reinfallen.
    Und da soll es einen wundern, dass sich so mancher Ostdeutscher benachteiligt fühlt?

    Manchmal hat man das Gefühl, dass unsere Regierung geradezu mit dem Vorschlaghammer, dass Gefühl der Benachteiligung gegenüber ausländischen Mitbürgern austeilt.
    Aber nicht nur die, sondern auch die Presse. Niemanden ist unbekannt, dass eine sehr große Unzufriedenheit im Umgang mit der Einwanderungspolitik vorliegt und dies unabhängig von Ost und West.
    Jetzt erkläre mir mal einer, warum unsere Koalitionen oder mögliche Koalitionen, nach Ländern Afrikas oder der Karibik benannt werden? Kenia, Jamaika, Simbawe…., damit gießt man doch, aufgrund der aktuellen Lage, geradezu Öl ins Feuer, indem man Deutungen in die Richtig, für Ausländer würde man mehr tun, als für die eigene Bevölkerung, geradezu noch sinnbildlich unterstreicht. Mir ist nicht bekannt, ob es in anderen Ländern auch solche Beschreibungen für Zusammenarbeit gibt.

  • 6
    3
    Echo1
    12.02.2020

    Der Mann ist kein Deut besser als sein
    Vorgänger. Ein provilloser "Mann der Mitte".
    Er windet sich einen Unterschied zu machen zwischen AfD und Linke (Heute im
    Moma). Das ist sehr gefährlich.
    Kann man doch mal sagen, dass es einen
    demokratischen Unterschied zwischen Ramelow und Höcke gibt. Es ist beschämend, was die CDU veranstaltet.

  • 2
    7
    Haju
    12.02.2020

    @ChWtr
    Am Besten, Sie legen sich mal auf die Couch und kramen in Ihren frühesten verschütteten Kindheitserinnerungen. Ich denke die Bilder von Bestürzung und Sprachlosigkeit in Ihrem gewöhnlichen Umfeld angesichts der Wende werden sich da leicht finden lassen.

  • 4
    4
    d0m1ng024
    12.02.2020

    Das es mit der Lohnangleichung funktioniert, sieht man doch am TVÖD (Tarifvertrag für öffentlicher Dienst). Da gibt es in der Entgeldtabelle keinen Unterschied zwischen Ost und West. Da bekommen in ihrer jeweiligen Lohngruppe ostdeutsche Angestellte genauso viel wie die Westdeutschen. Ist zwar erst seit ein paar Jahren so, aber immerhin.

    Andere Tarifverbände (Metall, Chemie usw.) gleichen das Gehaltsniveau zwischen Ost und West auch immer mehr an.

    Bei den Tarifverträgen, explitzit dem vom öffentlichen Dienst, gibt es keine Bedenken oder Diskussionen darüber, das in Westdeutschland ein höheres Preisniveau herrscht und die Mieten teurer sind. Da wird jeder gleich behandelt, egal ob Ost oder West.

    Die größten Lohnunterschiede gibt es in der freien Wirtschaft. Unternehmen die nicht im Tarifvertrag sind, sind das Problem und der Bremklotz bei dieser Ost-West Gehaltsdiskussion. Es liegt also nicht wirklich an der Politik, sondern an den Unternehmen selber. Hier ist deutlich zu erkennen, dass der Motor der deutschen Wirtschaft die Gehaltsunterschiede vorantreibt. Man sollte also aufhören, die Politik allein dafür verantwortlich zu machen. Die wahren Übeltäter sitzen in den Vorstandsetagen der deutschen Unternehmen. Nicht der kleine Kommunalpolitiker ist Schuld an dieser Spaltung, sondern die abgehobenen Vorstände und Aufsichtsräte. Hauptsache deren Sondervergütungen steigen jedes Jahr.

    Während Mitarbeiter mit Gehaltskürzungen oder Entlassungen klar kommen müssen, hauen sich die CEO, CTO, CIO und wie die alle heißen ihren Taschen voll.

  • 4
    5
    HHCL
    12.02.2020

    @mops0106: Aber sicher doch, der Ossi hat den Durchblick und der Wessi ist völlig ahnungslos. Mal davon abgesehen, dass es „den Ossi“ und „den Wessi“ gar nicht gibt, zeugt dieser Glaube von der Überlegenheit der eigenen Art eher vom Gegenteil.

    Das man dann moch eine - wie auch immer zusammengesetzte Gruppe - erfinden muss, die „diskriminieren“ und „mundtot“ machen will, bringt die Beschreibung endgültig ins Reich der Verschwörungstheorie.

  • 12
    6
    mops0106
    11.02.2020

    ChWtr:
    Von uns Ostdeutschen wird viel kritisiert und das zu recht. Und mit dem Begriff "Jammerossi" sollen wir diskriminiert und mundtot gemacht werden. Wir erkennen besser als viele Westdeutsche, was in unserem Land schief läuft.

  • 7
    5
    harzruessler1911
    11.02.2020

    Genau das ist der Grund warum die sog. großen Volksparteien nicht mehr gewählt werden. Anstatt den Bürgern zuzuhören, wird alles pauschal als Jammern deklariert, besonders gern offensichtlich in den neuen Bundesländern.

    Natürlich, man darf nicht jammern, wenn die Firma von einem Investor gekauft wurde, aber nicht mit dem Hintergrund dort Arbeitsplätze zu schaffen oder zu erhalten und wie es der Name vermuten lassen würde zu investieren, sondern um diese zu schließen und irgendwie steuersparend dem Verfall zu überlassen. Wenn Firmenbesitzer gefördert ins Ausland abwandern, weil ihnen selbst in Ostdeutschland die Löhne zu hoch sind, trotz Gewinnen. Ach ja die Investoren/Firmenbesitzer jammern ja nicht, bei denen ist es konstruktive sachliche Kritik, weil der Arme es eventuell sich in dem Jahr nicht leisten kann, seine 10 Mill Jacht gegen eine 50 Mill Jacht einzutauschen. Und Du jammernder Fabrikarbeiter, was willst Du eigentlich, mir wird meine Yacht nicht vom Staat bezahlt, gehst jetzt solang wie möglich ins AlG 1 und danach ins Hartz 4. Was Du willst lieber arbeiten, wegen der Würde usw? Gern für rumänische Lohnniveau sofort. Öhm dann habe ich ja weniger wie Hartz 4. Sag mal willst nun arbeiten oder nicht? Was soll die Jammerei?

    Und auch in den alten Bundesländern wächst der Unmut, neben ekltantem Wohnraummangel, an welchem sich Herr Wucher erfreut, gibt es auch dort Jobs die keiner mehr machen will, da man davon nicht ordentlich leben kann, sondern geradeso Wohnung,Nebenkosten Fahrt zur Arbeit, Lebensmittel bestreiten kann, besonders, wenn kein Zweitverdiener da ist.
    Und da ist dann nix mit teuren Bioprodukten drin, dafür gäbe es nämlich keinen Zuschuss vom Amt.

    und im übrigen ist es mir neu, dass ralf66 im Kontext zu @Cn3 ein Kommunist wäre.

    Eins, trotz der unterschiedlichen politischen Ausrichtung haben Linke und AFD doch gleich verstanden, dass die Menschen mit der aktuellen Politik nicht zufrieden sind, nur die die es betrifft, verstehen es nicht und deklarieren den Teil, wo die Unzufriedenheit nach 30 Jahren fast am überkochen ist als Jammerossis.

    Ich kann Euch sagen was Jammern ist, wenn ein Schichtarbeiter mind 2300€ Netto verdient, mit Sonn und Feiertagen noch mal deutlich mehr und sich dann beschwert weil der Kollege in dem Monat eine höher dotierte Stelle vertritt und sage u. schreibe dann mal 50 Cent mehr die Stunde bekommt. Das ist ein Tatsachenbeispiel aus einer Firma in Niederbayern.

  • 8
    7
    cn3boj00
    11.02.2020

    @ralf, jetzt mal im Ernst, woher sollen gleiche Löhne kommen? Wie würden Sie das machen wenn Sie König von Deutschland wären? Fordern ist einfach.
    Ihren Vorschlag, dass alle hier weggehen sollen, finde ich dazu besonders hilfreich. Da würde mich mal interessieren wie Sie zum Tesla Standort stehen.
    Und von der Partei, die uns nun retten soll, hört man dazu auch überhaupt nichts.

  • 3
    8
    ralf66
    11.02.2020

    Dann kann ich jedem Jugendlichen nur empfehlen dem Osten den Rücken zu kehren und dort Geld zu verdienen wo man nicht ausgebeutet wird nämlich im Westen, egal ob nun im Norden des Westens, in der Mitte oder im Süden, nirgends gibt es solche großen Lohnunterschiede wie zum Osten. Dann kann man nur für richtig halten, dass die Herren Unternehmer hier keine Arbeitskräfte mehr bekommen, wer nicht richtig bezahlt für den lohnt es nicht zu arbeiten, nach 30 Jahren Wende kann man verlangen, dass die Unternehmer ihre Firmen nicht mehr auf Kosten der Belegschaft betreiben und erhalten indem sie immer noch niedrige Löhne zahlen. Ich weiß nicht wie alt hier einige sind und in welchem Alter sie waren als die Wende kam und die ersten 10 Jahre vergingen, wer da eine Arbeit hatte, der hat genug gekuscht, zurückgesteckt und entbehrt und zwar auf jeder Linie, mit Jammer-Ossi hat das nichts aber gar nichts zu tun!

  • 5
    15
    ChWtr
    11.02.2020

    @VonVorne - das Jammern ist Teil vom Jammer-Ossi. Ist leider so. Das Jammern überwiegt, ist offenbar naturgemäß angeboren... Kritik ist selbstverständlich immer gut, wenn sie sachgerecht ist. Dann meist auch zielführend. Aber so.

    Wie gesagt, ein Phänomen ist es nicht, wenn sich hier beide Varianten tummeln (BesserWessi/JammerOssi), so als fließender Übergang. Kritisches Jammern gibt es nicht - ist mir jedenfalls unbekannt.

    Es scheint, dass man lieber alles und die Welt kritisiert. Immer druff! Machen resp. verändern sollen bitteschön & gefälligst die Anderen. Ist ja so viel einfacher. Ganz nach dem Motto: wer sich (nicht) bewegt, hat schon verloren.

  • 9
    4
    cn3boj00
    11.02.2020

    Woher bitte solle gleiche Löhne, gleiche Arbeitszeiten usw. kommen? Per Gesetz? Und gleiche Lebenshaltungskosten auch noch? Löhne, Mieten, Preise usw. werden nun mal vorrangig durch die regionale Wirtschaftskraft bestimmt. Dass es neben einem Ost-West- auch ein Nord-Süd-Gefälle gibt dürfte sich herumgesprochen haben. Es ist nicht schön, wenn das Erzgebirge Niedriglohnland ist, und muss uns zu denken geben. Aber leider gibt es dafür Gründe.
    Gleichheit ist etwas, wovon nur Kommunisten träumen.

    Das Problem ist doch, dass der sogenannt Ostbeauftragte der Regierung erklären soll, wie die Situation im Osten ist und was getan werden müsste. Denn in der Regierung ist ja so gut wie niemand aus dem Osten, lol. Und Hirte war ein Schönredner, auch ohne seinen Fauxpas hatte er keine Ahnung wie es hier wirklich ist. Er hat ständig vom Aufwärts des Ostens gefaselt, wohl vergessend, dass wir wirtschaftlich vollkommen am Tropf des Westens hängen. Das müsste zuallererst geändert werden! Dann kann man über Löhne usw. reden. Und man müsste der Gewerkschaft beitreten, die sind ja derzeit die Einzigen, die wenigstens ein bisschen was dafür tun. Was Wanderwitz da für Ideen hat bleibt abzuwarten, ich werde ihn jedenfalls dazu befragen.

  • 9
    5
    vonVorn
    11.02.2020

    @ChWtr, scheint als können Sie Jammern und Kritisieren nicht auseinanderhalten.

  • 6
    11
    ChWtr
    11.02.2020

    Wer kennt eigentlich nicht den Begriff Jammer-Ossi?

    Irgendwie habe ich den Verdacht, dass hier im Forum beide in einer Brust wohnen - nämlich der Jammerossi & Besserwessi.

    Es tummeln sich reihenweise real existierende Nörgler, (Alles) Schlechtmacher, Neider, Stänkerer und finden sich vereint auch noch im Jammern großartig.

    Wer es nötig hat, nicht anders kann und sich angesprochen fühlt - ich hole gern ein Taschentuch.

  • 5
    10
    HHCL
    11.02.2020

    "Weil der Osten bevölkerungsmäßig nach 1990 ausgeblutet ist! Weil hier eine ganze Generation fehlt, die dazugehörigen Arbeitsplätze verschwunden sind, deshalb der Bedarf an Wohnungen lange Zeit rückläufig war und weil uns der Sozialismus in jeder städtischen Ansiedlung Neubaugebiete hinterlassen hat."

    Es gibt also Unterschiede zwischen Ost und West, die ich bzgl. der Mieten bitte schön beachten soll, aber gefälligst ignorieren muss, wenn es um die Löhne geht. Ziemluch lächerlich. (Jetzt unterstellt mir bestimmt gleich jemand, dass ich wohl einer dieser unverfrohrenen Altbundesbürgern sei ... .)

  • 9
    12
    HHCL
    11.02.2020

    @Deluxe: Die Ursachen sind mir durchaus klar, aber die gibt es eben auch für unterschiedliche Löhne; und nicht nur in Ost und West. Das will dann nur immer niemand hören. Also entweder alles gleich oder eben unterschiedlich. Man kann nicht von anderen nur immer das übernehmen wollen, was einem gerade passt, weil das nicht alles losgelöst voneinander ist.

    Ja, die Mieten in Dresden und Leipzig sind anders, das Durchschnittseinkommen und die Durchschnittsrenten aber auch. Außerdem leben die meisten Kommentatoren hier in Chemnitz, die alles angeglichen haben wollen.

    Die eigentliche Milchmädchenrechnung ist der Wunsch nach Gleichheit; aber bitte nur bei Dingen, die uns gerade in den Kram passen.

  • 18
    6
    Deluxe
    11.02.2020

    Sieh an.
    Jetzt müssen die Mieten herhalten.

    Warum sind die denn im Osten ein kleines bißchen niedriger???

    Weil der Osten bevölkerungsmäßig nach 1990 ausgeblutet ist! Weil hier eine ganze Generation fehlt, die dazugehörigen Arbeitsplätze verschwunden sind, deshalb der Bedarf an Wohnungen lange Zeit rückläufig war und weil uns der Sozialismus in jeder städtischen Ansiedlung Neubaugebiete hinterlassen hat.

    Übrigens...erklären Sie mal Dresdnern oder Leipzigern, daß deren Mieten geringer sind als im Westen. Oder Rostockern oder Jenaern oder ...
    Das sind doch Milchmädchenrechnungen, die von ländlichen Regionen beeinflusst werden.

    Daß es sich in Hoyerswerda billiger wohnt als in München, ist kein Beweis für billige Mieten im Osten.

  • 8
    2
    thelittlegreen
    11.02.2020

    @copter
    Ich kenne den erwähnten Beitrag nicht im Detail.
    Ist Ihre Anmerkung so zu verstehen, daß in Wanderwitz SED stecken soll? (als 75 geborener?)

  • 12
    17
    HHCL
    11.02.2020

    @Hanneswbg: Dann bitte auch gleiche Mieten wie im Westen, wenn wir schon dabei sind; bei gleichen Renten und gleichem Einkommen.

    Da ziehen dann die, die hier am lautesten gleich sein wollen dann erstmal in eine Wohnung mit einem Zimmer weniger und deutlich anderem Sanierungsstand.

    Dieses Rosinengepicke ist völlig realitätsfern. Hier wird immer nur gesehen, was im Westen besser ist und das will man dann auch. So wird das aber nicht gehen. Besonders bei Sachsen, die ja sonst auch dauernd anders sein wollen und das für ganz wichtig halten und wahnsinnig stolz darauf sind.

    Die ganzen Nachwendevorruheständler sollten mal den Ball ganz flach halten. Wenn man die auch gleich behandelt hätten, hätten die alle Mindestrente.

  • 15
    10
    Hinterfragt
    11.02.2020

    Posten, die niemand braucht ...

  • 14
    8
    copter
    11.02.2020

    Wanderwitz Ost-Beauftragter?
    Man lese "So viel SED steckt in der CDU"
    Mal sehen wie lange.

  • 6
    22
    Distelblüte
    11.02.2020

    @Malleo: Ihr Kommentar darf als echte Wahlempfehlung pro Wanderwitz verstanden werden.

  • 30
    11
    Malleo
    11.02.2020

    Da macht man den Bock zum Gärtner!

  • 26
    6
    ralf66
    11.02.2020

    @ChWtr, nach Ihrer Reaktion könnte man wirklich denken, Sie sind jemand, der im Billiglohnland neue Bundesländer auf irgendeine Weise mit seinem Geschäftsmodel durch die niedrigen Löhne gut verdient, dass ist schön für Sie, aber 30 Jahre nach der Wende kann es nicht sein, dass man hier im alten Osten die Hälfte weniger verdient wie im alten Westen bei gleichen sogar stellenweise höheren Lebenshaltungskosten wie im Westen. Mit Gleichmacherei hat das nichts zu tun, würden die Unterschiede im Lohn geringfügig ausfallen, dann würde kein Hahn danach krähen. Tarifverträge, wie kann es sein, dass es für die gleiche Branche Ost und Westtarifverträge gibt, geht nicht so etwas, nicht nach 30 Jahren Wende!

  • 28
    12
    Lesemuffel
    11.02.2020

    Posten so überflüssig wie ein Kropf. Bei Wanderwitz besteht nie die Gefahr, dass er falsch gratuliert. Der bleibt und bleibt....

  • 3
    20
    Interessierte
    11.02.2020

    Genau darum kümmert er sich doch dann :
    - wir brauchen gleiche Löhne, gleiche Tarifverträge und gleiche Arbeitszeiten!

  • 26
    10
    harzruessler1911
    11.02.2020

    Kastenfrosch, na mit Ostbeauftragten offensichtlich auch nicht, sonst wäre dies mittlerweile zumindest annähernd erledigt.

    Somit kann man irgendwelchen kostengeneriende Scheinposten einfach einsparen.

  • 10
    24
    ChWtr
    11.02.2020

    Weil man nicht nur zu diesem Thema differenzieren sollte. Wäre wirklich wichtig und angebracht. Es ist immer dann negativ besetzt, wenn man Pauschalurteile fällt, @Hannes.

  • 27
    4
    Kastenfrosch
    11.02.2020

    "Wir brauchen nach 30 Jahren Einheit keinen Ostbeauftragten, wir brauchen gleiche Löhne, gleiche Tarifverträge und gleiche Arbeitszeiten!"

    Und diesem Ziel kommt man ohne Ostbeauftragtem näher?

  • 31
    6
    Hanneswbg
    11.02.2020

    Wieso ist "Gleichmacherei" bei Löhnen, Gehältern, Arbeitszeit, Lebensverhältnissen, usw. gleich wieder negativ belegt?

  • 8
    26
    ChWtr
    11.02.2020

    Nachtrag:

    Wir haben natürlich gleiche Tarifabschlüsse in Schleswig/Holstein und Bayern / annähernd gleiche Wohnungsmieten in Dithmarschen und Oberbayern / gleiche Löhne in Stuttgart und Kiel oder Duisburg und Wiesbaden.

    Sorry, daran habe ich nicht gedacht! Das ist dann was anderes.

    Jawohl, nicht Weisheit sondern Gleichheit letzter Schluss (...)

  • 8
    42
    ChWtr
    11.02.2020

    Wir brauchen gleich, gleich, gleich (...) - alles gleich.
    Kommt mir irgendwie bekannt vor (...) - die Gleichmacherei!

  • 60
    9
    ralf66
    11.02.2020

    Wir brauchen nach 30 Jahren Einheit keinen Ostbeauftragten, wir brauchen gleiche Löhne, gleiche Tarifverträge und gleiche Arbeitszeiten!