Maskenpflicht in Baden-Württemberg auch im Unterricht

Das Coronavirus kommt mit aller Kraft zurück, das Land droht die Kontrolle zu verlieren. Die Landesregierung in Baden-Württemberg verschärft deshalb die Maskenpflicht an Schulen.

Stuttgart (dpa) - Angesichts stark steigender Infektionszahlen in Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht dort an weiterführenden Schulen ab kommender Woche auch auf den Unterricht ausgeweitet.

«Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35», teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. «Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist.» Bislang gilt die Maskenpflicht ab Klasse fünf und an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg lediglich auf sogenannten Begegnungsflächen wie Schulfluren, Aula und Toiletten.

Am Donnerstag lag die Inzidenz, also die Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen im Südwesten bei 38 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Stuttgart war dieser Wert mit 82,9 am höchsten.

Die Maskenpflicht im Unterricht sei in dem im September eingeführten dreistufigen Alarm-System der Landesregierung im Kampf gegen eine zweite Welle für die kritische Phase vorgesehen worden, sagte die Sprecherin des Ministeriums. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte am Freitag an, dass die Bürger damit rechnen müssten, dass spätestens am Montag die dritte Pandemiestufe ausgerufen werde.

88 Kommentare
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  • 3
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    tbaukhage
    18.10.2020

    @Hinterfragt:
    "ich komme ein bisschen weiter rum als Sie" ... Oh ha, da weiß jemand, wie weit ich rumkomme.
    "wenn man richtig arbeitet"... es gibt also Arbeiten, die sind richtiger als andere?
    "Ich nehme mir jedoch die Freiheit zu schreiben..." ... ich auch!

  • 4
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    Einspruch
    17.10.2020

    @tbaukhage: ich komme ein bisschen weiter rum als Sie und habe den MNS auch bei der Arbeit oft auf, seit Monaten. Es nervt nur noch (zumindest, wenn man richtig arbeitet) und schützt mich ja sowieso nicht, weil die Kundschaft meist keinen auf hat.
    Aber trotzdem danke für den Hinweis. Ich nehme mir jedoch die Freiheit zu schreiben, ohne die Lehrerin um Erlaubnis zu fragen.

  • 5
    5
    tbaukhage
    17.10.2020

    @Einspruch: Im Augenblick gilt bei uns "Lappen vors Gesicht" lediglich beim Einkaufen und in Öffis. Der Rest der Ausführungen sind Trivialitäten, für die es nicht nötig war, einen Beitrag zu schreiben.

  • 9
    3
    Einspruch
    17.10.2020

    Es sollte selbstverständlich sein, dass Bewegung an frischer Luft, auch bei bisschen Herbstwetter, allen gut tut und abhärtet. Auch mal bisschen dreckig zu werden gehört dazu, zumindest schadet es auf jeden Fall nicht. Wenn man älter ist, tut es auch Gartenarbeit bei Sauwetter, davon habe ich jedenfalls noch nie eine Erkältung bekommen. Ob es dann beim Virus hilft, bleibt abzuwarten, aber die Zukunft kann auch nicht sein, überall und ständig diesen Lappen vors Gesicht zu binden. Man muss nur mal aufhören, sich das Leben von Apps erklären zu lassen und in überheizten Zimmern vor der Glotze zu liegen.

  • 8
    6
    Freigeist14
    17.10.2020

    thaubage@ Nein . Gesund ohne Maske . Von Kindern geht laut bekannter Studien keine Gefahr - auch mit Infektion - aus . Man muss das nur zur Kenntnis nehmen und der Hysterie widerstehen .

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    12
    tbaukhage
    16.10.2020

    @Freigeist: Du möchtest, dass Deine Kinder/Enkel im Freien unterrichtet werden???

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    censor
    16.10.2020

    Offenbar beabsichtigen die Entscheidungsträger, die Angst-Situation auf die Spitze zu treiben. Warum man dies tut, lässt viel Raum für Spekulationen, und die "Verschwörungstheoretiker" haben jede Menge Futter.

    Jeder, der Zahlen lesen kann, sieht anhand der offiziellen Daten, dass es sich um eine Laborpandemie handelt. Ohne die exzessive Testerei hätten wir eine ganz normale Herbst-Erkältungs-Saison.

    Prof. Streeck sagte am MIttwoch bei "Maischberger", selbst wenn man 70/100.000 positive Tests habe, von denen keiner ein Klinikbett brauche, sei bei ihm die Ampel "auf grün". Zurzeit würden nur 1 von 1000 pos. Getesteten wirklich behandlungspflichtig krank.

    Das bestätigt im Übrigen auch die Arge Influenza des RKI, die sich mit ALLEN Atemwegsinfektionen befasst (also auch mit Corona-bedingten) u die auf ganz andere Ergebnisse kommt als die täglichen Meldezahlen. Bei dieser Arge werden aber auch NUR positive Proben registriert, die von tatsächlich ERKRANKTEN genommen wurden.

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    12
    Freigeist14
    16.10.2020

    Irrwitzige Scheinmaßnahmen an den Jüngsten . Wann hört dieser Wahn endlich auf ? Von einem starken Immunsystem an frischer Luft verdient wahrscheinlich niemand .