Mehrheit für Pflichtbesuche von Schülern in KZ-Gedenkstätten

Wird die Erinnerung an den Holocaust verblassen, wenn die letzten Zeitzeugen verstorben sind? 75 Jahre nach der Befreiung des KZs Auschwitz mehren sich die Forderungen gegenzusteuern - gerade vor dem Hintergrund eines wachsenden Antisemitismus.

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10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    osgar
    29.01.2020

    ne @Interessierte, die lesen hier Ihre Beiträge

  • 0
    1
    Interessierte
    29.01.2020

    Was machen denn die Politiker abends , gucken die auch Fernsehen , vor allem die , die immer sagen : "Keiner hat geholfen !"
    Da kam gestern wiederholt im 3sat :
    " Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto" - mit Originalaufnahmen ….
    https://programm.ard.de/TV/3sat/das-geheimarchiv-im-warschauer-ghetto/eid_280072573748509

  • 8
    4
    Lexisdark
    27.01.2020

    Eine Verpflichtung zu einem Besuch macht mit entsprechender Behandlung im Unterricht davor und danach eindeutig Sinn. Man sollte aber mit mehr Nachdruck durchsetzen, dass schon vor der Ankunft alle ihre Handys abschalten oder abgeben. Selfies haben dort einen faden Beigeschmack und zeigen nur mangelnden Respekt, Empathie und Unwissen.

  • 5
    2
    Nixnuzz
    27.01.2020

    @Tokeah: Volle Zustimmung. Trotzdem allgemein die pauschale Frage: Bei diesem schulischen Ausbildungsstand - warum dann bei Wahlen derartige Ergebnisse? Hat die schulische Information den demokratischen Parteien Zuspruch oder Ablehnung eingebracht? Nur Protestabstimmungen mit Stimmengewinn für die anderen? Wieviel Delegation von "Staatsbürgertum" an die Engagierten der versch. Parteien? "Alle Aufgaben an Andere abschieben - anschliessend anständig ansche....n"... ;-)

  • 6
    3
    Bader
    27.01.2020

    Ich schließe mich Tokeah an, wir hatten dassselbe Programm in Buchenwald im Rahmen der Jugendstunden auch in den Achtzigern. Aber ich muss hinzufügen, dass viele von uns danach traumatisiert waren und sich einige bereits bei dem Film (der lief immer vor der eigentlichen Besichtigung) übergeben mussten. Insofern kann ich auch die Anmerkung von Urlaub 2020 verstehen. Das ist nichts für schwache Nerven. Aber es verhindert vielleicht leichtsinnigen Umgang mit den Themen. Ich weiss noch nicht, ob ich meine Tochter für ihre jetzigen Jugendstunden für die Besichtigung in Buchenwald anmelde, da es wirklich hart war.

  • 17
    1
    Tokeah
    26.01.2020

    Zu befürworten: absolut!
    Wir waren im November 1981 im Rahmen der Jugendweihestunde als Bildungsauftrag in Buchenwald vor Ort.
    Wir durften mit einem Zeitzeugen sprechen und ihn auch fragen. Seine Erinnerungen und das was wir vor Ort gesehen und gehört und gelesen haben war alles sehr erschütternd aber man konnte sich die Dimensionen nicht wirklich vorstellen und doch erahnen wie es gewesen sein muss.
    Die Gedenkstätte die oben erbaut wurde, da waren wir zwar nicht, aber wir könnten uns im KZ und später durch das Bildungs-Fernsehen informieren.

    Im Geschichte-Unterricht wurde das Thema der Nazizeit von 1932 bis einschließlich der Weltkrieg bis 1945 gelehrt und behandelt. Daran erinnere ich mich noch gut und als wäre es gerade noch gestern und sehr präsent ist noch immer Buchenwald von 1981. Das kann man nur vergessen!

    Insgesamt müsste neben der Pflicht evtl. noch die Alternative möglich sein, den Schülern den Stoff über den Unterricht vermitteln zu können. Dafür müssten dann aber die Voraussetzungen geschaffen werden, dass es in einem hohen Maße umfänglich ist und nicht in einer oder zwei Stunden Unterrichten wie nebenbei und so ein bisschen, damit man nur paar Bildungseckdaten hat.

    Eine andere Frage ist, ob das einen Effekt auslösen kann oder ob es Schüler gibt, denen das am Ende quer läuft ohne dass sie davon berührt oder betroffen sind.

    Ich für meinen Teil habe aus dieser dunklen deutschen Geschichte viel gelernt.
    Nein, als nach dem Krieg geborener fühle ich mich nicht schuldig, aber verantwortlich dafür, dass wir nicht vergessen, was war und nie wieder sein darf!

  • 16
    4
    martindamm
    26.01.2020

    so ein besuch ist absolut notwendig. das kann man ja wohl auch jedem neuntklässler zutrauen. ich war selber in der schulzeit und meiner meinung nach hat mir das auf keinen fall geschadet! ... gute idee!!!

  • 12
    0
    Nixnuzz
    26.01.2020

    Gibt es eigentlich eine Befragung von Schülern zu oder nach derartigen Gedenkstätten-Besuchen? Was wissen Schüler/innen überhaupt von der Zeit und den "Umständen"?? Und was dürfen Lehrer überhaupt an die Sch. weitergeben - ohne heutzutage auf irgendeiner "Verrufs-Liste" zu landen? Wenn ich mich nicht irre, war zu meiner Schulzeit ausser versteckten Angaben zu Kriegsgefangenschaften das 3.Reich nahezu tabu. Nach dem steinzeitlichen 3-Länder-Lebensmittelanbau begann die nachfolgende Geschichte mit der Gründung der damaligen Bundesrepublik. Der Auschwitz-Prozess in Frankfurt und das mediale Zeitungs-Echo brachte nur im privaten Bereich manche Menschen ans erzählen. Irgenwann 1968 -70 durfte ich von Leipzig aus als Gast des FDGB Buchenwald besuchen. Es war erschreckend und insgesamt unverständlich: warum - warum dieses Menschenverachtende handeln?. Abends klärte uns dann die Gastfamilie auf, wie lange Buchenwald nach 45 noch weiter betrieben wurde - und wer dort auch wieder darin verschwand. Danach hab ich noch Bergen-Belsen als auch Sennestadt-Stuckenbrock gesehen. Letzteres mit dem Friedhof der russischen Soldaten aus dem Internierungslager. Es macht traurig und fassungslos. Und auf bittere Weise : menschlich....

  • 16
    8
    Freigeist14
    26.01.2020

    Zu DDR-Zeiten gab es keine Pflicht dafür . Aber eine moralische Verpflichtung ,in der Neunten oder Zehnten dahin zu fahren. Meine Klasse war leider nicht dort ......

  • 3
    19
    Urlaub2020
    26.01.2020

    Das war schon zu DDR Zeiten Pflicht.Es ist ganz schlimm Kindern so was zu zeigen.