Merkel übernimmt Verantwortung für CDU-Debakel im Nordosten

Verantwortung übernehmen, Kurs halten, Vertrauen zurückgewinnen: Mit diesem Dreiklang will die Kanzlerin auf das Wahlfiasko der CDU im Nordosten reagieren. Zu ihrer umstrittenen Flüchtlingspolitik steht Merkel. Die erstarkte AfD reibt sich schon die Hände.

Berlin/Hangzhou (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach dem Wahldebakel ihrer CDU im Nordosten verstärkt persönlich um Vertrauen werben, aber Kurs bei ihrer umstrittenen Flüchtlingspolitik halten.

Am Rande des G20-Gipfels im chinesischen Hangzhou übernahm die CDU-Vorsitzende die Verantwortung für den Absturz ihrer Partei auf unter 20 Prozent und Platz drei hinter der AfD. Alle müssten darüber nachdenken, «wie können wir jetzt das Vertrauen wieder zurückgewinnen - und vorneweg natürlich ich», sagte Merkel.

«Ich bin Parteivorsitzende, ich bin Bundeskanzlerin. Und in den Augen der Menschen kann man das nicht trennen. Und deshalb bin ich natürlich auch verantwortlich», sagte sie. Klar sei, dass die schwere Niederlage vom Sonntag «was mit der Flüchtlingspolitik zu tun» habe. Sie halte «dennoch die Entscheidungen, so wie sie getroffen wurden, für richtig», denn die Bundesregierung habe voriges Jahr mit einer liberalen Flüchtlingspolitik ihrer Verantwortung entsprochen. «Wir müssen jetzt zur Kenntnis nehmen, dass viele Menschen im Augenblick nicht das ausreichende Vertrauen in die Lösungskompetenz für diese Themen haben, obwohl wir schon sehr viel geschafft haben», so Merkel.

Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Peter Tauber um Geduld bei der Umsetzung der Flüchtlingspolitik Merkels geworben. «Es braucht Zeit, bis all diese Maßnahmen wirken.» Es sei falsch, wenn der SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel nun den Eindruck erwecke, «dass wir auch in der großen Koalition in Berlin zu wenig für die Menschen in unserem Land getan haben», sagte Tauber in Berlin.

Gabriel wies Kritik der Union zurück, seine Partei habe in der Flüchtlingspolitik keine klare Linie. Die SPD sage seit anderthalb Jahren in der Debatte immer das Gleiche: «Ja, wir können das schaffen, aber dafür muss man Voraussetzungen schaffen.» Nötig seien genug Geld für Sprachförderung, Integrationskurse, den Arbeitsmarkt und ein «Solidarpaket» für die gesamte Bevölkerung. Neben Gabriel hatte sich im Wahlkampf auch Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Regierungschef Erwin Sellering von Merkels Kurs abgegrenzt.

Die Rechtspopulisten sehen sich nach ihrem jüngsten Wahlerfolg und dem Einzug in nunmehr neun Landesparlamente als Regierungspartei von morgen. «Idealerweise wird das schon bei der Bundestagswahl sein», sagte AfD-Chef Jörg Meuthen. «Sie sehen ja, was sich in einem Jahr tun kann», fügte er mit Blick auf das Umfragetief seiner Partei im Sommer 2015 hinzu. Die AfD war seinerzeit nach ihrem Essener Parteitag in der Wählergunst bundesweit unter 5 Prozent gerutscht.

Frauke Petry, die sich den Parteivorsitz mit Meuthen teilt, warf der CDU vor, sie sei unfähig zur Selbstkritik. Dass führende CDU-Politiker nun sagten, ihre Partei habe inhaltlich keine Fehler gemacht, sondern ihre Politik womöglich nur falsch erklärt, sei ein Beweis für die «fortgesetzte Arroganz der Macht». Parteivize Alexander Gauland sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Ich glaube, dass wir, wenn das so weitergeht, die CDU als Partei der bürgerlichen Mitte ablösen werden.» Die CDU sei heute nur noch «ein Parteimantel, der um die Kanzlerin gelegt ist».

Die CDU musste ausgerechnet in der politischen Heimat der Kanzlerin erstmals in einem Bundesland die rechtspopulistische AfD an sich vorbeiziehen lassen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis siegte Sellerings SPD mit 30,6 Prozent und kann auch künftig in Schwerin den Ministerpräsidenten stellen - wie in den vergangenen zehn Jahren in einer Koalition mit der CDU oder aber in einem rot-roten Bündnis. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit 20,8 Prozent, die CDU kam auf 19,0 Prozent, die Linke auf 13,2 Prozent.

Ministerpräsident Sellering will nun Gespräche mit beiden zur Verfügung stehenden Parteien aufnehmen. Er werde «selbstverständlich» auch mit der Linken «ernsthafte Verhandlungen» führen, sagte er am Montag in Berlin. «Wir haben jetzt zehn Jahre gut mit der CDU regiert, davor acht Jahre gut mit der Linken. Ich glaube, es wäre niemandem im Land vermittelbar zu sagen: Einer dieser Partner scheidet von vorneherein aus.»

Linke-Spitzenkandidat Helmut Holter zeigte sich grundsätzlich regierungsbereit, betonte aber: «Die Linke wird zum Nulltarif nicht zu haben sein.»

Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigte sich entsetzt über den AfD-Erfolg. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte in Berlin: «Offenbar ist vielen Wählern nicht klar oder sie nehmen es billigend in Kauf, dass sich die AfD weder in Mecklenburg-Vorpommern noch bundesweit klar vom rechtsextremen Spektrum abgrenzt.»

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
67Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 1
    2
    Pixelghost
    11.09.2016

    Kann mir jemand sagen wie morgen das Wetter wird?

  • 1
    2
    DerWundePunkt
    11.09.2016

    Und was hat jetzt Sensibilität der Russen oder der NATO mit der verfehlten Asylpolitik einer uneinsichtigen, dem deutschen Volk schadenden, Kanzlerin zu tun?

  • 0
    0
    BlackSheep
    08.09.2016

    @Haju, sensible Politik sollt man nicht nur von der Nato, sondern auch von den Russen verlangen!

  • 2
    0
    Haju
    08.09.2016

    @Schinderhannes
    Und ich bin für die NATO, aber nicht dafür, daß Sewastopol NATO-Stützpunkt wird. Ich bin auch für die EU, aber nicht für eine weitere Expansion durch Aufnahme der Ukraine. Hätte man alles mit einer sensiblen Politik, die sich von der gegenüber Georgien natürlich total unterscheiden müßte, regeln können und zwar mit Gewinn an Sicherheit und Stabilität für alle Seiten.

  • 1
    1
    Schinderhannes
    08.09.2016

    @ "Haju":

    ***Und der Hannes kennt die Geschichte Bulgariens nicht: ein halbes Jahrtausend islamische Kolonie bis zur Befreiung durch die Russen***

    Na und??? Ich bin nicht für radikalen Islamisten und auch nicht für die Russen. Politisch gesehen.

  • 0
    4
    Haju
    07.09.2016

    @Schinderhannes
    **Und der Schulze hat zum ersten mal nach den Visegradstaaten im WWW gesucht... Wie peinlich...**
    Und der Hannes kennt die Geschichte Bulgariens nicht: ein halbes Jahrtausend islamische Kolonie bis zur Befreiung durch die Russen.

  • 1
    3
    Haju
    07.09.2016

    @Blackadder
    Es ist immer eine schwere Niederlage, wenn man sich nicht früheren Proportionen entsprechend aus dem Lager der Nichtwähler, die jetzt plötzlich wählen gehen, bedienen konnte. Und dieses Lager ist nach wie vor riesig.

  • 4
    1
    PeKa
    07.09.2016

    @f1234, meine Anmerkungen zu Bulgarien bezogen sich nicht nur auf die Flüchtlinge, sondern auch auf die Einheimischen. In Bulgarien verhungere niemand, behaupten Sie. Hier steht etwas anderes:

    www.tagblatt.de/Nachrichten/Kinder-mit-Behinderungen-haben-in-Bulgarien-keine-Fuersprecher-220839.html

    "In bulgarischen Kinderheimen sind in den letzten Jahren mehr als 230 behinderte Kinder an den Folgen von Unterernährung und Misshandlung gestorben."

  • 3
    1
    PeKa
    07.09.2016

    @f1234, Bulgarien und Österreich stehen auf einer Stufe bezüglich Wohlstand. Träumen Sie ruhig weiter.

  • 3
    4
    Blackadder
    07.09.2016

    Mal kurz zum Thema zurück: Die CDU hat nach reinen Stimmen in MV ganze 4000 Stimmen verloren. Und darum hier diese ganzen Diskussionen? Wegen 4000 Stimmen? Da laufen heute mehr Leute zum Chemnitzer Firmenlauf mit (fast doppelt so viele)!

  • 4
    2
    GrafZ
    07.09.2016

    @f1234: Dann eben so. http://www.unhcr.org/news/latest/2015/3/551abb606/unhcr-concerned-border-practices-deaths-iraqis-bulgaria-turkey-border.html (Ist das UNHCR nun auch schon Teil des Bösen?) Merken Sie nicht, dass Sie in Ihren Posts ständig ätzend und verletzend sind. Aber kommen Sie bitte dann nicht dem Argument, die Gutmenschen würden Sie schlecht machen. Das schaffen Sie ganz alleine.

  • 0
    4
    f1234
    07.09.2016

    @GrafZ: Ah ja, Amnesty International, diese unabhängige, neutrale und objektive Behörde. Oder sind die gar keine Behörde, sondern ein Lobbyverein?

    "...herrschten BEDENKEN..."

    "...starben zwei irakische Jesiden ...nachdem sie von bulgarischen Polizeikräften brutal verprügelt worden sein SOLLEN."

    Naja, dass sind natürlich knallharte Fakten. Ich frage mich da nur, warum Bulgaren noch immer kein Anrecht auf politisches Asyl in Deutschland haben. Bei dieser Gewaltdiktatur.

  • 4
    1
    Schinderhannes
    07.09.2016

    Armer "f1234", weiß nicht, dass in Bulgarien die Mafia foltert. Gerade Sie brauchen nicht den Herrn "Freigeist14" Kleingeist nennen.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/osteuropa-pro-asyl-wirft-bulgarien-folter-von-fluechtlingen-vor-1.2438129

    http://www.amnesty.de/jahresbericht/2010/bulgarien?destination=suche%3Fwords%3Dbulgarien%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26form_id%3Dai_search_form_block

  • 4
    0
    GrafZ
    07.09.2016

    @Anvo: Die Erosionserscheinung in der Mitte sehe ich auch, aber ich denke, es ist das Werk solchen Typen wie Bachmann, die einfach nur Hass auf alles haben, was in ihre Welt nicht passt. Was man den Sozis und der CDU vorwirft, also das Taktieren und die kreative Auslegung von Wahlversprechen, das war doch immer schon so. Und was heute den angeblich linksgewendeten Altparteien angehangen wird, haben doch Kohl und Adenauer ähnlich gesehen. Gerade die gesamte Europapolitik. Was neu ist: Wenn hier nur einer schreibt, dass es Nazis gibt, dann heißt es gleich, warum hast Du mich Nazi genannt. Diese Eskalation und auch Verharmlosung des Nazismus hat Pegida gebracht. Linke und rechte Vollidioten gab es schon immer. Aber der Hass auf liberale, christliche und humanitäre Positionen ist neu. Im übrigen: Man muss keine Nazi-Partei wählen, um Rassist zu sein.

    @f1234: Aus dem AI-Bericht 2016 Bulgarien: "Nach wie vor herrschten Bedenken hinsichtlich der Aufnahmebedingungen für Asylsuchende, insbesondere in Bezug auf Essen, Unterkunft und Zugang zu Gesundheitsfürsorge sowie Hygieneartikeln. Im Januar 2015 wurde die monatliche Zuwendung von 65 Lewa (33 Euro) für Asylsuchende in Aufnahmezentren eingestellt. ... Im März 2015 starben zwei irakische Jesiden auf der türkischen Seite der Grenze an Unterkühlung, nachdem sie von bulgarischen Polizeikräften brutal verprügelt worden sein sollen. " Nein, das ist kein Terror, aber es ist eben auch kein Schutz des eigenen Lebens. Da sie ja vorgeben liberal zu sein: diese Menschen wollen ihr eigenes Leben sichern und glauben weiterziehen zu müssen. Als Liberaler, was ist das Problem?

  • 4
    3
    f1234
    07.09.2016

    @PeKa: Wow, PeKa, in Bulgarien wird gefoltert? Von der Mafia, die anscheinend für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig ist. Und richtig, stand da nicht kürzlich in Ihrem Lieblingsblatt "Neue Zeitung" ein Artikel über die Hungersnöte mit Tausenden Toten in Bulgarien? Oder verwechsle ich da was?

    Wenn ich Ihren Quark so lese, frage ich mich, wie Sie in Ihrem Selbstverständnis darauf kommen, intellektuell über dem gemeinen "Pöbel" zu stehen. Das gegenteilige Phänomen scheint mir richtiger zu sein.....

  • 4
    2
    gelöschter Nutzer
    07.09.2016

    Wenn ich hier so die Diskussion zwischen einigen Leuten verfolge, dann bin ich entsetzt, wie tief unsere Gesellschaft gespalten ist, wie sehr sich hier ein Schwarz-Weiß Denken ettappliert hat.....
    Und das ist sicher auch ein Grund für den Wahlsieg der AfD !
    Wir sollten wieder lernen, eine Gersellschaft zu sein und eine gesunde Diskussuionskultur wieder zu pflegen.
    Und genau an diesem Punkt haben Politik und Medien total versagt ! Sie haben dieses "Schubladendenken" kultiviert und alles was nicht Meinungskonform war, in die rechte Ecke, in die AfD Ecke geschubst....... Das Eergebniss ist erschreckend !
    (Für die Altparteien !)

  • 3
    0
    PeKa
    06.09.2016

    @Haju, eine starke Mittelschicht durch eine vernünftige Steuerpolitik schaffen. In Westeuropa hat das ja nach 1945 auch funktioniert.

    Aber was hat Ihre Frage mit meinen Ausführungen zu dem Vergleich zwischen Österreich und Bulgarien zu tun?

  • 2
    4
    Schinderhannes
    06.09.2016

    Aha... Der AFD-Schulze und Haju im intellektuellen Gleichschritt... Und der Schulze hat zum ersten mal nach den Visegradstaaten im WWW gesucht... Wie peinlich...

  • 1
    4
    Haju
    06.09.2016

    @Peka
    In Indien, der größten Demokratie der Welt, leben 70 Millionen Menschen in Slums. Was sind konkret Ihre Vorschläge?

  • 0
    4
    Haju
    06.09.2016

    Hmm, wann stand eigentlich das letzte mal, offiziell medial gesehen, das ganze progressive Volk in Deutschland hinter dem Kanzler und der Rest Europas dagegen?

  • 2
    5
    Haju
    06.09.2016

    @berndischulzi
    Natürlich: Gutmensch oder rechtspopulistisch. Ein dazwischen gibt es nicht. Mal ehrlich: mehr trivial gedanklich strukturiert und also populistisch geht es doch gar nicht mehr.

  • 5
    3
    berndischulzi
    06.09.2016

    Hannsi, Sie haben schon einen hohen Unterhaltungswert. Jetzt sind schon ganze Teile der EU Rechte.....

  • 4
    3
    PeKa
    06.09.2016

    @f1234, Sie stellen Österreich und Bulgarien auf eine Stufe.
    "Werden die Menschen in Österreich oder Bulgarien gefoltert?" In Österreich nicht, aber in Bulgarien schon. Dort herrscht nämlich die Mafia und deren Erpressungsmethoden können mit denen der Nazis durchaus konkurrieren.
    "Oder lässt man die dort verhungern?" In Österreich nicht aber in Bulgarien schon. Wenn in Bulgarien z.B. jemand pflegebedürftig ist und keine Angehörigen hat, dann gibt es dort keine Pflegeheime oder Pflegedienste, die den zu Pflegenden jeden Tag waschen oder füttern. Dort lässt man ihn eiskalt verhungern. Sorry, aber Österreich mit Bulgarien zu vergleichen, ist dawegen ganz schön schräg!

  • 5
    3
    f1234
    06.09.2016

    @Kleingeist14: Warum ist der "der Verweis auf Österreich oder Bulgarien ein bequemer und unbarmherziger Willkürakt"? Werden die Menschen in Österreich oder Bulgarien gefoltert? Oder lässt man die dort verhungern? Sind die dort nicht sicher vor Krieg und Verfolgung? Denn darum geht es all diesen "Flüchtlingen" doch? Oder etwa nicht? Oder geht es vielleicht doch darum, wo es die üppigsten Sozialleistungen gibt? Warum werden Flüchtlinge nach Lettland verteilt und verschwinden nach wenigen Tagen wieder nach Deutschland? (http://www.spiegel.de/politik/ausland/lettland-fluechtlinge-ziehen-weiter-nach-deutschland-a-1111041.html)
    Bilde ich mir das nur ein oder suchen die in Wahrheit gar keinen Schutz, sondern nur die beste materielle Versorgung?

    Sorry, aber Sie plappern völlig sinnfreie Sätze. Was ist willkürlich daran, wenn eine Regierung sich an bestehende Gesetze hält? Das Gegenteil ist doch der Fall: diese Regierung ignoriert willkürlich bestehende Gesetze.

    Wo ist die Logik in Ihren Darlegungen?

  • 1
    3
    Schinderhannes
    06.09.2016

    @ AFD-Schulze:

    http://d1mquhhbkq1b1r.cloudfront.net/2015/08/30/3126474_preview.jpg?1440933662

  • 3
    3
    berndischulzi
    06.09.2016

    f1234, lassen Sie es, hat bei Hannsi keinen Zweck.
    Eine Frage hätte ich noch. Großspurig die Verantwortung übernehmen, welche Auswirkungen hat das denn? Ich schätze die üblichen, keine.

  • 3
    5
    Freigeist14
    06.09.2016

    Da Asylbewerber in Deutschland fast ausschließlich nur über Drittstaaten einreisen können ist der Verweis auf Österreich oder Bulgarien ein bequemer und unbarmherziger Willkürakt um das für Mitteleuropa günstige "Gesetz" anzuwenden.Die Handvoll Asylsuchende ,die es direkt schaffen-wie auch immer-werden dennoch mißtrauisch beäugt und der Wirtschaftsflucht verdächtigt,nicht wahr?

  • 2
    6
    Schinderhannes
    06.09.2016

    @ "f1234":

    Reden Sie doch mit Ihren rechten Freunden aus den Visegradstaaten, warum diese keine Flüchtlinge aufnehmen, bzw. denen dort das Leben so schwer machen, dass fast Deutschland nur noch in Frage kommt. Frau Merkel wollte die Flüchtlinge in Europa umverteilen. Aber die anderen europäischen Staaten können wie Sie nur die Hände aufhalten, statt auch mal etwas zu geben.
    Das Dublinverfahren ist für solche Menschen wie Sie "f1234" gerade maßgeschneidert.
    Lassen wir doch die Länder die Hauptarbeit leisten, welche im Süden Wasser an ihren Grenzen haben oder am Anfang der Balkanroute liegen. Und der Demokrat "f1234" kann sich in seinem Sommerstuhl schön zurücklehnen, eine Zigarre rauchen und einen Cognac trinken. Während Sie Ihren Cognac schwenken, verlieren Sie da mal einen Gedanken, an die Menschen, welche gerade aus Aleppo flüchten und dann im Meer ertrinken?
    Für mich kommen die Regeln der UNHCR viel viel eher in Frage, als irgendein Dublinabkommen.

    https://www.youtube.com/watch?v=PSxV2TBnSRk

  • 5
    2
    Clive77
    06.09.2016

    Einsicht gut. Aber sie will weiter machen wie immer. Starrsinn! Zuglauben man müsste den Bürger nur erklären was sie will und gut ist Dummheit. Frau Merkel es geht um die gesamte Politik. Altersarmut, Steuern auf Renten, Energiepolitik zu Lasten der Bürger, wenig wird für behinderte Menschen getan. Und in der CDU reden alles so wie immer-es wird schon. Wacht auf aus euren Wohlfühlschlaf und macht was für die Bürger. Schäuble kassiert Milliarden an Steuern mehr-und will dem Bürger nichts zurück geben. Bürger werden immer vor den Kopf gestoßen während Politiker und Beamte alles garantieret bekommen-z. B. Pensionen. Die CDU und auch SPD sind verantwortlich, dass wir eine Zweiklassengesellschaft haben. Da ist die Flüchtlingspolitik zweitrangig .

  • 7
    3
    f1234
    06.09.2016

    @Schinderhannes: Sorry, aber Sie sind einfach nur noch peinlich.

    Natürlich kann jeder flüchten vor was auch immer. Vor Krieg, Hunger, Armut und dem beschissenen Leben im eigenen Land. Nur gibt es kein Recht dieser Welt, sich ein Fluchtland seiner Wahl auszusuchen. Nämlich am besten jenes mit den höchsten Sozialleistungen.

    Und nochmal, weil Sie ja von Ihrem selbstgefälligen hohen moralische Ross so gerne Gesetze übersehen: In Deutschland hat jeder Recht auf Asyl, der aus politischen Gründen verfolgt wird. Nicht mehr und nicht weniger. Kein Recht auf Asyl haben Menschen, die aus sicheren Drittstaaten einreisen. Wie z.B. aus Österreich. Und laut Gesetzeslage dürfen Menschen, die keinen Pass besitzen, noch nicht einmal die deutsche Grenze überschreiten. Und diese Gestze stammen nicht aus dem Dritten Reich, sondern sind von hier demokratisch gewählten Regierungen erlassen worden. Ist das für Sie verständlich?

  • 2
    7
    Schinderhannes
    06.09.2016

    @ "f1234":

    Ha, ha, ha, Sie und differenzieren. Das ist der Kalauer des Tages, wo sie doch die Menschen an den Grenzen erfrieren lassen wollten... Oder hatten Sie einen Gesinnungswandel? Ich meine, da gibt es hier einige. die hatten den schon vor 26 Jahren. Gerade Kriegs. und Terrorflüchtlinge haben ein Recht sich hier aufzuhalten

    UNHCR:

    ***Reaktionen auf Massenfluchtbewegungen
    9. Es steht außer Zweifel, dass Personen, die im Zuge eines Krieges oder Konflikts verfolgt
    werden oder von Verfolgung bedroht sind, grundsätzlich als Flüchtlinge im Sinne der Genfer
    Konvention von 1951 und des Protokolls von 1967 angesehen werden sollten. Im Fall eines
    Massenzustroms von Flüchtlingen kann es sich aber als schwierig erweisen, jeden einzelnen
    Asylantrag nach den in der Konvention und im Protokoll festgelegten Verfahren zu prüfen.
    Deshalb hat sich die Praxis herausgebildet, bei großen Flüchtlingswellen, die unter Umständen
    erfolgen, die die Annahme nahelegen, dass die einzelnen Mitglieder der Gruppe als Flüchtlinge
    anzusehen sind, die sogenannte Prima-facie- oder Gruppenstatusfeststellung durchzuführen.***

    Flucht ist ein Recht, Herr "f1234" und damit habe ich nie kriminelle Ausländer und Wirtschaftsflüchtlinge gemeint.

    Und wenn ich bei Ihnen schon das Wort "Mehrwert" höre... Dass gerade Ihnen ja kein Cent durch die Lappen geht.

  • 5
    3
    f1234
    06.09.2016

    @schinderhannes: Ich nehme niemanden in Sippenhaft. Ich differenziere nur. Während Sie alle als "Flüchtlinge" vor Krieg und Terror bezeichnen differenziere ich zwischen Flüchtlingen, die nach den Gesetzen diese Landes ein Recht auf Asyl haben und jenen, die einfach nur der Armut ihrer Herkunftsländer entfliehen wollen. Erstere sind für unser Land überhaupt kein Problem, Letztere gehören abgewiesen. Es sei denn, sie bringen unserem Land einen Mehrwert.

    Und ja, ich kann auch gegen Windräder sein, obwohl ich nicht im Schlagschatten eines Rotors wohne....

  • 4
    1
    ColinMacLaren
    06.09.2016

    Unabhängig davon was man vom Wahlergebnis hält- Das Argument des niedrigen Ausländeranteils kann ich echt nicht mehr hören. Es wäre mir neu, dass in Deutschland direkte Betroffenheit vonnöten ist, um an politischen Debatten teilnehmen zu dürfen. Ob eine Landtagswahl das richtige Medium ist, um über das Thema Migration abzustimmen, sei mal dahingestellt.

    Komplett gar nicht wird hingegen der Aspekt, dass AFD und NPD gerade in den Gemeinden nahe der polnischen Grenze ihre besten Ergebnisse einfuhren. Das Gleiche gilt mit Abstrichen auch für die Landtagswahlen in Sachsen oder Brandenburg, ist dort aber nicht so stark ausgeprägt, dennoch vorhanden. Inwiefern tatsächlich vorhandene oder gefühlte Grenzkriminalität die Wahlentscheidungen beeinflusst hat wird nirgendswo thematisiert.

  • 3
    4
    berndischulzi
    06.09.2016

    Na ja, Hannsi, wieder nichts begriffen.....

  • 3
    5
    PeKa
    05.09.2016

    Doch, @berndischulzi, aufgrund der Trennung von Kirche und Staat ist sie an einigen Stellen soetwas wie ein Staat im Staat und sollte von allen Parteien auch als solcher respektiert werden.

  • 2
    4
    Schinderhannes
    05.09.2016

    @ "Schulze":

    https://de.wikipedia.org/wiki/Judenretter#Rettung_in_Kl.C3.B6stern

    http://www.schwarwel.de/wp-content/uploads/2015/11/151127menschen-col1000.jpg

  • 4
    3
    berndischulzi
    05.09.2016

    Peka, die Kirche ist kein Staat im Staat, auch wenn sie sich häufig so benimmt. Und wenn diese Maßnahmen der Behörden ad absurdum führt, dann sollte auch dagegen vor gegangen werden.

  • 4
    0
    GrafZ
    05.09.2016

    @f1234: Seien Sie doch nicht gleich eingeschnappt. Sie haben doch gewonnen, freuen Sie sich doch mal. Welche Information aus dem genannten Artikel ist denn eigentlich falsch? Ich habe mich übrigens auch geirrt: Weißwurst kommt aus Frankreich, nur der Darm ist aus Schweinefleisch. Mon Dieu!

  • 5
    0
    Nixnuzz
    05.09.2016

    Mal eine andere Denke: Ich schlage vor, sich die Wahlergebnisse von 2011 und 2016 mal parallel anzusehen. Primär hat MeckPom in diesen 5 jahren 40.000 Wahlberechtigte VERLOREN! Die SPD hat relativ 5% verloren aber 6.000 Stimmen absolut dazugewonnen. Die CDU hat trotz dieser 61% Wahlbeteiligung nicht nur 4% sondern absolut fast 30.000 Wähler VERLOREN. Schätze das diese 30.000 wohl neben der AfD am meisten schmerzen.

  • 5
    5
    Schinderhannes
    05.09.2016

    @ "f1234":

    In Sippenhaft nehmen Sie seit vielen vielen Monaten eine Millionen Menschen (Flüchtlinge). So viel zum Demokraten "f1234".
    Und mal nebenbei: Mecklenburg-Vorpommern hat einen Ausländeranteil von 3,9 %. Das Thema Ausländer ist das einzige, mit welchem Ihre Partei punkten konnte. Einfach erbärmlich.

  • 4
    2
    Zeitungss
    05.09.2016

    Wer sich erinnern kann oder will, in Deutschland gab es in der Vergangenheit viele "Feldherren oder Herrscher" welche unbelehrbar waren. Die Folgen sind hoffentlich noch bekannt.
    Am Volk vorbei, wird auf Dauer nix, wird aber noch einige Zeit dauern bis selbiges wirklich aufwacht.

  • 3
    7
    PeKa
    05.09.2016

    Unverschämt ist in dem Link von Schinderhannes (danke!) die Einmischung von Gunter Jess in innerkirchliche Angelegenheiten. Er befürwortet, Maßnahmen dagegen zu ergreifen, dass eine evanglische Kirchengemeinde Flüchtlingen Asyl gewährt. Was die Kirche tut und lässt und was sie predigt, geht die AfD einen Dreck an. Die Politiker dieser Partei haben kein Recht, den Kirchen in irgendeiner Weise auch nur irgendetwas vorzuschreiben.

  • 7
    4
    f1234
    05.09.2016

    @GrafZ: Der Link bzw. die dahinter verborgene von sieben (!!!) "Journalisten" aufgedeckte Nähe diverser AfD-Politiker zu mindestens rechten, eigentlich aber nazistischen Positionen ist zu erst einmal erbärmlich.

    "...Für Beatrix von Storch hat er zwei Jahre lang das Büro im EU-Parlament geleitet."

    "....Recht und Ordnung sind ihm überwichtig."

    "...likt auf Facebook ein aktuelles Posting von Daniel Fiß."

    "...Und Burschenschafter ist er, Mitglied der Rugia Greifswald, "mit Leib und Seele"."

    "...Ein Schweriner Schwulenclub erteilte ihm Hausverbot, weil er zwar bekennender Homosexueller ist, als Politiker aber die Ehe für alle ablehnt."

    und die Krönung:

    "...wirkt unauffällig, aber sein Sohn engagiert sich in schlagenden Burschenschaften."

    Bei den Nazis hieß das Sippenhaft.



    Was für ein Armutszeugnis des Journalismus.....

  • 6
    3
    GrafZ
    05.09.2016

    @schinderhannes: Der Link ist ja großartig. All diese ach so tollen Männer mit ihren vielen Ideen. Und natürlich die gute Frau Weißig am Ende: Schweinefleischessen als Deutschlandtest. Was kommt als nächstes? Nur wer einen halben Meter Weißwurst isst, kann richtiger Deutscher sein. Na dann mal ran an die Buletten.

  • 5
    11
    Schinderhannes
    05.09.2016

    Diese Standpunkte sind es, was der Freien Presse fehlt. Deshalb hat sie keinen Standpunkt. Schade eigentlich, immer nur wiederzugeben und keine Position zu beziehen. Man will ja auch die rechten Abonnementen nicht verprellen. Und die Putinfreunde.

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-09/afd-mecklenburg-vorpommern-landtagswahl-abgeordnete-parlament

  • 2
    5
    Blackadder
    05.09.2016

    @ColinMacLaren: Finde ich gut, ihren Ansatz. Da ist vieles überlegenswerte dabei.

  • 13
    1
    Mabel
    05.09.2016

    Schmierentheater.
    Jedes Mal dasselbe:
    Alle Parteien haben ihre Klatsche wegstecken müssen, aber alle erklären sich zu Siegern.
    Jeder Fünfte hat die AfD gewählte, aber die haben alle nur nicht verstanden, wie gut es die etablierten Parteien eigentlich mit ihnen meinen.
    Ich bin ja nur gespannt, wie es in Berlin ausgehen wird und wieviel Hinterbänkler dort ihre Versorgungsposten an die AfD verlieren werden. In MeckPomm waren es ja so um die 17!

  • 4
    4
    ColinMacLaren
    05.09.2016

    Ich bin der Ansicht, dass wenn man von Beginn an mit der AFD einen gepflegten Umgang voller wohlwollender Indifferenz betrieben hätte, die Partei irgendwo im einstelligen Bereich rumdümplen und sich wie die Piraten selbst zerlegen würde.

    Sachliche Argumente gibt es viele, denn letzten Endes fehlt es der Partei an einer klaren Linie. Auf der einen Seite gibt man sich wirtschaftsliberal, auf der anderen ist man für Mindestlohn, gegen Glyphosat und TTIP. Erdogan ist ein Diktator, von dem man sich weitmöglichst abgrenzen muss, aber eine Entspannungspolitik zu Russland ist natürlich gewünscht, weil man da so schön die ganzen Putinversteher einsammeln kann. Das zieht sich durch das komplette Parteipogramm. Das, was halt gerade beim Plebs "in" ist, wird aufgenommen. Das macht die Partei für mich zumindest unwählbar, weil man dort erkennt, dass sie in Regierungsverantwortung nicht in der Lage wäre eine den Sachzwängen folgende Realpolitik zu betreiben. Den Druck, eine Entscheidung zu treffen, die die eine Hälfte der Basis komplett ablehnt und die andere befürwortet -und bei DIESER Zusammensetzung der Basis wäre das häufig der Fall -, würde diese Partei gleich noch einmal sprengen.

    Als echte Gefahr für unsere Demokratie betrachte ich die Partei daher nicht, sehr wohl aber den Umgang mit ihr. Dieses völlig undifferenzierte Dauerbashing (mein letzter Favorit: "Nazis sind Nazis sind Nazis") perpetuiert die Opferrolle, in der sich die AFD hervorragend von Wahlerfolg zu Wahlerfolg sonnen kann. Das ist keine Debattenkultur, das ist Meinungsfaschismus der mich einfach nur anwidert. Alles wird für den Kampf gegen ein rechtes Gespenst mobilisiert während der Rotfrontkämpferbund der Antifa und Konsorten für politischen Terror noch leise Beifall erhalten - und ja, ein Feuerchen vor dem Wohnhaus des Anwalts der Gegenseite zu legen, das Einrichten von Internetprangern mit gehackten privaten Daten, das Stürmen des Arbeitsplatzes ect. - das IST politischer Terror. Großes Lob an den Ramelow, dass er sich davon distanziert hat.

    Auch bringt es mich jedes Mal auf die Palme, wenn statt berechtigt Kritik zu üben, schlichtweg sachlich falsche Statements zur AFD abgeben und dann durch sämtliche Medien voller Häme breitgetreten werden. Man schaue sich als Beispiel das vielzitierte Projekt der Kölner Journalistenschule "faktenzoom" an, nach denen Petry angeblich von allen untersuchten Poltikern die meisten Falschaussaugen in Talkshows von sich gegeben habe. Blöd nur, dass diese angeblichen Falschaussagen zum Teil sachlich völlig korrekt waren und damit letzten Endes das Ergebnis heißt, dass Petry genauso viel lügt oder genauso viel Halbwissen gezeigt hat wie alle anderen auch.

    Ohne solche Aktionen und solch ein Dauergebashe würde der ganze angestaute emotionale Überdruck aus der Debatte herausgenommen werden und die Partei hätte keine Chance. Mit ihren jetzigen Verhalten liefern die etablierten Parteien mit jedem neuen Satz genau den Dünger, auf dem die AFD wachsen kann. Dass das dort keiner mal merkt ist mir echt ein Rätsel. Wie wäre es mal mit "Ihre Anmerkung, man werde einen Antrag der NPD, etwa zu einer Umgehungsstraße, prüfen, wenn dieser sachlich gerechtfertigt sei, entspricht leider nicht der Realität des Antragsverhaltens der NPD-Landtagsfraktion. In welchen Wählerkreisen wollen sie mit solch einer ambivalenten Sache denn fischen, Her Meuthen?" statt "Nazis sind Nazis sind Nazis *spei* *würg* Braune Koaliton *böse* *schimpf* *schrei*"

  • 11
    2
    berndischulzi
    05.09.2016

    Blackadder, das werden wir an der AfD viele Jahre "Freude" haben, denn die Probleme mit den Flüchtlingen, die beginnen gerade erst.

  • 17
    2
    DerWundePunkt
    05.09.2016

    Leider wird sich an der Politik nichts ändern. Denn durch irgendwelche bisher unmöglichen Koalitionen, wie rot-rot-schwarz, oder schwarz grün oder wie auch immer, wird sich in dieser Scheindemokratie nur das Gequatsche der "Etablierten" erhöhen, nicht aber deren Politik verändern.
    Wie hieß er doch der schöne Spruch: "Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten."

  • 13
    1
    ommi22
    05.09.2016

    Niemand hat Angst vor Flüchtlingen.
    Die Menschen haben nur berechtigte Angst vor dem Unvermögen der Merkel-Regierung mit den Flüchtlingen konsequent umzugehen.

  • 1
    9
    Blackadder
    05.09.2016

    @AnVo59 "Warten wir es es ab ob die AfD sich wirklich als Alternative etapplieren kann. "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen !""

    Stimmt. Aber da laut Umfrage nur 23 % der AfD Wähler in MV die AfD wegen Ihres Programms und der Rest sie nur aus Protest gewählt haben, wird sich die AfD nach der Flüchtlingskrise wohl auf ein normales Maß zurückschrumpfen. 23% von 21% wären dann so knapp unter 5%, mit den immer existierenden Wutwählern, denen das Programm egal ist, schätze ich auf 7-8% Normalwert.

    Es kommt jetzt wirklich darauf an, was die CSU macht (z.B. ob die 2017 bundesweit antritt), wer für die CDU als Spitzenkandidat antritt (denn Merkel wird es sicher nicht mehr sein) und wie sich die weltweiten Flüchtlingsströme entwickeln + das Verhältnis zur Türkei. Ein Jahr ist noch Zeit und das wird nicht unspannend.

  • 16
    0
    Sonnenschein123
    05.09.2016

    Mal grob gedacht: Die AFD macht Politik mit der Angst vor den Flüchtlingen. Und die CDU macht Politik mit der Angst vor der AFD.

  • 9
    0
    gelöschter Nutzer
    05.09.2016

    Nun hat es die AfD also geschafft auf Anhieb 21 % zu erreichen. Und die "Altparteien" üben sich im Schuldzuschieben und die Watsche schönzureden ! Wirkliche Ursachen werden, wie immer, ausgeblendet. Auch die Reaktion der Parteichefs aus Sachsen , Dulig und Krezschmer, sind mehr als dürftig. Wie würden die wohl reden, wenn bei der nächsten Wahl die AfD in Sachsen auf über 10 % käme ? Nun sind alle Spekulationen müßig. Das Volk hat den "Stinkefinger" gezeigt und die AfD kann nun versuchen sich in der Oposition zu beweisen....Wenn man sie lässt ! Mit ihrer Mehrheit dürfte die SPD/CDU Regierung keinen einzigen Antrag der AfD durchlassen und verhindern kann die AfD auch kaum Anträge der Regierung. Aber so ging es wohl einst auch den GRÜNEN (nun zum Glück abgewählt) und den LINKEN (als PDS) nach der Wende. Beide Parteien sind heute fest in das System eingebunden ohne aber wirklich etwas bewirken zu können.......
    Warten wir es es ab ob die AfD sich wirklich als Alternative etapplieren kann. "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen !"

  • 4
    1
    SihismundRuestig
    05.09.2016

    Natürlich ist der Kanzlerins Flüchtlingspolitik in Verbindung mit einem hilflosen und verkommenen Politikstil innerhalb der Union und der Regierung an dem Wahldesaster der CDU schuld. Insofern kann sich auch Seehofer nicht als Sieger fühlen, es sei denn, er will weiterhin der CDU schaden.
    CDU/CSU inkl. Merkel haben jahrzehntelang eine proaktive Flüchtlingspolitik verhindert ("Deutschland ist kein Einwanderungsland!"). Die Politik hat eine rechtzeitige Vorbereitung auf die derzeitige, vorhersehbare Flüchtlingssituation verschlafen. Jetzt wäre eigentlich - in Anbetracht der Lage - eine handlungsfähige große Koalition gefordert.
    Stattdessen: Eine Koalition,
    - die sich von einem rechnerisch nicht benötigten Teil (CSU) auf beispiellose Weise in immer schärfere Abschottungsdiskussionen treiben lässt und damit das rechte Anti-Flüchtlingsspektrum befeuert,
    - die Beschlüsse faßt, während gleichzeitig der unbedeutendere Teil mit Verfassungsklage droht,
    - die es zuläßt, dass auf gefaßte Beschlüsse gleich neue Forderungen draufgesattelt werden, anstelle für eine rasche Umsetzung der bisherigen Beschlüsse zu sorgen,
    - die hilflos demonstriert, dass ihr die Kontrolle über die Flüchtlinge entglitten ist, dies mit immer neuen, oft kleinkarierten, populistischen Maßnahmenvorschlägen (neueste kabarettreife Nummer: Burka-Verbot) zu verschleiern versucht, anstelle die großen, seit Monaten offensichtlichen Handlungsdefizite wirkungsvoll anzugehen,
    - deren Hauptstreithähne und - Hennen dem gemäßigteren und besonneren Teil der Koalition Vergiftung des Koalitionsklimas vorwirft,
    - in der verabredete Themen in erpresserischer Manier gegeneinander ausgespielt werden (Flüchtlingspolitik, Erbschaftssteuer, Leiharbeit, ...),
    - deren maßgebliche Protagonisten in ihrer öffentlichen Kommunikation Anstand vermissen lassen mit entsprechender Ausstrahlung auf anfällige Bevölkerungskreise,
    - deren Kanzlerin
    -- das Fehlen eines Masterplanes durch ein "Wir schaffen das-Mantra" verdeckt, stattdessen sich im Klein-Klein nicht nur verzettelt, sondern monatelang politisch streitet und paralysiert,
    -- dem überforderten Innenminister einen ebenfalls überforderten Flüchtlingskoordinator aus dem Kanzleramt vor die Nase setzt, was offensichtlich ein kräftiges Koordinationsproblem innerhalb der Regierung erzeugt,
    -- dem häufig hilflos umher irrlichternden Innenminister putschähnliches Handeln durchgehen lässt,
    -- sich von den Ministern Schäuble, De Maizière und Dobrindt vorführen läßt,
    -- zwar gut gemeinte, aber planlose Willkommenssignale in die Welt sendet und sich von Seehofer und diversen CDU-Granden (mittlerweile auch von etlichen CDU-Hinterbänklern) "Jahrhundertfehler" und "Herrschaft des Unrechts" vorhalten läßt,
    -- sich von Leuten wie Seehofer, Klöckner vor wichtigen internationalen Verhandlungen - zum Schaden von Deutschland - in den Rücken fallen lässt,
    -- auf EU-Ebene erfolglos agiert (von den lächerlich 160 Tsd zur Umverteilung vorgesehenen Flüchtlingen sind weniger als 1000 umverteilt!) und dafür auch noch europaweit Häme einstecken muß.

    Spätestens jetzt wäre - nachdem die Kanzlerin offensichtlich versagt - der bedeutendere Teil der Koalition gefordert. Der SPD-Chef muß die Reißleine ziehen, die Koalitionsfrage stellen und mehr Verantwortung in der Flüchtlingspolitik übernehmen. Dazu bedürfte es aber auch einer Haltung, wie sie der SPD aufgrund ihr Geschichte in der Flüchtlingsfrage gebührt! Dazu bräuchte er aber Eier in der Hose! Noch ist es nicht zu spät! Überfällige erste Schritte wären die Ablösung von De Maizière und der Rausschmiß der CSU aus der Koalition!

    Vielleicht spielt aber die Union - auf dem Rücken der Flüchtlinge - einfach mal wieder das Good Guy (Merkel) - Bad Guy (Seehofer, neuerdings auch De Maizière)-Spiel mit der SPD. Und die SPD lässt sich bei der Verschärfung der Asylgesetze und der Verabschiedung von der Willkommenskultur von der Union mal wieder über den Tisch ziehen und setzt wieder einmal kein - längst überfälliges - Einwanderungsgesetz durch.

    Es muss auch daran erinnert werden dürfen, dass die CDU/CSU und insbesondere Merkel vor 14 Jahren das Süssmuth-Konzept für eine moderne, zeitgemäße Zuwanderungspolitik abgeschmettert haben. Vor zwei Jahren hat Merkel eine Quotenregelung auf europäischer Ebene blockiert und im Sommer diesen Jahres gut gemeinte, aber planlose Willkommenssignale in die Welt gesandt. Und über das heute sichtbare Chaos werden Krokodilstränen vergossen. Scheinheilig!

    "Wenn erklingt: wer betrügt, der fliegt,
    tipp ich resigniert: Populismus siegt."

    http://youtu.be/sBom50KrkBk

    Und im übrigen: nach der Wahl ist vor der Wahl:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4

    Viel Spaß beim Anhören!

  • 16
    0
    Clive77
    05.09.2016

    Frau Merkel wird auch jetzt Probleme ausschlafen und glauben es wird schon werden. Eine verfehlte Sozial-und Rentenpolitik. Dazu Kosten für die Bürger in der Energiepolitik zum Wohle der Konzerne sind nur einige Beispiele die die Bürger belasten.

  • 14
    4
    Hübnererich
    04.09.2016

    Chapeau AfD! Aus dem Stand 21%! Vor allem die Linken und die Grünen ordentlich abgestraft. Und die anderen Wahlverlierer übertreffen sich im Schönreden. Ein guter Tag für die "Rechtspopulisten".

  • 14
    0
    berndischulzi
    04.09.2016

    Das Schlimme daran ist nur, dass sich wie immer alle auf eine Partei einschießen, in diesem Falle die AfD. Nur auf die Idee, dass man selbst Fehler gemacht hat oder ständig andere Interessen als die der Bevölkerung vertritt, das will keiner von denen wahr haben.

  • 19
    9
    ommi22
    04.09.2016

    Meinen Glückwunsch, AfD.
    Das Volk kann doch bewegen. Das macht Hoffnung.
    Die anderen Bundesländer müssen nun nachziehen um Deutschland wieder sicherer zu machen.

  • 2
    14
    Freigeist14
    04.09.2016

    Der CDU-Tauber ist sich nicht zu bl..,die 3 Punkte aufzuzählen,die seine Partei von der AfD trennt:Für Putin,gegen Europa und gegen Westintegration Deutschlands.Also Anti-Moderne,latente Ausländerfeindlichkeit und erzkonservative Lebensmodelle der Deutschalternativen gehen schon in Ordnung.............

  • 17
    2
    gelöschter Nutzer
    04.09.2016

    Nun ist die AfD der Hauptschuldige am Wahldesaster der großen "Volks-Parteien"?

    Natürlich nicht allein, denn Angela hat ja auch fleißig dafür gesorgt, die allgemeine Stimmungslage unter der (noch) arbeitenden Bevölkerung zu ihren Ungunsten zu kippen und somit in Meck-Pomm der CDU ganz gewaltig die Wahl versaut.

    Positiv ist, dass man dies heute nicht dem Wetter zuschanzen kann, sondern der eher höheren Wahlbeteiligung und das vor allem durch die Nichtwähler, die zu Hauf auch die AfD gewählt haben (sollen).
    Sicherlich sind auch hier welche dabei, die endlich mal wieder begriffen haben, ihre "alten" Parteien zu wählen, damit der Fluch "AfD" wenigstens halbwegs abgefangen wird.

    Nun, dann steht wohl der Weiterführung der großen Koalition nix mehr im Wege, auch wenn DIE GRÜNEN vielleicht auch noch aus dem Parlament fliegen - ein "Segen" ist es zwar nicht, aber auch kein Verlust.

    DIE LINKE hat auch eingebüßt, denn denen sterben nicht nur die alten Genossen, sondern auch die alten Wähler weg und so mancher, der Getreuen versteht die linke Politik oft nicht mehr - zu sehr ist die schon in manchen Punkten mehr grün als rot angehaucht.

    Die FDP verschwindet wieder in der Bedeutungslosigkeit - kein Wunder bei der Beschäftigungspolitik einiger Uternehmen, deren Haupteinnahmequelle der Tourismus ist, der mauch noch mit der Zubetonierung der letzten naturnahen Gebiete auf dem Festland und den Inseln einhergeht.

    Aber hier sind alle Partein gefragt, denn irgendwann sieht Rügen genauso aus wie Sylt, auch wenn hier mehr die Berliner Luft als der Westwind durchs Land fegt.

    Resümee:

    Wahl gelaufen und alles bleibt mal wieder so, wie es vorher war.

    Dem Himmel und Wähler sei Dank!

  • 16
    3
    gelöschter Nutzer
    04.09.2016

    Also Zombie, im Fernsehen hat ein linker gesagt, es haben alle verloren...
    Wie vermutet, CDU,SPD,Linke,Grüne,FDP und SPD, ein Sammelsorium von loosern..

  • 22
    0
    zombie1969
    04.09.2016

    In diesem dünn besiedelten Bundesland leben etwa so viele Menschen, wie in den vergangenen 12 Monaten als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Vielleicht erklärt auch das die verwunderliche "Überfremdungsangst" vieler Wähler dort. Repräsentativ für Deutschland ist MV jedenfalls nicht, man sollte diese Landtagswahl daher nicht journalistisch zum ganz grossen Trend hochjagen. Am Ende gibt es auch in MV doch wieder nur "Wahlsieger".
    Die SPD verliert, wird aber wohl "stärkste Kraft". Wahlsieger!
    Die CDU kommt vielleicht doch noch vor die AfD. Wahlsieger!
    Die AfD gewinnt natürlich viele Stimmen. Wahlsieger!
    Und die übrigen Parteien denken sich dann auch noch was aus, um "Wahlsieger" zu werden.
    Und fehlen darf natürlich auch dieser Satz nicht:
    "Wir müssen den Menschen unsere Politik noch besser erklären!"

  • 22
    1
    BlackSheep
    04.09.2016

    @PeKa, Ihnen ist wohl kein Argument zu dumm um gegen die AfD zu wettern? http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/9086034/wetterfrosch-sieht-schlechte-prognose-fuer-cdu.html wenn Sie den Liveticker lesen, dann klingt das doch eher als wären CDU Wähler träge.

  • 2
    30
    PeKa
    04.09.2016

    Die vielen AfD-Wähler kommen eher aus den passiven, wenig engagierten Bevölkerungsschichten. Es sind jene, die gern andere für sich machen lassen. Und solche verhalten sich eben auch bei den Wahlen träge.

  • 3
    21
    Blackadder
    04.09.2016

    @Crashy: WO im hier kommentierten Text steht denn igendwas, dass das Wetter an irgendwas Schuld sei - es ist einfach nur die Nennung der Fakten: Es ist Wahl, soundsoviele Menschen können wählen, das Wetter ist soundso.

  • 21
    0
    gelöschter Nutzer
    04.09.2016

    ...und immer, immer wieder ist das Wetter schuld!

    ...und die Masse der Nichtwähler wird diese Wahl entscheiden - nicht der politsch eingestellte Bürger.

    Nun, dann kann man ja wieder mal den "lieben Gott" oder dem "Wetterfrosch" den Wahlausgang in die Schuhe schieben.

    Ist doch so üblich, seit der Wende:

    Schuld sind immer die Anderen - in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

    Der Egoist macht eben nun einmal keine Fehler.

    Das bringt man heute schon den "Kleinsten" bei, die Ell-Bogen möglichst weit auszufahren.

    Nur gut - es gibt auch Ausnahmen!



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...