Nach Hanau: Die Gewalt liegt auf der Straße

Welche Konsequenzen werden nach der rechtsextremen Bluttat von Hanau von Polizei, Politik und der deutschen Mehrheitsgesellschaft gezogen? Schließlich sollte das Gefühl der Sicherheit für alle Menschen gelten. Dabei ist rechtes Gedankengut weiter verbreitet, als man denkt.

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22Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    1
    saxon1965
    23.02.2020

    @manneth: Nicht die Waffe tötet, sondern der Mensch hintendran. Was Kriegswaffen betrifft, gebe ich Ihnen bedingt Recht.
    Lassen Sie uns damit beginnen, dass kein deutscher Soldat außerhalb des Landes eingesetzt und der Rüstungsexport verboten wird.

  • 7
    3
    Nixnuzz
    22.02.2020

    @manneth: Nur ein einfaches subjektives Gegenbeispiel: Die friedliebende Antifa oder black people benutzen wie in der Steinzeit die nächstliegenden Argumente: Teuer und bis dato akurat verlegte Pflastersteine. Mitlerweile fallen ja auch Kartoffelkanonen unter das Waffengesetz...

  • 5
    8
    manneth
    22.02.2020

    Wieder wurden Menschen mit Waffen getötet, wann begreift man eigentich, dass wir keinerlei Waffen brauchen!!! Immer das gesuche nach Motiven , der einzige Verursacher ist die Waffe !!!! Bitte verbietet alle Waffen kein Mensch braucht im 21. Jahrhundert noch Waffen!!!
    Meine Forderung an die Politik : generelles Waffenverbot! Dann kann auch Niemand mehr erschossen werden! Diese geheuchelten Mitleidsgesten sind doch nur Makulatur!
    Mit den Milliarden Militärausgaben könnten medizinische und soziale Probleme gelöst werden !

  • 6
    7
    mops0106
    22.02.2020

    @OlafF und saxon1965: Ich kann Ihren Kommentaren nur voll und ganz zustimmen.
    @cmi: Ja, die Daumenverteilung und die Verteilung der Kommentierung unter manchen Themen zeigt, wie die Menschen bei uns denken zum großen Teil. Am meisten wird zu Themen der Sicherheit (äußere/ innere und der Umverteilung von unten nach oben diskutiert. Das sind auch die wichtigsten.

  • 5
    0
    Nixnuzz
    22.02.2020

    @Hirtensang: Danke für grüne Rückmeldung. Nein - ich erwarte nicht, das die verantwortliche Elite meine techn. Erkenntnisse überhaupt wahr nimmt. Es gibt hoffentlich genügend "Otto-Normal-Leser", dem simple Kommentare zuwider sind. Ich versuche nur ein wenig Salz an die Vereinfachungen beizustreuen. Vielleicht nimmt sich mancher dann die Zeit, mit ein wenig Nachdenklichkeit seine Meinung hier kund zutun.

  • 4
    8
    ChWtr
    22.02.2020

    Interessant: wortlos verabschiedet! Eigene Antwort wurde selbst nachgeschoben.

    Frage: was bedeutet die Aussage "Totalausschlachten (...)" und "unübersehbaren Framing"?

    Geht es etwas deutlicher, @Haju?

  • 16
    4
    ralf66
    22.02.2020

    @Distelblüte, bei mir ist es anders, ich bin nicht sparsam im konsumieren von Nachrichten, aber sparsam damit was ich dort noch glauben kann und nicht.

  • 11
    2
    Haju
    22.02.2020

    @Distelblüte
    Sie werden lachen: ich habe mich erst vor Kurzem von einem Digitalmedium wortlos verabschiedet, weil mir das Totalausschlachten negativer Nachrichten verbunden mit einem unübersehbaren Framing schlicht auf den Geist ging. Und nun bin ich hier.
    Sie können sich natürlich (z.B.) die Weltenrettung per Bambuswattestäbchen und ohne Luftballon auch weiterhin mit ihrer Rolle der Bedeutung hineinziehen.

  • 7
    0
    Hirtensang
    22.02.2020

    Saxon und Nixnuzz, ob die deutschen "Eliten" Ihre Kommentare lesen werden? Beide erklären sehr gut das gegenwärtige Dilemma des Systems, nur aus der Sicht unterschiedlicher Ebenen. Für beide Beiträge von mir einen grünen Daumen!

  • 6
    17
    Distelblüte
    22.02.2020

    @Haju: Ich möchte widersprechen. Sie schreiben "Auf Grund Jahrhunderte langer Erfahrung mit Mensch und Seele ist aber eine konservative Strömung (wohl immer noch 28% der Bevölkerung) dagegen gefeit: schon beim Aufkommen von MASSENmedien hat man diese Printmedien bewußt nicht konsumiert und auch heute schauen viele kaum Fernsehen. Insofern kann ich mir auch einen Niedergang sogar gewisser kostenloser digitaler Medien vorstellen..."
    Wogegen gefeit? gegen das Aushalten schlechter Nachrichten? Indem man wegschaut, nur wenig Zeitung liest, sich von Nachrichten abwendet, die neuen Medien verteufelt?
    Das kann man natürlich machen. Ich denke sogar, mit dieser Form der alltäglichen Ignoranz leben sehr viele Menschen hier.
    Sie dürfen sich dann nur nicht wundern, wenn - wie aus heiterem Himmel - Anschläge und Morde wie in Hanau sogar in der gedruckten Zeitung (der einzig weahren?) stehen.
    Diese Taten haben eine lange Vorgeschichte, eine hässliche noch dazu. Sie geschehen nicht spontan. Auch der Mörder von Walter Lübcke hat sich nicht aus einer Laune heraus ins Auto gesetzt, die versteckten Waffen geholt und dann einen Menschen mit Kopfschuss getötet.
    Es ist Ihr gutes Recht, beim Nachrichtenkonsum sparsam zu sein. Allerdings besteht darin die Gefahr, die aktuelle gesellschaftliche Situation nur bruchstückhaft einschätzen zu können. Dinge nicht wissen zu wollen war schon früher sehr beliebt. Vielleicht haben Sie in einer gedruckten Zeitung davon mal gelesen.

  • 19
    2
    Tunguska
    22.02.2020

    "Der Amokläufer (...) von Hanau wollte über 20 Völker komplett auslöschen, da diese der Entwicklung einer Zeitmaschine im Wege stünden, mit der er einige Milliarden Jahre zurückreisen wolle, um zu verhindern, dass auf der Erde Leben entsteht."
    Frank Richard Supplies

    Wer dort Parallelen zum AfD-Programm sieht, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.

  • 3
    5
    Haju
    22.02.2020

    In gewisser Weise hat er Asbrock natürlich Recht: es geht um den fortwährenden Aufbau einer negativen Grundstimmung und manche Menschen können sich dem nicht entziehen. Politik und Medien könnten aber mal darüber sinnieren, daß sich ja negative Nachrichten besser verkaufen - am Besten noch angeheizt durch Framing. Konsequenzen kann man da aber nicht erwarten.
    Auf Grund Jahrhunderte langer Erfahrung mit Mensch und Seele ist aber eine konservative Strömung (wohl immer noch 28% der Bevölkerung) dagegen gefeit: schon beim Aufkommen von MASSENmedien hat man diese Printmedien bewußt nicht konsumiert und auch heute schauen viele kaum Fernsehen. Insofern kann ich mir auch einen Niedergang sogar gewisser kostenloser digitaler Medien vorstellen, aber andererseits auch zunehmende Hysterie u.a.

  • 12
    0
    saxon1965
    22.02.2020

    Die Taten wie Hanau sind absolut zu verurteilen. Sie wird es wohl leider immer geben und wenn sie aus religiösen Gründen geschehen oder weil Jemand psychisch krank ist. Unsere Anteilnahme gehört allen Menschen, egal welcher Hautfarbe oder welcher Religion.
    Aber vieles greift zu kurz. Da wird über Taten und Täter diskutiert, aber die wirklichen Ursachen werden verschwiegen. Die Ursachen für die heutige Situation, in der sich unsere Gesellschaft, ja die ganze Welt befindet, liegen eindeutig an uns Menschen und zwar, wie wir das geworden sind, was wir sind.
    Ganz konkret geht es dabei um wahnwitzige soziale Ungerechtigkeiten zum Nutzen Weniger. Die Kriegsgewinnler in allen Bereichen dieses Systems, was absolut auf Reichtum und Macht ausgerichtet ist, haben bewusst diese Welt beeinflusst, manipuliert und gelenkt. Nein, ich bin kein Verschwörungstheoretiker, denn man muss doch nur die Augen auf machen und überlegen, ob das alles nur Zufälle sein können? Und dabei gibt es genügend bekannte Beispiele, die beweisen, was ich meine. Wie oft schon hat man Gründe für Kriege erfunden oder gewisse Kräfte eines Landes von außen unterstützt, damit man später an die Bodenschätze kam? Und wer hat am meisten von solchen Machenschaften bisher profitiert? Die Masse der Menschheit oder die 10 Prozent, denen 90 Prozent gehört? Es ginge auch anders und bitte, ich meine nicht, dass man die Leistungsgesellschaft gänzlich abschaffen sollte. Aber wenn Menschen auf der einen Seite vor Kriegen flüchten müssen und andere Menschen dadurch immer noch reicher werden, dann brauchen wir uns doch nicht wundern, dass dies alles Hass, Gewalt, Mord und Totschlag hervor bringt.
    Zufriedene Menschen kennen weder Neid noch Missgunst! Klingt zu einfach? Ja, es ist viel komplizierter, aber im Grunde krankt dieses kapitalistische System genau an oben Beschriebenen und es wird noch schlimmer werden, solange zum Beispiel die Rüstungsindustrie Profite macht und die Gesellschaft dann die Zeche dafür bezahlt oder nur Länder mit Atombomben "sicher" vor Kriegen sind. KRANK!

  • 13
    0
    Nixnuzz
    22.02.2020

    @OlafF: dito. 1 grüner. Nur: wo/wann fing das Ganze an - welche Ursachen? Nur die AfD als Sammelbecken und Förderverein für derartiges auszumachen? Wieviel ohnmächtige Wut über eine ausufernde "demokratische Bürokratie" mit der Negierung des Respektes von Bürgern - beid- und gegenseitig? Vor Ort liegen Probleme an - entschieden wird irgendwann irgendwo auf irgendeiner Ebene in weitweitweg. Oder garnicht. Es entsteht ein Handlungsvakuum, in dem der/die Betroffenen ersticken. Keine Ahnung, wieviel Intellektuelle welcher Philosophieschule oder Analytiker darüber wirkungsvoll? geschrieben oder gesprochen haben - da wo es brennt, helfen sich Menschen selbst oder folgen aus Angst den Heilsversprechen denen, die in der Lage sind, verbal oder organisiert Schein-Lösungen anzubieten. Ok - ich kann den Spagat von Ortsvorstehern oder höheren Dienstgraden nicht lösen, aber diese Menschen müssen den Murks für ihr persönliches Engagement ausbaden, das ihnen die demokratischen Verwaltungsstrukturen mit ihren bürokratischen Entmündigungsvorschriften zulassen. Etwas haben wollen erfordert auch etwas geben zu müssen. Wer Strom will braucht Leitungen - auch über oder hinterm Haus. Nur findet dieser Ausgleich nicht mehr statt. Unwissenheit, produziert durch überbordende Informations-, Akten- und Paragraphenschwemme, erzeugt Angst und Hilflosigkeit, die sich vielleicht in der Reaktivierung alter struktureller Verhaltensweisen und damit Gruppenbildung darstellt - aber bei ideologischen Rattenfängern nur deren Machtinteressen dient. Wie biologisch jung sind unsere historischen Volksparteien? Wie abgehoben und verbürokratisiert sind die Einstiegshürden? Die "Alten" marschieren Termingerecht durch die Städte - angemeldet durch jetzt "Rechtsradikale" - die jungen latschen als "Friday-for-Future" weltweit über den Asphalt. Möglichst weit von einander getrennt. Mit der Wende sollten die "Blockflöten" eigentlich das zeitliche gesegnet haben - schätze aber, das dies System des ständigen Macht- und Regierungsbestzes hat sich bis zum Ersticken der Menschlichkeit einer Partei weiterentwickelt. Wenn selbst ein abgesetzter Umweltminister einmal frische Luft für seine Partei einfordert - das läst mehr als tief blicken. Ich wünsche dieser Regierungspartei ein paar kräftige Gärgase im Hinterziummer, das mal die Fenster für frischen Wind mit viel Rumms rausfliegen. Ob danach diese einseitige, konservative "alternative Bürgermitte" noch zulauf hätte?...
    (Sorry - mal wieder lang geworden..)

  • 14
    3
    Haju
    22.02.2020

    Das ist die soziologische Theorie, die uns bis zum Binnen-I mit Sternchen, bis zum (abgelehnten) Antrag der Fraktionen der Grünen beim EU-Parlament geführt hat, auch Blondinenwitze wie eine qualifizierte Straftat (also wie Körperverletzung) zu behandeln (Inhaftierung).
    Auch Frank Zappa sah sich schon 1985 solchen Vorwürfen bei einer Anhörung vor dem US-Kongreß ausgesetzt und sagte: „Es gibt mehr Liebeslieder als andere Lieder. Wenn Musik Menschen veranlassen könnte, bestimmte Dinge zu tun, dann würden wir uns alle lieben.“
    Aber man kann ja von mir aus schon mal anfangen, damit aufzuhören, jeden Andersdenkenden, Konservativen nunmehr explizit verbal mit Auschwitz in Verbindung zu bringen, während man vorher diese Absicht noch mit Begriffen wie "neue Rechte", verbunden mit einem vielsagenden Augenrollen (!) verborgen hat. Derartiges ist nämlich ganz klar eine äußerst schwere Beleidigung - nicht mehr und nicht weniger.

  • 21
    3
    OlafF
    21.02.2020

    Ich finde das Intetview recht interessant. Besonders die Sache mit dem respektvollen Umgang.
    Aber beim genauen Durchlesen entstehen auch Fragestellungen:
    Es fällt auf, dass im Sprachgebrauch (Neusprech?) immer häufiger extrem und radikal verschwindet und durch rechts ersetzt wird. ...Die Sprache ist verroht, die Normen sind verschoben....(siehe oben)
    Was ist eigentlich ....ein weißer Mensch ? In welcher Schublade befindet man sich denn gerade als aufmerksamer Leser? Ich dachte rassistische Einteilungen sollte es nicht geben?
    Und wie darf ich mich bezeichnen, wenn ich mich einer gegenwärtigen Gesellschft oder Kultur zugehörig fühle. Bin ich dann Nationalist und das böse Wort darf dann bei Bedarf gegen ein böseres Wort ausgetauscht werden? Es zeigt doch wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind.

  • 9
    11
    872889
    21.02.2020

    Ja, frankjac, solche Taten wird man tatsächlich nie verhindern können, solange selbst in Parlamenten durch eine dort vertretene Partei Hass in den Köpfen gesät und die Gesellschaft gespalten wird.

  • 5
    8
    cmi
    21.02.2020

    Einmal mehr - q.e.d: an der Daumenverteilung hier und auch allgemein daran, unter welchen News kommentiert wird und unter welchen nicht, sieht man wunderbar wie die hiesige Leserschaft tickt.

  • 30
    16
    frankjac
    21.02.2020

    Wahnsinnstaten wie in Hanau wird man nie verhindern können, egal welche Anstrengungen der Staat oder die Gesellschaft unternimmt! Selbst wenn es keine "rechten" Parteien oder deren "Propaganda" gäbe, könnte man solche Taten niemals völlig ausschließen. Man kann da nun alle möglichen Ursachen herzaubern, im Endeffekt alles vergebene Mühe. In diesem Land wird alles so lange zerredet und zurechtgeredet bis es irgendwie passt und dabei möglichst viele schwarze Peter dem unliebsamen Gegner zugeschoben, bis man dem Störenfried endlich das Maul verbieten kann und alles wieder seinen gewohnten Gang geht.

  • 19
    23
    ChWtr
    21.02.2020

    Da man hier bewusst auf taube Ohren stößt, Tatsachen verdreht und Fakten absichtlich nicht wahrhaben will, hat alles Weitere keinen Wert.

    Das nächste Halle / Hanau passiert wieder. Die geistigen Brandstifter haben ganze Arbeit geleistet.

  • 13
    20
    KTreppil
    21.02.2020

    Es wird insgesamt, bei vielen Gewalttaten, viel zu schnell versucht, diese als Tat eines psychisch kranken Einzeltäter's zu erklären. Hier sollte unbedingt und in jedem Fall, nicht nur diesem aktuellen, ein Umdenken einsetzen.

  • 17
    22
    Distelblüte
    21.02.2020

    Frank Asbrock hat es vollkommen richtig zusammengefasst. Aber in diesem Forum wird er weitgehend auf taube Ohren, Unverständnis und Ablehnung stoßen.
    Schade.