Parteienforscher: "Mit Merkel ist kein Frieden zu erwarten"

Parteienforscher: Erst nach der Ära der CDU-Vorsitzenden kann es wieder eine wirkliche Annäherung zwischen den Unionsschwestern geben

1Kommentare

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    Hankman
    06.07.2018

    Na ja, die Überschrift ist etwas plakativ gewählt. Vielleicht liegt es nicht so sehr an Merkel, dass in der Union Unfrieden herrscht, sondern eher an ihren Gegnern. Ich glaube auch nicht daran, dass es möglich ist, die konservativen Positionen in der CDU wieder zu stärken und ansonsten alles so zu lassen, wie es ist. Das würde die Partei zerreißen, denn ein so breites Spektrum kann sie nicht gleichzeitig abdecken. Es könnte also nur darum gehen, die CDU wieder etwas konservativer auszurichten. Das hätte zur Folge, dass sie Wähler, die sie in diesem Teil des Spektrums verloren hat, zurückgewinnen könnte - gleichzeitig würde sie aber auf der anderen Seite verlieren, bei eher liberalen Unionswählern und in den großen Städten.

    Merkels Ansatz, die CDU zu modernisieren (auch ein Stück weit zulasten des konservativen Flügels), halte ich für richtig. Auch wenn man über viele inhaltliche Entscheidungen und Positionen diskutieren kann. Aber sie und ihre Mitstreiter haben die einst erstarrte CDU in die Moderne geführt und ihr eine breitere Wählerbasis erschlossen. Noch mal zur Erinnerung, weil das immer wieder vergessen wird: Es geht in der Politik im Kern nicht darum, einem bestimmten Parteiflügel oder bestimmten politischen Positionen zu ihrem Recht zu verhelfen. Es geht darum, eine gute Politik für das Land und möglichst viele Menschen zu machen.

    Vielleicht sollte man wirklich mal ernsthaft und ohne Schaum vor dem Mund eine neue Arbeitsteilung der Unionsschwestern diskutieren: Die CDU und die etwas konservativere CSU organisieren sich jeweils bundesweit und treten auch bei Wahlen überall gleichberechtigt an. Ihre Kooperation können sie ja dennoch fortsetzen.



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