Pro und Kontra: Sollten Schüler für das Klima streiken?

Europaweit demonstrieren Schüler während der Schulzeit für den Erhalt der Umwelt. Am Freitag erstmals in Chemnitz. Ist diese Aktionsform richtig?

Pro: Der Protest ist eine wichtige Selbstermächtigung der jungen Generation, findet Tim Hofmann: Wir Erwachsenen zeigen ihr schließlich nicht, wie man Zukunft gestaltet. 

Wohlmeinende Politiker haben jetzt doch tatsächlich Greta Thunberg für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Ein schönes Beispiel dafür, warum die aktuelle Erwachsenen-Generation die Gegenwart einfach nicht in den Griff bekommt: Wir suchen Heil etwas zu oft im schrillen Extrem und verzerren selbst gute Ideen dabei bis zur Unkenntlichkeit. Aber das dürften die Kinder und Jugendlichen, die sich bei "Fridays for Future" für eines der unstrittig drängendsten Probleme der Menschheit einsetzen, mittlerweile gewohnt sein: Von "Großen", die sich Wurstscheiben aus Qualtierhaltung einzeln in Plastik verschweißen lassen und Kerosin steuerfrei ausschenken, hagelte es gegen die aktuellen Klimaschutz-Aktionen des Nachwuchses eine Art von Kritik, deren weitgehend argumentfreie Bissigkeit schlicht gehässig ist: Die Hinweise aus U-18-Mündern zu wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden da jovial mit "Geht erst mal zur Schule, ihr Rotzlöffel" gekontert. Diskussionen gab es auch - darüber, was die Kinder alles falsch machen. Ausweichen und Abbürsten - ja, das haben wir drauf! Perfide dabei: Kinder können per se nur den Raum nutzen, den wir Erwachsenen ihnen öffnen. Wir sind also dafür verantwortlich, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich Gehör zu verschaffen. Auch gegen uns - welchen Wert hätte es sonst? Wenn wir ihnen nicht mehr gestatten, als sich in unserem Käfig auszutoben, haben sie das Recht, diesen aufzubrechen. Und zwar verbrieft: Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen garantiert Heranwachsenden, sich informieren und beteiligen zu dürfen. Gehört zu werden! Beschlossen? Vor 30 Jahren. Aber das Kyoto-Protokoll sitzen wir ja auch nur aus ...


Kontra: Es ist schön, dass junge Leute für besseres Klima demonstrieren. Ronny Schilder fragt sich aber, ob die Aktionsform dafür nicht ziemlich widersinnig ist.

Heute demonstrieren Schülerinnen und Schüler weltweit, vor allem aber im globalen Norden für eine bessere Klimapolitik. Mir fällt kein Argument ein, warum man nicht für eine bessere Klimapolitik demonstrieren sollte. Realitätsverweigerer, die den Klimawandel leugnen, und Verschwörungsfanatiker, die von einer "globalistischen" Attacke faseln, mögen sich darüber grau ärgern. So sehe ich die Sache nicht.

Ich frage mich aber, warum diese junge Bewegung ausgerechnet zum "Schulstreik" als Mittel der Wahl gegriffen hat. Warum die Aktivisten nicht ein anderes, sinnvolleres Zeichen setzten. Nur mal nachgedacht: Hat nicht zum Beispiel unser Konsum viel mehr mit dem Klimawandel zu tun als gerade die Schule, und liegt hier nicht Protestpotenzial? Klar, bei demonstrativem Konsumverzicht würden womöglich weder die Regierung noch die Eliten, weder "die" Wirtschaft noch "die" Medien, weder Merkel noch Davos so Beifall klatschen, wie sie es gern für diese formlose, schwer auf konkrete Ziele festzulegende "Fridays for Future"-Bewegung tun. Macht die Zuneigung der Etablierten die Aktivisten nicht auch nachdenklich?

Die Schule ist doch ein Verbündeter im Kampf gegen das Klimaverderben, ihr Boykott eigentlich widersinnig. Schüler mit Haltung, die bewusst und leidenschaftlich lernen, sind eine kommende Macht.

Der Schulbesuch übrigens ist auch ein Privileg, für das 270 Millionen Heranwachsende auf dieser Welt alles geben würden, denn sie sind davon ausgeschlossen. Auf Unterricht zu verzichten, um "Zeichen zu setzen", muss man sich eben erst einmal leisten können. Auch das ist eine Facette der "Fridays for Future". Mir ist nicht ganz wohl dabei.

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 6 Bewertungen
33Kommentare
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  • 4
    5
    Interessierte
    16.03.2019

    Der Märchenerzähler Blackadder ist voll in Fahrt …. ;-)

  • 6
    7
    Tauchsieder
    15.03.2019

    Sie machen sich hier zur anonymen Witzfigur "Bla....." !

  • 7
    5
    Einspruch
    15.03.2019

    Laufen die Klimaschüler zur Schule oder fahren mit dem Fahrrad bei Wind und Wetter? Also ich kenne das noch so. Wenn nicht, könnten die das schon mal als Beitrag für die Umwelt leisten. Wäre ein Anfang.

  • 4
    9
    Blackadder
    15.03.2019

    @ralf66: Ich habe niemanden geschickt.

  • 9
    5
    Einspruch
    15.03.2019

    Durchgefroren und nass gehört bei manchen zum Berufsbild. Die bekommen dafür auch keine Aufmerksamkeit.

  • 7
    10
    ralf66
    15.03.2019

    @Blackadder, wer hat den Sie gezwungen, heute bei dem Sauwetter Ihre Kinder zu einer Demo zu schicken?

  • 9
    6
    Malleo
    15.03.2019

    Frage in die Runde der Kommentatoren:
    Wer fährt ein Auto über 200 PS und wer ist das letzte Mal von A nach B mit der Bahn gefahren?
    An die Klimaschüler die Frage:
    Wie viele abgelegte Smartfons liegen im Schrank und wann habt ihr des letzte T-Shirt für 3 € gekauft?

  • 8
    11
    Blackadder
    15.03.2019

    Meine Kinder sind durchgefroren und nass, aber glücklich. Wer immer noch denkt, Schüler demonstrieren bei DEM Wetter 3 Stunden in der Innenstadt, nur weil sie dann nicht in die Schule müssen, hat sie nicht mehr alle.

    Würde mich wundern, wenn die Kritiker hier sowas durchziehen würden, aber vom warmen Sofa aus kommentiert es sich halt leicht.

  • 8
    9
    ralf66
    15.03.2019

    @DTRF2005, als Angst würde ich das nicht bezeichnen, aber ich habe große Bedenken, dass immer mehr, wie zum Beispiel jetzt die Schülerökolobby, für gewisse Themen lauthals kämpferisch auf die Strasse gehen, von denen sie nichts verstehen, dass Für und Wider selber nicht herausfinden können. Auch stößt mich völlig ab, dass der größte Teil der Jugend, für etwas demonstriert, was sie im alltäglichen Leben nicht umsetzen.Ich kenne die Energie der Schüler bei unterschiedlichen Projekten in der Schule, mit welcher Ausdauer und Genauigkeit diese umgesetzt werden, tut mir Leid ich kann hierzu zu keiner anderen Einschätzung kommen, als ich dazu heute noch die Bundestagsdebatte und die Reden der Abgeordneten, der Altparteien zu diesem Thema gehört habe, ist bei mir gleich der Ofen aus gewesen, denn was dort heut von diesen Abgeordneten zu diesem Thema Schülerdemos und Klimaschutz erzählt wurde, ist weit von der Realität entfernt, dass sind Wunschvorstellungen und Lobhudeleien gewesen, die ein völlig verzerrtes Gegenwartsbild zeichnen, hier werden wie immer, Minderheiten zu Mehrheiten hochgejubelt und das wissen die auch.

  • 10
    7
    Tauchsieder
    15.03.2019

    Auf jeden Fall "DTR.....", Tag und Nacht, unheimliche Angst. Vor allem vor dem unheimlichen, gereiftem Wissen dieser Schüler. Die Schüler sollten lieber Angst haben, dass sie nicht politisch missbraucht werden. Mal sehen, ob ihr Wissen auch soweit reicht.

  • 8
    8
    DTRFC2005
    15.03.2019

    @872889: Was Sie da alles angeben, wird aber vorwiegend durch die Eltern gedeckelt. Also Null Vorbildwirkung. Es ist aber so, das dies nun einmal nicht alle betrifft. Es gibt sehr viele Menschen, die da sehr wohl darauf achten, was gut und was schlecht für die Umwelt ist. Und es werden immer mehr, vor allem jüngere Menschen. Viele der Altersgruppe ab 50 bis ca.70 ist da weniger dran interessiert. Erst die sehr viel älteren merken die Auswirkungen und ich habe schon so oft gehört, wenn Ältere Menschen gestöhnt haben und meinten, hätten wir doch anders gehandelt. Und nun soll es die Jugend richten.

  • 6
    11
    DTRFC2005
    15.03.2019

    @ralf66 und Tauchsieder: Haben Sie Angst vor der Jugend? Es ist eben immer schlecht, wenn man einen Spiegel vorgehalten bekommt und das auch noch von Heranwachsenden. An der Schule meines jüngsten Kindes, ist die gesamte Oberstufe und Mittelstufe in die Stadt zur Demo gefahren. Es gab zum großen Teil sehr aussagekräftige Plakate und Schilder und das Weltweit. Hier sieht man auch sehr schön, wie global vernetzt Kinder und Jugendliche sind, sowie das sie offenbar keinerlei Berührungsängste haben, miteinander ungeachtet von Herkunft und Nationalität sich zu verständigen. Im Gegensatz zu vielen Erwachsenen, denen schon das Äußere eines Menschen Angst macht, die engstirnig denken und handeln, denen der Planet und dessen Zukunft egal zu sein scheint.

  • 5
    4
    osgar
    15.03.2019

    Ich muss doch tatsächlich das erste Mal @Interessierte zustimmen.
    Das interessanteste Plakat, was ich gesehen habe, war
    "Fickt euch selbst und nicht die Erde"

  • 7
    3
    ChWtr
    15.03.2019

    Modeshow, @ralf66?

    Zu wem gehören denn die Kinder & Jugendlichen?

    Leben die losgelöst von allem?

    3x Fragezeichen!

    Eine Antwort: wir, die Erwachsenen leben doch vor, was möglicherweise (nicht immer) unsere Kinder nachahmen resp. nachmachen.

    Also ganz vorsichtig mit solchen Äußerungen, wie sie hier @ralf66 kundtut.

  • 6
    4
    61charly
    15.03.2019

    "Tauchsieder nimmt ja auch den Klimawandel und die 12.000 Wissenschaftler von #scientistsforfuture nicht ernst."
    Jetzt tun Sie Tauchsieder unrecht, er ist ein ganz großer Wissenschaftler. Er hat entdeckt, daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre gar nicht gestiegen ist und eh nur "Pille Palle" ist.
    https://www.freiepresse.de/vogtland/plauen/erfolg-fuer-buergerplattform-windrad-plaene-liegen-auf-eis-artikel10125979

  • 13
    4
    saxon1965
    15.03.2019

    Man kann den Kindern und Jugendlichen nicht vorwerfen, dass sie an das glauben, was man ihnen beigebracht hat.
    Noch immer sagt man ihnen zum Beispiel, dass E-Auto fahren der Umwelt hilft. Verschweigt aber tunlichst, dass für das Lithium der Autobatterien massive Umweltschäden und Wasserverschwendung zu Buche stehen. Dazu kommt noch die größtenteils umweltschädigende Stromgewinnung. Sicher muss man bei Allem Für und Wider abwägen. Jedoch wurde lobbygesteuert all zu oft umweltfreundlichere Mobilität verdrängt (Schiene, Wasserstoffantrieb ü. ä.), was die Politik zu verantworten hat. Und ganz aktuell werden Autos mit hoch effektiven Verbrennungsmotoren gebaut, die aber keine 150.000 Kilometer mehr halten, vollgepackt sind mit umweltschädlichsten und teuren Materialien und das wird uns dann als fortschrittlich verkauft!
    Wie schon geschrieben: Nachhaltigkeit ist der beste Umweltschutz!

  • 12
    10
    ralf66
    15.03.2019

    Eine Jugend, die gerade alles das in Anspruch nimmt und nutzt, was alles andere als Umweltfreundlich, ist und dann für ein besseres Klima demonstriert, ist nicht ernst zu nehmen, so etwas ist unaufrichtig und geht am wahren Anliegen vorbei, halt ne Modeshow weiter nichts.

  • 4
    8
    Interessierte
    15.03.2019

    Die Schüler haben aber damit nicht nur den Freitag zu tun , die haben damit die ganze woche zu tun , das beschäftigt die Schüler die ganze Woche , wenn die große Plakate gestalten ...

  • 4
    8
    Tauchsieder
    15.03.2019

    Ganz aktuell, dass Hauptthema der heutigen Demonstrationen in Deutschland ist die angeblich verfehlte Verkehrspolitik dieser Regierung.
    Da können wir uns noch auf einiges gefasst machen, vielleicht demnächst die Verteidigungspolitik usw. .

  • 11
    3
    872889
    15.03.2019

    Natürlich dürfen und sollen Kinder und Jugendliche sich zu Wort melden - schließlich geht es um IHRE Zukunft. Die Alten haben viel zu oft wenig oder gar kein Verständnis für die Umwelt. „Was kümmert mich der Umweltschutz, wenn andere...“. „Alles nur grünes Gelaber...“. Typische Reaktionen, wenn man im Umfeld das Thema anspricht. Und genau da liegt das Problem. Jeden Tag Fleisch aus Massentierhaltung, hoffentlich immer alles schön und bunt verpackt, mit dem Auto jeden kleinsten Weg zurücklegen, immer das neuste Smartphone oder TV-Gerät... Ja, hier können wir uns alle an die Nase fassen - und eventuell auch mal ein wenig über das Konsumverhalten etc. nachdenken. Vielleicht gelingt es den Kindern, die Erwachsenen etwas dazu anzuregen.

  • 10
    18
    DTRFC2005
    15.03.2019

    Diese Aktion der Kinder kann man nur unterstützen und sich zusätzlich an ihre Seite stellen. An dieser Stelle fällt mir zusätzlich der Artikel über die Kindergesundheit ein bezüglich Asthma und Neurodermitis. Zwei Erkrankungen deren Anstieg eindeutig dem Umwelt und Klimaraubbau zuzuordnen sind. @ChWtr: trifft es auch so gut. Kinder an die Macht. Dann würde definitiv ein anderer Wind wehen. Natürlich kann man argumentieren, das Kinder keinen Plan von politischen, wirtschaftlichen und lobbyistischen Weltverflechtungen haben. Das ist auch gut so. Damit sind sie wesentlich unbefangener und vielleicht wird die Welt ein klein wenig besser.

  • 9
    12
    ChWtr
    15.03.2019

    Gegenseitige "Schmeicheleien" sind hier fehl am Platz (und auch anderswo) und zeugen von fehlender geistigen Reife.

    Warum nicht der Slogan: Kinder an die Macht!
    Die würden uns schon den Marsch blasen - wenn sie denn könnten (...)

  • 18
    10
    miblst39
    15.03.2019

    Ich meine auch dass Schüler nach Schulschluss demonstrieren sollten. Warum die Aktion in Deutschland einen englischen Titel verwendet, erschließt sich mir überhaupt nicht. Michael Blank

  • 5
    14
    Blackadder
    15.03.2019

    @Tauchsieder: Damit kann ich prima leben :-)

  • 8
    10
    Tauchsieder
    15.03.2019

    Genauso wenig wie sie "Blac....." !

  • 20
    6
    saxon1965
    15.03.2019

    Ich bin der Meinung, dass es eigentlich mühselig ist, über Klimawandel ob menschengemacht oder nicht zu streiten.
    Auch bei den Themen Klima und Umwelt ist doch primär das System das Problem. Ein System was nur auf Wachstum ausgelegt ist und nur durch diesen funktioniert. So werden unsere endlichen Ressourcen verpulvert, unwiederbringliche Ökosysteme vernichtet und sogar Verbraucher politisch manipuliert, um Fehlentwicklungen auch noch freudig zu finanzieren.
    Um diese ganzen Zusammenhänge zu erkennen, um letztlich grundlegend was zu ändern, braucht es diesen Aufstand der um ihre Zukunft Betrogenen und eine andere, bessere Bildung. Eine Bildung die nichts mit (Bildungs-) Politik zu tun hat, sondern mehr mit "gesundem Menschenverstand"!

  • 8
    20
    Blackadder
    15.03.2019

    Ich bin überrascht diesmal doch recht kluge und ausgewogene Kommentare bei diesem Thema zu finden. Beim letzten Beitrag war ich eher entsetzt über so viel Ignoranz dem Klimawandel und Arroganz der jungen Generation gegenüber. Danke.
    @Distelblüte: Tauchsieder nimmt ja auch den Klimawandel und die 12.000 Wissenschaftler von #scientistsforfuture nicht ernst.

  • 9
    13
    Distelblüte
    15.03.2019

    Ausgewogen und klug dargelegte Argumente. Ich stehe bei Pro, doch wenn Kontra gefragt wird, ob Demos das beste Mittel sind, dann möchte ich ergänzen: sie sind nur ein Anfang. Wenn den Protesten kein Handeln folgt, laufen sie ins Leere. Aber das ist eine Aufgabe der Firmen und der Politik. Hoffentlich bewegen die Proteste etwas.
    @Tauchsieder: Schade, dass Sie Jugendliche nicht ernst nehmen.

  • 23
    2
    saxon1965
    15.03.2019

    @KarlChemnitz, ich gebe ihnen Recht. Jedoch meine ich nicht, dass wir nicht die "Erde anhalten" können, aber doch sehr viel für eine bessere und gesündere Umwelt tun können.
    Als Erstes muss wieder auf Langlebigkeit produziert werden und nicht auf gewinnoptimiertes Wegwerfen. Da waren wir im Osten schon mal viel weiter!

  • 8
    10
    Nixnuzz
    15.03.2019

    Ich finde es richtig, das unsere Kinder trotz Aussicht auf Sanktionen für etwas sinnvolles eintreten. Ich stelle mir vor, das ein anderes Theme wie Ausfall von Unterricht durch mangelhafte Schulpolitik auf der Strasse dargelegt wird. Es gab ja nach 1968 noch weitere Demonstrationen u.a. 1969 gegen die BaFög-Berechnung. Da fielen ebenso Vorlesungstage aus. Und: Für wieviele gab es einen Schubs in das spätere Leben? Es gab doch 2 Reaktionen danach: Erkenntnis als Streikender, das etwas bewegt werden kann. Und das man selber zu etwas eine widerstandsfeste Meinung positionieren kann! Trotz Sanktionen. Hinter wieviel Paragraphen können sich machtausübende Personen Themen-unbetroffen zurückziehen? Und: Erich Mielke ist ja auch nicht wegen Liebeskummer zurückgetreten...

  • 15
    6
    ChWtr
    15.03.2019

    Was ist, wenn beide Argumente nicht von der Hand zu weisen sind? Es ist richtig und wichtig, dass in diese Bewegung Bewegung kommt. Die Schulzeit sollte dabei außen vor bleiben. Im Rahmen einer Schulexkursion könn(t)en sich daran auch engagierte Lehrer beteiligen.

  • 22
    9
    KarlChemnitz
    15.03.2019

    Zwei sehr kluge Kommentare. Beide kann ich so unterschreiben, deswegen für mich nicht pro und kontra, sondern: sowohl als auch! Fakt ist schon mal eins: Die Debatte kommt langsam ins Rollen. Für mich liegt der Hauptfokus darauf, dass wir endlich damit anfangen, uns bewusst vor Augen zu führen, dass es für diesen Planeten keinen Ersatz gibt und wir alle unseren Lebensstil gründlich ändern müssen. Das schlimme ist, dass wir das alle schon sehr lange wissen, aber einfach unseren Arsch nicht hochbekommen. Daher ist es doch letztendlich nur zu begrüßen, wenn unsere Kinder uns nun in den Allerwertesten treten und dabei aber auch beginnn Ihre eigene (Und nicht vergessen: Von uns vorgelebte!) Lebensweise zu hinterfragen. Wenn dieser Prozess jetzt beginnt, dann hat die ganze Aktion einen sehr großen Wert.

  • 23
    18
    Tauchsieder
    15.03.2019

    Das ist der Anfang einer unsäglichen Odyssee.
    Was einmal funktioniert und nicht sanktioniert wird erzeugt einen Nachahmungseffekt. Was ist das nächste Thema für das sich lohnt auf die Straße zu gehen, vielleicht zu wenig Kindergeld, oder Ferien, oder, oder ... ?



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