Rückkehr zur Wehrpflicht steht «nicht zur Debatte»

Eine Renaissance der alten Wehrpflicht wird es wohl nicht geben. Aber die Idee einer Dienstpflicht für junge Männer und Frauen bleibt auf dem Tisch. Vor allem in der Union hat sie viele Anhänger. Schon der CDU-Parteitag im Dezember könnte einen Beschluss fassen.

2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Interessierte
    09.08.2018

    Ich wäre für das eine Jahr Dienstpflicht , und es gibt ja 3 Möglichkeiten , Armee .- Umwelt - Soziales , da kann man schon mal wählen und vielleicht fällt ein Beruf mit ab ....
    In diesem einen Jahr wird man selbständiger und erwachsener und somit reifer ...
    Und da einige Jugendliche ´irgendwann`` abrutschen , wäre das auch eine Möglichkeit , die wieder ´aufzufangen`` ...

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    Meisterlein79
    06.08.2018

    Wenn man so zurückblickt, muss ich mir auch sagen, die Aussetzung der Wehrpflicht war gut gemeint, nur wie es immer häufiger in diesem Land vorkommt, schlecht durchgeführt.

    Zuerst einmal sollte ja, mit dem Weg in eine Berufsarmee, Ressourcen gestärkt und die Armee von einer „Verteidigungsarmee“ des Kalten Krieges in eine moderne, wenn man es so will „(Angriffs)Armee“ umgewandelt werden. Ja, weltweit sollte die Bundeswehr einsatzfähig sein, ob in Paderborn oder am Hindukusch, am Nordkap oder im Kongo, in der Nord- oder Ostsee, wie am Horn von Afrika. Ja, die Strategie sollte NATO-tauglich sein, weg vom Verteidigen der Landesgrenze, hin zum Weltpolizisten, in bester kaiserlicher Tradition.

    Der durchaus gelobte Zivildienst, ach, wenn interessiert den das. Pflegenotstand? Personalknappheit? So ein Quatsch. Das sollen mal die Bufdis machen. Alles in bester Neo-Liberaler-Denke, es soll FREIWILLIG sein.

    Und nun kommt’s, wer bitte schön macht in der heutigen Zeit was freiwillig? Da ist der Neo-Liberalismus auch in der Gesellschaft angekommen. Wenn Steuern zahlen freiwillig wäre, die Straßen wöllte ich nicht sehen.

    Okay, natürlich läuft es auch gerade wirtschaftlich gut, so dass sich für jeden jungen Menschen, die Frage stellt, Lehre, Kariere, Studium oder freiwillig 1 Sabbatjahr im Altenheim oder Krankenhaus oder Kita. Sicher es gibt solche Idealisten und das ist toll, nur es sind die Allerwenigsten. Die meisten Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder öffentlichen Dienstleister, die auf die „billigen“ Zivis gesetzt haben, wissen was man daran hatte, denn mehr reguläres Personal wurde in den wenigsten Fällen eingestellt. Dieser Personalmangel gilt im Übrigen auch für die Armee. Die Leute sind nicht blöd, wer heute zum Bund geht, weiß das er ggf. erschossen oder noch schlimmeres werden kann. Ein Zinksarg ist jetzt für mich kein Kariere-Highlight.

    Zumal jeder auch weiß, dass auf das überlebenswichtige Material eben seit geraumer Zeit und immer häufiger, kein Verlass mehr ist,  U-Boote und Schiffe sind nicht einsatzbereit sind, genau wie Hubschrauber und Flugzeuge, die Gewehre schießen am optimalsten, bei +16°C und leichtem Nieselregen. Ach so, genau die Schützenpanzer sind für große Soldaten(innen) neuerdings auch nicht geeignet. Und und und. Natürlich wurden Bundeswehr Kitas eingerichtet und Soldatinnen können jetzt auch Umstands-Tarnfleck tragen. Man sollte ja auch Positives erwähnen. Leider hilft die Gesamtsituation, den Soldaten und Soldatinnen nicht weiter, ganz im Gegenteil.

    Ich lehne mich jetzt einmal weit aus dem Fenster und gebe einmal folgenden Vorschlag:

    -          Die Wehrpflicht bleibt abgeschafft.

    -          Dafür wird ein verpflichtendes Sozialesjahr (also 12 Monate), für Männlein und Weiblein und für alle die sich dazwischen fühlen, egal mit welchem Hintergrund – KEINE Ausnahmen, nach der Berufsausbildung oder vor dem Studium, spätestens mit Erreichen des 20. Lebensjahres.

    -          Die Bundeswehr wird zu einer Verteidigungsarmee im europäischen Rahmen zurückgebaut, deutschen Soldaten sind nur Auslandseinsätze erlaubt innerhalb eines UN-Blauhelm-Mandates, an diesen dürfen nur Berufssoldaten teilnehmen.

    -          Wer das Sozialjahr nicht machen möchte, sondern lieber für 12 Monate zum Militär möchte, kann dies tun, solang in dem Fall die gesundheitlichen Grundvoraussetzungen gegeben sind, nach 3 und 6 Monaten, kann man zurück in den Sozialdienst, wenn Bund nichts ist.

    -          Nach dem Grunddienst bei der Bundeswehr, kann man sich als Zeit oder Berufssoldat verpflichten.

    -          Wer sich nach dem Sozialjahr bzw. für eine neue Ausbildung in dem Bereich interessiert, sollte gehaltstechnisch auf die Stufe nach erfolgter Ausbildung gestellt werden



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