SPD verliert nach Kühnert-Debatte an Zustimmung

Berlin (dpa) - Die SPD hat nach einer Forsa-Umfrage an Zustimmung verloren. 15 Prozent der Wahlwilligen würden sich derzeit für die Sozialdemokraten entscheiden, wie aus dem am Montag veröffentlichten RTL/n-tv-Trendbarometer hervorgeht.

Das sind zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Die Union verbessert sich um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent.

Forsa stellte das Absacken der SPD in den Kontext der Debatte über die Sozialismus-Thesen von Juso-Chef Kevin Kühnert. Mit «den Kollektivierungsforderungen von Kevin Kühnert» verprelle die SPD «ein weiteres Mal die über 11 Millionen früheren SPD-Wähler aus der politischen und gesellschaftlichen Mitte, die heute der SPD ihre Stimme nicht mehr geben wollen», sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL.

Die Umfrage hatte zwar bereits begonnen, bevor das Interview mit den Aussagen von Kühnert erschienen war. Die Aussage sei aber dennoch haltbar, sagte Peter Matuschek von Forsa. Die Umfrage war zwischen dem 29. April und dem 3. Mai gemacht worden, das Interview war am 1. Mai erschienen. Erst nach dem Erscheinen des Interviews sei der Ausschlag bei der SPD nach unten gegangen, erklärte Matuschek. Es gebe deshalb einen eindeutigen Zusammenhang.

Die Werte der übrigen Parteien bleiben nach der Umfrage unverändert: Die FDP kommt auf 8 Prozent, die Grünen auf 20 Prozent, die Linke auf 9 Prozent, die AfD auf 13 Prozent. 6 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden. 23 Prozent aller Wahlberechtigten sind unentschlossen oder würden nicht wählen.

Im jüngsten Insa-Wahltrend für die «Bild»-Zeitung, der vom 26. bis zum 29. April erhoben wurde, lag die SPD bei 16 Prozent.

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8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Nixnuzz
    07.05.2019

    "..Und da hält sich BMW dran? Wenn Sie die Kunden betrügen!.." Womit? EU-Diesel-Pkw? Na ja - das würd ich der Gruppendynamik für höhere Premienfahrzeuge zuordnen... In den Club kommt auch nicht jeder rein...

  • 4
    3
    Freigeist14
    07.05.2019

    Franzudo @ projektieren Sie doch nicht Ihre Wünsche und Aversionen in das Handeln anderer . Das ausgerechnet Sie Willi Brandt in die Debatte bringen wollen ist wirklich albern .

  • 5
    4
    Täglichleser
    07.05.2019

    Franzuto Kevin Kühnert hat eine Diskussion
    angestossen, seine Meinung gesagt.
    Sie giften hier ganz schön herum. So sind
    Ihre Gedanken nicht frei für Argumente und
    sachliche Gegenargumente.
    Nixnutz zum Punkt 2 Eigentum vepflichtet.
    Und da hält sich BMW dran? Wenn Sie die
    Kunden betrügen!

  • 5
    5
    franzudo2013
    07.05.2019

    Es ist ja so bitter, weil eine starke SPD so einem Wirrkopf den Stecker ziehen würde. Helmut Schmidt und Willy Brandt hätten ihn rausgeworfen, Schröder hätte sich deutlich distanziert.
    Die Folgen des Geredes sind noch gar nicht absehbar. Politikverdossenheit und Protestwahl wachsen, das irrationale Erscheinungsbild der Politiker wird zementiert.
    Scheint aber vielen FP-Lesern zu gefallen.

  • 9
    1
    Nixnuzz
    07.05.2019

    Ohne jetzt auch noch in eine Grundgesetzneufassung einzusteigen, hier nochmal der GANZE § 14:"
    Art. 14
    (1) 1:Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. 2:Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.

    (2) 1:Eigentum verpflichtet. 2:Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

    (3) 1:Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. 2:Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. 3:Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. 4:Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

    Wenn ich Kevin Kühnert richtig verstehe und die SPD nicht vor sich selber weglaufen würde, ist das ganze doch nur ein Sturm im Wasserglas. Möglichst zum Tornado hoch drehen und den Untergang der Republik an die Wand nageln? Als Musterbeispiel BMW herangezogen und die Eigentumssituation aufgezeigt. Ja - und?? Sitzen die Eigentümer physisch auf Geldsäcken oder arbeitet dies Geld in anderen Firmen im In- und Ausland mit anderen Arbeitnehmern? Zahlt der BMW-Eigentümer keine Steuern? Ok: 14/2/2: Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Was tun die Eigentümer also über die Bereitstellung von Lohn und Brot hinaus? Weiß ich nicht? Mag sicherlich im jeweiligen Firmenjahresbericht vielleicht aufgeführt sein. Und Hrn. Söder mag ich nicht fragen...Wenn ich BMW oder sonstwelche Aktien hätte, erwartete ich als "Firmenanteils-Eigner" einen entsprechenden Obulus oder Leihgeld-Verzinsung von meinem! Unternehmen. Nichts anderes läuft hier. Und ob ein reiner Aktienbetrieb oder Privatunternehmen vor die Wand gefahren wird - alle Eigentümer hängen neben den Arbeitnehmern mit am Fliegenfänger. Nur je größer der Laden um so eher greift Vater Staat dem "Versager" finanziell - und damit ich - unter die Arme. ..bis zur endgültigen Pleite.. nach Sozialplan..

  • 5
    7
    Zeitungss
    07.05.2019

    @franzudo2013: Schmalspurig und einseitig wie immer Ihre Auftritte. Wenn Sie diese Zeilen formulieren, stelle ich mir gerade vor, dass selbst der Schreibtisch um sein Leben bangen muss. Es gibt auch viele Vertreter mit anderen Meinungen, was legitim sein dürfte, die haben allerdings auch nicht nur ihre persönlichen Interessen im Vordergrund. Haben Sie schon Plakate in Auftrag gegeben mit der Aufschrift "Nieder mit der SPD" ? ? ? Nebenbei, ich bin kein SPDler.

  • 7
    5
    Blackadder
    07.05.2019

    Komischerweise hat sie bei der INSA sogar zugelegt.

  • 5
    9
    franzudo2013
    06.05.2019

    Unter 5% sind noch möglich! Weiter so! Jeden Tag einen Knaller, jeden Tag ein Schlag ins Gesicht des deutschen Steuerzahlers. Kuehnkev - der beste Wahlkampfmanager, den die SPD je hatte.



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