US-Botschafter in Berlin droht Deutschland mit Truppenabzug

Der Gesandte der USA in Berlin verlangt von der Bundesregierung, mehr Geld für Verteidigung auszugeben. Andernfalls würden die US-Soldaten aus Deutschland abgezogen. Es ist nicht die erste Drohung des Diplomaten.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Standard

Unsere Empfehlung zum Kennenlernen

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Premium


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 18,00 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Sie sind bereits registriert? 

4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Nixnuzz
    10.08.2019

    Da unsere Staats-einnahmen/-ausgaben schwarz genullt sind und bei der derzeitigen Wasserknappheit nur ein Wärmeüberschuss vorhanden ist, sollten Eingriffe in den Haushalt zwecks Ausgleichszahlungen an die bei Abwanderung dann verwaisten Alt-US-Stationierungorte sorgfältig und nicht einfälltig überdacht werden. Ansonsten sollte man sich über die Möglichkeiten des Bundeshaushaltes schlau machen. Da die dortigen Summen ja in der Regel nicht auf schweizer Nummernkonten sondern zur Abgleichung von Arbeitsstunden in erster, zweiter oder dritter Reihe bei Industrie und Bürokratie verwendet werden, sind bei Einsparung oder Reduzierung derartiger Ausgaben auch die dann erforderlichen Arbeitslosenhilfen neu zu kalkulieren. Von anderen Ausgaben im menschlichen Bereich dann ganz zu schweigen. Eine Parteizugehörigkeit des Wirtschafts- oder Finanzminister alleine dürfte nur das geringere Übel sein. Vielleicht wären die Zahlungen des EU-Haushalt intensivster Überprüfung zu unterziehen...

  • 1
    0
    Freigeist14
    10.08.2019

    Hankman@ Deutschland hat sich nicht verpflichtet sondern sich der Absicht ,2% vom BIP für Rüstung auszugeben , erklärt . Das ist ein feiner Unterschied ,den die Edelfedern in manchen Redaktionen gern übersehen .

  • 5
    0
    Hankman
    09.08.2019

    Irgendjemand sollte Herrn Grenell mal erklären, wie man sich als Botschafter eines Staates in einem anderen Land verhält und was die Aufgabe eines solchen Diplomaten ist. Was den Inhalt seiner Botschaft betrifft: Ich glaube nicht, dass wir heutzutage im Land wirklich US-Truppen brauchen, die uns beschützen. Die USA sind ein sehr wichtiger Verbündeter, der seine Basen in Deutschland für Operationen in der halben Welt nutzt. Wenn die US-Regierung glaubt, dass ihre Truppen von Polen aus besser operieren können, dann sollen sie ruhig ihre Standorte dorthin verlagern. Das kostet allerdings viel Zeit und vor allem viele Milliarden Dollar, die der chronisch klamme US-Haushalt nicht hergibt. Ich halte das Ganze also eher für Theaterdonner. Und wenn Botschafter Grenell nicht völlig durchgeknallt ist, weiß er das auch.

    Dennoch: Deutschland hat sich verpflichtet, sich bei den Verteidigungsausgaben auf die Marke von 2 Prozent des BIP zu bewegen. Das war eine unsinnige Entscheidung, weil Deutschland ein hohes BIP hat und deshalb einen horrenden Betrag für den Wehretat aufwenden müsste - im Gegensatz zu ärmeren NATO-Ländern, die viel billiger davonkommen. Die Politiker, die damals diese unsinnige Zusage gegeben haben, sollten nun mal erklären, wie sie sie einhalten wollen, ohne das Land zu ruinieren. Aber einfach zu sagen: Wir geben uns ja Mühe, aber das wird eh nichts, ist keine Lösung. Ehrlich wäre es, endlich zuzugeben, dass dieses Ziel Schwachsinn ist.

  • 5
    0
    DrWernerSchmidt
    09.08.2019

    Oh, weh, da schießt sich gerade einer selber ins Knie. Man stelle sich vor, in Deutschland gäbe es keine fremden Truppen mehr. Sie nehmen hoffentlich zu erst auch die Atombomben mit, die im Westen lagern.
    Bei seinem Wahlkampf hatte Trump doch versprochen, alle amerikanischen Soldaten nach hause zu holen. Soll er doch gleich anfangen. Dann würden letztlich auch keine Atomraketen in Zukunft in unserem Land stationiert. Aber die Heuchelei unserer öffentlichen Medien, die uns immernoch den bösen Russen vor Augen halten, wird das schon alles verhindern.
    Trotzdem würde ich mich freuen, diesen Tag noch zu erleben, an dem die Amerikaner weltweit die Koffer packen und nach Hause fahren. Wir hätten sicher eine bessere Welt.