Wie das DDR-System abgewickelt wurde

Im Frühjahr und Sommer vor 30 Jahren mussten im Zuge der deutschen Vereinigung auch die beiden Sportsysteme zusammengebracht werden. Mitgestalter Sven Baumgarten aus Thüringen erinnert sich mit gemischten Gefühlen und spricht Ungerechtigkeiten an.

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6Kommentare
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  • 3
    2
    Freigeist14
    27.05.2020

    acals@ Sie schaffen es mühelos , die "Aufarbeiter " nach der Wende in den Schatten zu stellen . Ich habe nach der 2. Zeile aufgehört zu lesen : Wer von Hitlers Weltbild und seinen Vorbildern in Österreich-Ungarn und Wien keine Ahnung hat ,sollte besser schweigen .

  • 5
    0
    Hinterfragt
    27.05.2020

    Wie doch immer wieder medienwirksam die Tatsache ausgeblendet wird, dass im Westteil Deutschlands ebenso massiv gedopt wurde ...

  • 0
    8
    acals
    26.05.2020

    Nun, die Erfolge waren tatsächlich sagenhaft. Ein 17 Mio Volk stellt die USA in den Schatten, wie zB Seoul 1988. Wer meint, das wäre besonderem Training und Genetik zu verdanken überschätzt die Hitlersche Rassenlehre; wer Doping ausschliesst unterschätzt die Schergen und willfährigen/gewissenlosen Handlanger des ddr regimes.

    aber gut - Olaf gewinnt Gold im Radrennen und Kristin 6x Gold im Schwimmen. Schön. Und der Bürger Normalo? Der darf sich daran erfreuen, mehr auch nicht. Schwimmbrille und Badehose zu kaufen gesucht - Fehlanzeige. Rennräder - die Zahl hab ich dann aus 1985 offiziell - drei Rennräder pro Jahr für meinen Heimatkreis mit 125.000 Einwohnern. Sprechen wir nicht über Erich's Strassen - aber Olaf bekam seine Asphalt-Strecke in Thüringen durch den Wald gelegt. (Fuhr sich auch in 1991 noch gut)

    Da Sportler Diplomaten waren, da diese Diplomatie Helsinki 1975 unterschrieben hat und trotzdem im Staatsauftrag gemordet hat - welchen Trainer will ich ernst nehmen? Bzw. andersrum: Der Nachweis, dass es auch ohne die bunten Pillen ging - der wurde nicht erbracht, somit KWV (keine weitere Verwendung). Fehler? Fehlanzeige!

  • 3
    3
    Interessierte
    26.05.2020

    Dazu kam gestern auch wieder ein interessanter Film , wie die DBR ausspioniert wurde und letztendlich zur Gauck-Behörde , wie die arbeitet und die Spitzel für die DDR ausfindig gemacht hat , von 12.000 hat man 1.000 noch nicht enttarnt ….
    Dafür braucht man wohl diese Behörde , weniger für die Stasi-Opfer …

    https://www.ardmediathek.de/one/video/trailer/unsichtbare-jahre/one/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTU1ZGRlNDFlLWMwZTMtNDc0ZS1iMDdiLWFiNDVjYjExYjBiYg/

    https://www.ardmediathek.de/ard/video/filme/unsichtbare-jahre/one/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTJlY2Q1NTllLWE1YmUtNGExZC1hZjE5LThhZDNhNTZmNzlhMw/

  • 8
    2
    klapa
    22.05.2020

    Es erfüllt einen Absolventen der ehemaligen DHfK in Leipzig mit Wehmut, mit welcher Missgunst und welchem Neid diese Hochschule, Zentrum der Sportwissenschaft im Osten Deutschlands, als Konkurrentin der Deutschen Sporthochschule Köln im Zuge der Wende sinn- und geistlos einfach plattgemacht wurde.

    Die Abwickler fragten arroganterweise in ihrer Kurzsichtigkeit nicht danach, welche neuen in die Zukunft weisenden Aufgaben dieser Einrichtung mit ihrem international anerkanntem Mitarbeiterstab in einem vereinigten Deutschland zugunsten des gesamtdeutschen Sports übertragen werden konnten. Sie musste einfach weg, alles andere war unwichtig.

    Eifersüchtelei und Scheelsucht hinsichtlich der sportlichen DDR-Erfolge waren Motiv und Antrieb des Siegers, den Besiegten in derselben Art und Weise zu demütigen, wie er es auf vielen anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gebieten im Osten praktizierte.

    Über die Konsequenzen, die daraus entsprangen, wundert er sich 30 Jahre später in gleicher anmaßender Weise, wie er sie damals verursachte.

    Die ehemalige Deutsche Hochschule für Leibesübungen in Köln erlebte übrigens 1933 ein ähnliches Schicksal, als die Nazis ihre Herrschaft in Deutschland antraten. Der gesamte Mitarbeiterstab wurde entlassen und die Einrichtung gleichgeschaltet. Das ist kein Vergleich, sondern eine historische Tatsache.

  • 12
    5
    Freigeist14
    22.05.2020

    Zu erwarten wäre wenigstens ,daß die BRD zu ihren Fehlern und Fehleinschätzungen von damals stehen würde . Aber : Fehlanzeige . Allein das Narrativ vom Dopingsystem , dem sich jeder Athlet beugen musste , wird gnadenlos als Erklärung für die Erfolge des DDR - Sportsystems aufrecht erhalten .