Angriffe gegen mehr als 700 Lehrer wegen Corona-Maßnahmen in Sachsen

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Die Pandemie hat den Ton zwischen Lehrern und Eltern im Freistaat verschärft. Auseinandersetzungen schlagen nicht selten auch in körperliche Gewalt um.

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1111 Kommentare

Warum wir unsere Kommentarfunktion auf der Homepage deutlich einschränken

  • 13
    3
    Ha24Lu01
    07.05.2021

    Mir fällt auf, dass in keiner Berufsgruppe soviel hineingeredet wird wie bei den Lehrern. Alle wissen alles besser! Mein Vorschlag wäre, diejenigen, die sich ständig über die Lehrer beschweren, sollten mal für ein halbes Jahr sich vor eine Klasse stellen und unterrichten und nicht nur das. Zum Lehrerberuf gehört noch viel mehr.
    Vielleicht ändern sich dann die Meinungen zum Lehrerberuf. Ich würde mir wünschen, dass wir alle zur Vernunft kommen und ein respektvolles Miteinander leben.

  • 18
    1
    GisSchrutek
    07.05.2021

    In den letzten Dienstjahren habe ich miterleben müssen, dass immer weniger ausgebildete junge Kollegen an die Schule(n) kamen, viele hervorragend Ausgebildete wurden vor Jahren ungewollt in die Teilzeit "gezwungen" bzw. "verabschiedet" (ohne politischen Hintergrund!). Die Anzahl der "Seiteneinsteiger" nahm zu. Von denen macht ein Teil auch eine sehr engagierte Arbeit, andere verzagen schnell, können die umfangreichen Aufgaben (die vielen in der Bevölkerung gar nicht bekannt sind) nicht bewältigen oder geben nach einiger Zeit auf. Lehrer wird man nicht so "nebenbei", und auch begleitende Maßnahmen ersetzen kein jahrelanges Studium und mehrere Praktika. In meinem Falle waren das ein vierjähriges Grundschulstudium und danach ein vierjähriges Fernstudium (Humboldt-Uni Berlin, Diplomabschluss), um an den Förderschulen (L) unterrichten zu können. Der Bildungssektor in Sachsen ist in den letzten Jahren sträflich heruntergefahren worden! - Die Schilderungen der Eltern kann ich verstehen!

  • 21
    1
    SuDo
    07.05.2021

    Die Nerven liegen bei Lehrern, Eltern und Schülern blank. Trotzdem kann die Lösung nicht darin liegen, sich gegenseitig zu beschimpfen. Natürlich gilt das auch für Lehrer, die ihren Frust keinesfalls an den Kindern oder den Eltern auslassen dürfen!

    Ich bin selbst Elternsprecher und im Kreiselternrat. Wenn man miteinander ins Gespräch kommt, auf einer sachlichen Ebene, lassen sich viele Dinge regeln, auch ohne "die Politik da oben". Wie Tigermama schreibt, gab es in vielen Schule lange kein Onlineangebot, weil auf irgendwas von oben (?!?) gewartet wurde. Mit gemeinsamen Ideen, konstruktivem Feedback und persönlichem Engagement wurde die Situation jedoch ständig verbessert, so dass in unserer 4. Klasse zuletzt regelmäßige Onlinestunden stattfanden.

    Ich finde es schade, wenn Menschen ihre Energie auf Jammern und Schimpfen verschwenden, stets die Schuld auf "die anderen" schieben, statt selbst anzupacken (was während Corona auch erfreulich viele getan haben, es geht doch!).

  • 9
    14
    Tigermama
    07.05.2021

    Es zählt aber auch schon Belästigung in die Statistik, und da ist es ein weites Feld, ab wann sich jemand belästigt fühlt.
    Für meine Kinder kann ich sagen, es hat so gut wie GAR KEIN Onlineunterricht stattgefunden, weder im Gymnasium der 7. Klasse, noch in der Grundschule 3. Klasse. Von einem Lehrer hörte man 7 Wochen gar nichts, der war krank, eine Vertretung wurde nicht organisiert. Ja, und auch ich bin irgendwann sehr ungehalten geworden im Januar gegenüber Lehrern und Schulleitung, weil das so nicht in Ordnung sein kann. Irgendwann reicht die Kraft auch bei uns nicht mehr, vor allem wenn beide voll berufstätig (selbständig) sind.
    Erst DANACH gab es das erste Mal Unterricht überhaupt, vorher nur Aufgaben, Aufgaben und Aufgaben. Feedback dazu gab es nur in seltenen Fällen. In anderen Schulen im Vogtlandkreis war es auch nicht viel besser, daher kann ich das große Mitleid für die Lehrer nicht wirklich nachvollziehen.

  • 5
    9
    HeiLo
    07.05.2021

    Ich heiße Mobbing nicht gut, da ich selbst weiß was Mobbing mit einem machen kann.
    Wer fragt aber im Gegensatz dazu, wie mit den Schülern teilweise umgegangen wird.
    Da ist Mobbing, Abgrenzung, Bestrafung,weil sie dem Arbeitstempo mancher LehrerInnen nicht entsprechen, ebenso an der Tagesordnung.
    Auch die Schüler haben es nicht leicht.
    Und der Unterschied mit welchem Engagement Schulen und Lehrer mit der derzeitigen Situation umgehen ist mehr als differenziert.
    Auch in angespannten Situationen darf es nicht zum Alltag gehören das Kinder permanent angeschrien, Federkästchen in die Ecke fliegen, Schüler vortreten müssen um dann bloß gestellt zu werden oder in den Speiseraum verbannt werden.
    Es ist derzeit für alle eine überaus angespannte Zeit. Die heutigen Schüler sind teilweise selbsbewußter, lauter, respektloser. Einerseits positiv, andererseits tendenz negativ.
    Und die geringe Stellenzahl von LehrerInnen in den Schulen macht das alles nicht einfacher.

  • 6
    21
    2PLUTO6
    07.05.2021

    SuDu, weil die Lehrer der Prellbock sind für die Dummheit der Politik!
    Sie können ja nur das machen, was ihnen vorgeschrieben wird, auch wenn sie einer anderen Meinung sind.

  • 14
    3
    Progress
    07.05.2021

    @steech Antwort auf Ihre Frage 1: Nein. Auf Frage 2: Jaaa

  • 21
    8
    langearnold
    07.05.2021

    @2PLUTO6
    Jetzt ist also die Landesregierung/Politik schon Schuld daran, wenn Gewalt von Eltern an Lehrern ausgeübt wird...nicht Ihr Ernst, oder?
    Ich würde da eher die Ursache bei den Großeltern suchen, die offensichtlich bei der Erziehung ihrer Kinder mal grundsätzlich was verpasst haben.

  • 29
    2
    SuDo
    07.05.2021

    @2PLUTO6, ich stimme Ihnen zu, dass Lehrer keinen leichten Job haben. Was kann jedoch in diesem Fall die Landesregierung dafür, dass Eltern sich nicht beherrschen können und Lehrer beschimpfen, beleidigen oder gar tätlich angreifen?
    Vielleicht sollte die ganze Gesellschaft mal wieder die Schulbank drücken und lernen, wie man respektvoll miteinander diskutiert, auch wenn die Ansichten auseinander gehen?

  • 13
    24
    2PLUTO6
    07.05.2021

    Jetzt tritt die Misspolitik der Landesregierung offen zu Tage! Die Lehrer müssen das nun ausbügeln und leider auch ausbaden! Das kann so nicht sein!
    Das ist dann die nächste Berufsgruppe nach den Pflegekräften die den Job wechselt, weil die psychischen und physischen Belastung nicht mehr auszuhalten sind!

  • 41
    2
    Steech
    06.05.2021

    Ist den Menschen denn noch zu helfen? Haben denn schon so viele den Verstand und die Bodenständigkeit verloren?