Auf Homeschooling folgt Dauerstress im Klassenzimmer: "Wir sind extrem fertig"

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Nach monatelangem Homeschooling ist für viele Kinder der Stress jetzt größer als vor Corona. Zwei 16-Jährige erzählen, wovor sie Angst haben.

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 12
    1
    KTreppil
    28.06.2021

    Interessant wäre, wenn man auch mal hören würde, was die Lehrer dazu zu sagen haben. Es gibt wie überall solche und solche, bei Schülern wie Lehrern. Aber was treibt manche an, diese "Zensurenhatz" zu betreiben? Fühlen sich die Lehrer auch von irgendwo unter Druck gesetzt, den Lehrplan aufzuholen und Zensuren zu sammeln, koste es was es wolle? Meines Wissens soll auch mit einer Note eine Zeugnisnote Bestand haben. Es verlangen ja Schüler oder Eltern nicht, den Jahresabschluss geschenkt zu bekommen. Exakt so wie beschrieben läuft es in manchen Fächern an der Schule meiner Kinder, also sind es keine Einzelfälle.
    Wenn es überhaupt Gewinner aus der Pandemie geben kann, die Kinder und Jugendlichen sind es auf keinen Fall. Sie werden die Folgen der Pandemie auf vielfältige Weise ihr ganzes Leben mit sich herum tragen müssen.

  • 18
    5
    KTreppil
    28.06.2021

    Ich kann mich allen eigentlich nur anschließen. Habe ich mir während des Lockdown Sorgen um meine Kinder wegen des Homeschooling gemacht, mache ich sie mir jetzt wegen des Präsenzunterrichtes. Die Lehrer handeln pauschal, kein Schüler wird individuell gefördert, Noten sammeln ist angesagt, ohne dass oftmals überhaupt eine "Bestandsaufnahme" erfolgte. Setzt es eine schlechte Note, wird kaum hinterfragt warum, fehlt Zeit und Gelegenheit zum ausbügeln.
    Arbeitnehmer nach monatelanger Krankheit erhalten oftmals Gelegenheit langsam und stufenweise wieder in den Berufsalltag einzutreten. Unsere Kinder waren zwar nicht krank, monatelang ist viel an Struktur, Lerntechniken und sozialen Kompetenzen verkümmert, kann teilweise nur langsam wieder zurück in den Alltag gefunden werden. Sicherlich individuell verschieden von Schüler zu Schüler. Aber es kann nicht jeder gleich von 0 auf 100 touren. Sprach sich nicht Herr Piewarz ausdrücklich dagegen aus, dass nun eine "Notenhatz" statt findet....???

  • 8
    9
    nordlicht
    28.06.2021

    Mein Enkel, 11. Kl., hat jetzt ein noch schlechteres Zeugnis als im letzten Jahr erhalten. Er kann es besser, aber diese Situation wegen Corona, hat ihm zu zuvielen spielen am Handy verführt.

    Meine Tochter stand per Mail mit den Lehrern in Kontakt. Mein Enkel sagte, er hätte Arbeiten abgegeben, die Lehrer verneinten es.

    Trotz Hilfe bei einer Arbeit, hat er nur 1 Punkt erhalten. Aber es gibt halt auch Lehrer, die manche Schüler nicht verknusen können und das schon seit paar Jahren.

    Ich drücke die Daumen für alle, die sich Mühe gegeben haben um die Prüfungen zu schaffen. Und ich kann mich gut in die Verfassung der 2 Schüler hineinversetzen. Bleibt stark und seid zuversichtlich.

    Und, ich bin froh, dass ich "nur" die Oma bin. ;)

  • 20
    1
    vidi
    28.06.2021

    Den Kommentaren ist nichts hinzuzufügen! Der Artikel sehr gut recherchiert und mit Empathie aufgeschrieben. Genau diese Situation erleben wir mit unserer Enkelin, 16 Jahre, 10. Klasse Gymnasium.
    Es ist an der Zeit, die Schulpolitik zu überdenken. Erst wird gesagt, dass Zensuren nach den Schulschließungen nicht im Vordergrund stehen dürfen. Was passiert, es hagelt Arbeiten, keine Vorbereitung auf BLF möglich.
    Danke an die Autorin, Frau Müller! Mögen Lehrer*innen und Politiker diesen Artikel lesen, verstehen und richtige Schlussfolgerungen daraus ziehen. Es geht um unsere Kinder und Enkel!

  • 44
    1
    440214
    28.06.2021

    (3)
    Klingt vielleicht etwas Zynisch, ist aber nicht von der Hand zu weisen: Neues Jahr, neue Schüler, neues Spiel, …

    Ich könnte noch ganze Kommentarspalten füllen, nur noch an die Journalisten: Nehmen Sie sich diesem Thema weiter und intensiv an. Geben Sie allen Betroffenen die Möglichkeit ihre Situation klar zu machen und setzen Sie die Verantwortlichen in den Schaltstellen der Politik unter Druck.

    Danke

  • 38
    3
    440214
    28.06.2021

    (Teil 2)
    Wem interessiert dabei schon welche technischen Voraussetzungen die Lernenden zur Verfügung stehen, was ihren Umgang, die Technik und Zugangsmöglichkeiten betrifft?

    Sich Wissen im Selbststudium anzueignen oder eine Tätigkeit in Homeoffice zu erledigen, bringt schon viele Erwachsene an die Grenzen. Wie soll es erst bei Kindern sein? Viele Kinder sind gar nicht in der Lage und haben sich „ausgeklinkt“, andere mit großem Ehrgeiz gehen über ihre Belastungsgrenzen, sitzen bis in die Nacht vor ihren Bildschirmen und verzichten dabei auf Kontakt und Freizeit zur Erholung. Honoriert wird dies nicht sondern wird Folgen für Gesundheit (Psyche, Augen, Schlafprobleme, …) haben und die nachfolgenden Ausbildungschancen erheblich vermindern.
    Bei meinen Überlegungen habe ich die Lehrer nicht vergessen!
    Auch für Lehrkräfte ist dies sicher keine einfache Zeit. Aber, die Konsequenzen müssen sie nicht tragen.

  • 43
    1
    440214
    28.06.2021

    Schön, dass für diesen Artikel die Kommentarfunktion freigeschalten wurde (im Übrigen halte ich es für einen Fehler dies nicht mehr zu ermöglichen, da damit eine wichtiger Indikator für die Journalisten und Artikelverfasser wegfällt).

    (Teil 1)
    Das Thema Schulbildung ist so ein Wichtiges. So viele, eigentlich alle, sind davon betroffen. Die Gemeinschaft muss alles dafür tun um ihren Kindern die bestmögliche Schulbildung zu ermöglichen. Diese entscheidet die Zukunft ganzer Generationen und letztlich kann sie selbst über das Fortbestehen einer Gesellschaftsgruppe ausschlaggebend sein.

    Ist das Bildungssystem nicht vor Corona schon in einem desaströsen Zustand gebracht worden? Und was passiert gerade?

    Die in Hauptsache Betroffenen, die Schüler, wurden ins kalte Wasser geworfen in dem nicht wenige bildungsperspektivisch "ersaufen" werden. Für die Kinder und Jugendlichen waren die letzten Monate ein 24/7 Stunden Job. Aneignung von Wissen in Selbststudium. > Teil 2

  • 47
    2
    nursenicolle
    28.06.2021

    Der Artikel ist gut recherchiert und noch wohlwollend geschrieben. Eine Vielzahl von Kindern und Schülern sind mit der Situation überfordert, ebenso wie die Eltern, die ihre Kinder nicht wieder erkennen. Vom SMK wurden die Schulleiter mehrmals darauf hingewiesen, mit den Schülern individuell umzugehen und die Noten nicht in den Vordergrund zu stellen. Leider sind viele Pädagogen nach wie vor hinter den Noten her, wie der Teufel hinter der Seele. Das ist mehr als traurig. Es ist kaum möglich, dass die Kinder große Projekte und Klassenarbeiten und die BLF in gewohnter Leistungsstärke absolvieren. Der Fokus sollte auf die Ganzheitlichkeit gelegt werden und nicht nur auf stupide Wissensabfrage.