Bachmann: Pegida tritt nicht bei Landtagswahl an

Dresden. Pegida wird sich nicht mit einer eigenen Partei an der Landtagswahl in Sachsen beteiligen. Das gab der Mitgründer des fremdenfeindlichen Bündnisses, Lutz Bachmann, auf Facebook bekannt. "Im Gegenteil", schreibt Bachmann, "Pegida wird zur größten Tugend zurückkehren, zur Überparteilichkeit!" Er entkräftet damit monatelange Spekulationen, dass Pegida bei der Wahl am 1. September antreten wolle. "Bürgerbewegung bleibt Bürgerbewegung!", heißt es nun von ihm.

Vor allem die AfD hatten diese Gerüchte beunruhigt. Sie befürchtete, dass ihr mit Pegida eine Konkurrenz im rechten Lager erwachsen könnte. Das Verhältnis von Pegida und AfD gilt als angespannt, seit die sächsische AfD auf Distanz zum Bündnis ging. Bei einem Parteitag im September stimmte sie gegen einen "Schulterschluss" mit Pegida.

Bachmanns Kommentar liest sich zugleich wie eine Absage an die neue Partei von André Poggenburg, die dieser unter dem Namen "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) gegründet hatte. Bachmann und Siegfried Däbritz - ein weiteres Pegida-Gründungsmitglied - hatten sich Ende vergangenen Jahres bei einem Treffen der Gruppierung "Die Nationalkonservativen" gezeigt, die Poggenburg ins Leben gerufen hatte. Deswegen war in den vergangenen Tagen vermutet worden, dass sich Pegida auch dem AdP anschließen könnte. Doch der Verweis auf die "Überparteilichkeit" deutet auf das Gegenteil hin.

Gedankenspiele, dass Pegida eine eigene Partei gründen könnte, sind nicht neu. Bachmann hatte sie vor Jahren selbst befeuert. Im Sommer 2016 hatte er die Gründung der  "Freiheitlich Direktdemokratischen Volkspartei" angekündigt. Konkreter wurden diese Pläne dann aber nie. (kok)

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