Kretschmer: Wir brauchen Zuwanderung

Vor Wirtschaftsvertretern hat Sachsens Minsterpräsident auf alles eine Antwort. Schnelle Lösungen für alles hat aber auch er nicht.

10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Distelblüte
    25.09.2018

    @saxon1965: Grüner Daumen von mir.

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    saxon1965
    25.09.2018

    @Distelblüte: Vielleicht überrascht sie dass, aber ich stimme ihnen zu, wenn sie schreiben "...bei Pro Chemnitz jede Woche mitlaufen, dann scheint die absolute Mehrheit davon nicht gerade ein Ausbund an differenziertem Denken zu sein."
    Ergänzen möchte ich, dass für die, die differenzierter Denken es leider (noch) keine Plattform sprich Demo gibt. Entweder man ist dafür oder dagegen. Ich möchte mich mal bei einer s. g. Gegendemo mit einem Plakat "Gegen Asylmissbrauch" hinstellen. Da wird dann genau sowenig differenziert.
    Es ist aber auch ein Fakt, dass nun mal mehr Migranten als Studenten mit dunklem Teint im Land sind. Im Grunde können einem alle Asylberechtigten und wirklich angeworbenen Fachkräfte leid tun, denn durch diese misslungene Asylpolitik mit all ihren Auswüchsen, leiden automatisch alle "Ausländer" unter der jetzigen Situation. Kein indischer IT-Experte wird gerne in dieses Land kommen, wo er in einen Topf mit "erheblich vorbestraften und unter Bewährung stehenden ... geduldeten Asylbewerbern ohne gefestigte soziale Bindung... geworfen wird. Leider verwechseln meiner Meinung nach einige Menschen dabei Ursache und Wirkung!

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    aussaugerges
    25.09.2018

    Gerade eben ARD Info, Integrationsprozesse sprengen alle Kostenvorgaben.

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    Einspruch
    24.09.2018

    Die Wirtschaft? Die ist doch nicht unschuldig.
    Die will doch vor allem fertige Mitarbeiter und nichts investieren in vorhandene oft schon gut ausgebildete Arbeitskräfte. Mit Zuwanderung meinen die doch nur, noch billigere Arbeitskräfte rekrutieren zu können und Druck bei den Löhnen ausüben zu können, für alles, was man noch nicht automatisieren kann.
    Nach wie vor pendelt man, weil hier immer noch Billiglohnland und oft nur Mindesturlaub und unbezahlte Überstunden an der Tagesordnung sind. Damit würden die meisten doch aufhören, wenn die Qualifikation und die Arbeit hier gerecht bezahlt würden. Aber nö, jetzt sollen Leutchen mit unklarer Herkunft noch besser ausgebildet und geeigneter sein. Dabei wurde schon oft genug festgestellt, das da viele gar nicht ausbildungsreif sind. Das hat nicht nur mit der Sprache zu tun. Und die wirklich Schlauen, na die werden doch in ihren eigenen Ländern gebraucht, damit es dort mal aufwärts geht. Das wäre langfristig eher als Bekämpfung von Fluchtursachen geeignet.

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    Distelblüte
    24.09.2018

    @saxon1965: "Die allermeisten Menschen, die gegen die Asylpolitik der letzten Jahre aufbegehren, meinen damit nicht die Einwanderung von ausländischen Fachkräften oder Studenten, denn die gab es schon immer."
    Sorry, aber wenn ich mir die Menschen anschaue, die bei Pro Chemnitz jede Woche mitlaufen, dann scheint die absolute Mehrheit davon nicht gerade ein Ausbund an differenziertem Denken zu sein.
    Menschen werden, wenn man sie nicht näher kennen lernt, erst einmal nach dem Äußeren beurteilt, und da genügt es den schlichten Gemütern, dass der Mann da drüben eine dunklere Haut hat, also ganz offensichtlich nicht ins deutsche Sachsen gehört. Da fragt keiner, ob es sich dabei um einen Studenten der TU handelt. Es wird nicht weiter gedacht. Ich nenne so eine Einstellung Rassismus.
    Und jetzt kommt, empört euch...

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    saxon1965
    24.09.2018

    "... niemanden überzeugen, dass ausländische Studenten und Fachkräfte das wirtschaftliche Lebenselixier für die Wissenschaftsstadt Chemnitz und das Land Sachsen sind. ...die rechtspopulistische Vereinigung Pro Chemnitz gemeinsam mit geschätzt bis zu 2000 Demonstranten erneut ihren Hass und ihre Wut auf die Flüchtlingspolitik auf die Straßen trägt."
    BITTE NICHT WIEDER ALLES IN EINEN TOPF WERFEN!
    Die allermeisten Menschen, die gegen die Asylpolitik der letzten Jahre aufbegehren, meinen damit nicht die Einwanderung von ausländischen Fachkräften oder Studenten, denn die gab es schon immer.
    Jedoch hat das verbriefte Recht auf Asyl, nichts aber auch Garnichts mit unkontrollierter Massenmigration zu tun. Wenn Menschen mit mehreren ungeklärten Identifikationen unser Gastrecht missbrauchen, aus unseren Sozialtöpfen gefüttert werden, so hat dies nichts mit Asyl zu tun. Und wenn es dann noch Politiker/-innen gibt, die Multikulti als Gegenentwurf zu unseren Traditionen und Tugenden propagieren, dann hat das auch nichts mit Weltoffenheit und Toleranz zu tun, denn diese (meist grünen) Damen und Herren erwecken dann eher den Anschein "alles Deutsche sei schlecht".
    Was eigene fehlende Fachkräfte betrifft, da muss sich die CDU leider am meisten Vorwürfe gefallen lassen. Als Politik muss ich erfassen können, wann ich wie viele Lehrer benötige. Für mich gehört Bildungs-POLITIK in Bundeshand, mit Verbeamtung und ohne größere Unterschiede in der Bezahlung der Lehrkräfte.
    Finnland hat das Schulsystem der DDR übernommen und wo stehen sie jetzt?!
    Solange jedoch es in der Grundschule wichtiger ist zu lehren welche Neandertalerstämme es gab, dafür aber kein Kind mehr weiß wie man ein Feuer machen kann oder wie man sich im Freien richtig verhält, werden weiter linkische Smartphonebenutzer unsere Schulen verlassen. WO GEHEN EIGENTLICH DIE SPRÖSSLINGE UNSRER POLITIKER ZUR SCHULE?
    Letztendlich muss man der Politik vorwerfen, dass sie brennende Themen verschleppt, außer es geht um Diätenerhöhungen, Karrieren, Postenschaffung und das sie nur all zu oft das Motto lebt "Jedem das Seine, mir das Meiste!"
    POLITIK SOLLTE DIENEN, NICHT HERRSCHEN!

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    ZwischenDenZeilen
    23.09.2018

    Jetzt trommelt schon die Wirtschaft für längeres gemeinsames lernen - bislang immer als typisch linke Forderung abgewiesen. Mal sehen, wie weit Kretschmer die Konservativen Richtung Moderne drehen kann ohne einen Putsch zu verursachen (v a. Einfluss des Erzgebirgskreises als traditionelle schwarze Hochburg).
    Anderseits, wenn sich alle einig sind das in den letzten 20 Jahren doch auch allerhand Mist passiert ist im Freistaat - ist dann die Lösung nicht offensichtlich?

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    Pelz
    23.09.2018

    Kretzschmer will anderen Ländern die Fachleute wegnehmen, die dort vermutlich dringender als in Deutschland benötigten werden. (anstatt in die Jugend hierzulande zu investieren) Wie christlich ist das den? Geht's noch??

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    Hankman
    23.09.2018

    In der Tat mal ein weiser Satz vom MP. Ich meine den letzten Satz des Textes. Den kann ich unterschreiben!

    Was die Zuwanderung betrifft: Ja, mag sein, dass wir Zuwanderung brauchen. Und abschotten sollten und könnten sich Deutschland und Sachsen sowieso nicht. Aber wir sollten natürlich auch Wege suchen, um erst einmal die derzeit Abgehängten unserer Gesellschaft möglichst wieder in den Arbeitsmarkt zu holen. Darum müssen sich Staat und Wirtschaft kümmern. Es kann zum Beispiel nicht sein, dass Firmen einerseits nicht ausbilden, aber andererseits den Fachkräftemangel beklagen. Es kann nicht sein, dass in manchen Branchen Billigstlöhne gezahlt werden und zugleich gejammert wird, dass Arbeitskräfte fehlen. Es kann nicht sein, dass die Arbeitsagentur Arbeitslose zu sinnlosen Kursen schickt, statt sie für die tatsächlichen Anforderungen der Wirtschaft fit zu machen.

    Im Übrigen braucht Deutschland neben der Möglichkeit, hier Asyl zu finden, endlich ein Einwanderungsgesetz, das es Menschen mit einem Mindestmaß an Bildung und Qualifikation ermöglicht, legal hierher zu kommen. Deutschland ist seit langem ein Einwanderungsland. CDU und CSU haben das aber viel zu lange geleugnet und damit ihr Nichtstun begründet. Wenn es legale Möglichkeiten der Einwanderung gibt - ob nun per Punktesystem, Greencard-Lotterie oder wie auch immer - kann man auch die Akzeptanz des Asylrechts wieder verbessern, das heute oft gedehnt oder missbraucht wird, weil es eben zu wenig andere legale Möglichkeiten der Einwanderung gibt.

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    BlackSheep
    23.09.2018

    Zuwanderung braucht man nun mal nur, wenn man nicht bereit ist in die eigene Jugend zu investieren. Für mich ist diese Äußerung ein klares Signal das Herr Kretschmar am Wahlvolk kein Interesse hat.



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