Nach Beschwerde über Twitter: Polizei verteidigt Hubschrauberflug

Nachdem sich ein Twitter-User über einen Hubschraubereinsatz in Leipzig geärgert hatte, reagiert die Polizei nun mit einer deutlichen Klarstellung. Am Sonntag schrieb ein Bürger unter den Schlagworten "So geht sächsisch" auf dem sozialen Netzwerk, dass die Polizei mit dem Hubschrauber sein sonntägliches Frühstück störe und er sich belästigt fühle.

Daraufhin veröffentlichten die Polizei eine Medienmitteilung mit den Worten: "Nein, wir entschuldigen uns nicht für den Einsatz unseres Hubschraubers. Und wenn man keine anderen Sorgen hat, als eine Geräuschbeeinträchtigung während andere in Sorge um Leib und Leben ihrer Angehörigen sind, dann verkennt man scheinbar die Realität."

Hintergrund des Hubschrauberfluges war nach Polizeiangaben eine Personensuche. Am Samstagabend meldete eine Pflegeeinrichtung in Leipzig eine 78-jährige Bewohnerin als vermisst. "Unverzüglich kamen zahlreiche Beamte zum Einsatz, da aufgrund der nächtlichen Bekleidung der Frau und der kühlen Temperaturen Lebensgefahr bestand. Die ganze Nacht suchten unsere Kollegen, unterstützt durch einen Mantrailer und eine Rettungshundestaffel, leider erfolglos, nach der Frau", heißt es in der Mitteilung der Polizei. "Nachdem die Suche am Sonntagmorgen immer noch erfolglos verlief, unterstützte ein Polizeihubschrauber die Suche." Davon offenbar gestört, monierte der Twitteruser den durch den Hubschrauber verursachten Lärm.

Da der Einsatz unseres Hubschraubers auch erfolglos verlief, unterstützte am Nachmittag ein Hubschrauber der Bundespolizei die Suchmaßnahmen - ebenfalls ohne das gewünschte Ergebnis. "Die erlösende Nachricht dann am Montagmorgen gegen 8.15 Uhr. Auf der B 2, zwischen den Anschlussstellen Markkleeberg und der A 38, wurde die Frau mit einem Blumenstrauß in der Hand aufgefunden", heißt es in der Polizeimitteilung weiter. Demnach wurde die 78-Jährige leicht unterkühlt und mit einigen Kratzern, ansonsten jedoch wohlauf, in ihre Pflegeeinrichtung zurückgebracht. (fp)

 

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