Im Nahverkehr gilt weiterhin die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen.
Im Nahverkehr gilt weiterhin die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Bild: Toni Söll/Archiv
Sachsen
Sachsen verlängert Corona-Regeln um vier Wochen

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Die neue Verordnung ist laut Sozialministerin Petra Köpping die 53. - und enthält nur wenige Anpassungen.

Dresden. Sachsen verlängert die bisherigen Corona-Regeln um weitere vier Wochen bis zum 28. Mai. Das Kabinett habe am Dienstag nur geringfügige Anpassungen im Vergleich zur bisherigen Verordnung vorgenommen, teilte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) in Dresden mit. Neu sei, dass Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen bei Einhaltung des 1,50-Meter-Mindestabstands zu den von ihnen Betreuten oder Besorgten nur noch einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz und keine FFP2-Maske mehr brauchen.

Für Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr bleibe es aber so wie bisher bei der FFP2-Maskenpflicht, betonte Köpping. Zudem werde weiter das Tragen eines FFP2-Schutzes in öffentlich zugänglichen Räumen sowie die Beschränkung persönlicher Kontakte auf das notwendigste Maß empfohlen. Beibehalten werde auch die Testpflicht für Arbeitgeber, Beschäftigte und Besucher in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens wie auch in Gemeinschaftsunterkünften.

Köpping zufolge gibt es mit aktuell 873 belegten Betten auf den Normalstationen und 123 auf den Intensivstationen "wirklich keine Überlastung der Krankenhäuser". Personalausfälle bereiteten zwar durchaus Probleme, führten aber nicht zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Versorgung der Patienten. Eine Entlastung werde hier durch die von zehn auf fünf Tage verkürzte Quarantäne-Regel erwartet.

Es sei deshalb davon auszugehen, "dass wir Anfang Mai in allen Kliniken wieder voll versorgen" können. Laut Prognose würden am 2. Mai etwa 649 Betten durch Corona-Patienten auf Normalstationen belegt sein und nur noch etwa 77 auf Intensivstationen. Am 9. Mai sollen es dann nur noch 483 Patienten auf Normalstation und 61 auf der ITS sein.

Sorge bereite ihr mit Blick auf den Herbst die nach wie vor niedrige Impfquote, von den über 60-Jährigen seien bisher lediglich 70,9 Prozent geboostert. "Wir haben genügend Impfstoffe da", betonte Köpping. Die Impfbereitschaft sei "nach wie vor sehr verhalten". Die Ministerin forderte die Sachsen erneut zum Impfen auf, "damit wir einen guten Herbst haben". Es gebe bislang insgesamt 48,6 Prozent geboosterte Menschen im Freistaat.

Nach ihren Angaben handelt es sich bei der am Sonntag in Kraft tretenden Verordnung um die 53. in Sachsen. Ob ihr Ende Mai eine weitere Verordnung folgen werde, hängt demnach auch von einer noch ausstehenden Abstimmung der Gesundheitsministerkonferenz ab.

 

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