Sonderzuschlag für Sachsens Lehrernachwuchs verspätet sich

Monatlich bis 1000 Euro waren den Referendaren im ländlichen Raum ab Januar versprochen worden. Aber nun gibt es erst mal nur die Streichung einer anderen Zulage.

18Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Zeitungss
    15.01.2019

    @HHCL: Danke für die ausführliche Hausarbeit, Note 1+. Die Zusammenhänge sind mir durchaus bekannt, hatte ich allerdings schon erwähnt und Sie hätten sich die "Aufarbeitung" ersparen können. Für die Abstellung dieser Zustände bin ICH NICHT zuständig, dafür leisten wir uns hochbezahlte Volksvertreter, welche in diesem Punkt schon viele Jahre am Ziel vorbeiregieren. Nachdem das Kind nun im Brunnen liegt, braucht man in D. eine einheitliche Regelung, wo sonst jedes BL sein eigenes "Bildungsministerium" betreibt, wenn auch ohne Erfolg. Einheitliche Lehrpläne scheitern, bei der Versorgung schaut man gerne über den Tellerrand, habe ich in Ihrer Hausarbeit zu diesem Umstand nichts gefunden. Da Sie vermutlich Nutzer der neuen Gegebenheit sind, kann ich die Reaktion auf meine Zeilen gut verstehen und Sie sind damit bekanntlich nicht allein.
    Mein Vorschlag deshalb, wir lassen dieses Thema vorerst ruhen und warten auf das Erfolgsergebnis und zwar FÜR UNSERRE KINDER, für die Lehrer ist es bereits greifbar, was bekanntlich das eigentliche Thema war.

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    HHCL
    14.01.2019

    "Sie wissen ganz genau, dass mir die Umstände und Gegebenheiten durchaus bekannt sind, welche der Allgemeinheit nur schlecht zu verkaufen sind."

    Dafür ignorieren Sie sie ziemlich häufig in Ihrer Argumentation. Ich glaube auch nicht, dass der Beamtenstatus der Lehrer der Allgemeinheit so schlecht zu verkaufen ist; viele wollen das ihre Kinder vernünftig unterrichtet werden, also von ausgebildeten Lehrern. Wenn dazu Sachsen an die Bedingungen der anderen Länder anknüpfen muss, ist das durchaus zu "verkaufen". Ich habe eher das Gefühl es stößt (in dieser Diskussion) hauptsächlich Ihnen sauer auf.

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    HHCL
    14.01.2019

    @Zeitungss: "Es geht auch nicht um ein dauernd höheres Gehalt, was ich durchaus akzeptieren kann, sondern um die Rundumversorgung für diesen Berufszweig, finanziert vom Steuerzahler. Dafür haben Sie leider keine Antwort im Gepäck."

    Warum soll ich dafür eine Antwort im Gepäck haben? Es gibt auch keine Rundumversorgung vom Steuerzahler. Auch Beamte zahlen Steuern und müssen für einen Teil ihrer Krankenversicherung aufkommen. Ich will nicht abstreiten, dass die Beamten gut versorgt werden; aber eine Rundumversorgung ist dann doch etwas ganz anderes. Ich frage mich, warum es so wenige Lehrer gibt, wenn man da pausenlos am Ar... geküsst wird; ihrer Beschreibung nach.

    "Wir haben in D. genug Mangelberufe, wollen wir die auch alle verbeamten, nur will vieles verschlafen wurde ?"

    Den Unterschied zwischen anderen Mangelberufen und den Lehrern hatte ich unten schon erklärt. In 15/16 der Bundesländer ist die Verbeamtung der Lehrer üblich, bei anderen Berufen hingegen nicht. Wieso sollte man also Krankenpfleger (um eines ihrer Beispiele zu nehmen) verbeamten? Die Verbeamtung ist ja nun auch für die Lehrer nicht das große Los, da man durchaus in Gegenden versetzt werden kann, in die man nie wollte. Auch dieser Status hat seine Schattenseiten, die nicht verschwinden, nur weil sie immer ausgeblendet werden.

    "Auch in den gebrauchten Ländern sollte die Lehrerverbeamtung auslaufen, bei anderen Berufen hatte man damit auch dort absolut kein Problem."

    Darüber kann man sich durchaus streiten. In Zeiten des Lehrermangels wird das aber nicht passieren und damit muss sich Sachsen auseinandersetzen. In welchen Berufsgruppen lief den die Verbeamtung aus? Mir fallen da zur Zeit nur die Bahn- und Postbeamten Mitte der 90er-Jahre ein. Diese Unternehmen wurden privatisiert und daher auch die Beamten abgeschafft; bei Schulen wird das nicht gemacht werden (können).

    "Bleibt zwangsläufig die Frage, was ist der Lehrer BESONDERES."

    Es gibt durchaus Argumente, die für eine Verbeamtung sprechen: Staatstreue kann verordnet werden, flexible Einsetzbarkeit (Ort kann bestimmt werden), Streikverbot, etc.. Lehrer sind damit auch nichts besonderes, denn Polizisten, Richter, usw. haben auch diesen Status - aus ähnlichen Gründen.

    Wo ist denn nun ihr toller Vorschlag? Bundesweite Abschaffung der verbeamteten Lehrer kann man sich ja wünschen, nur wird es (auf absehbare Zeit) nicht kommen. (Es sei den es kommt ein Staatscrash.) So wie Sie hier auf die Welle hauen hätte ich mehr erwartet.

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    Zeitungss
    14.01.2019

    @HHCL: Wir drehen uns im Kreis. Sie wissen ganz genau, dass mir die Umstände und Gegebenheiten durchaus bekannt sind, welche der Allgemeinheit nur schlecht zu verkaufen sind. Ich stehe zu meiner Meinung und es ist kein Mensch dazu verpflichtet, diese zu akzeptieren. Es geht auch nicht um ein dauernd höheres Gehalt, was ich durchaus akzeptieren kann, sondern um die Rundumversorgung für diesen Berufszweig, finanziert vom Steuerzahler. Dafür haben Sie leider keine Antwort im Gepäck. Wir haben in D. genug Mangelberufe, wollen wir die auch alle verbamten, nur will vieles verschlafen wurde ? Auch in den gebrauchten Ländern sollte die Lehrerverbeamtung auslaufen, bei anderen Berufen hatte man damit auch dort absolut kein Problem. Bleibt zwangsläufig die Frage, was ist der Lehrer BESONDERES. Diesen Fakt zu erklären, hat sich bisher noch kein Leser gefunden, wenn es ans Eingemachte geht, dagegen schon.

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    HHCL
    14.01.2019

    @Zeitungss: Vielleicht würde sich die Anzahl der roten Daumen reduzieren, wenn Sie nicht in jedem Beitrag alle anderen Kommentatoren als leseschwache Halbtrottel hinstellen würden und sich selbst zum großen Durchblicker, der "am Lack kratzt" hinstellen. (Am Lack kratzen hier übrigens zahlreiche Kommentatoren; auch mit heftigem Gegenwind. Das macht Sie hier also auch nicht zu etwas besonderem!)

    Diese Fixierung auf ein angeblich immer höheres Gehalt, die Sie aus allen Beiträgen herausgelesen haben wollen, kann ich auch nicht finden. Aber wahrscheinlich lese auch ich leider nur sehr ungenügend.

    "Das Beamtentum wurde schon stark eingeschränkt, Sachsen fängt wieder damit an, ..."
    Was die Lehrer betrifft, fängt Sachsen damit nicht wieder an, sondern überhaupt. Mit Ausnahme der Schulleiter, waren in Sachsen noch nie Lehrer im Beamtenverhältnis. Man kann das natürlich kritisieren, muss aber dann auch zur Kenntnis nehmen, dass Sachsen damit lediglich gleiche Rahmenbedingungen schafft, wie sie in anderen Ländern üblich sind.

    Kein westdeutsches Bundesland erwägt zur Zeit ernsthaft die Verbeamtung der Lehrer zu beenden (und selbst dann blieben ja noch jahrelang verbeamtete Lehrer in den Schulen) und auch im Osten ist seit Jahren eher der gegensätzliche Trend erkennbar. (Mit Ausnahme von Sachsen, die es erst im letzten Sommer überhaupt gemerkt zu haben scheinen.)

    Mich würde dann aber tatsächlich - wie auch tbauk - mal ein Lösungsansatz von Ihnen interessieren.

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    Zeitungss
    14.01.2019

    @tbauk...: Ich fürchte, es klemmt mit der Lesekunst.
    Ordentliche Bezahlung sollte reichen, steht in mehreren meiner Beiträge zu diesem Thema. Das reicht offensichtlich noch lange nicht, die weiteren Folgen waren ebenfalls benannt, einfach nur lesen. Bei der Versorgung muss es schon Premium sein, jedenfalls was die Lehrerschaft betrifft. Ich klage auch nicht, ich bin gut versorgt und zwar durch EIGENE Vorsorge, was sicherlich auch lesbar geschrieben war.
    In Wahlversprechungen wird gesponnen, die öffentlichen Kassen müssen auf Dauer entlastet werden, sonst wird's eng und es muss privat vorgesorgt werden. So sieht die Umsetzung aus, was allerdings nicht für alle Bürger dieses Landes gilt.
    Das Beamtentum wurde schon stark eingeschränkt, Sachsen fängt wieder damit an, was der schon für sich vorsorgende Bürger ganz einmal zur Kenntnis zu nehmen hat und es finanzieren darf.

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    tbaukhage
    13.01.2019

    @Zeitungss: Außer Ihrem Klagen über die finanzielle und sonstige Absicherung des Lehrkörpers kam wieder nix - nennen Sie doch endlich mal Ihre Lösungsvorschläge für das Lehrerproblem! --- p.s. Dass ich klar gegen die Verbeamtung bin, können Sie aus meinen früheren Beitragen deutlich herauslesen.

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    Zeitungss
    13.01.2019

    @tbau..: Es ist mir durchaus bekannt, dass ich hier am Lack kratze, was sicherlich einen Hintergrund hat. In meinem Bekanntenkreis gibt es genau 9 Lehrkörper. Was für alle gleichermaßen gilt, sie sind unterbezahlt und leiden am Hungertuch, was bei jeder Unterhaltung das Hauptthema ist. Wenn Sie meinen Beitrag richtig gelesen haben, hätten Sie erkennen müssen, dass mir die Ursachen für den derzeitigen Zustand mehr als bekannt sind, ich lebe nicht auf dem Mond, sondern in Sachsen.Weiterhin sollte Ihnen entgangen sein, dass ich mehrfach für eine leistungsgerechte Bezahlung eingetreten bin, was natürlich keinesfalls ausreichen würde. Das Beamtentum in den gebrauchten Ländern ebenfalls abzuschaffen und dieses auf rein hoheitliche Aufgaben zu beschränken, was auch Angleichung schaffen würde, ist außerhalb der Diskussion. Eine gute Bezahlung würde demnach immer noch nicht reichen, wie den bisherigen Beiträgen zu entnehmen ist (einfach formuliert Verbeamtung oder Abflug). Ein vorzeitiger Ruhestand incl. finanzieller Absicherung sollte schon garantiert werden. Sie werden demnach keinen 65jährigen Lehrer mehr am Arbeitsplatz finden, wenn ja, ist etwas verkehrt gelaufen. Wir werden sehen, wenn der erste verbeamtete Lehrer vom schönen Dresden nach Niederkleckersdorf versetzt wird, auf die Reaktionen bin nicht nur ich schon heute gespannt. Auch wenn Sie Schützenhilfe leisten bzw selbst betroffen sind, ich stehe zu dem, was ich bisher geschrieben habe und wir vergleichen es in einiger Zeit einmal ganz einfach mit der Realität. Sollte es so werden, wie es die Landesregierung angedacht hat, wäre es das erste Projekt was sie auf die Reihe gebracht hat, was der gestandene Sachse erfahrungsgemäß nicht erwartet. Die ganze Sache hat nun in der heutigen Zeit einmal ein Geschmäckle, wo ich nun wirklich nicht erwarte, dass von den Betroffenen Zustimmung kommt. Wie heißt der Leitfaden, jeder ist sich selbst
    … .…. . Bleibt mir nur die Hoffnung, dass bei den Schülern vom Segen der Steuerzahler wenigstens ein kleiner Teil ankommt, aber dazu zu gegebener Zeit.

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    tbaukhage
    13.01.2019

    Werte(r) Herr(Frau) Zeitungss: Sie kritisieren richtigerweise den Ausfallstundenplan. Warum gibt es diesen? Weil wir nicht genügend Lehrer zur Verfügung haben. Und im kommenden Schuljahr brauchen wir nocheinmal mehr. Leider ist an Ihnen meine Frage, wo denn diese ca. 300 Lehrer herkommen sollen, um die zusätzlichen 1,1% Schüler zu unterrichten, vorbei gegangen. Ihrer Meinung nach geht es auch dabei ja NUR um die Bezahlung der Lehrer. Ich halte Ihre hier offenbarte Deutung "geht der Mensch erst beim Lehrer los" für zumindest anmaßend. Aber vielleicht haben Sie eine bessere Lösung parat? Wie wollen Sie denn mehr Lehrer in Sachsen halten bzw. hier her bekommen, die wir hier dringend nötig hätten, um zumindest den regulären Unterricht wieder absichern zu können? --- Solange wir dulden, 16 Bildungsfürstentümer in D zu haben und es gleichzeitig nicht genügend Lehrer für alle gibt, wird es immer einen Konkurrenzkampf um eben diese Lehrer geben. Diese werden sich dorthin wenden, wo sie die attraktiveren Arbeit- und Lebensbedingungen finden. Und dazu gehört eben auch die Bezahlung. Deren Höhe mag der eine oder andere als ungerecht empfinden im Vergleich zu anderen Berufsgruppen - dann bitte bessere Lösungsideen aufzeigen!

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    Zeitungss
    13.01.2019

    @HHCL: Über die Strukturen und die Verbeamtung in D. muss mich niemand aufklären. Ein ähnliches Problem gibt es innerhalb der Deutschen Bahn, ich betone ähnlich.
    Mein Einwurf mit den Altenpflegern war ein Wink mit dem Zaunpfahl, was nicht überall verstanden wird und mir durchaus bewusst ist. Mir ist auch bekannt, dass ich hier im Forum ein rotes Tuch bin, da ich den erwartenden Meinungen nicht entspreche und gelegentlich versuche etwas wachzurütteln, allerdings ohne den entsprechenden Erfolg. Fazit: Wer mit den Zuständen zufrieden ist, soll auch damit leben.
    Ihren letzten Beitrag teile ich inhaltlich voll und ganz. Als langjähriger AN-Vertreter sind mir die Gegebenheiten bei Aufstieg und Bezahlung durchaus bekannt und demnach kein Neuland.
    In den bisherigen Kommentaren ging es nur um die Lehrerschaft, von Schülern war kein einziges Wort zu lesen, welche das staatlich verursachte Chaos ausbaden dürfen und letztlich auch müssen. Ob an diesem System nun einmal gerüttelt werden soll, ist eine Ermessensfrage, ich halte es für dringend erforderlich, nach der jetzigen Argumentation geht der Mensch erst beim Lehrer los, der Mensch war allerdings eher da. Aus einem hausgemachten Mangel entwickelt sich inzwischen ein Kult, welcher ebenfalls Folgen nicht ausschließt. Fassen wir zusammen, der Lehrer übt auch nur seinen Beruf aus wie jeder andere Bürger diese Landes, die Bedingungen dafür waren im Vorfeld bekannt. Durch die Verbeamtung hat Sachsen die Möglichkeit entsprechende Versetzungen durchzuführen, sollte es dazu kommen, reden (schreiben) wir einmal wieder über dieses Thema. Zur Zeit liegt erst einmal der nächste Ausfallstundenplan auf dem Tisch, Ende offen.

  • 2
    1
    HHCL
    13.01.2019

    Zeitungss: Ich gebe Ihnen Recht, auch andere Berufe sind wichtig; vor allem Alten- und Krankenpfleger, besonders in einem Altersheim wie Sachsen.
    Aber: So angemessen es auch wäre, diese Berufsgruppen werden nirgends in Deutschland verbeamtet. Lehrer hingegen schon. Was in anderen Bundesländern seit Jahrzehnten üblich ist, wird hier als großes Entgegenkommen und als ganz großer Anreiz verkauft. Das ist es nicht! Man zieht hier mit Jahren Verspätung nur endlich einmal mit dem Rest des Landes gleich. (Allerdings auch nur formal, die Arbeitsbedingungen sind lange nicht auf dem Niveau anderer Länder.)

    Natürlich hat man die Altlehrer verarscht. Aber - jetzt mache ich mich unbeliebt - man hat das auch mit sich machen lassen, weil man immer Angst hatte, vor Repression, Entlassung und was weiß ich nicht alles. Man hätte hier mit den Gewerkschaften vor Jahren(!) Druck machen müssen; ist aber immer wieder ins Schneckenhaus zurück gekrabbelt. Das rächt sich jetzt und nicht nur, weil nun die Alten junge Seiteneinsteiger vor die Nase gesetzt bekommen, die mehr verdienen, gleichzeitig nicht vollständig ausgebildet sind und auch noch an die Hand genommen werden müssen. Es rächt sich auch, weil dieser autoritäre Stil und diese Missachtung der Lehrer im Ministerium und den Schulämtern gar nicht mehr wahrgenommen wird. Man konnte die Leute immer so behandeln und merkt gar nicht, dass neue Leute, dass nicht mehr mit sich machen lassen werden. Erst recht niemand, der schon im Westen gearbeitet hat; da sitzen nämlich nicht alle sofort unterm Tisch, wenn sich im Schulamt jemand räuspert.

    Das wird jetzt ein sehr schmerzhafter Prozess werden und vor allem für die Altlehrer. Man kann aber nicht mit Rücksicht auf diese ewig so weiter machen. Von großen Demos gegen die Vorhaben habe ich nämlich auch noch nichts gelesen. Es läuft wie vorher, man murrt zwar, geht aber wie ein gelernter DDR-Bürger weiter seiner Pflicht nach, selbst wenn man weiß, dass man aufgrund der Lage kaum entlassen werden kann. Die Lehrer säßen am längeren Hebel und kuschen immer noch. Wer nur im Lehrerzimmer jammert, den kann ich auch nicht bedauern. Gleiches gilt für Eltern. Wo ist die Demo gegen mangelhaft ausgebildete Lehrer und Ausfallstunden? Man lässt sich einreden, dass das eben notwendig und unabwendbar sei. Genau die gleiche Floskel mit der man die Leute schon einmal für den Sozialismus disziplinierte.

  • 4
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    vomdorf
    12.01.2019

    Die „Alten“ sind eh die großen Verlierer....jahrelang in Teilzeit gezwungen, wobei das ganze Drum und Dran ja nicht weniger war, und wenn ein Lehrer von außerhalb kam war er doch den ganzen Tag an der Schule, und nun werden sie schnell höhergestuft ( wird aber frühestens im Mai ausgezahlt), ...

    Und jetzt müssen diese „Alten“ unzählige Seiteneinsteiger anlernen, denn die meisten haben Null Ahnung vom Schulbetrieb. Die fangen z.B an einer Grundschule an und haben die Illusion, dass die lieben Kleinen erwartungsvoll nur darauf warten, was passiert. Dass aber gute Disziplin Grundvoraussetzung für gutes Lernen ist hat denen noch keiner gesagt. Und für Ihr Nichtkönnen ( sicher gibt es Ausnahmen) sollen sie noch 1000€ extra kriegen, und die alten Lehrer machen zum großen Teil deren Arbeit mit ( Stoffpläne, Vorbereitungen, Beurteilungen, Beantragung allerlei Überprüfungen wegen Teilleistungsstörungen und differenziertes Arbeiten mit diesen Kindern, einschließlich der Kinder die kaum Deutsch sprechen, immer wieder Gespräche mit den Eltern...)

    Man könnte echt den Eindruck bekommen, dass mit Hochdruck daran gearbeitet wird, ein ungebildetes Volk heranzuziehen....nach dem Motto: ich halt sie dumm, du hälst sie arm.
    Man mag sich nicht vorstellen was los ist, wenn die paar Alten in Rente gehen.

  • 3
    4
    Zeitungss
    12.01.2019

    Die besorgniserregende finanzielle Lage der Lehrer lassen wir einmal beiseite, die bisherigen Kommentare dokumentieren es eindeutig.
    Sachsen hat 1,8 Mrd. Euro in den Ring geworfen um die soziale Sicherheit zu verbessern, was bei anderen Mangelberufen kein Thema ist. Auf der Gegenseite bekamen Schüler einen neuen Ausfallstundenplan (er liegt auf dem Tisch), wovon in den Kommentaren kein Wort gefallen ist, es geht nur um ein Thema. Ich bin sehr dafür, dass Lehrkräfte auch ordentlich bezahlt werden, wie ich schon mehrfach schrieb. Lehrer sind auch nur Menschen welche ihren erlernten Beruf ausüben wie jeder andere Bürger. Sachsen könnte auch Altenpfleger verbeamten, der Mangel ist groß und man könnte einmal Vorreiter sein. Auch wenn ich keinen Bezug zu dieser Berufsgruppe habe, werfe ich es einmal in den Ring, denn auch sie werden immer dringender benötigt, möglicherweise auch für Lehrer.
    Verantwortliche für die Zustände gibt es bekanntlich keine, man hat schließlich immer in allen Bereichen vorausschauend und weitsichtig gedacht, zumindest in den Wahlversprechungen, mit der Umsetzung haperte es lediglich und in Sachsen ganz besonders.
    Mit Neid hat das nichts zu tun, um im Vorfeld schon einmal Luft herauszulassen, ich habe keinerlei Not, es geht nur ums Prinzip. Ich hoffe der Platz für die Roten wird ausreichen, fünf dürften es schon von meinen Vorkommentatoren werden.

  • 8
    0
    tbaukhage
    12.01.2019

    Sachsen wird im kommenden Schuljahr gut 1% mehr Schüler haben. Das bedeutet aber auch 1% mehr Lehrerbedarf. Es gibt jetzt schon nicht genügend Seiteneinsteiger geschweige denn pädagogische Fachkräfte, um den aktuellen Bedarf zu decken. Wo sollen denn dann nochmal 300 zusätzlichen Lehrer herkommen? Die wenigen willigen Neuen werden verprellt und Beamter kann man auch in anderen Bundesländern werden. Und die "Alten", die bisher das sächsische Schulsystem am Laufen gehalten haben, werden mit einem Kuchen abgespeist, einem Pustekuchen!

  • 5
    0
    HHCL
    12.01.2019

    @325204
    Es werden nicht nur in Sachsen Lehrer gesucht. Wenn Sie ihrem Beruf wieder mit Freude nachgehen wollen, würde ich mal den Blick schweifen lassen. (Evtl. schnell, da Sie vom Alter her wohl an der Grenze zur Verbeamtung sein dürften.)

    In anderen Ländern werden Sie aus den Schulämtern heraus auch nicht durch restriktive Vorgaben gegängelt; dort traut man Ihnen zu, dass Sie mit abgeschlossenem Studium und Berufserfahrung eigenen Entscheidungen treffen können. Nur Mut! Sachsen ist nicht die Welt.

    "Mich erstaunt, dass die Eltern so still sind." - Das erstaunt mich in der Tat auch. In den Schulämtern und Ministerien müsste ständig das Telefon klingeln. Dort herrscht aber Ruhe, Frieden und Selbstverliebtheit; was kümmern da die Probleme der Schüler und Lehrer.

  • 12
    0
    325204
    12.01.2019

    Glaubwürdigkeit schon lange verspielt

    Ich wurde Lehrer aus den Überzeugung - damals noch ohne teure Kampagnen. Heute, mit 43, erwarte ich vom sächsischen Kultusministerium nichts mehr. Abstandsgebote wurden quasi aufgehoben, 48 Prozent staatlicher Altersversorgung stehen über 70 Prozent Beamtenpension gegenüber; Fachausbilder in der Lehramtsausbildung erhalten keinerlei finanzielle Anerkennung; die zeitintensive Betreuung von Praktikanten und Referendare de facto auch nicht; Klassenfahrt müssen aus eigener Tasche gezahlt werden (wenn sie überhaupt noch genehmigt werden)... Sicherlich, ich wurde Lehrerin aus Überzeugung - aber sich über Jahre verarschen zu lassen ist schon etwas anderes. Piwarz spricht von Wertschätzung und Anerkennung von Leistungen. Fakt ist aber, dass wir davon weit entfernt sind. Nun hat es die Referendare getroffen. Der Grundsatz "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" scheint in der sächsischen Regierung ein Leitprinzip zu sein. Zulage für Lehrer außerhalb der großen Zentren? Aber nur, wenn sie sich für diese Gemeinden nicht freiwillig beworben haben. Wer kann und will da Politik glaubhaft vermitteln? Lehrer?
    Aber auch die Kollegen die sich um eine Verbeamtung bemühen, erhielten bisher nur eine allgemeine Info, dass sie "zu gegebener Zeit" über das weitere Verfahren informiert werden. Wann auch immer das sein wird. Der Frust ist groß, nicht nur bei den (kommenden) Lehrern. Mich erstaunt, dass die Eltern so still sind. Unterrichtsausfall wird grummelnd zur Kenntnis genommen. Ich wünsche mir, dass Eltern, Schüler und Lehrer sich wieder für ihre Schule einsetzen. Das gab es schon mal...

  • 10
    0
    HHCL
    12.01.2019

    Genau so, wie Sachsen schon immer mit Lehrern umgegangen ist: von oben herab, selbstverliebt und selbstgefällig. So lange man nicht endlich mal begreift, dass man mit Menschen die man braucht - dringend braucht! - anders umgehen muss, wird das nichts. Das gilt auch für die Schulämter.

    Man lese dazu auch mal den Artikel "Am Pranger", der in der Freien Presse erschienen ist, den ich aber im Online-Angebot nicht finden konnte (???). So macht man auch keine Werbung für den Lehrerberuf in Sachsen.

  • 12
    0
    Eichelhäher65
    12.01.2019

    Es ist eine Schande, wie mit jungen Menschen, die sich für die so wichtige Bildung unserer Kinder einsetzen wollen, umgegangen wird ! Gerade bei den wichtigsten Bereichen wird gespart, wie immer. Die Hauptsache bei den Abgeordneten und sonstige Amtsträgern, bei denen man oft nicht weiß, wofür sie genau da sind, stimmt die Kasse.



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