Wegen Trump: Dulig ruft US-Firmen zur Ansiedlung in Sachsen auf

Dresden/Washington. Nach dem durch US-Präsident Donald Trump verfügten Einreiseverbot für Bürger muslimischer Länder preist Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) den Freistaat als Standort für US-Firmen an. "Sachsen ist eine gute Basis auch für amerikanische Unternehmen, in Europa Fuß zu fassen", sagte Dulig am Dienstag in Dresden. "Wenn es immer problematischer wird, dass man Innovationen, internationale Fachkräfte in den USA zusammenbringt, weil es anscheinend immer mehr eine nationalere Politik gibt, dann werden wir uns als Freistaat Sachsen gern anbieten", fügte der Vize-Ministerpräsident hinzu. Dazu verwies er auf Fachkräfte, Infrastruktur sowie Forschungs- und Industrielandschaft im Freistaat.

Trump, der erst seit dem 20. Januar US-Präsident ist, hatte eine Woche nach seinem Amtsbeginn am vergangenen Freitag einen 90-tägigen Einreisestopp für Menschen aus den mehrheitlich muslimischen Ländern Syrien, Iran, Irak, Sudan, Somalia, Libyen und Jemen verfügt. Flüchtlinge aus aller Welt sind für 120 Tage ausgesperrt, jene aus Syrien auf unbestimmte Zeit. Nur für Sportler soll es Ausnahmegenehmigungen geben, wenn sie an internationalen Wettkämpfen in den Vereinigten Staaten teilnehmen wollen, teilte das Nationale Olympische Komitee der USA mit.

Dazu befragt, ob die Auswirkungen bereits in Sachsen spürbar seien, sagte Dulig nach der Kabinettssitzung, dass sich zwar noch kein sächsisches Unternehmen wegen Einreiseproblemen direkt an sein Ministerium gewandt habe. "Aber das Thema treibt uns alle um", fügte er hinzu. (mit dpa)

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