Umweltbundesamt-Chef erwartet weitere Wetterkatastrophen

Flasbarth nennt Klima-Erwärmung als Grund

Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, geht davon aus, dass sich die Menschheit auf weitere extreme Wetterereignisse wie das Hochwasser in Pakistan oder die Brände in Russland einstellen muss. "Mit wachsender Erwärmung ist auch mit der Zunahme von extremen Wetterereignissen zu rechnen", sagte Flasbarth den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". "Je weiter die globale Erwärmung voranschreitet, umso größer ist die Gefahr, dass auch abrupte drastische Klimaänderungen stattfinden könnten, die die Anpassungsfähigkeit menschlicher Gesellschaften fordern oder auch übersteigen könnten."

Mit Blick auf die Brände in Russland sagte Flasbarth: "Derzeit besorgt mich die Belastung der russischen Bevölkerung durch Luftschadstoffe. In Moskau lagen die Konzentrationen von Staub und Kohlenmonoxid in den letzten Tagen teilweise noch höher als während der Smogepisoden der 80er Jahre im Ruhrgebiet."

Zu den Fluten der vergangenen Tage in Sachsen und Brandenburg sagte der UBA-Präsident, Hochwasser seien ganz natürliche Ereignisse. "Schäden entstehen, weil wir in Überflutungsgebieten leben, arbeiten und dort Werte angehäuft haben. Wir haben dafür die Flüsse eingeengt und verbaut." Sie könnten nur noch auf ein Drittel ihrer ehemaligen Überschwemmungsflächen ausufern.

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