Digitalisierung: Bedarf an IT-Mitarbeitern in Unternehmen wächst weiter

Die Digitalisierung in Unternehmen nimmt stetig zu und hat noch lange nicht ihr Ziel erreicht. Dass sich durch den digitalen Wandel der Arbeitsmarkt verändert, steht dabei außer Frage. Allerdings sehen sich heute schon viele deutsche Unternehmen mit einem erheblichen Fachkräftemangel konfrontiert. Für diese wird es immer schwieriger geeignete IT-Mitarbeiter zu finden. Aber warum ist das so, wie genau verändert die Digitalisierung den Arbeitsmarkt und wie können Unternehmen einem IT-Fachkräftemangel entgegenwirken?

Wie verändert sich durch die Digitalisierung der Arbeitsmarkt zunehmend?

Die voranschreitende Digitalisierung verändert zunehmend die Arbeitswelt. Dies geschieht auf verschiedene Arten: Zum einen werden sich die Arbeitsinhalte und die Organisation von Arbeits- und Produktionsprozessen wandeln. Darüber hinaus entstehen auch neue Geschäftsmodelle und Wettbewerbsstrukturen. Für die Gestaltung der Arbeitsplätze bedeutet dies auch eine Umstrukturierung der Tätigkeitsfelder. Immer mehr neuartige Techniken kommen zum Einsatz, die für eine Optimierung der Prozesse ebenso sorgen, wie auch für attraktive Kosteneinsparungen. Selbst kleine und mittelständische Unternehmen können sich heute fast nur noch durch die Implementierung digitaler Systeme einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten. Doch um die Digitaltechnik erfolgreichen bedienen und einsetzen zu können, sind Unternehmen auf qualifizierte IT-Fachkräfte angewiesen.

Welche Branchen sind von der Digitalisierung besonders betroffen?

Der Mangel an IT-Fachkräften ist derzeit vor allem in der Industrie wie Automobilbau und Maschinenbau sehr eklatant. Zahlreiche deutsche Unternehmen beklagen schon heute die äußerst angespannte Situation, die derzeit auf dem Arbeitsmarkt allgegenwärtig zu sein scheint. Aber auch im Logistikbereich sowie dem E-Commerce hat der Mangel an geeignetem Personal erhebliche Auswirkungen, denn immer häufiger werden komplexere Techniken eingesetzt, mit denen nur gut geschulte Mitarbeiter umgehen können. Es sind aber auch die stetigen Neuerungen und Innovationen, die dazu führen, dass nur moderne Fachkräfte den sprichwörtlichen Durchblick behalten.

Warum wächst durch die Digitalisierung der Bedarf an IT-Fachkräften und warum herrscht hier aktuell bereits Fachkräftemangel?

Wie eine Studie des Branchenverbands Bitkom herausfand, fehlten im vergangenen Jahr rund 124.000 IT-Fachkräfte in Deutschland. Damit ist die Anzahl der unbesetzten Stellen erstmals über 100.000 gestiegen, was zeigt, wie eklatant die Situation derzeit tatsächlich ist. Für die unbesetzten Stellen gibt es mehrere mögliche Gründe: Zum einen befindet sich die IT-Branche bereits seit vielen Jahren im Aufschwung, was natürlich dazu führt, dass auch der Bedarf an geeignetem Personal stetig steigt. Zum anderen breitet sich in deutschen Unternehmen derzeit die Digitalisierung stärker aus als noch vor einigen Jahren. Moderne Unternehmen können heute z.B. durch die Nutzung von Big Data oder mit Hilfe einer individuell entwickelten Automatisierungssoftware die eigenen Dienstleistungen und Produktionsprozesse in hohem Maße optimieren. Gleichzeitig kann hierdurch noch eine hohe Kostenersparnis erzielt werden. Allerdings sind die neuen Techniken in der Regel sehr komplex, sodass ein optimiertes Zusammenspiel aller Komponenten nur durch qualifiziertes Fachpersonal erzielt werden kann, was häufig nur über das Recruiting über spezielle Business-Portale oder branchenspezifische Jobbörsen gelingt.

 

So urteilen Arbeitgeber in der IT-Branche
(Stand 06.01.2020, Generalisten mit mindestens 30 Bewertungen, Quelle: Jobboersencheck.de):

1. Yourfirm, Note 5,77 (Höchstnote 7)
2. Jobware, Note 5,57
3. StepStone, Note 5,12

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, um diesem Fachkräftemangel im IT-Bereich entgegenzuwirken?

Schon heute müssen deutsche Unternehmen auf den erheblichen Fachkräftemangel im IT-Bereich reagieren, denn es ist wichtig, dass sich in Zukunft wieder mehr Menschen für die Informationstechnik begeistern können. Dementsprechend müssen Firmen selbst aktiv werden und mit Hilfe verschiedener Maßnahmen aufzeigen, wie viel Potenzial in diesem Berufszweig steckt. In den vergangenen Jahren konnten sich in diesem Zusammenhang vor allem das Quereinsteiger- und Weiterbildungsmodell als vielversprechend erweisen, denn damit schaffen es die Unternehmen, selbst für geeigneten Fachkräftenachwuchs zu sorgen. Zudem können durch betriebsinterne Weiterbildungen auch ausländische Fachkräfte so geschult werden, dass sie langfristig zum unternehmerischen Erfolg beitragen.

Resümee

Schon jetzt hat der Fachkräftemangel im IT-Bereich drastische Züge angenommen. Damit deutsche Unternehmen auch zukünftig wettbewerbsfähig bleiben können, ist es wichtig, dass sie in Eigenregie für geeigneten Nachwuchs sorgen oder diese über spezielle Jobbörsen gezielt ansprechen. (js)