Zwei Drittel auch im Urlaub für Firma erreichbar

Dresden (dpa/sn) - Knapp zwei Drittel der Arbeitnehmer sind laut einer Studie auch im Urlaub per Smartphone, Tablet oder Computer für die Firma erreichbar. Die Barmer hatte dazu 1200 Beschäftigte bundesweit befragt. Demnach waren 64 Prozent der Befragten weiter mit ihrem Arbeitgeber verbunden. 57 Prozent gaben an, Anrufe anzunehmen, 61 Prozent blieben über Kurznachrichtendienste erreichbar, 27 Prozent per E-Mail. Mehrfachnennungen waren möglich.

«Eine Entgrenzung von Beruf und Privatleben könnte dazu führen, dass die Beschäftigten mit der Zeit Erholung quasi verlernen», warnte Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer Krankenversicherung in Sachsen. Die Unternehmen sollten für eine eventuelle Erreichbarkeit im Urlaub klare und verbindliche Regelungen treffen. Am besten eigneten sich dafür gut funktionierende Vertretungsregelungen.

Die Barmer verwies auf eine Studie der Universität St. Gallen. Dabei hatten 39 Prozent der Teilnehmer gesagt, die berufliche Nutzung von Smartphones und Tablets in ihrer Freizeit aktiv zu begrenzen. Gelinge das gut, gingen Konflikte zwischen Arbeits- und Privatleben zurück. Das wiederum führe zu weniger emotionaler Erschöpfung. Unternehmen seien deshalb gut beraten die Gesundheitskompetenz ihrer Beschäftigten zu stärken.

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