FC Erzgebirge Aue kassiert Heimniederlage gegen 1. FC Nürnberg

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Diesmal keine sieben, sondern nur ein Tor in der Partie Aue gegen Nürnberg. Dass schossen die Gäste erst kurz vor Schluss. Mit dem Ergebnis dürfen die Auer am Ende hadern, mit ihrem erneut schwachen Auftritt sollten sie hart ins Gericht gehen.

Aue.

Beim FC Erzgebirge ist die Luft aus dem Ball. Nach einem 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg bleiben die Auer in der 2. Fußball-Bundesliga weiter bei 37 Punkten stehen. Feierlichkeiten zum Klassenerhalt müssen weiter verschoben werden.

FCE-Trainer Dirk Schuster hatte vor der Partie großen Respekt vor dem Kontrahenten geäußert. Der Club aus Franken hat als neunfacher Deutscher Meister noch immer einen großen Namen, auch wenn der letzte Titelgewinn 1968 schon mehr als fünf Jahrzehnte zurückliegt. Und: Die Erzgebirger unterlagen in den vor der gestrigen Partie insgesamt zwölf Duellen achtmal, konnten nur zweimal gewinnen. Aber: Die beiden Siege gelangen in den zurückliegenden zwei Heimpartien (3:1 im August 2017 und 4:3 beim 100-Minuten-Drama im Oktober 2019). Das war dann doch ein gutes Omen für die Veilchen.

Die begannen im Vergleich zur 1:3-Heimpleite gegen den FC St. Pauli mit drei Änderungen in der Startelf: Für den gelbgesperrten Philipp Riese rückte wieder Ognjen Gnjatic, der seine Sperre abgesessen hatte, ins defensive Mittelfeld. Neben ihm spielte anstatt Louis Samson der nach seiner langen Coronapause wieder fitte Clemens Fandrich. Die Abwehr musste ohne den angeschlagenen Florian Ballas auskommen. Die Innenverteidigung bildeten Sören Gonther und Steve Breitkreuz, John-Patrick Strauß auf rechts und Gaetan Bussmann auf links ergänzten beide zur Viererkette. Dafür tauchte weiter vorn mal wieder Jan Hochscheidt in der Anfangsformation auf. Die Gäste vermissten ihren nach einem Zusammenprall im Training am Knie verletzten Torjäger Manuel Schäffler.

Das Match kam nur langsam auf Touren. Beide Teams begannen verhalten und vorsichtig, bevor die Gäste nach etwa einer Viertelstunde dann doch Übergewicht bekamen. Die Franken versuchten es ähnlich wie zuletzt St. Pauli mit Pressing, griffen die Erzgebirger schon weit in deren Hälfte an. Das brachte dem FCN Feld- und auch Chancenvorteile. Gefährlich vor dem Kasten von FCE-Keeper Martin Männel wurde es bei Erik Schuranows Treffer an den Außenpfosten (8.), bei Dennis Borkowskis Kopfball über das Tor (38.) und bei Enrico Valentinis Kopfstoß, der links vorbei ging (45.). Mehr Bemerkenswertes gab es vom FCN in der ersten Halbzeit nicht. Dafür waren die Abschlüsse zu schwach, die Auer Abwehr zu sicher.

Den Hausherren selbst allerdings gelang im Offensivspiel noch weniger, schon der Spielaufbau bereitete erneut große Probleme. Der Einsatz passte, die Präzision im Passspiel nicht. Außer einmal bei Florian Krüger, der Strauß mustergültig bediente. Dessen von Georg Margreitter abgefälschter Schuss zischte nur knapp am linken Pfosten des Nürnberger Kastens vorbei (14.). Kurz vor der Pause hätte es fast noch einmal zu einem Auer Treffer gereicht, als Nürnbergs Schlussmann Christian Mathenia an einem Hochscheidt-Freistoß vorbeihechtete, statt des Balls nur zwei seiner Mitspieler abräumte. Die Kugel fiel auf den Kopf des überraschten Dimitrij Nazarov, von da aber nicht ins Tor, sondern nur ins Aus (42.).

Das Match änderte sich im zweiten Durchgang nicht. Anders als vor 18 Monaten wurde es kein Spektakel, sondern blieb ein Langweiler. Nürnberg spielte besser, aber noch lange nicht gut. Kleiner Aufreger: Bussmanns Bremse gegen Tom Krauß, die der erfahrene Schiedsrichter Manuel Gräfe zum Auer Glück als fairen Einsatz und nicht als Foul bewertete (53.). Eine gute Torchance hatte der FCE: Krüger passte von links in die Mitte, wo Testroet den über den Rasen hoppelnden Ball aber nicht richtig traf und in den Abendhimmel jagte (77.).

Und dann schlug es doch noch bei Männel ein. Krauß' von Fandrich unglücklich abgefälschter Pass fand den eingewechselten Robert Hack, der ihn aus Nahdistanz am Auer Keeper vorbei zum 0:1 einschob (85.). Ein Zufallstreffer, aber auch eine nicht ganz so zufällige Strafe für Auer Passivität. Mit der war es nun endlich vorbei. Doch um das Ergebnis noch korrigieren zu können, fehlte jetzt die Zeit. Und ein Elfmeterpfiff: Nachdem Tim Handwerker Sören Gonther vor und bei dessen Schuss neben das Nürnberger Tor heftig umarmt und gezerrt hatte, befragte Gräfe den Videoschiedsrichter (88.). Doch der bestätigte die Entscheidung des Referees auf dem Platz: kein Strafstoß. Und keine Punkte und noch immer kein sicherer Klassenerhalt für die Auer.

StatistikAue: Männel - Strauß, Breitkreuz, Gonther, Bussmann - Gnjatic, Fandrich (87. Jonjic) - Nazarov (74. Baumgart), Hochscheidt (55. Zolinski), Krüger - Testroet. Nürnberg: Mathenia - Valentini, Margreitter, Sörensen, Handwerker - Geis - Krauß (V), Nürnberger (78. Hack) - Möller Daehli (88. Behrens) - Schuranow (V/88. Mühl), Borkowski (66. Dovedan) SR: Gräfe (Berlin). Tor: 0:1 Hack (85.)

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