Ebert mit Dynamo gegen Berlin vor seiner Berlin-Heimkehr

Seit vier Spielen wartet Dynamo auf einen Sieg. Dieser soll ausgerechnet beim Bundesligisten Hertha BSC gelingen. Für Dynamos Patrick Ebert wird es dabei eine ganz besondere Partie.

Dresden (dpa/sn) - Patrick Ebert würde ein Sieg am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) in der 2. Runde des DFB-Pokals bei Hertha BSC besonderes gut schmecken. «Ich werde mit großer Freude in meine Heimatstadt zurückkehren. Es wird mit Sicherheit ein geiles Spiel», sagte der Mittelfeldspieler des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden am Dienstag.

Elf Jahre spielte der 32-Jährige für die «alte Dame», reifte dort in der Jugend der zum Fußball-Profi und absolvierte für den Hauptstadt-Club unter anderem 109 Bundesliga-Spiele. Über die Umwege Real Valladolid, Rayo Vallecano, Spartak Moskau und FC Ingolstadt heuerte der gebürtige Potsdamer im Sommer 2018 in der sächsischen Landeshauptstadt an.

Am Mittwoch kehrt Ebert erstmals ins Olympiastadion zurück und trifft dort auf seinen ehemaligen Mitspieler Ante Covic, dem aktuellen Hertha-Coach. Beide spielten bei den Hertha-Amateuren noch zusammen, später war Covic Co-Trainer bei den Profis.

Ebert und Dynamo bringen rund 30 000 Dynamo-Anhänger mit in die Hauptstadt. «Es ist einmalig und bemerkenswert, dass so viele Fans morgen da sein werden und uns nach vorne peitschen. Es wird wie ein Heimspiel für uns», erklärte Ebert.

Auch Dynamos Cheftrainer Cristian Fiel wünscht sich vor allem, dass «die Jungs die besondere Atmosphäre aufsaugen.» Tim Boss (Innenbanddehnung/Faserriss) und Chris Löwe (Adduktorenbeschwerden) können das allerdings nicht, sie fehlen verletzt.

Nach der letzten Niederlagen-Serie und den damit verbundenen Absturz auf den 17. Tabellenplatz sucht Dresden in Berlin wohl vor allem Ablenkung vom trüben Liga-Alltag. «Die Jungs wissen ganz genau, was dort auf sie zukommt. Es ist egal, wen Ante Covic morgen aufstellt. Es wartet in jedem Fall eine Mannschaft mit großer Qualität auf uns», sagte Dynamos 39 Jahre alter Coach über den Bundesliga-Elften.

In der aktuellen Verfassung traut niemand der Fiel-Elf ein Weiterkommen zu. Doch der Ausflug nach Berlin bietet auch die Möglichkeit, sich neue Kraft und Selbstvertrauen für den Abstiegskampf holen. Dresden hat nichts zu verlieren. Ein couragierter Pokalfight könnte auch ohne ein Weiterkommen guttun. Darum sollen die Spieler laut Fiel die Partie im fast ausverkauften Olympiastadion auch genießen und als Motivation für die kommenden Aufgaben nehmen: «Ich wünsche mir, dass die Jungs die besondere Atmosphäre aufsaugen.»

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