Fehlstart perfekt: Dresden unterliegt auch in Karlsruhe

Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Dynamo Dresden verliert nach dem Heim-Auftakt auch auswärts in Karlsruhe, weil letztlich die Sturmreihen beider Teams den Unterschied machten.

Karlsruhe (dpa) - Wieder kein Sieg für Dynamo Dresden: Nach der Heimniederlage zum Auftakt gegen den 1. FC Nürnberg verlor das Team von Cristian Fiel auch das erste Auswärtsspiel und machte den Fehlstart perfekt. Am Samstag unterlagen die Sachsen dem Aufsteiger Karlsruher SC mit 2:4 (1:1) und rangieren in der noch jungen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga vorerst auf dem letzten Tabellenplatz.

Dabei hatte Sascha Horvath (45.+2) den achtmaligen DDR-Meister vor 13 099 Zuschauern im Wildparkstadion zunächst in Führung gebracht, doch KSC-Stürmer Philipp Hofmann (45.+3/67.), ein Eigentor von Dzenis Burnic (60.) und Manuel Stiefler (80.) sorgten letztlich für einen verdienten Karlsruher Heim-Erfolg. Moussa Koné (90.) traf zum Endstand.

Dynamo-Coach Fiel überraschte in seiner Startformation ohne echten Stürmer. Koné fand sich zunächst ebenso auf der Bank wieder wie auch Kapitän Niklas Kreuzer und Routinier Chris Löwe. Dafür rückten Patrick Ebert und Patrick Möschl ins Team, Matthäus Taferner feierte sein Startelf-Debüt für Dresden.

Der 18-jährige Neuzugang gehörte im ersten Durchgang noch zu den Auffälligsten seines Teams und hatte die ersten beiden Dresdener Einschussmöglichkeiten im ersten Durchgang. Doch beide Schüsse des Österreichers (6./27.) blieben letztlich ungefährlich. Auch seine Landsmänner Horvath (39.) und Möschl (45.) verfehlten aus vielversprechender Position das Tor von Benjamin Uphoff.

Dresden fiel gegen die tief gestaffelte Karlsruher Mannschaft offensiv nur wenig ein. Die Fiel-Elf operierte fast ausschließlich mit flachen Pässen, leistete sich im letzten Drittel aber zu häufig Schwächen in der Präzision und der Ballannahme.

Die Hausherren hatten letztlich wenig Mühe, die Dresdner Angriffsversuche abzuwehren und wären ihrerseits fast selbst in Führung gegangen. Lukas Grozurek (23.) vollendete einen Konter zum 1:0, doch Schiedsrichter Frank Willenborg erkannte das Tor nach einem Hinweis des Video-Assistenten nicht an. Baris Atik war in der Karlsruher Hälfte zuvor nur regelwidrig vom Ball getrennt worden.

Erst kurz vor der Pause wurde es noch einmal turbulent. Erst schlenzte Horvath den Ball sehenswert zur Gäste-Führung, nur eine Minute später antworteten die Hausherren mit dem Ausgleich. Hofmann nutzte die Karlsruher Größenvorteile und köpfte nach einer Ecke unhaltbar ein.

Auch nach der Pause waren beide Mannschaften willens, das Spiel für sich zu entscheiden. Zu häufig fehlte es aber an den Mitteln. Sinnbildlich dafür fiel das Karlsruher Führungstor auch nach einem individuellen Fehler von Dynamos Torwart Kevin Broll. Sein Fehlpass landete über Umwege bei Hofmann, dessen Hereingabe von Burnic unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht wird. Nur sieben Minuten später war es wiederum Hofmann, der das Spiel für die Badener entschied. Die eingewechselten Stiefler und Koné besorgten den Endstand.

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