Freigestellte Chemnitzer Turn-Trainerin Gabi Frehse bittet Ethik-Beauftragte um Hilfe

Die Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse hat sich rund vier Wochen nach Veröffentlichung des Gutachtens zu Missbrauchsvorwürfen mit einem Offenen Brief an Brigitte Zypries, Ethik-Beauftrage des Deutschen Turner-Bundes (DTB), gewandt.

Trainerin Gabi Frehse hat sich mit einem offenen Brief an Brigitte Zypries, Ethik- Beauftragte des Deutschen Turner-Bundes (DTB), gewandt. Darin hofft die Chemnitzerin auf Unterstützung dahingehend, dass sie nach nunmehr vier Wochen Einblick in den Untersuchungsbericht des DTB erhält.

"Ich bitte Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten darauf hinzuwirken, dass der DTB die Grundsätze eines fairen und datenschutzrechtlich einwandfreien Verfahrens wahrt und mir Einsicht in den Untersuchungsbericht gewährt. Nur dann bin ich in der Lage, mich mit den gegen mich erhobenen Vorwürfen auseinanderzusetzen und endlich öffentlich dazu Stellung nehmen zu können", schreibt die 60-Jährige.

Aus ihrer Sicht verletze der DTB elementare rechtliche Grundprinzipien, denn "in jedem normalen Strafverfahren steht dem Beschuldigten ein Recht auf Akteneinsicht zu." Nachdem Weltmeisterin Pauline Schäfer Ende November im "Spiegel" schwere Anschuldigungen gegen Gabi Frehse publik gemacht hatte, erstellte eine Anwaltskanzlei nach zahlreichen Befragungen ein Gutachten [FP+]. Anhand dieser Resultate fordert der DTB die Entlassung der Trainerin und den Entzug der Lizenz. (mm/dpa)

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22 Kommentare
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  • 14
    6
    sf64
    20.02.2021

    @lax wie oft waren Sie eigentlich in den letzten Jahren beim Training der Turnerinnen vor Ort?

  • 8
    30
    lax123
    20.02.2021

    Mein Vorschlag: Sie akzeptiert die Enttäuschung und den Ärger ihrer ehemaligen Schützlinge. Deren Aussagen haben gereicht; mehr muss man Ihnen nicht zumuten. Aktualisieren soll sie ihre Methoden oder in Pension gehen.