2. Bundesliga kehrt zurück

Diese Nachricht ist für die Ringer des FC Erzgebirge Aue ein Segen. Zu groß sind die Unterschiede im Oberhaus. Aber bei den Veilchen gibt es noch mehr Grund zur Freude - und zur Vorfreude.

Aue.

Die Übermacht der Favoriten ist zu groß. So bietet die Bundesliga im Ringen kaum noch Spannung. Darauf haben die Verantwortlichen reagiert und während der jüngsten Ausschuss-Tagung in Würzburg einem Wunsch entsprochen, den viele Vereine hegen: Die 2. Bundesliga kehrt zurück - ab 2021. "Die einzig richtige Entscheidung. Auch ich habe sie als Mitglied des Bundesliga-Ausschusses befürwortet und unterstützt", so Björn Schöniger, Trainer der Ringer des FC Erzgebirge Aue.

So seien die Unterschiede unter den Clubs und Teams im Oberhaus schlichtweg zu groß. Das beginne beim Budget und ende bei den Möglichkeiten im Umfeld. "Da haben es Vereine wie wir und andere schwer, mitzuhalten." Die zweite Liga sei als Zwischenstufe über der Regionalliga und unter der Bundesliga unabdingbar. Mehr noch, so Schöniger. "Auch für Vereine wie Pausa-Plauen und andere Clubs unserer Region kann die zweite Liga reizvoll sein. Das würde attraktive Derbys bedeuten." Diese Saison - die Auer sind derzeit Vorletzte - und nächstes Jahr müssen die Veilchen aber noch im Oberhaus durchhalten. "Das ist auch unser Ziel", so Schöniger. Zeitnaher wäre die Renaissance der 2. Bundesliga nach ihrer Abschaffung vor drei Jahren nicht sinnvoll. "Denn alle Vereine brauchen auch eine gewisse Planungssicherheit", so Schöniger.

Laut Beschluss soll es ab 2021 zwei Erstligastaffeln zu je sieben bis acht Mannschaften geben. Bislang sind es drei Staffeln. In der 2. Bundesliga wiederum wird mit zwei bis drei Staffeln geplant - so entsteht ein Unterbau mit ebenfalls je acht Teams. "Die Strukturänderung ist erforderlich, da die Schere bei Etat und Personal in der mit 23 Mannschaften aufgeblähten Bundesliga viel zu groß war", bestätigt Jörg Richter vom sächsischen Ringerverband. "Die Ergebnisse vieler Duelle der Vorrundenstaffeln konnte man voraussagen, der Spannungsgehalt war oft gleich Null und die Favoriten zu den Play-Offs stehen seit der Hinrunde bereits fest", sagt er.

Für die Lila-Weißen gibt es aber noch mehr Grund zur Freude. So entschied Gerda Barth (A-Jugend) als amtierende deutsche Meisterin die diesjährige Wahl des Ringerverbands Sachsen in der Kategorie "Beste Sportlerin" für sich. 262 Stimmen reichten der 16-Jährigen aus dem Schneeberger Ortsteil Griesbach zum Sieg - vor Emilie Haase (234) vom RV Thalheim und Anastasia Blayvas (188) vom KFC Leipzig. In der Kategorie "Bester Nachwuchssportler" sicherte sich Aues Connor Sammet (Jugend A), ebenfalls deutscher Meister, mit 178 Stimmen Silber - hinter Marco Stoll (211) aus Markneukirchen und vor Finn Löffler (157) aus Thalheim. "Das haben beide nach ihren tollen Leistungen in diesem Jahr mehr als verdient. Sie stehen stellvertretend für unseren sehr erfolgreichen Nachwuchs", so Schöniger, der bereits dem Einzug ins neue Domizil entgegenfiebert.

So soll im Januar im ehemaligen Supermarkt in Bad Schlema das erste Training steigen. "Es ist zwar noch viel zu tun und die offizielle Einzugsfeier erst im April geplant. Aber die Aus- und Umbauarbeiten gehen gut voran", so Schöniger, der diese Woche in Heidelberg die Prüfung für die A-Lizenz als Trainer ablegt.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...