Auerhammer stößt Sosa im Derby vom Thron

Fußball, Erzgebirgsliga: SVA behält gegen die Elf aus dem Köhlerdorf mit 2:1 die Oberhand - Großrückerswalde kassiert erste Niederlage

Stollberg.

Vier Spieltage sind in der Fußball-Erzgebirgsliga absolviert. Und es bewahrheitet sich das, was viele Trainer bereits vor dem Saisonstart vermutet hatten: Es ist eine ausgeglichene Liga, in der jeder jeden schlagen kann.

Nach drei Spieltagen an der Spitze muss der FSV Sosa diese Position nach dem 1:2 (0:1) im Derby beim SV Auerhammer an eben diese Mannschaft abgeben. Mit spielerischen Mitteln kamen die Auer allerdings nicht zum Erfolg, was auch an den Sosaern lag. "Sie haben schon sehr hart gespielt", so SVA-Trainer Mike Martin. "Aber das gehört zu einem Derby dazu." Vor allem in der Phase nach Wiederanpfiff sei es eine "Abwehrschlacht" gewesen, so der Coach der Gastgeber. "Wir haben gut verteidigt, wenig zugelassen. Vor allem kämpferisch war es eine ganz starke Leistung." Besonders freute sich Martin über den hohen Zuspruch von mehr als 400 Zuschauern. "Da macht es gleich noch mehr Spaß, das Derby zu gewinnen."

Die erste Niederlage hat nun auch Großrückerswalde beim 1:2 (1:1) zuhause gegen Schwarzenberg kassiert. "Wir wussten, dass der Tag kommt", so Trainer Christian Steingräber. "In der ersten Halbzeit haben wir gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten." Das klappte vorerst auch, doch nach der Verletzung von Kenny Kaden kurz vor der Halbzeit gab es einen Bruch im Spiel der Gastgeber - mit dem 1:1 als Folge. "Wir wollten die zweite Halbzeit konzentriert angehen", sagte Steingräber. "Aber die Schwarzenberger haben uns ihr Spiel aufgezwungen." Der Erfolg der Gäste gehe in Ordnung, so der Trainer der Gastgeber weiter.

Aufsteiger Raschau-Markersbach musste ebenfalls die erste Schlappe hinnehmen. Sein Team hat beim 1:3 gegen Neustädtel Lehrgeld bezahlt, sagt Trainer Mirko Wolf. "Denn spielerisch waren wir keinesfalls schlechter als die Gäste", so der Trainer des SV Mittweidatal, der sich deshalb wenigstens ein Unentschieden gewünscht hätte. "Wobei das Ergebnis mit Blick auf die Chancenverwertung in Ordnung geht." So sei der NSV kaltschnäuziger gewesen und nutzte seine Chancen eiskalt. "Wir dagegen agierten vor dem Tor nicht so effektiv wie zuletzt."

Im Keller hat sich Crottendorf mit dem 1:0 (0:0) gegen Burkhardtsdorf etwas Luft verschafft. "Dabei hätte das Spiel keinen Sieger verdient gehabt", so Crottendorfs Spielertrainer Marcus Süß. Kein Wunder also, dass der entscheidende Treffer vom Elfmeterpunkt fiel. Gelenau wartet unterdessen weiter auf den ersten Dreier. Beim 1:2 (0:2) gegen Oelsnitz hatte BSV-Coach Nico Barthold aber wenig zu kritisieren. "Bis auf die Chancenverwertung war das eine starke Leistung der Mannschaft", sagte er. "Wie wir das Spiel verlieren konnten, will noch nicht in meinen Kopf." Die Partie zwischen Tirol Dittmannsdorf und Eintracht Bermsgrün fiel dem Regen zum Opfer und soll am 13. Dezember nachgeholt werden. (frgu/ane)


Statistik

Großrückerswalde - Schwarzenberg1:2

Tore: 1:0 Schuster (7./Foul-Elfmeter), 1:1 Schlegel (43.), 1:2 Klinghammer (73.)

Raschau-Markersbach - Neustädtel1:3

Tore: 0:1 (45./Eigentor), 0:2, 0:3 Schürer (57., 73.), 1:3 Schuster (88.)

Crottendorf - Burkhardtsdorf1:0

Tor: 1:0 Walde (51./Foul-Elfmeter)

Auerhammer - Sosa2:1

Tore: 1:0 Polusik (4.), 2:0 Günther (87.), 2:1 Demmler (90.)

Zschopau - Affalter 4:2

Tore: 0:1 Albrecht (4.), 1:1 k. A. (9.), 2:1 Martin (13.), 2:2 Nobis (15.), 3:2 Martin (27.), 4:2 Müller (46.)

Gelenau - Oelsnitz 1:2

Tore: 0:1 Wunder (16.), 0:2 Jokesch (17.), 1:2 Schüppel (39.)

Dittmannsdorf/W. - Bermsgrün Absage

(Verlegt auf 13. Dezember, 13.30 Uhr)

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