Bundesligist als Belohnung

Mit einem Rumpfteam sind die Volleyballerinnen des VC Zschopau zur ersten Runde des Regionalpokals angetreten. Was nur als weiterer Test geplant war, wurde zu einer faustdicken Überraschung.

Dresden.

Feiern ist von vornherein angesagt gewesen. Schließlich hat Sina Tuchscheerer am Samstag geheiratet. Und die Volleyballerin des VC Zschopau hatte einige Teamkolleginnen dazu eingeladen. Dass zeitgleich auch in Dresden gefeiert werden konnte, schien daher nahezu ausgeschlossen. Schließlich trat das Regionalliga-Team aus der Motorradstadt dort nur mit einer Rumpftruppe zur ersten Runde des Regionalpokals an. "Für uns ist es ein weiterer Test", hatte Trainer Stefan Thormeyer im Vorfeld gesagt, der wegen der Hochzeit sowie aus Urlaubs- und Verletzungsgründen auf sechs Stammkräfte verzichten musste. Doch er und die Fans erlebten eine faustdicke Überraschung.

"Wir haben das volle Programm mitgenommen", sagt der Coach angesichts der Tatsache, dass es sowohl gegen den Dresdner SC II als auch gegen die Neuseenland-Volleys Markkleeberg über fünf Sätze ging. Zum Auftakt gegen die Gastgeberinnen von der Elbe "mussten wir erst einmal reinfinden", berichtet Thormeyer. Wegen der Ausfälle war er zum Improvisieren gezwungen, doch nach verlorenem ersten Satz (19:25) wurde die passende Aufstellung gefunden. Mit 25:20 gelang der Ausgleich - und wenig später dank toller Aufholjagd sogar die Führung. Nach einem 18:24-Rückstand holten die VC-Damen acht Punkte in Folge - und damit auch Durchgang Nummer 3. Zwar zog Dresden mit 25:21 wieder gleich, doch die mitgereisten 20 Fans, die auf der Tribüne klar den Ton angaben, bejubelten wenig später ein 15:11 im Tiebreak.

Gegen Markkleeberg, der Favorit in diesem Turnier dreier Regionalligisten, hatte sich Thormeyer im Vorfeld wenig ausgerechnet. Doch die Neuseenland-Volleys strauchelten schon gegen die DSC-Reserve mit 1:3 - und Zschopau legte nach. Zwar verloren die VC-Damen zunächst 21:25, doch folgte ein hart erkämpftes 27:25 für die Erzgebirgerinnen. Damit war die Achterbahnfahrt der Gefühle noch lange nicht vorüber, denn wieder setzte es einen Rückschlag (15:25) mit anschließendem Erfolgserlebnis (25:18). "Es war eine Kraftfrage, und die Mädels sind nach der tollen Vorbereitung topfit", lobt Thormeyer sein Team, das sich den Tiebreak mit 15:9 schnappte. Belohnung dafür ist das Heimspiel in der nächsten Runde gegen den VV Grimma. "Gegen ein Team aus der 2. Bundesliga zu spielen, wird für alle ein tolles Erlebnis", freut sich der Trainer auf den 23. September. Dann dürfte er auch wieder deutlich mehr Spielerinnen an Deck haben.

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