Coronavirus schluckt fünften Titel

Im ADMV-Classic-Cup hat das Team Erz alle Kräfte mobilisiert. Doch nach dem Finale ist klar, dass es diesmal kein Mannschaftsgold gibt.

Annaberg-Buchholz.

Die Motorsportsaison im ADMV-Classic-Cup ist beendet. In Köthen - wie in anderen Jahren zuvor - gab es auf dem Wattrelos-Ring die letzte Station. Dort, wo die Strecke nach der französischen Partnerstadt der Kommune benannt ist, gaben sich auch die Erzgebirger ein Stelldichein. Sie wollten ihren Mannschaftstitel verteidigen, doch daraus wurde nichts.

In dieser Saison ist bekanntlich alles anders. Denn bereits im Frühjahr hatte Veranstalter MSC Schwartenberg wegen der überschwappenden Corona-Welle für das Rennen in Zschopau das Handtuch geworfen. Wenig blieb auch anschließend vom Cupkalender übrig - nach der Dezimierung nur noch die Läufe auf dem Harz-Ring, in Peenemünde und eben in Köthen.

Der örtliche Motorsportclub hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, um im Rahmen der bestehenden Auflagen ein würdiges Finale zu präsentieren. "Mit Erfolg. Es war eine Topveranstaltung mit fast 130 Teilnehmern und auch Zuschauern", sagt Reinhart Päßler, der wie Mannschaftsleiter Wolfgang Kilschautzki für den MC Scheibenberg an den Start geht. Der 73-Jährige aus Neudorf fuhr im Finale der Klasse 1 zwar diesmal nicht ganz nach vorn, gewann allerdings durch die Ränge 2 und 4 die Meisterschaft. Der Annaberg-Buchholzer Kilschautzki konnte seine Malanca ebenso auf den Plätzen 2 und 4 abstellen, was in der Gesamtwertung mit Silber belohnt wurde. Klaus Pellert steuerte seine Honda zweimal auf Platz 2, was ihm die Vizemeisterschaft einbrachte. Und der in Erz-Diensten stehende Chemnitzer Bernd Wohlgemuth rundete die homogene Teamleistung mit Gesamtplatz 5 ab. Dennoch hinterlässt die Corona-Saison einen faden Beigeschmack. Denn erstmals in der Geschichte des Cups wird wegen des Defizits an Läufen - speziell denen für die Klassen der Vierrädrigen - die Mannschaftswertung ausgesetzt. Seit 2013 gibt es diese - und das erzgebirgische Quartett hatte den Pott zur Premiere sowie 2014, 2018 und 2019 gewonnen. Nun muss es im kommenden Jahr einen neuen Anlauf nehmen.

Doch zuvor wollen die Motorsportler am 6. November in Aue bei der Preisverleihung "Erzgebürger" dabei sein. Wie sie unter starker Konkurrenz abschneiden, wird sich zeigen. "Und dann freuen wir uns auf die Motorsport-Ehrung in Dresden, die aber zunächst auf März verschoben ist", so Päßler. (mit ritz)

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.