Die Leichtgewichte stechen

Beim Sieg der Thalheimer Regionalliga-Ringer in Luckenwalde war vor allem auf die unteren Limits Verlass. Lugau kassierte eine erwartete Niederlage.

Thalheim/Lugau.

Es war ein Erfolg der Kategorie Arbeitssieg. Mit 13:9 haben die Ringer des RV Thalheim in der Regionalliga den 1. Luckenwalder SC bezwungen und damit den zweiten Tabellenplatz zementiert. "Angesichts unserer Personalsituation bin ich wirklich sehr zufrieden", konstatierte Trainer Steffen Richter im Anschluss an den Dienstausflug nach Brandenburg. Erneut ohne Kapitän Tobias Löffler und ohne Lucas Kahnt - beide verletzt - waren die Erzgebirger beim Tabellensiebenten angetreten.

Den recht knappen, aber verdienten Sieg sicherten letztlich die Athleten in den unteren Gewichtsklassen - mit einer Ausnahme. Die hieß Ondrej Dadak, der im 98-Kilo-Limit seinen Gegenüber Johannes Schmiege binnen zwei Minuten von der Matte fegte. Abgesehen von ihm und von Fabien Martin, der in der Kategorie bis 57 Kilogramm im von ihm geliebten klassischen Stil ebenso souverän gewann, fielen die Thalheimer Siege allesamt eng aus. Steffen Richter sprach hinterher von "Schlüsselkämpfen". So hielt Niclas Eichhorn den mehr als doppelt so alten Ex-Thalheimer Thomas Berger, jüngst Seniorenweltmeister geworden, in Schach. Auch Niklas Ohff und Mario Koch gewannen ihre Duell knapp, auch wenn sich Richter speziell von letzterem durchaus mehr als den einen Mannschaftspunkt erhofft hatte. Noch mehr auf des Messers Schneide stand der Kampf zwischen dem Thalheimer Nick Löffler und Alexander Röll, den der Erzgebirger bei Gleichstand nur wegen der letzten Wertung gewann - und die auch noch infolge von Passivität seines Kontrahenten. "Er hat das taktisch gut gemacht und ist kein unnötiges Risiko eingegangen", so Richter.

Die Lugauer Eichenkränze konnten derweil beim Spitzenreiter Markneukirchen für keine Überraschung sorgen und unterlagen standesgemäß mit 4:27. "Immerhin ein Punkt mehr als Thalheim gegen die geholt hat", merkte RVE-Trainer Jan Peprny eine Woche vor dem Derby an. Dafür bedanken durfte er sich beim Polen Krzysztof Sadowik, der mit Dimitri Blayvas kurzen Prozess machte. "Er hatte seinen Gegner sogar auf den Schultern. Leider hat das der Schiedsrichter, der keinen guten Tag hatte, nicht gesehen", so Peprny. Damit spielte er auch auf die 0:3-Punkteniederlage von Frederik Esser gegen Marco Stoll an. "Der wirft ihn und landet dabei selbst auf dem Ast. Aber statt dass Schluss ist geht's weiter. Angeblich wegen Beinarbeit von Freddie. Aber wie geht das in der Luft?", so Peprny, der noch den Auftritt von Anton Vieweg hervorhob. "Er hat zwar knapp verloren, aber prima gekämpft".

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