EHV Aue mit besserem Ende für sich

Die Handballer aus Aue haben in der 2. Bundesliga einen 29:28-Sieg in Ferndorf für sich verbucht. Unter Druck stehend, behielten sie die Nerven.

Aue.

Der EHV Aue reitet weiter auf der Erfolgswelle: Das Team von Trainer Stephan Swat hat am Samstag das Spiel beim TuS Ferndorf mit 29:28 (15:13) gewonnen. Durch den zweiten Sieg in Folge haben die Erzgebirger einen ganz wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.

Das Spiel verlief anfangs ausgeglichen. Eine Viertelstunde lang schenkten sich beide Teams kaum etwas und so stand es nach 16 Minuten 6:6. Erst danach nutzte der EHV Aue die Möglichkeit und setzte sich mit bis zu vier Toren ab. "Das ist uns durch das Tempospiel und eine gute Abwehr gelungen", sagt EHV-Kapitän Eric Meinhardt. Doch in der Schlussphase der ersten Hälfte gelang es den Gastgebern aus dem Siegerland noch einmal aufzuschließen. Durch Unterzahlsituationen des EHV wurde es in der zweiten Halbzeit wieder richtig spannend. Schon nach 33 Minuten stand 16:16 auf der Anzeigetafel. Doch auch mit diesem Druck konnten die Handballer aus dem Erzgebirge umgehen. Sie hatten es in der Woche zuvor schon einmal unter Beweis gestellt. Auch im Spiel gegen den TV Großwallstadt ließ man eine sicher geglaubte Führung wieder schmelzen. "Die Situationen haben sich schon ein bisschen geähnelt", sagt Meinhardt. Während der Sieg im Heimspiel gegen Großwallstadt deutlich ausgefallen ist, wurde es beim TuS Ferndorf eine ganz enge Geschichte. Das entscheidende Tor zum 29:28 gelang Benas Petreikis wenige Sekunden vor dem Abpfiff. Er hatte zuvor schon sieben Treffer markiert. Einen Sahnetag mit sieben Toren erwischte auch Ladislav Brykner. Immer wieder gelang es den beiden EHV-Handballern die Abwehrkette des TuS Ferndorf zu überwinden. Petreikis und Brykner nutzten gnadenlos die Fehler aus.

Beide Teams wollten den so wichtigen Sieg und zeigten jede Menge Kampfgeist. Dass die Begegnung zugunsten des EHV ausging, machte Kapitän Meinhardt stolz: "Wir hatten in dieser Saison sehr viele enge Spiele, und oft das Pech, mit einem Tor zu verlieren. Doch irgendwann muss das Glück mal zurückkommen", so Meinhardt, der nach dem letzten Spieltag seine Karriere beenden wird und deshalb diese Spielzeit sehr intensiv erlebt: "Ich habe eine klare Entscheidung getroffen, dass nach der Saison Schluss ist und ich genieße sie daher so richtig. Ich spiele nicht mehr so kopflastig Handball, sondern nehme die Situation so an, wie sie kommt."

Rein rechnerisch ist der Abstieg nach wie vor möglich, doch Meinhardt bleibt zuversichtlich: "Wir haben eine solide Grundlage für die die letzten fünf Spiele gebildet." Der nächste Gegner hat es dabei in sich. Am Freitag kommt es 19.30 Uhr zum Ostderby mit Dessau-Roßlau.

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