EHV-Handballer mit Auswärtsauftritt, der weh tut

Zweitligist Aue ist mit einem 22:26 (6:10) aus Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt. Gegen die TuS Ferndorf fehlte es den Erzgebirgern an Energie.

Aue.

Die Stimmung bei Handball-Zweitligist EHV Aue ist am Samstagabend nach der 22:26-Auswärtsniederlage gegen die TuS Ferndorf gelinde gesagt nicht die beste gewesen. Trainer Stephan Swat zeigte sich maßlos enttäuscht aufgrund des Auftritts seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. Hatte er sich doch nach dem phänomenalen Heimsieg gegen den HSC 2000 Coburg vorgenommen, auch auswärts die ersten Punkte zu holen.

Den Misserfolg sah Swat als hausgemachtes Problem an: "Die Leistung war einfach nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Da war zu viel Lässigkeit und zu wenig Spannung drin. Das müssen wir uns vorwerfen lassen." Da der Gegner mit viel Druck, Emotion und Leidenschaft antrat, hätte er auch von seiner Truppe mehr Präsenz erwartet. "Wenn man nur sechs Tore erzielt in einer Halbzeit, dann ist das eine riesige Hypothek." Zumindest die EHV-Abwehr sah bis zum Halbzeitstand von 6:10 noch recht gut aus. Swat sagte: "Doch wir sind einfach nicht ins Tempospiel reingekommen, haben uns das Spiel des Gegners aufzwingen lassen und uns in zu viele Zweikämpfe verstrickt, die verloren gingen." Auch die Konsequenz im Wurf vermisste er: Allein in der ersten Halbzeit haben sich die Auer drei Würfe neben beziehungsweise über das Tor erlaubt, dazu fünf Pfostenwürfe. "Wenn man diese Chancen liegenlässt, ist das wie eine Adrenalinspritze für Ferndorf", so der Coach. Was am Samstag richtig weh tat, war die Rote Karte für Gabriel De Santis nach einer Foulsituation im Angriff nach 25 Minuten Spielzeit. Die Entscheidung sei sehr hart gewesen. Auf Rückraum-Rechts hatten die Auer damit keinen Linkshänder mehr.

Nach der Pause schaffte der EHV zweimal den Anschluss: 9:10 (37.) und 10:11 (38.). "Aber immer dann, wenn wir dran waren das Spiel zu kippen, sind dumme Fehler passiert", ärgerte sich Swat. Aue habe den linken Rückraum der Ferndorfer überhaupt nicht mehr in den Griff bekommen. "Wenn man die Gegner unter Druck hat, darf man nicht mit dem Energy-Drink vorbei kommen", kommentierte der Coach. Bis zum Schlusspfiff kam der EHV Aue nie mehr weiter als bis auf drei Tore ran.

"Wir müssen nun unter der Woche konzentriert arbeiten", sagte Swat. Die SG BBM Bietigheim, die der EHV am Freitag, 19 Uhr, in der Erzgebirgshalle in Lößnitz empfängt, werde kein einfacher Gegner: "Bietigheim ist auch nicht optimal in die Saison gestartet und wird sicher mit dem Messer zwischen den Zähnen nach Aue kommen. Darauf müssen wir uns einstellen."

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