Eilenburg zieht Thalheim früh den Zahn

Beim 0:6 in der zweiten Runde des Sachsenpokals gab es für die Tannen zuhause gegen den Oberligisten nichts zu holen. Trainer René Wendler ärgerte sich vor allem über eines.

Thalheim.

Die diesjährige Auflage des Sachsenpokals wird ohne den SV Tanne Thalheim fortgeführt. Die Erzgebirger kassierten gestern vor heimischer Kulisse eine deutliche 0:6-Klatsche gegen den Oberligisten FC Eilenburg und bekamen dabei eindrucksvoll ihre Grenzen aufgezeigt.

Insbesondere in der ersten Hälfte war der Zwei-Klassen-Unterschied auf dem Rasen kaum zu übersehen. Die Gäste, die in der laufenden Saison nur auf Platz 15 liegen und nach vier Spieltagen noch keinen Sieg eingefahren haben, nutzten die Gelegenheit, ordentlich Selbstvertrauen zu tanken. Den ersten Thalheimer Ballverlust in der Abwehr bestraften sie sofort mit einem Treffer, dem sie bis zum Pausenpfiff noch vier weitere folgen ließen. "Was mich vor allem ärgert ist, dass vier dieser fünf Gegentore Geschenke unsererseits waren. Nur das dritte war wirklich schön herausgespielt", sagte Wendler. Zwei der fünf Tore fielen zudem vom Punkt, nachdem sich Spieler der Eilenburger im Strafraum durchgesetzt hatten. Über den Schiedsrichter meckerte aber niemand. "Beide Elfmeter waren berechtigt", so der Thalheimer Coach.

Im zweiten Durchgang ließ es der Oberligist dann ruhiger angehen, nahm mindestens zwei Gänge heraus und wechselte durch. Die Gastgeber kamen optisch etwas besser ins Spiel - allerdings ohne etwas Zählbares zustandezubringen. "Wir haben im Angriff viel zu komplizierte Lösungen gesucht", so Wendler. Statt eines Ehrentreffers durften dann zehn Minuten vor Schluss folgerichtig die Gäste einmal mehr jubeln. "Wir haben es den Eilenburgern so lange wie möglich schwer machen wollen. Aber das ist uns leider nicht gelungen", sagte der 46-Jährige. Stattdessen habe man Anschauungsunterricht erhalten - zum Beispiel, wie man seine Chancen eiskalt verwerte.

Allzu viel Trübsal blasen kann sein Team nach dem Pokal-Aus allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag müssen die noch punktlosen Thalheimer zuhause gegen Lichtenstein Farbe bekennen und die ersten Liga-Zähler einsammeln. "Deshalb muss das Spiel aus den Köpfen raus, und wir müssen an die Partie in Marienberg anknüpfen", so Wendler. Die verloren die Tannen zwar 0:1, zeigten insgesamt aber eine gute Leistung.

Statistik Thalheim: Post, P. Vogel, Kirsten, Msalam, Koch (74. Schaarschmidt), Rechner, Neukirchner (46. Stampfer), Teichert, Kretzschmar, Grasse, Wetzel (88. Rößler); Tore: 0:1/0:2/0:4 Jochmann (9./17. FE/31. FE), 0:3 A. Vogel (21.), 0:5/0:6 Luis (37./81.); SR: Bühlau; Z: 156

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