Elfmeter-Tor kurz vor Schluss lässt Gäste jubeln

Fußball, Landesliga: Lößnitzer siegen bei Aufsteiger Taucha 2:1 (1:1) - Trainer: "Diesmal hatten wir wirklich Glück"

Taucha.

Kaum einer aus der Mannschaft des FC Lößnitz hat am Samstagnachmittag wenigstens Normalform gezeigt. So jedenfalls schätzt es Trainer René Klingbeil ein. Trotzdem gewannen die Erzgebirger ihr Punktspiel in der Fußball-Landesliga bei der SG Taucha mit 2:1 (1:1). "Natürlich können nicht alle an jedem Wochenende in Top-Form sein. Aber diesmal hatten wir wirklich Glück. Unser Siegtreffer fiel ja erst kurz vorm Abpfiff", sagt Klingbeil.

Dabei hatten die Gäste einen furiosen Start hingelegt. Etwa zwei Minuten war die Partie alt, als Cedric Graf von rechts flankte und Martin Sprunk, von der SG-Abwehr sträflich vernachlässigt, sich die Chance zum frühen Führungstreffer nicht entgehen ließ. "Ein herrliches Tor", schwärmt der Coach. Doch beflügelt hat es die Lößnitzer nicht. Denn die Platzherren, durch gut 100 Zuschauer unterstützt, gerieten nicht unter Dauerdruck, witterten statt dessen Morgenluft. Und tatsächlich bejubelte der Aufsteiger nach 18 Minuten den Ausgleich. Die Tauchaer fingen einen Eckball der Gäste ab und starteten einen Konter, der ebenfalls zu einer Ecke führte. "Wir konnten die Situation nicht richtig klären, im zweiten Versuch war der Ball drin", schildert Klingbeil das 1:1.

Mit dem Ergebnis ging es in die Pause. Es hielt bis in die Schlussphase, weil sich die Kontrahenten weitgehend neutralisierten. "Die Gastgeber haben gezeigt, dass sie kein Kanonenfutter sind. Sie gehen aggressiv zu Werke, haben einen engagierten Trainer", sagt der FCL-Coach. "Gegen Taucha werden wohl noch einige Teams aus dieser Staffel Probleme bekommen. Wir nehmen die drei Punkte gerne mit." Dass die Lößnitzer im zweiten Saisonpunktspiel den zweiten Sieg einfuhren, verdanken sie einem aus Tauchaer Sicht umstrittenen Strafstoß nach Handspiel. "Den kann man geben, muss man aber nicht geben", meint Klingbeil. Wie auch immer: Philip Hauck behielt die Nerven und erzielte das 2:1 (89.). FCL-Spieler Marcel Becher: "Es ist besser, mal so einen dreckigen Sieg einzufahren, als den Gegner 90 Minuten an die Wand zu spielen und dann noch zu verlieren." (stl)

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