Erfolgreich auf fremdem Terrain

Die Motorradtrialer des MSC Thalheim haben auch beim dritten und vierten Meisterschaftslauf überzeugt. Der Austragungsort gefiel aber nicht jedem.

Thalheim.

Die Messlatte liegt hoch bei den Thalheimer Motorradtrialern. "Wir wollen in sämtlichen Wertungen am Ende ganz vorn sein", sagt Frank Krumbiegel. Der Vereinschef des MSC Thalheim weiß, dass dieses Ansinnen durchaus realistisch ist. Den Beweis lieferten seine Fahrer am Wochenende wieder einmal ab. Im fränkischen Kronach sammelten sie eifrig Punkte für die Ostdeutsche Trialmeisterschaft. "Wir sind mit dem Abschneiden sehr zufrieden", sagt Krumbiegel, der namentlich Fabian Schneider oder Ingo Breitfeld nennt, der in der leistungsstärksten Klasse 2 an den Start ging.

Auch Martin Herrling überzeugte in Kronach und verteidigte seine Meisterschaftsführung in der Klasse 5. Vor der Saison war er in diese aufgestiegen, dass es so gut läuft, habe er im Vorfeld auch nicht geglaubt. "Die Leistungsunterschied zur Klasse 6 ist trotzdem groß. Die Strecken sind enger und die Sprünge jetzt bis 70 Zentimeter, also rund doppelt so hoch", sagt der 39-Jährige, der mit einer Unterschenkelprothese fährt. Vor einem Jahrzehnt war ihm bei Sanierungsarbeiten an einem Kirchturm in Rom eine tonnenschwere Glocke auf den Fuß gefallen. Mit dem Trialsport begann er aber erst später, nämlich vor drei Jahren. Sein Motorrad sei ein ganz normales, nicht speziell umgebaut. "Da wir ja im Stehen fahren, fragen öfter mal Leute, wie ich das so durchhalte", so Herrling.

Nur einen der beiden Läufe - den am Sonntag - bestritt indes Thomas Bergner. Der 48-Jährige ist in der Seniorenklasse unterwegs, gewonnen hat er in dieser Saison jedes Rennen, an dem er teilnahm. So auch in Kronach. "Die Strecke war wirklich sehr gut, und auch vom Wetter her waren die Bedingungen auszuhalten", sagt er. Kritisch sieht er allerdings den Austragungsort selbst - Kronach, wo gleichzeitig auch der Jura-Trial-Pokal ausgetragen wurde, war zum ersten Mal Station der Ostdeutschen Meisterschaft. "Wenn nur 22 Trialer aus ganz Ostdeutschland den weiten Anfahrtsweg auf sich nehmen, kann man sich schon fragen, ob das Sinn macht", so Bergner. Auch aus Thalheim seien nur zehn Fahrer dabei gewesen, deutlich weniger als sonst - zumal in Tschechien parallel ein Rennen stattgefunden habe. "Einige von uns sind dann lieber dorthin", so Bergner, der schon an den nächsten Auftritt denkt. Denn Zeit zum Verschnaufen ist nicht: Schon am Wochenende geht es in Leipzig weiter.

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