Experten und Quereinsteiger beweisen ihre Vielseitigkeit

Triathlon: Zu den 600 Startern in Pöhl gehören auch Vertreter aus dem mittleren Erzgebirge - Anke Schaarschmidt setzt Achtungszeichen

Pöhl.

Mit mehr als 600 Startern hat der Pöhler Triathlon bei seiner 20. Auflage eine Rekordbeteiligung erlebt. Dank Jana Richter (LATV Plauen) und Philipp Dressel-Putz (SC 06 Plauen) blieben die Siegerpokale erstmals seit langem wieder im Vogtland. Die schnellste Dame bewältigte die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5,9 Kilometer Laufen in 1:14:29 Strahlen. Für den Herren-Sieger standen 1:04:12 Stunden zu Buche.

"Ich freue mich riesig und konnte den Wettkampf richtig genießen. Es macht Spaß, durch die Massen zu laufen. Viele rufen meinen Namen und feuern einen an. Da bekommt man unterwegs Gänsehaut. Schade, dass es so schnell vorbei ist", sagte Jana Richter über ihren Sieg. Dass die 41-Jährige über eine gute Ausdauer verfügt, könnte übrigens an ihrem Beruf liegen. Schließlich ist Jan Richter in Plauen als Fahrradkurierin tätig. Philipp Dressel-Putz ist mit seinen 20 Jahren noch Student. Dennoch gelang ihm bei den Männern mit 1:30 Minuten Vorsprung bereits der dritte Sieg in Folge. "Es war aufgrund des Windes vor allem auf der Radstrecke kein einfaches Rennen", sagte der Sieger, der das Heimrennen als straffe Trainingseinheit für die Deutsche Meisterschaft auf der olympischen Distanz in zwei Wochen gerne mitnahm.

Doch neben den "Experten" gingen auch viele "Frischlinge" an den Start. Für den Großteil der mehr als 600 Teilnehmer spielten die Platzierung und die Zeit nur eine Nebenrolle. Viele Hobbysportler, die teils auch in anderen Disziplinen aktiv sind, nutzten den Wettkampf, um sich zum ersten Mal oder mal wieder im Triathlon auszuprobieren. Unter anderem wollten drei Vertreter aus der Leichtathletik-Abteilung des SV 1870 Großolbersdorf ihre Vielseitigkeit testen. Dabei konnte Philipp Richter mit Platz 109 in der Gesamtwertung überzeugen. Er erreichte nach 1:26:54 Stunden das Ziel, während seine Vereinskollegen Michael Lehmberg (179.) und Andy Böhme (261.) fünf beziehungsweise zehn Minuten länger brauchten. Etwas schneller war Olaf Schramm-Gresens vom ATSV Gebirge/Gebirge unterwegs (1:21:49 h), der als 55. der Gesamtwertung das beste Ergebnis aus lokaler Sicht erreichte.

Noch mehr dürfte sich allerdings Anke Schaarschmidt gefreut haben, die nach 1:23:53 ins Ziel kam. Zwar bedeutete dies "nur" Rang 81 in der Liste aller Teilnehmer. Allerdings hatten vor ihr nur zwei Frauen die Ziellinie überquert, sodass es die Starterin des Seiffener EBM-Teams als Dritte der Damen-Wertung aufs Podest schaffte. (tyg/anr)

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