Fußballer erobern bei Premiere einen anderes Grün

Der erste Bundesliga-Golf-Cup geht am Samstag in Bad Schlema über den 18-Loch-Platz. Die Idee wurde in Aue geboren - und soll sich mausern.

Aue-Bad Schlema.

Unter 36 Vereinen aus 1. und 2. Bundesliga ist der FC Erzgebirge Aue Gastgeber für ein spezielles Turnier. Statt dem runden Leder rücken kleinere Bälle in den Fokus: Am Sonnabend steigt im Golfpark Westerzgebirge in Bad Schlema der 1. Bundesliga-Golf-Cup - mit dem FCE als erstem Ausrichter, weil dessen Geschäftsführer Michael Voigt und Jens Karluß vom Golfclub die Idee dazu hatten.

Auf der ehemaligen Halde mit einem malerisch gelegenen 18-Loch-Platz sind im Zuge des Turniers rund 80 Vertreter namhafter Vereine zu erleben. Die Schläger schwingen wollen Geschäftsführer, Vorstände, Präsidenten und Sponsoren von Clubs wie Schalke 04, Borussia Dortmund, St. Pauli, RB Leipzig, Fortuna Düsseldorf, Union Berlin, Dynamo Dresden, Werder Bremen, VfL Bochum und Greuther Fürth. "Auch Magdeburg ist dabei, trotz des Abstiegs aus Liga zwei", so Karluß. "Sie waren die ersten, die voriges Jahr in der Vorplanung zusagten." Persönlich angerufen hat auch Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss des FC Bayern München. "Er bedankte sich für die Einladung. Leider war er da schon anderweitig verplant." Die Premiere verpasst er, die Chance auf eine Teilnahme aber nicht. Denn der Bundesliga-Golf-Cup geht auf Wanderschaft. Nach Aue soll jedes Jahr ein anderer Club Ausrichter sein. "Für die nächsten fünf Turniere gibt es Anfragen", so Voigt. Das spreche für die Idee. 2020, soviel steht fest, bleibt der Cup in Sachsen - dann bei Dynamo Dresden.

Die Premiere am Samstag fordert Helfer, Betreuer und Golfparkteam von 10 bis 18 Uhr voll. "Es wird ein harter Tag, aber der Aufwand lohnt sich", ist Voigt sicher. Auch er betreibt diesen Sport, der sein elitäres Image immer mehr verliert. "Durch den Fußball kommt man viel herum. Mehr als die Stadien sieht man aber meist nicht." Der Golf-Cup soll das ändern. "Wir haben eine fantastische Anlage mit einem tollen Blick aufs Erzgebirge und seine drei Tausender." Das müsse man zeigen, um die Werbetrommel für den Fußball, den Golfsport und eine ganze Region zu rühren. Laut Karluß war es eine Art Selbstläufer. "Es gibt sogar eine Warteliste." Immerhin geht es auf 500 Metern über dem Meeresspiegel am höchsten Abschlag Ostdeutschlands los. Aber nicht nur das soll Anreiz sein. Mehrere Ehrengäste sind eingeladen, darunter der bulgarische Nationaltrainer Krassimir Balakov, Schwimmer Stev Theloke und Skisprungweltmeister Richard Freitag. "Vielleicht bekommt auch Jan Hochscheidt frei", so Karluß. Der Mittelfeldmann sei von den Veilchen-Profis der einzige Spieler, der dem Golfsport frönt. Ein paar Aktive mehr - auch aus anderen Vereinen - hätte man sich freilich gewünscht.

Zuschauer sind willkommen. Für sie gibt es genügend Parkplätze und zudem zwei Standorte, um das Geschehen zu beobachten und Autogramme zu sammeln. "Nur auf den Golfplatz dürfen sie wegen der fliegenden Bälle zur Sicherheit nicht." Los geht es am Sonnabend, 10 Uhr mit einem Kanonenknall. "Die Idee soll schließlich richtig einschlagen."

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